In diesem Artikel findest du eine umfangreiche Leseprobe aus:

Die Gefühle der Männer (Teil 1)

… aus der Serie Gebrauchsanleitung Mann von Thomas Lojek.

Autor Thomas Lojek und Partnerin

Die Gefühle der Männer

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Etwas zum Hintergrund der Leseprobe

Ich habe die Kapitel 3 und 4 als Leseprobe ausgewählt, weil sie dir einen entscheidenden Zusammenhang präsentieren, der wirklich von elementarer Bedeutung ist für dich und deine Beziehungen mit Männern.

All deine persönlichen Erfahrungen und Gefühle, die du in einer Beziehung mit einem Mann erfährst, reflektieren entweder offen oder verborgen immer wieder genau diesen einen Zusammenhang, den du jetzt kennenlernen wirst.

Am Ende werden alle deine Beziehungen davon abhängen, wie sehr du den hier geschilderten Zusammenhang begreifst und dann in der Liebe bewusst vorleben kannst. 

Fangen wir also an: Dein Einstieg in die emotionalen Muster aus „Die Gefühle der Männer“ – Leseprobe Kapitel 3 und 4!

Leseprobe „Die Gefühle der Männer Band 1“

Kapitel 3: Das Konzept von Social Value in der Liebe

Um zu begreifen, was emotionale Anziehung und Bindung zwischen Menschen ausmacht, müssen wir einen sehr genauen Blick in die Natur des Menschen werfen.

Der Mensch möchte leben und sich vermehren.

Ganz simpel betrachtet ist jeder von uns in erster Linie eine biologische Maschine, die auf diese beiden Faktoren programmiert ist.

Je besser und sicherer wir leben und je besser und sicherer wir uns vermehren, desto effektiver ist unsere biologische Existenz.

Je effektiver diese Grundlage unserer biologischen Existenz funktioniert, desto glücklicher, leichter und stabiler empfinden wir unser Leben.

Als Wesen Mensch ist unsere biologische Existenz allerdings an andere Menschen gekoppelt. Wir sind soziale Wesen.

Allein können wir existieren, aber nicht leben.

Darum bilden Menschen Gruppen.

Die Gruppe war über viele Generationen die beherrschende Überlebensstrategie der Spezies Mensch.

Darum ist der Mensch – auch wenn er sich individuell empfindet und erlebt – immer noch ein ausgeprägtes Gruppenwesen mit allen Mustern sowie Verhaltens- und Empfindungsweisen, die ihm in Gruppen Bestand, Bedeutung und Sicherheit geben sollen.

Auch unsere moderne Lebensweise hat nicht viel daran gerändert, dass wir Menschen uns zwar individueller empfinden und erfahren als jemals zuvor, aber wir uns in weiten Teilen des Lebens immer noch unbewusst als Gruppenwesen verhalten.

Durch die innere Ausrichtung als Gruppenwesen sind im Menschen auch alle Vorgänge zwischen Mann und Frau unbewusst von der Psychologie tatsächlich vorhandener oder eingebildeter Gruppen geprägt.

Man könnte es auch so beschreiben: Die psychologischen Vorgänge zwischen einem Mann und einer Frau sind zu einem großen Teil im Grunde Gruppenpsychologie, die in Form einer einzelnen Beziehung isoliert und dann unbewusst zwischen zwei Individuen ausgetragen wird.

Besonders in unserer heutigen Lebensweise hat die Paarbeziehung die Gruppe auf vielen Ebenen ersetzt.

Dennoch sind die alten Muster der Gruppe immer noch aktiv.

Innerhalb einer natürlichen Lebensweise in der frühen Zeit der Menschheit sicherten sich Männer und Frauen in Stämmen und Gruppen ihre Existenz über jeweils unterschiedliche Funktionen und Aufgaben.

Männer schützten und sicherten die Frau mit ihrer physischen Stärke und besonderen Talenten.

Frauen sicherten dem Mann eine Weitergabe seiner Gene durch Geburt und Versorgung von Kindern zu.

Im Kontext der reinen Gruppe gilt: Je besser ein Mann oder eine Frau diese Aufgabe in einer Gruppe erfüllen kann, desto höher ist ihr Wert für diese Gruppe.

Sozialbiologisch gesehen bestimmt das ihren sozialen Wert, ihren Social Value.

Je höher der soziale Wert eines Menschen, desto größer seine Bedeutung für die Menschen, die ihn umgeben. Und desto größer und bedeutsamer ist auch die Anziehung, die er auf andere Menschen aufgrund seines Wertes für sie entwickeln kann. Soziale Bedeutung fasziniert und bindet.

Das gilt auch für Paarbeziehungen, Flirt und Verführung.

Menschen fühlen sich von einem hohen sozialen Wert (High Social Value) angezogen und empfinden das Bedürfnis, sich mit ihm zu verbinden.

Dagegen meiden sie instinktiv alle Empfindungen, die ihnen einen Eindruck von Low Social Value geben.

High/Low Social Value ist jedoch nicht als materieller Besitz oder Geld zu verstehen – Social Value kann ein ganzes Bündel an Eigenschaften sein. Besitz, Geld, Reichtum können dazu gehören, auch Macht oder Einfluss.

Es können aber auch Talente, Eigenschaften, emotional bedeutsame Netze aus tiefgehenden sozialen Verbindungen sein oder besondere menschliche Qualitäten.

Social Value sind Qualitäten und Eigenschaften, die anderen Menschen das Gefühl vermitteln an etwas Besonderem teil zu haben.

Je größer das Gefühl von Bedeutsamkeit, Qualität und Besonderheit in der Verbindung zu einem anderen Menschen, desto größer die Empfindung von Glück, Geborgenheit und Lebensqualität.

Aus diesem Grund ist Social Value so bedeutsam – auch für das Verständnis der Liebe zwischen Mann und Frau. Social Value steuert heimlich im Hintergrund die Art und Weise, wie wir eine Beziehung empfinden, wie wir Anziehung empfinden und was „das Besondere“ eines Flirts oder der Liebe ausmacht.

Anziehung, Bindung und Bindungsverlangen sind damit immer an eine gegenseitige Empfindung und Wahrnehmung von sozialem Wert (Social Value) gekoppelt und werden fortlaufend davon beeinflusst.

Social Value ist der geheime Verhandlungsgegenstand in Flirt, Liebe, Beziehungen und generell zwischen Männern und Frauen.

So wie Menschen früher ihren Wert und Bedeutung in Gruppen sozial und psychologisch ausgehandelt haben, handeln wir Menschen den Wert und die Bedeutung, die wir in uns und in der Verbindung mit anderen Menschen empfinden, heute verstärkt über Liebe und Beziehungen aus.

Aus diesem Grund drehen sich alle in Gebrauchsanleitung Mann beschriebenen Methoden und Techniken immer auf eine gewisse Art und Weise darum, als Frau Social Value zu haben, zu verkörpern, zu fordern und zu verteidigen.

Das ist ganz besonders wichtig für Frauen, denn zum geheimen Spiel der Männer gehört es den Social Value einer Frau zu manipulieren, zu beeinflussen und zu verringern, um sich sexuelle und persönliche Vorteile in ihren Beziehungen zu den Frauen zu verschaffen.

Das muss nicht einmal in einem bösen Sinne geschehen, selbst ein netter Flirt ist mit seinem Necken, Reizen, dem ständigen Testen und Ausreizen und den vielen kleinen Übertreibungen (vom Push-Up-BH der Frau bis zum geliehenen Porsche-Schlüssel des Mannes) sind ein ständiges verborgenes Ringen um die Bedeutung, Wahrnehmung und Beeinflussung von Social Value.

Der wichtigste Punkt hier ist erst einmal das Verständnis, dass Liebe nicht primär ein rein emotionales Phänomen ist, sondern um soziale Prozesse und unbewusste Verhaltensweisen in Gruppen gestrickt wird, die dann in uns als Emotionen und Gefühle der Liebe wahrgenommen werden.

Die Empfindung von Social Value spielt dabei eine zentrale Rolle, weil Social Value definiert, wie sehr wir im anderen Menschen etwas Besonderes finden oder wie sehr wir für jemand anderes etwas Besonderes verkörpern.

Wie eine Frau über den sozialen und persönlichen Wert eines Mannes entscheidet

Um die emotionale Dynamik zwischen Mann und Frau aus dem Prinzip Social Value genauer verstehen zu können, ist es wichtig einen ganz entscheidenden Punkt in diesem Zusammenhang zu erkennen:

Die Frau entscheidet über den sozialen Wert eines Mannes.

Und zwar durch ihre Wahl seine Frau zu werden.

Warum ist das so?

Biologisch aus einem recht einfachen Grund: Nur die Frau hat die Fähigkeit Leben zu schenken und damit für den Fortbestand des Lebens und genetischer Familien zu sorgen.

Das macht sie einzigartig und unersetzlich.

Die Fähigkeiten eines Mannes mögen wichtig und bedeutsam sein – aber nie reichen sie an die reine Weitergabe des Lebens heran, die den Frauen von Natur aus gegeben ist.

Die Frau entscheidet mit dieser Gabe, ob sich die genetische Familie eines Mannes fortsetzt oder nicht.

Es ist ein ganz bedeutsamer Einfluss im Gefüge von Mann und Frau.

Ein Mann kann noch so viel erreichen, noch so viel Besitz, Einfluss und Macht anhäufen, sich noch so sehr bemühen in Gruppen oder im Leben – am Ende entscheiden die Frauen mit ihrer Wahl, den Mann sexuell zu akzeptieren und ihm damit die Weitergabe seiner Gene in Form einer Familie zu ermöglichen, welcher Mann in Wahrheit das Rennen um wirkliche Bedeutung im Leben macht.

Ein Mann ohne Frauen ist wie ein König ohne Volk – er hat keine Bedeutung, sein Leben wird ins Leere laufen und am Ende wird er verschwinden ohne eine Hinterlassenschaft aus echtem Wert und Bestand.

Und einzig und allein die Frauen treffen mit ihrer sexuellen Wahl und Liebe diese verborgene aber bedeutsame Entscheidung, welcher Mann am Ende Fortbestand und Bedeutung im Leben bekommt – niemand anders.

Nicht umsonst gibt es seit Generationen die fatale Tendenz über Traditionen und Zwänge Frauen diese besondere Macht ihrer Wahl über die tatsächliche Bedeutung eines Mannes zu entreißen, sie zu unterdrücken oder unter Zwang und Gewalt herstellen zu wollen.

Die Wurzel aller Unterdrückung der Frau liegt in der Macht ihres sexuellen Wahlrechts und dessen Bedeutung für den sozialen und persönlichen Wert der Männer.

Sozialbiologisch ist diese besondere Macht der Frau ein sehr bedeutsamer Einfluss – vor allem unter dem Aspekt der Gruppe.

Eine Frau demonstriert mit der Tatsache, dass sie einen bestimmten Mann als ihren Partner wählt öffentlich, dass dieser Mann einen realen Wert für sie hat und damit auch indirekt ganz allgemein für Frauen oder für die Gruppe insgesamt.

Die sexuelle Wahl der Frau ist immer ein unsichtbares soziales Gütesiegel.

Sie stellt dem Mann damit öffentlich aus, dass sie ihm ausreichend physische und persönliche Macht zutraut, sie zu beschützen, sie und ihre Kinder zu versorgen oder durch Besonderheiten und Talente wesentliche Vorteile im Leben herstellen zu können.

Das ist eine Art biologischer Ritterschlag.

Und den kann einzig und allein nur eine Frau geben.

Darin liegt die besondere Macht der Frau.

Es ist sehr wichtig, diese Macht der Frau über den Mann zu verstehen.

Im Grunde macht die Frau mit ihrer sexuellen und emotionalen Wahl und Zuneigung die soziale Existenz eines Mannes erst wertvoll und gibt ihm Bedeutung.

Ein Mann ist niemals in seiner Existenz erfolgreich, bis eine oder mehrere Frauen ihn als Objekt ihrer sexuellen und emotionalen Bedürfnisse wählen.

Ein Mann weiß auf einer unbewussten Ebene, dass nur die Frau darüber entscheidet, ob er vollständig und erfolgreich in seiner sozialen und biologischen Existenz als Mann ist, oder nicht.

Darum haben Männer Angst vor Frauen.

Darum haben sie Angst davor Frauen anzusprechen, Angst davor sie näher kennen zu lernen, Angst davor sich in sie zu verlieben.

Zu viel hängt für sie davon ab.

Frauen legen schonungslos jede Schwäche des Mannes offen.

Viele Männer entscheiden sich deswegen lieber dafür, dieser Tatsache aus dem Weg zu gehen – wenn nicht persönlich, dann doch in vielen Fällen zumindest emotional.

Das Gefühl von Zuneigung oder Abneigung einer Frau gegenüber einem Mann, betrifft damit nicht nur seinen Sexualtrieb, sondern alles, was ihn als Mann auf vielen Ebenen ausmacht.

Frauen sind damit ein ständiges Risiko für Männer.

Nicht umsonst gibt es eine viel zu lange andauernde und traurige Geschichte der Unterdrückung, Ausbeutung und Kontrolle von Frauen.

Die Gabe der Sexualität und der Geburt stellt den Frauen ein geheimes Wahl- und Stimmrecht aus, vor dem Männer sich erst einmal beweisen und qualifizieren müssen.

Zumindest in gesunden Gesellschaften und Lebensweisen.

Natürlich gilt das alles in einem gewissen Grad auch für Frauen.

Natürlich möchten Frauen genauso Bedeutung durch ihre Eigenschaften erlangen, in dem sie einen Partner finden. Natürlich stellt auch für die Frau ein Mann eine Quelle von Glück und Bedeutung dar.

Aber Frauen haben aus ihrer Natur heraus einfach einen gewissen Social Value Vorsprung, weil Weiblichkeit durch die Fähigkeit Leben hervorzubringen immer ein Wert an sich ist.

Und diesen Wert an sich hat der Mann nicht.

Sein Leben verläuft in einer „biologischen Beweispflicht“.

Deswegen sind Männer auch so getriebene, unruhige Lebewesen – immer darauf bedacht zu konkurrieren, zu übertrumpfen, sich zu beweisen und zu profilieren.

Das ganze männliche Gehabe von Größe, Können, Besitz und Einfluss basiert darauf.

Im Geheimen findet ein ständiger Wettlauf im Wesen der Männer statt – getrieben von Mutter Natur, den Abstand zwischen ihnen und den Frauen nicht zu groß werden zu lassen.

Allerdings kann und darf man die soziale Bedeutsamkeit der Frau auf keinen Fall nur auf die Weitergabe von Genen durch Nachwuchs reduzieren.

Der verborgene aber äußert bedeutsame soziale Wert der Frauen geht weit über ihre Fähigkeit Kinder zu bekommen hinaus.

Wie bereits beschrieben war die Gruppe das primäre Überlebensmerkmal der Spezies Mensch.

Und Frauen haben eine ganz besondere Eigenschaft: Sie bilden um sich herum soziale Netze von besonderer Bedeutung und Verbindlichkeiten.

Und zwar auf eine Weise, zu der der Mann in dieser Form nie fähig ist.

Männer können gesellig sein, im besten Fall Loyalitäten und Freundschaften etablieren – aber emotionale Bande von besonderer Bedeutung schmieden, festigen und bestätigen vor allem Frauen.

Das Wesen der Frau schafft ganz natürlich soziale und emotionale Bindungen und Verbindungen.

Für einen Mann ist das wichtig, weil auch das seine Rolle und Bedeutungen in einem sozialen Gefüge sehr bedeutsam festigt und bekräftigt.

Die Fäden der Frauen mögen geheim und unsichtbar sein – aber sie haben eine erhebliche Bedeutung für die Lebensqualität und die Rolle von Männern in einem sozialen Gefüge.

Auch von dieser Seite aus formt eine Frau insgeheim den sozialen Einfluss eines Mannes – auch wenn beiden das nicht bewusst ist.

Der Social Value der Frauen ist also keinesfalls reduziert auf eine rein genetisch definierte Bedeutung durch Nachwuchs, sondern er ist viel umfassender: Frauen bilden Familien, sowohl genetisch, körperlich als auch sozial und emotional.

Das macht ihren besonderen Wert aus.

Und über diesen Wert formt Weiblichkeit ihr Umfeld und vergibt soziale Bedeutung an die Männer, die ihr entsprechen können.

Du bist der Preis: Ein wichtiges Grundprinzip männlicher Faszination

Ausgehend vom Prinzip des Social Values und dem Einfluss, den eine Frau auf den Social Value eines Mannes hat, ist es wichtig, einen erweiterten emotionalen Zustand zu verstehen, der im Mann entsteht, wenn es um Flirt und Liebe geht.

Wenn eine Frau einen Mann als möglichen oder tatsächlichen Partner für persönliche und/oder sexuelle Zuneigung auswählt, dann geschieht etwas im Mann.

Sein inneres Belohnungssystem wird aktiviert und löst in ihm ein intensives Gefühl von lebendiger Stärke und männlicher Daseinsberechtigung aus.

Die Wahl der Frau gibt dem Mann innere Kraft.

Was dir als Frau unbedingt klar werden sollte, bevor du die in „Gebrauchanleitung Mann“ beschriebenen Methoden und Techniken lernst und anwendest:

Da deine persönliche und sexuelle Zuwendung auf emotionaler Ebene eine Lebens- und Daseinsberechtigung für den Mann ausstellt, bist du von jetzt an immer DER PREIS!

Du bist der Preis, um den er sich in seinem ganzen Leben und seiner Gesamtheit bemühen muss, immerhin gibst du ihm durch deine Liebe und Zuwendung eine Berechtigung für sein Dasein und Leben als Mann.

Und die muss er sich verdienen.

Sprich, er muss dir seine persönlichen Möglichkeiten von Social Value demonstrieren und beweisen, um deine Zuneigung zu erhalten.

Natürlich muss er in unserer modernen Zeit nicht mehr mit einer Keule losrennen und dir ein Mammut vor die Höhle legen.

Aufrichtige Gefühle, Treue, Zuneigung, Interesse, materielle Verantwortung, persönliche Verantwortung, Rücksichtnahme, Zärtlichkeit, Aufmerksamkeit, interessante Hobbys und Tätigkeiten – all das können Teile des komplexen Gefüges von Social Value in einem Mann dir gegenüber sein, weil er mit jeder dieser Eigenschaften einen bestimmten Social Value demonstriert, die ihn in der Summe für dich attraktiv machen können – oder auch nicht.

Wenn du nur herausfinden willst, ob ein Mann im Bett ein toller Liebhaber ist, dann kannst auf den ganzen Schnickschnack verzichten.

Dann vergiss das ganze Social Value Ding.

Lass Phase 2 in der Struktur der Verführung einfach aus und komm mit ihm zur Sache. (Die genaue Erläuterung der Phasen findest du in Kapitel 2 von „Gebrauchsanleitung Mann: Die Gefühle der Männer Teil 1).

Das ist völlig legitim!

Es ist ja nicht so, dass nur Männer ein Anrecht darauf haben Phase 2 ausklammern zu wollen/zu können.

Denk immer daran: Du als Frau bestimmst den Einsatz, denn du bist der Preis.

Wenn das der Einsatz ist, um den es in diesem Fall geht, dann reicht das für diesen Mann eben völlig aus.

Wenn du allerdings mehr willst, wenn es dir um den Aufbau von Liebe und Beziehung geht, wenn du Respekt und Bedeutung von einem Mann willst, dem du deine Sexualität schenkst, dann musst du Beziehungsanbahnung, Flirt und Verführung rund um die Bedeutung von Social Value aufbauen.

Dann musst du als Frau für einen Mann einen Wert verkörpern, den er sich verdienen und vor dem er sich beweisen muss.

Dieses Gefühl von „sich verdienen“ oder „sich beweisen müssen“ ist ein wichtiger Bestandteil in der emotionalen Grundfunktion von Männern.

Männer sind Wesen, deren inneres System von Mutter Natur auf genau diese Herausforderungen – Hürden und Schwierigkeiten zu überwinden – programmiert wurde.

Nicht umsonst steigen sie ständig auf Berge, fliegen zum Mond oder setzen sich in Autos, die viel zu schnell sind, erfinden, erschaffen, überflügeln und stürzen sich in Gefahren.

Männer sind getrieben von einem inneren Drang sich zu beweisen, sich zu empfehlen, sich zu profilieren und allerhand Schwierigkeiten und Hürden überwinden zu wollen.

Das ist die innerste Natur des Mannes.

Ihre Gefühle gegenüber Frauen funktionieren nicht viel anders.

Je eher du dieses männliche Bedürfnis der Herausforderung und Profilierung bedienen kannst, und dein Wesen als Frau auf eine weibliche Weise immer an konkrete Herausforderungen und Abenteuer knüpfst, desto eher werden Männer fasziniert von dir sein.

Weil sie dann im Umgang mit dir etwas emotional finden, was ihrem eigenen innersten System entspricht. Du triffst damit genau die innerste Natur des Mannes.

Frauen, die einfach zu haben sind, die leicht verfügbar sind und sich um die Gunst des Mannes durch weibliche Gefälligkeit (inklusive sexueller Gefälligkeit) bemühen, sind angenehm und nützlich im Leben eines Mannes – aber sie erreichen damit niemals den innersten Kern eines Mannes, seine emotionale Natur und Struktur.

Deswegen strampeln sich diese Frauen auch völlig nutzlos vor den Männern und für die Männer ab, um deren Liebe zu bekommen – enden aber trotzdem immer im emotionalen Abseits: benutzt und geduldet, aber eben nicht geliebt und begehrt.

Männer reagieren deutlich intensiver auf Frauen, die ihnen unmissverständlich und deutlich klar machen: „Du musst mich und meine Aufmerksamkeit erst verdienen, ansonsten darfst du zwar schauen, aber nicht anfassen, mein Lieber!“

Das erschafft in Männern ein Gefühl von Herausforderung, eine männliche Motivation von „Ich will!“

Hat ein Mann dieses Gefühl „Ich will!“ durch dich und deine Gegenwart als Frau erst einmal entwickelt, dann verbindet er dieses Gefühl mit dir.

Aus „Ich will!“ wird dann irgendwann „Ich will dich!“, und von da an hast du einen Mann emotional am Haken.

Wenn du erkennst, dass du der Preis bist, um den sich das geheime Spiel von Mann und Frau immer dreht, dann erkennst du auch, dass die Macht deiner Wirkung als Frau darin liegt, einen Preis zu verkörpern und darzustellen, den der Mann zwar sehen und begehren kann – aber für den er sich qualifizieren muss, indem er seine männlichen Qualitäten und Vorzüge vor dir und für dich ins Spiel bringt.

Deswegen gilt: Als Frau bist du von nun an die Belohnung für männliche Qualitäten.

Du bist die Verlockung.

Du bist der Preis.

Ein Preis zieht männliches Begehren auf sich.

Unterschätze niemals die Funktionsweise von männlichem Ehrgeiz.

Männliches Begehren will sich beweisen, sich qualifizieren, Besonderheiten, Hürden und Herausforderungen überwinden, um sich am Ende selbst innerhalb der eigenen männlichen Empfindung als würdig zu empfinden, diesen besonderen Preis eben durch eine besondere Männlichkeit errungen zu haben.

Genauso läuft das Spiel.

Und genau darin liegt der Unterschied zwischen der Frau, die für einen Mann ein sexuelles oder gewöhnliches Spielzeug ist und der Frau, der er verfällt, die er liebt, achtet und respektiert.

Wie du dieses Spiel perfekt zu deinem Vorteil ausreizen und steuern kannst, wirst du hier in „Gebrauchsanleitung Mann – Die Gefühle der Männer“ sehr genau lernen.

Kapitel 4: Eine Hürde auf dem Weg

Frauen fällt es oft schwer, sich selbst als Preis zu empfinden, weil sie selbst von allerhand Selbstzweifeln und Minderwertigkeitsgefühlen geplagt werden.

Darum neigen sie dazu, sich oft zu billig weg zu geben oder sich alles mögliche gefallen zu lassen, nur um den Eindruck zu haben „geliebt zu werden“.

Wenn du dir aber klar machst, dass deine persönliche Zuneigung und sexuelle Zuwendung für einen Mann eine ultimative psychosoziale Daseinberechtigung auslöst, dann hast du die Möglichkeit zu erkennen, dass du damit immer den ULTIMATIVEN PREIS für einen Mann darstellst.

Das hat nichts mit dir, deinen Fehlern, Zweifeln oder Unsicherheiten zu tun.

Das hat auch nichts mit deinem Aussehen oder deiner Figur zu tun. Nichts!

Es geschieht automatisch im Mann.

Dieser Vorgang ist völlig neural und universell von Mutter Natur im Mann verankert.

Sobald eine Frau einen Mann wählt, geschieht ein intensives Gefühl von Bestätigung und Daseinberechtigung in ihm. Das ist von Mutter Natur so vorgesehen und immer serienmäßig eingebaut.

Deswegen kannst du dich als Frau auch immer als ULTIMATIVEN PREIS ansehen, ganz gleich, wie du selbst über dich denkst.

Das Gefühl im Mann entsteht sowieso, ganz gleich, wie unsicher und unperfekt du dich selbst empfindest.

Wenn du das erkennst, kannst du lernen von Männern genau dieses Verhalten einzufordern, den ein ultimativer Preis erwartet: Respekt, Anstrengung, Ehrlichkeit, Verlangen, Leidenschaft.

Denn DU bist diejenige, die ihm diesen Preis aushändigt, wenn du ihn als Mann wählst.

Und er WILL diesen Preis.

Also bist du in der Position von ihm zu verlangen.

Immer.

Wenn du dich als Frau gegenüber Männern als „Ich bin der Preis“ gibst – plus ihnen konkrete Vorgaben in Form von: „Ich bin der Preis.

Hol ihn dir. Aber nur, wenn du ihn verdienst.

Überzeuge mich davon!“ vermittelst, dann bewegst du dich damit direkt im natürlichen emotionalen System von Männern.

Das ist die emotionale Sprache, die Männer durch und durch verstehen, weil sie in ihnen auf natürliche Weise eingebaut ist.

Männer sehnen sich heimlich nach Frauen, die genau das tun, weil diese Art und Weise für sie die Liebe zu einer Frau „verständlich“ und „greifbar“ macht.

Darum sind weibliche Selbstzweifel gar nicht so relevant und/oder angebracht.

Viel wichtiger für den Erfolg mit Männern ist, dass du als Frau immer die Möglichkeit hast, ihn fühlen zu lassen, was er fühlen möchte.

Diese Fähigkeit macht den Männer-Magneten aus dir.

Alle folgenden Techniken in Gebrauchsanleitung Mann basieren sehr stark auf der Einsicht, dass du wirklich verstehst, was in einem Mann passiert oder passieren kann, wenn du ihm deine persönliche und/oder sexuelle Aufmerksamkeit gewährst.

Du händigst ihm etwas aus, das er für seine persönliche Daseinsberechtigung wirklich, wirklich braucht.

Alle Methoden in diesem Buch basieren darauf, dass dir klar ist oder wird, dass DU der PREIS bist.

Geschickte Frauen spielen ganz versiert mit diesem Bewusstsein der Preis zu sein, den er als Mann unbedingt will und braucht.

Du kennst sicherlich selbst Frauen, die ganz gezielt von Männern immer alles bekommen, was sie wollen, obwohl sie selbst vielleicht gar nicht so toll sind.

Das sind die Frauen, die dieses universelle Prinzip zwischen Mann und Frau einfach anwenden.

Du solltest zusehen, dass du eine davon wirst, weil das dein persönliches und emotionales Leben deutlich angenehmer und einfacher gestalten wird.

ÜBUNGEN

1. Mache dir klar: „Ich bin der Preis!“.

Deine Aufmerksamkeit, deine soziale Anerkennung und vor allem deine sexuelle Zuwendung, stellt dem Mann eine emotionale Daseins- und Lebensberechtigung aus.

Mache dir klar, dass die eigenen Gefühle von Unsicherheit, Selbstzweifeln oder Ängsten NICHTS damit zu tun haben, was du in einem Mann auslösen kannst, wenn du ihn wählst.

Es geschieht automatisch und unabhängig von deinen eigenen Unsicherheiten.

Darum hast du das Recht dich immer als den ultimativen Preis für einen Mann zu empfinden – denn der Mann empfindet es auf jeden Fall so.

2. Jedes Mal, wenn du dich mit einem Mann triffst oder er mit dir reden / flirten will – mach dir vorher klar, dass DU der PREIS bist.

Sage es dir vorher oder dabei immer wieder vor: „Ich bin der Preis!“. Denn das bist du.

3. Beobachte genau, was geschieht: Verändert sich etwas? Teste, studiere und beobachte die Auswirkungen, die dieses Gefühl in jede deiner Situationen mit Männern bringt. Bemerkst du Unterschiede? Lerne genau zu beobachten, ob und was sich dadurch verändert! 

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