Geliebte: Psychologisches Muster und kein Schicksal

Geliebte: Ein psychologisches Muster und kein Schicksal!

Interview: Thomas Lojek und Gabriela

Thomas Lojek im Gespräch mit Leserin Gabriela, die nach schweren Scheidung in eine gefühlsintensive Affäre mit einen verheirateten geraten ist.

Sie berichtet in diesem Gespräch über ihre Erfahrungen, die Muster, die sie in der Zeit an sich erkannt hat und wie es ihr gelungen ist, diese Situation zu ihrem Vorteil zu lösen.

Thomas Lojek ist Autor von Gebrauchsanleitung Mann, Wahre Liebe statt Geliebte sein, Einen Mann abwerben und Das geheime Muster der Liebe.

Er lebt und arbeitet in Spanien (Teneriffa & Valencia).

Die wichtigsten Punkte in diesem Interview

  • Geliebte: Was tun, wenn man emotional ganz unten ist?
  • Gefühle positiv verändern, statt nur zu warten und zu hoffen!
  • Nachgiebig oder entschlossen – wie am besten vorgehen?
  • Emotionale Muster in der Situation einer Geliebten!
  • Geliebte: Echte Auswege und emotionale Lösungen!
  • Wann ist die Hoffnung auf einen vergebenen Mann berechtigt?
  • Gibt es als Geliebte immer nur „entweder oder“ – oder gibt es Alternativen?

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Geständnis einer Geliebten: Ich war ziemlich down!

Thomas Lojek: Gabriela, du bist zu meiner Arbeit über das Thema Geliebte gekommen – kannst du kurz etwas zu deinem Hintergrund erzählen?

Gabriela: Ich bin Mitte 40, zwei Kinder, geschieden und lebe heute sehr glücklich mit einem neuen Partner zusammen.

Nach meiner Scheidung bin ich in eine Affäre geraten, die etwa ein Jahr gedauert hat.

Dieses Jahr war sehr schlimm für mich: Erst die Scheidung, dann die Erfahrung Geliebte zu sein, ohne es sein zu wollen. 

Ich war emotional ziemlich down.

Dann bin ich auf deine Bücher gestoßen: Gebrauchsanleitung Mann, Einen Mann abwerben und Wahre Liebe statt Geliebte sein… und das hat alles verändert.

Thomas Lojek: Was genau hat sich verändert?

Gabriela: Ich habe mich verändert.

Und dadurch die Situation.

Schon mit den ersten Seiten deiner Bücher wusste ich: „Hier bin ich richtig!“.

Weil ich zum ersten Mal etwas gelesen habe, das mir die Schuldgefühle genommen hat, die ich als Geliebte ständig hatte.

Deine Bücher haben mir zum ersten Mal gezeigt: „Schuldgefühle sind nicht notwendig – ich bin nicht in der Situation „Geliebte“, weil ich ein schlechter Mensch bin, nicht liebenswert oder nicht toll genug. Es ist keine Strafe sondern ein psychologisches Muster!“.

Das konnte ich durch deine Bücher erkennen.

Mit der Erkenntnis hatte ich auf einmal den Eindruck, dass ich die Situation bewältigen kann.

Geliebte: Ein Muster, das man verändern kann?

Thomas Lojek: Genau das ist die auch Hauptabsicht meiner Arbeit: Die Schuld aus diesen Situationen zu nehmen.

Ich habe alle meine Bücher darauf ausgerichtet, Situationen als emotionale Muster zu zeigen – nicht als persönliches Schicksal oder als ein Ergebnis, das abhängig ist von der Zustimmung anderer Menschen oder dem eigenen Selbstwertgefühl.

Bringe die Muster in Ordnung und die Situation wird sich ändern!

Das ist quasi die Kernaussage hinter meinen Büchern.

Gabriela: Ich weiß heute, warum ich Geliebte geworden bin.

Ich hatte meine inneren Schalter darauf ausgelegt, weil ich mich tief in meinem Innern genauso gefühlt habe: Nicht vollkommen liebenswert.

Vor allem durch die Erfahrung meiner Scheidung.

Ich war schwach, bedürftig und gleichzeitig hatte ich das Gefühl, dass ich diesen Mann beherrschen könnte – wenn er es nur zulassen würde.

Also habe ich ihn mit Liebe überrannt, bin hinter ihm her gelaufen, stand immer zur Verfügung, wenn er Zeit und Lust auf mich hatte.

Eigene Bedürfnisse habe ich nie formuliert.

Thomas Lojek: Was genau hast du nach dem Lesen meiner Büchern gemacht, um die Situation zu verändern?

Gabriela: Ich habe den Spieß umgedreht.

Ich habe erkannt, dass ich in einem Muster bin, das meine damalige Affäre geradezu in die Verhaltensweisen gezwungen hat, die ich an ihm erlebte.

Also habe ich mir gedacht: Wenn es ein Muster ist, kann ich das Muster doch auch einfach mal auf den Kopf stellen und schauen, was passiert.

Ich habe Bedürfnisse formuliert, ihn weg geschickt, ihn zurückgewiesen, ihn warten lassen – dann habe ich die Methoden aus deinem Buch angewendet, um die Einsätze zwischen uns noch emotionaler zu machen.

Am Ende hatte ich, was ich wollte:

Er hatte ganz konkret vor seine Frau zu verlassen!

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Gefühle und die Frage: „Was will ich eigentlich wirklich?“

Thomas Lojek: Und was passierte dann?

Gabriela: Er war schon auf dem Weg zu ihr, um es ihr zu beichten.

Da habe ich auf einmal eine schreckliche Panik bekommen.

Ich habe an die Konsequenzen gedacht, an meine Ehe, meine Scheidung, meine Kinder, an den Stress, der durch seine Scheidung auf uns zukommt.

Ich hatte auf einmal das Gefühl einer schrecklichen Panik, dass mir alles entgleitet.

So hatte ich mir das nicht vorgestellt.

Ich rief ihn an und sagte: „Warte bitte noch etwas!“

Thomas Lojek: Ein Rückzieher von dir?

Gabriele: Ich hatte auf einmal das Gefühl, dass ich gar nicht so genau wusste, ob ich ihn eigentlich wirklich will.

Das war vorher in dem Gefühlschaos immer untergegangen.

Die Frage: „Was mache ich eigentlich mit diesen Mann, wenn ich ihn wirklich bekomme? Wie wird das sein? Nicht nur für heute oder morgen, sondern für die nächsten Jahre, vielleicht für ein ganzes Leben lang?“.

Etwas in mir fragte sich: „Willst du das wirklich?“.

Ich wusste nicht einmal, was ich mit diesem Mann gemeinsam hatte – außer der Affäre.

War das genug für ein gemeinsames Leben?

Ich war völlig verunsichert.

Ich glaube, das geht Frauen in der Situation „Geliebte“ viel öfter so, als wir das zugeben wollen:

Sobald wir den Mann dann wirklich haben können, verliert er seinen Reiz, oder die erhoffte Beziehung funktioniert gar nicht so wie man sich das erwartet hat.

So als ob man in einem schlechten Traum war.

Sobald man aufwacht, ist es vorbei.

Die bessere Alternative zum Dasein als Geliebte

Thomas Lojek: Wie ging es weiter?

Gabriela: Es ging noch einige Zeit so hin und her.

Mal hatte ich Zweifel und wollte ihn unbedingt, mal hatte er Zweifel oder wollte mich dann unbedingt wieder.

Hin und her, wie das eben so ist.

Irgendwann hatten wir beide genug davon.

Ich hatte mich innerlich durch die Erfahrung, dass ich keine Antwort darauf hatte, ob ich ihn wirklich will, wenn es so weit sein sollte, im Grunde von ihm entfernt.

Und er hatte mir nie wirklich verziehen, dass ich ihn fast soweit hatte, seiner Frau zu beichten und ich dann einen Rückzieher gemacht habe.

Ab da war ein Bruch zwischen uns.

Wir trennten uns irgendwann.

Es war einfach vorbei.

Wenn ich ihn heute sehe, spüre ich eine besondere Verbindung zu ihm, aber eben keine Grundlage für ein gemeinsames Leben.

Ich bin froh, dass wir nicht bis zum Äußersten gegangen sind.

Es wäre nicht gut gegangen, das weiß ich heute.

Ich habe jetzt einen echten Partner, der zu mir passt und bei dem ich mir sicher bin.

Das ist mir viel wichtiger, ich erlaube mir heute glücklich zu sein.

Thomas Lojek: Was würdest du Frauen raten, die sich in der Situation „Geliebte“ befinden oder Gefahr laufen die Geliebte eines Mannes zu werden.

Gabriele: Die psychologischen Muster zu lernen.

Ohne deine Bücher würde ich wahrscheinlich heute noch in der Situation festhängen und totunglücklich sein.

Die Muster zu lernen, hilft zu durchschauen, was mit einem selbst in dieser Situation los ist.

Dann kann man sich wirklich entscheiden: Ja, ich will diesen Mann – mit all seinen Konsequenzen.

Dann hat man als Frau auch die emotionale Macht das durchzusetzen – das habe ich erlebt.

Oder man lernt ehrlich zu sich selbst zu sein und erkennt: Man füllt nur eine Lücke mit dem ganzen Stress, dem Drama und dem Gefühlschaos.

Und dann tut es auch nicht mehr weh, wenn man dann zu sich sagen kann: „Das ist nicht gut für mich. Das muss ein Ende haben“.

Ich habe viele Bücher zum Thema Beziehungen und Liebe gelesen – aber die Muster, die du beschreibst, sind die ehrlichsten Beschreibungen der tatsächlichen Abläufe zwischen Mann und Frau und damit eine große Hilfe für jede Frau in dieser Situation.

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