Muster der Liebe in der Anwendung

Interview Thomas Lojek und Marlies

Ein Erfahrungsbericht

Thomas Lojek, Autor von „Die Gefühle der Männer“, „Einen Mann abwerben und „Das geheime Muster der Liebe“, im Gespräch mit Leserin Marlies, die sich aus einem persönlichen emotionalen Kreislauf befreit hat, der sie immer wieder davon abgehalten hat, glückliche Beziehungen zu formen und zu erleben.

Marlies spricht sehr offen über ihre schlechten Erfahrungen, die sie immer wieder mit Männern erlebt hat und wie sie letztendlich den emotionalen Prozess durchschauen konnte, der dafür verantwortlich war.

Und was sie daraus für sich gelernt hat, um ihre Beziehungen heute gesünder und glücklicher gestalten zu können.

Die wichtigsten Inhalte in diesem Interview

  • Wenn das Leben und die Liebe mit Männern einfach nicht funktionieren will.
  • Den verborgenen Sinn in Beziehungsproblemen entdecken.
  • Persönliche Vermeidungstaktiken entlarven.
  • Drama beenden und Selbstsabotage durch Beziehungen einstellen.
  • Die Bausteine echter Beziehungen.
  • Das geheime Muster der Liebe als innere Anleitung und Ratgeber.

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Emotional ausgebrannt: Wenn Männer nur noch Gefühlschaos bedeuten

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Thomas Lojek: Marlies, du hast persönlich mit den Mustern der Liebe gearbeitet und dadurch dein Verhältnis zu Männern sehr entscheidend verändert.

Magst du erzählen, wie es dazu kam?

Marlies: Oh, ich war emotional ziemlich kaputt, was Männer anging.

Ich hatte so viele Enttäuschungen hinter mir und hatte einfach keine Lust mehr.

Männer bedeuteten für mich nur emotionale Schwierigkeiten und Gefühlschaos.

Ich konnte und wollte das nicht mehr.

Ich habe dein Buch „Das geheime Muster der Liebe“ gekauft, weil ich unbedingt Antworten brauchte.

Ich bin jetzt Anfang Dreißig und meine biologische Uhr tickt.

Ich wusste – ich kann nicht mehr ewig warten, wenn ich noch Kinder haben will.

Aber mir jedes Mal diese emotionale Waschmaschine anzutun oder irgendeinen Mann zu nehmen, nur weil ich Kinder haben will – das konnte ich vor mich nicht vertreten. 

Manche Frauen machen das, ich weiß, aber für mich kommt das nicht in Frage.

Das macht am Ende doch nur alles noch schlimmer!

Ich glaube, ich wollte an diesem Punkt einfach endlich mein Leben mit den Männern in den Griff bekommen und da klang der Titel deines Buches vielversprechend.

Tipp: Viele Frauen sind zu falschen Kompromissen bereit, nur um einen Mann zu haben oder eine Beziehung führen zu können. Kompromisse sind Teil des Lebens, aber die falschen Kompromisse schaden dir irgendwann emotional und persönlich!

Sich selbst gestatten glücklich sein zu dürfen!

Thomas Lojek: Was hat dich an dem Titel „Das geheime Muster der Liebe“ angesprochen?

Marlies: Ich hatte immer den Eindruck, dass es einen Sinn dahinter geben muss, was ich erlebe.

Ich habe mir natürlich auch Gedanken gemacht: Frühkindliche Prägungen, Vater-Mutter-Beziehung und all das.

Aber eine echte Antwort habe ich darin nie gefunden.

Der Titel „Das geheime Muster der Liebe“ – darin habe ich mich dagegen wiedergefunden.

Ich wollte wissen, ob es einen Sinn dahinter gibt, was mir passiert oder ob ich einfach nur spinne.

Thomas Lojek: Und? Sinn oder Spinnerei? Was hast du herausgefunden?

Marlies (lacht): Ich glaube, in meinem Fall ist es von beidem ein bisschen.

Aber ernsthaft: Die Logik, mit der du den Verlauf von Beziehungen beschreibst, darin habe ich mich sofort gefunden.

Ich erkannte plötzlich, was mit mir los war:

Ich vermied einen bestimmten Abschnitt im Muster der Liebe.

Den Teil, der Nähe durch Alltag und Normalität in die Beziehung bringen soll.

Das ertrage ich nicht oder nur sehr schwer.

Ich habe immer Aufregung gewählt bei meinen Männern, um die Normalität zu vermeiden.

In der Normalität komme ich mir klein, schwach und unbedeutend vor.

Das konnte ich mit meinem Bild von der Liebe nicht vereinbaren.

Darum waren meine Beziehungen immer dramatisch.

Aber das bringt es auf Dauer einfach nicht.

Irgendwann muss man runterkommen und einfach nur Mensch sein.

Das habe ich mir selbst nie gestattet.

Und darum bin ich in meinen Beziehungen auch nie glücklich geworden oder habe mir grundsätzlich Männer ausgesucht, die mir die Vermeidung der Normalität auch ganz sicher garantierten konnten.

Tipp: Immer nur Drama und emotionale Aufregung bringt auf Dauer nichts. Man muss sich erlauben in der Liebe Normalität zulassen zu können und einfach mal nur Mensch zu sein!

Persönliche Vermeidungstaktiken in Beziehungen

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Thomas Lojek: Kannst du erklären, wie das bei dir ablief?

Marlies: Ich hatte zwei Vermeidungstaktiken:

Den netten normalen und ein bisschen „langweiligen“ Mann.

Und dann den Aufreißer und Frauenheld.

Den normalen Mann habe ich mir genommen, weil ich den Eindruck hatte, dass ich ihn unter Kontrolle habe.

Dass er mir nicht zu nahe kommt, weil ich ihm gegenüber das Gefühl von Überlegenheit hatte.

Es war dann im Anfang immer alles ganz schön und ich und meine Freundinnen waren immer hoffnungsvoll:

Das ist jetzt endlich mal einer, der zu mir passt!“.

Und genau von dem Moment an habe ich die Beziehung sabotiert.

Thomas: Wie hast du sabotiert?

Marlies: Nach einiger Zeit, wenn eben diese Normalität drohte, fing ich an mich ganz plötzlich zu distanzieren.

Ich zog mich zurück, meldete mich nicht mehr, schob die Arbeit vor oder unternahm nur noch etwas mit meinen Freundinnen und Bekannten, ohne ihm etwas davon zu sagen oder ihn dazu einzuladen.

Das erschien mir in dem Moment ganz normal.

Wir waren ja nicht verheiratet oder hatten eine langjährige Beziehung oder so was.

Wir standen ja erst am Anfang und ich bin zudem eine unabhängige Frau, ich muss mich bei niemanden abmelden und werde das auch nie tun.

Mit dieser Einstellung war es eine ganz glasklare Sache für mich, dass ich mich damit ganz normal verhalte.

Der Mann reagierte allerdings gereizt darauf oder rief mich irgendwann an, um zu fragen, was los sei und so weiter.

Darauf reagierte ich direkt mit Angriffen, weil ich mich kontrolliert fühlte.

Ich machte ihm Vorwürfe mich zu kontrollieren, mir die Luft zu nehmen, mich einschränken zu wollen. Und das nach so kurzer Zeit.

Damit hatte ich die perfekte Entschuldigung dafür, mit ihm Schluss zu machen und vor mir selbst und vor meinen Freundinnen gut dazustehen.

Denn mit „so einem“ konnte ich nun wirklich nicht zusammen sein.

Tipp: Versuche deine persönlichen Vermeidungstaktiken zu erkennen.

Oft sind sie das Gegenteil von dem, wie du dich selbst betrachtest und Situationen persönlich beurteilst! 

Erkenne: Sabotiere ich unbewusst meine Beziehungen?

Thomas Lojek: Und die Aufreißer und Checker?

Welche Rolle spielen die in deiner Vermeidungstaktik?

Marlies: Das ist einfach: Diese Männer sind sowieso nicht für eine feste Beziehung geeignet.

Also braucht man auch nicht viel mehr als mit ihnen ins Bett gehen und schon hat man als Frau, was man will:

Drama, Aufregung, Wut, Enttäuschung und die Bestätigung, dass Männer Schweine sind und man selbst einfach immer nur Pech mit den Männern hat.

Wieder steht man vor sich selbst gut da.

Als Opfer der Gemeinheiten des Lebens und der Männer.

Und wieder hat man erfolgreich vermieden eine echte Beziehung zu führen, obwohl man vor sich selbst weiter genau das behaupten kann.

Auf diese Weise kann man immer so weiter machen und vermeidet damit Beziehungen während man nach außen und vor sich selbst weiter behaupten kann, dass man genau das will.

Auf diese Weise habe ich mir selbst viele Jahre geraubt und an dem Punkt als ich dein Buch gekauft habe, war ich einfach müde davon.

Thomas Lojek: Wie hat denn „Das geheime Muster der Liebe“ etwas daran geändert?

Marlies: Ich erkannte, dass ich eben in der Phase, die von einem Paar Alltag und Normalität verlangt, ein Problem habe.

Über die Gründe kann ich nur spekulieren, vielleicht bin ich allgemein zu ehrgeizig und will alles perfekt haben, keine Ahnung.

Jedenfalls wollte ich diesen Baustein immer aus meinen Beziehungen raus halten, also habe ich direkt einen Streit eingeleitet oder einen Mann gewählt, der sowieso kein Interesse daran hatte.

Beides hat mich auf Dauer einfach geschafft.

Ich war wirklich kaputt und zerrüttet davon, obwohl ich eine erfolgreiche und, wie meine Freundinnen sagen, attraktive Frau bin.

Tipp: Dauerhafte Schwierigkeiten in der Liebe haben immer ein Kernproblem:

Etwas, das man vor sich selbst vermeiden möchte und deswegen in seine Liebesbeziehungen trägt!

Versuche ehrlich zu dir zu sein: Hast du ein Kernproblem in deiner Liebe, das immer wieder auftaucht?

Setze an dieser Stelle an!

Die gesunde Normalität der Liebe lernen 

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Thomas Lojek: Wie bist du danach mit der Sache umgegangen?

Marlies: Ich habe mir erst einmal eine richtige „Männer-Auszeit“ gegönnt.

Ein halbes Jahre keine Treffen, keine neuen Bekanntschaften, keine Telefonnummer, keine Dates, nichts.

Wenn ich ein Problem mit der Phase Normalität hatte, dann wollte ich erst einmal heraus finden, wie ich selbst wirklich bin in der Normalität – ohne Mann, ohne Dates, ohne Verpflichtungen.

Thomas Lojek: Und wie ist Marlies in der Normalität?

Was hast du dadurch gelernt?

Marlies: Dass mir Alltag und Normalität tatsächlich schwer fallen.

Ich kann nur schwer allein sein, bin gerne unterwegs, liebe Stress und Action in meinem Job.

Ich bin eigentlich nie „normal“, ich bin immer die erfolgreiche, gut aufgelegte Marlies.

Also fehlt mir auch die Erfahrung, was „einfach nur normal“ in einer Beziehung ist.

Diese Lücke habe ich an mir erkannt.

Thomas Lojek: Was machst du jetzt aus dieser Erkenntnis in Bezug auf die Muster der Liebe.

Marlies: Ich habe dadurch etwas über mich selbst gelernt.

Und erkannt, wie eng die Verbindung zwischen dem ist, was wir über uns selbst nicht wissen oder nicht wissen wollen und dem, was wir dann dadurch in Beziehungen erleben.

Das Muster der Liebe reflektiert meine eigene Entwicklung und die erlebe ich dann in einer Beziehung.

Über diesen Zusammenhang bin ich sehr glücklich. Ich fühle mich nicht mehr ratlos und ausgeliefert.

Als ich nicht mehr weiter wusste, war das sehr schlimm für mich. Ich hatte das Gefühl, dass sich mir die Liebe immer entzieht, wie ein böser Scherz. Heute weiß ich, dass ich das verursacht habe.

Ich habe wieder Vertrauen.

Tipp: Wenn deine Probleme in Beziehungen oder der Liebe immer wieder vorkommen oder gehäuft vorkommen – dann nimm dir eine Auszeit von der Liebe. Du brauchst jetzt Zeit, um etwas über dich selbst zu lernen! Liebe fängt mit dem an, was du bist und nicht mit dem, was du in deinem Partner finden möchtest!

Vertrauen erleben und Liebe gestalten

Thomas Lojek: Gibt es denn heute jemanden, dem dieses Vertrauen gilt?

Marlies: Ja, den gibt es.

Nach meiner Erkenntnis bin ich diesmal anders an die Sache heran gegangen.

Diesmal ist es weder ein Langweiler noch ein Frauenheld.

Ich habe mich für die Mitte davon entscheiden (lacht).

Thomas Lojek: Was ist denn die Mitte davon?

Marlies: Er ist beruflich erfolgreich und hat keine Zeit für zu viele Weibergeschichten.

Ich glaube, den Teil habe ich mir bei ihm ganz konkret ausgesucht.

Aber er ist halt auch nicht langweilig.

Er hat genauso viel Ehrgeiz wie ich und wir können beide schlecht still sitzen.

Das passt ganz gut.

Deswegen haben wir beide auch nicht zu viel „Normalität“ und nur bedingt „Alltag“, ich taste mich da langsam heran.

Jetzt da ich weiß, wie ich ticke und wo meine Schwierigkeiten liegen, kann ich besser damit umgehen.

Ich flippe nicht gleich aus, wenn sich die Normalität und der Alltag so nach und nach einschleichen, ich lasse das jetzt einfach mal so laufen.

Auf eine Weise kribbelt es dann immer noch in mir und ich möchte irgendetwas anzetteln oder einfach verschwinden, aber ich gehe sorgsamer mit mir um und mit meinem Partner.

Da er beruflich viel zu tun hat, stresst ihn das nicht so.

Ich glaube, er ist ganz froh mich zwischendurch auch mal los zu sein (lacht).

Thomas Lojek: Was ist deine persönliche Lektion in Sachen „Muster der Liebe“?

Marlies: Man muss sorgsamer mit sich selbst umgehen.

Und mit anderen.

Dein Buch „Das geheime Muster der Liebe“ ist genial.

Ich bin immer noch beeindruckt davon.

Vor allem von der emotionalen Logik, die in diesem Muster steckt.

Sowas gefällt mir. Das habe ich immer gesucht.

Aber eigentlich liegt es ja direkt vor unserer Nase.

Man muss nur genauer hinschauen.

Das habe ich jetzt gelernt und werde weiter darauf achten.

Danke dafür!

Tipp: Oft liegen die Antworten in deinem persönlichen Muster der Liebe ganz offen vor dir! Du musst nur genau hinsehen! Versuche die verborgene Logik innerhalb deiner Beziehungen zu finden und lerne darüber sorgsamer mit dir selbst umzugehen!

Zusammenfassung

1. Wenn dein Leben mit Männern so gar nicht funktioniert, dann liegt darin ein verborgenes Muster und immer eine Botschaft, die dann emotional über Liebesbeziehungen ausgetragen wird.

2. Viele Probleme in Beziehungen oder innerhalb der Liebe sind nur Vermeidungstaktiken. Man vermeidet unbequeme Wahrheiten über sich selbst über „Beziehungsprobleme“ mit anderen Menschen.

3. Alles basiert auf emotionalen Mustern: Dem geheimen Muster der Liebe – der Art und Weise, wie jeder Mensch seine persönlichen Beziehungen aufbaut und emotional organisiert.

4. In persönlichen Krisen ist es wichtig Abstand zwischen sich und den eigenen Mustern zu bekommen: Auszeiten nach Beziehungskrisen oder ständigem Frust in der Liebe sind dann notwendig!

5. Die Muster der Liebe sind immer ein persönlicher innerer Ratgeber – auch wenn die Erkenntnis dazu erst unbequem ausfallen sollte!

6. Glück in der Liebe und stabile Beziehungen sind möglich: Dazu muss man seine Muster kennen und in Ordnung bringen und etwas Normalität innerhalb der Liebe zulassen können.

Anwendung in der Praxis

  • Deine Beziehungen mit Männern funktionieren so gar nicht? Nimm dir Abstand und eine Auszeit!
  • Lerne die Zusammenhänge um das geheime Muster der Liebe.
  • Erkenne deine persönlichen Muster und deren Zusammenspiel mit dem allgemeinen Muster der Liebe.
  • Sei ehrlich zu dir: Was sind deine persönlichen Vermeidungstaktiken?
  • Wann betrügst du dich selbst, indem du wütend und zurückweisend gegenüber deinem Partner wirst?
  • Wann betrügst du dich selbst, weil du dich unbewusst und dennoch gezielt an den falschen Männern versuchst?
  • Was ist deine persönliche Schwäche? Wie vermeidest du sie? Und wie baust um diese Vermeidung deine Liebesbeziehungen und dein Verhältnis zu Männern auf?
  • Lerne Schritt für Schritt, wie die gesunden Muster der Liebe funktionieren und sie für dich und deine Bedürfnisse arbeiten!
  • Entwickele Vertrauen in deine gesunden Muster – und ersetze sie nach und nach durch deine negativen Muster oder persönliche Vermeidungstaktiken. Das wird dich in Beziehungen führen, die dir gut tun und die für dich und deine Bedürfnisse funktionieren werden!

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