Leseprobe: Einen Mann emotional dauerhaft binden – Männliche Bindungsmuster in festen Beziehungen

Hier findest du eine ausführliche Leseprobe aus meinem Buch:

„Einen Mann emotional dauerhaft binden – Männliche Bindungsmuster in festen Beziehungen“.

Ich habe für diese Leseprobe einige Abschnitte aus dem Mittelteil der Ausgabe gewählt.

„Einen Mann emotional dauerhaft binden“ versteht sich als Ergänzung zu „Die Gefühle der Männer 1+2 (Gebrauchsanleitung Mann)“ und beschäftigt sich vor allem mit den Aspekten Nähe und Distanz, Bindungsmuster und Kommunikation in festen Beziehungen.

In dieser Ausgabe habe ich zum ersten Mal die psychologischen Muster „Der Kreisbogen der Liebe“, „Das Quaterback Phänomen“, „Die drei Zonen männlicher Liebe“ und das „Beziehungs-Gap zwischen Mann und Frau“ vorgestellt.

Zudem gibt es ein exklusives Kapitel zu der Frage:

„Kann eine Frau einen Mann dauerhaft treu machen?“

Autor Thomas Lojek und Partnerin

Bücher von Thomas Lojek

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Die Leseprobe aus:

Einen Mann emotional dauerhaft binden

Das Beziehungs-Gap

In deiner Liebe zu Männern wird dir ganz sicher immer wieder ein bestimmtes Phänomen begegnen:

Männer sind generell bindungsunwilliger als Frauen.

Das ist graduell und situativ natürlich unterschiedlich, abhängig vom Naturell des Mannes und der gesamten Situation, aber als Frau wirst du immer einen gewissen Unterton der Einigkeit in der Welt der Männer wahrnehmen:

Bindung und Verbindung stehen dort nicht unbedingt auf der emotionalen Prioritätenliste ganz oben.

Spaß, Aufregung, Spiel, Sex – da sind sie alle sofort dabei, aber die Bahnen einer verbindlichen und bedeutsamen Beziehung, da tun sich Männer immer etwas schwerer mit.

Es gibt eine Art Beziehungs-Gap zwischen Mann und Frau.

Geht es darum emotional verbindlich, ausschließlich und obligatorisch zu sein, werden Männer plötzlich seltsam und ausweichend.

Das hat einen Grund: Emotionen und Beziehungen sind für Männer schwerer zu fassen.

Sie sind etwas, dass irgendwie stattfindet, aber nicht etwas, das man im Sinne eines Mannes greifen, begreifen und immer konkret benennen könnte.

Beziehungen finden für Männer einfach statt.

Je weniger man darüber reden und darüber nachdenken muss, desto besser.

Männer tun sich aus diesem inneren Verständnis heraus immer etwas schwerer damit, einer Beziehung die gleiche emotionale Bedeutsamkeit in Form einer umfassenden Ausschließlichkeit und Priorität zu geben, wie Frauen das tun.

Frauen sind im Gegensatz zu Männern viel eher dazu bereit und auch viel umfassender daran interessiert.

Diese Unterschiedlichkeit ist ein Grunddilemma zwischen Mann und Frau.

Damit wirst du leben müssen.

Ein anderes Bindungs-Empfinden

Selbst wenn du einen Mann langfristig gebunden hast, wirst du immer wieder erleben, dass für einen Mann Bindungsfragen und Bindungsgefühle viel weniger konkret sind.

Männer lieben generell immer ein wenig distanzierter und unverbindlicher.

Ideal für Männer wäre eigentlich eine Art ewiger Schwebezustand in Beziehungen:

Nicht zu fest und zu verbindlich aber auch nicht zu bedeutungslos, so dass ihnen das Weibchen zu schnell abhanden kommen könnte.

Denn die Frau an sich und deren Vorzüge haben sie ja schon ganz gerne für sich.

Wenn sie nur nicht emotional immer so lästig wäre und versuchen würde, sie komplett in Beschlag zu nehmen und sich auf allen Ebenen mit ihm zu verbinden.

Daran haben Männer deutlich weniger Interesse.

Im Grunde ist Männern primär erstmal wichtig, dass die Frau für sie verfügbar ist und nicht an die Konkurrenz geht.

Der Rest ist eher relativ.

Wenn Männer könnten, würden sie Frauen am liebsten fortwährend auf einer lauwarmen Sparflamme halten, die ihnen ein Leben mit genügend Wärme, Annehmlichkeiten und Sex ermöglicht, aber die Temperatur nicht so hochschraubt, dass sie die ganze Zeit daneben stehen müssen, um aufzupassen, dass nichts anbrennt und überläuft.

Männer sind einfach bindungsfauler und emotional wesentlich richtungsloser, wenn es um die dauerhafte Verpflichtung gegenüber einer Frau geht.

Das mag sich erstmal wie eine Schwäche oder ein generelles Defizit des männlichen Geschlechts anhören, aber es ist nicht nur eine Schwäche.

Es erfüllt genauso bestimmte Funktionen im Gefüge zwischen Mann und Frau wie das Verlangen der Frau nach Nähe, Bedeutsamkeit und Verbundenheit.

Ohne das innere Verlangen der Männer, sich der Frau zu entziehen und „sein eigenes Ding“ zu machen, würde jegliche Spannung zwischen Mann und Frau fehlen – Liebe wäre gar nicht möglich, denn erst dieser Unterschied erzeugt die notwendige Polarität, die jede Form von Anziehung braucht.

Darum ist es durchaus sinnvoll, dass Männer mit einem anderen Bindungsempfinden und einem anderen Bindungs-Management ausgestattet sind als Frauen.

Frauen mögen das kritisieren und bemängeln – aber ihr Bindungserleben ist eben auch nur 50% des Gesamtbildes.

Und in Wahrheit zieht Frauen eben genau das an – der Reiz des männlichen Prinzips, das sich ihnen immer wieder entziehen will.

Ohne diesen Einfluss wären Männer nicht halb so reizvoll für das Gemüt der Frauen.

Wie unterschiedlich dieses Empfinden von Beziehungen ausfällt, finden wir zum Beispiel in der frühen Phase einer gerade eingegangenen Beziehung.

Männer haben in der Regel kein besonders ausgeprägtes Gespür dafür, wann und wie eine emotional verbindliche Beziehung eigentlich anfängt.

Während Frauen sich schon damit beschäftigen, dass es „ernst“ wird, bekommen Männer davon noch gar nicht so viel mit.

Sie sind mit allerlei anderem Zeugs beschäftigt und finden es erstmal ziemlich gut, dass sie tollen Sex haben.

„Ernst“ in einer Beziehung wird es für Männer eigentlich immer erst, wenn Konkurrenz auftaucht und ihn sein Weibchen deswegen verlassen könnte.

Dann hört der Spaß auf und es wird „ernst“ für einen Mann.

Emotional begeistert lieben

Natürlich können Männer emotional begeistert von einer Frau und der Phase früher Verliebtheit sein, aber das ist im Mann immer viel eher ein emotionales Resultat von freigesetzter, gelöster männlicher Sexualität.

Das versetzt Männer für einige Zeit in eine Art inneren Rausch, der sie emotionaler und emotional zugänglicher macht als sie sonst sind.

Aber das hat im Kern wenig mit echtem Bindungsempfinden zu tun.

Sie haben Sex und ein tolles Weibchen – das finden sie gut, das begeistert sie und macht sie schwärmerisch, aber Bindung in der Form, wie eine Frau das empfindet oder für sich annimmt, ist das noch nicht.

Männer haben auf dem Gebiet der Bindungen eine ganz andere Eigenwahrnehmung als Frauen.

Bindung und Beziehung ist für Männer etwas „…das läuft halt so…“, aber wirklich deutlich benennen oder für sich klar umreißen kann das ein Mann kaum.

Er kann es nicht greifen und konkretisieren.

Liebe und Beziehung sind für ihn etwas, das stattfindet als Folge von Sex und Zusammenleben.

Aber ein Mann würde Bindung und Beziehung nie aus sich selbst heraus als Selbstzweck empfinden.

Beziehung ist ein Resultat, weil man Sex und gemeinsame Zeit zusammen erlebt und nicht weil Sex und gemeinsame Zeit einer übergeordneten losgelösten Bindungsinstanz folgen – von Frauen allgemein als „Liebe“ bezeichnet.

Liebe und Beziehung sind für Männer ein Resultat, eine Nebenwirkung – nicht das Zentrum und die eigentliche Absicht.

Männer lieben deswegen insgesamt viel pragmatischer und realistischer: Solange es läuft und irgendwie Spaß macht, ist alles richtig.

Und Liebe? „Na ja, schon möglich… Irgendwie… Vielleicht… Kann schon sein… Na ja, mal schauen…“.

Die männliche Liebe ist also immer etwas kühler.

Aufgeregt und hitzig wird sie in der Regel erst, wenn ein Konkurrent die Bühne betritt.

Da schaltet der männliche Modus der Liebe ganz schnell um – von kühl, gelassen und distanziert auf hitzig, emotional und verbindlich (bis einengend).

Männer werden emotional, wenn sie befürchten müssen ihr Weibchen zu verlieren – ansonsten sehen sie die Welt recht gelassen, was Bindungsfragen angeht.

„Na ja, es läuft halt…“ – wenn ein Mann das sagen kann, ist schon alles soweit in Ordnung für ihn.

Männer: Die pragmatische Seite der Liebe

Diese eher entspannte und bodenständige Art und Weise Bindungen anzugehen und zu erleben ist aber nicht zwangsläufig gefühllos oder lieblos, wie Frauen gerne behaupten – Männer machen nur nicht so ein Tamtam um ihre Beziehungen.

Sie wollen einfach, dass es läuft, mehr nicht.

Aus diesem Verständnis heraus, dass Männer viel bodenständiger und pragmatischer lieben, muss ein Mann Liebe und Zuneigung auch viel weniger demonstrieren oder für sich immer wieder bestätigt finden.

Er braucht viel weniger Beweise und Bestätigung dafür, dass Liebe zwischen euch existiert.

Für einen Mann ist das zweitrangig.

Liebe ist für einen Mann kein entscheidendes Element – solange „es läuft“ und die Liebe ihren pragmatischen Zweck erfüllt, ist für einen Mann alles in Ordnung.

Die pragmatische Seite der männlichen Liebe braucht keine Romantik, keine Bestätigung.

Sie erfüllt ihren Zweck.

Und das genügt.

Man könnte sagen: Männer sind die Handwerker der Liebe.

Männer müssen Liebe nicht voraussetzen, um sich wohl in einer Beziehung zu fühlen.

Wenn die Liebe kommt – okay, wenn nicht, dann hat man zumindest ein komfortables Leben.

Viel höher sind die Ambitionen der Männer in Sachen Liebe erst einmal nicht.

Wie gesagt: Die Liebe der Männer ist eher pragmatisch.

Und auch das erfüllt seinen Sinn: Während Frauen dazu neigen sich die luftigsten Phantastereien auszumalen, sobald ihnen das Wort „Liebe“ in den Sinn kommt, bilden Männer mit ihrem eher pragmatischen und bodenständigen Verständnis von Liebe ein entsprechendes Gegengewicht.

Aus diesem Grund gibt es auch diese ständigen Reibereien zwischen Männern und Frauen, was Aufmerksamkeit und Romantik angeht.

Männer brauchen das nicht – weil sie in der Liebe insgesamt viel weniger suchen und finden als Frauen.

Und weil sie Liebe nicht zwangsläufig voraussetzen müssen, um mit einer Frau zusammen zu sein.

Männer verstehen dieses „nach Bestätigung suchen in einer Partnerschaft und für eine Partnerschaft“ der Frauen überhaupt nicht.

Es ist ihnen total wesensfremd.

Es läuft doch, also was soll das?

Die Liebe der Männer hat eine ganz einfache Regel:

Für einen Mann ist eine Liebesbeziehung genau dann in völlig in Ordnung und genau richtig, wenn sie das Gegenteil von Stress und Anstrengung ist.


Für einen Mann ist eine Beziehung genau richtig, wenn sie das
Gegenteil von Stress und Anstrengung ist!


Wenn das Weibchen dann plötzlich anfängt zu „stressen“, weil es mehr Reiz, Abwechslung, Romantik und Aufmerksamkeit will, dann kann er das nicht greifen oder begreifen, was sie eigentlich von ihm will.

Er versteht das nicht als Zeichen der Liebe.

Wenn alles irgendwie läuft, ist nach seinem Verständnis doch alles in Ordnung.

Liebe ist, keinen Stress zu haben – zumindest für Männer.

Und Stress sind für einen Mann Frauen, die ständig Aufmerksamkeit, Romantik, Abwechslung und Spannung brauchen, um das Gefühl zu haben von ihm geliebt zu werden.

Natürlich ist es deine Aufgabe als Frau, dem Mann fortlaufend auch mal mit diesen typisch weiblichen Bedürfnissen auf die Füße zu treten, denn sonst wird er fett, faul, bequem und langweilig in Beziehungen.

Wenn Männer zu viel Ruhe, Harmonie und Glück in Beziehungen serviert bekommen, ohne hin und wieder einem gesunden weiblichen Herumgestresse ausgesetzt zu werden, fressen sie sich Beziehungsspeck an.

Dann werden sie fett und faul (physisch oder psychisch, meistens beides) oder sie werden unverschämt, weil das männliche Ego dazu neigt irgendwann anzunehmen, er hätte als Mann ein grundlegendes uneingeschränktes Recht auf alle Vorzüge seiner Frau.


Bindungs-Tipp: Nimm dich vor der Beziehungs-Falle in Acht es Männern immer Recht machen zu wollen und zu sehr für ihr Glück und ihre Bequemlichkeit zu sorgen.

Das männliche Ego hat die Eigenschaft sich daran zu gewöhnen, so dass es das alles – inklusive deiner Liebe und Gegenwart – nach einiger Zeit als selbstverständlich und gegeben voraussetzt – und dass er als Mann einen uneingeschränkten Anspruch darauf hat.


Männer werden emotional fett oder faul

Zu viel Harmonie und Glück macht einen Mann also entweder fett und faul, oder er wird unverschämt und nimmt sich zu viel heraus.

Dosiere das Glück, die Ruhe und den Frieden, den Männer sich wünschen, also durchaus etwas – und zwar so, wie es dir und deinen Bedürfnissen und Zwecken entgegen kommt.

Denn du kannst deine Beziehung auch an eine Überdosis Glück und Gemütlichkeit verlieren.

Knüpfe die schönen und angenehmen Seiten deiner Weiblichkeit in Form von Gemütlichkeit, Wärme, Zuwendung und Sex regelmäßig an Bedingungen und Aufgaben, die er erfüllen und in denen er sich bewähren muss – auf diese Weise verhinderst du, dass du selbstverständlich wirst oder das männliche Ego Besitz von eurer Beziehung nimmt.

Und um dir deine eigene emotionale Gesundheit als Frau auf Dauer zu bewahren, solltest du nie den besonderen Unterschied in der männlichen und der weiblichen Wahrnehmung von Beziehung und Liebe aus den Augen verlieren:

Dass ein Mann eben viel weniger emotionale Bestätigung und Aufmerksamkeit in einer Beziehung und für eine Beziehung braucht, weil für ihn ein stressfreies und unangestrengtes „.. es läuft halt…“ der bestmögliche Zustand einer Beziehung ist.

Aus diesem Grund solltest du dein weibliches Verlangen und alle Diskussionen rund um mehr Aufmerksamkeit und Liebe im Alltag nicht zu ernst nehmen.

Natürlich ist es als Frau deine Aufgabe, genau das regelmäßig zu tun – aber du darfst dich davon nicht zu sehr emotional einwickeln lassen und zu viel für dich persönlich daran hängen.

Du stresst dich damit auf Dauer nur selbst unnötig, ohne jemals irgendwo anzukommen, weil du gegen die innerste Natur des Mannes anrennst und die kannst du unmöglich ändern.

Jede Beziehung zwischen Mann und Frau entsteht nun mal aus diesem ewigen Ungleichgewicht zwischen ihren eigenen und eigenwilligen Naturen.

Wenn du diesen ewigen Disput zwischen Mann und Frau dagegen spielerisch und locker beherrschst – einfach als Teil des Spiels – dann können die kleinen Streitereien über mehr Liebe und Aufmerksamkeit einem Mann sogar Spaß machen.

Wenn du das locker, charmant und mit einer gewissen Ironie beherrschst, dann kommt die Botschaft beim Mann an. Und zwar so, dass er sich damit spielerisch herausgefordert fühlt.

Das gefällt ihm, darauf kann er eingehen.

Männer lieben Frauen, die ihnen das ewige Spiel um ihre weiblichen Bedürfnisse und Ansprüche immer etwas ironisch und verspielt servieren, um sie damit zu reizen und zu necken.

Die Betonung liegt auf ironisch und verspielt. Männer sind ewige Spielkinder – auch psychologisch.

Du bewegst dich also viel mehr in ihren psychologischen Bahnen, wenn du deine Bedürfnisse nach Bestätigung und Romantik mit einer gewissen Prise Ironie und spielerischen Herausforderungen verpackst.

Das emotional reizvolle Spiel beherrschen

Setzt du einen Mann dagegen ständig emotional unter Druck, indem du eine Wesensänderung zu ständiger Aufmerksamkeit, Romantik und Liebe von ihm verlangst, die er nicht nachvollziehen kann und die er auch gar nicht eingehen möchte, weil das seinem ganzen Naturell als Mann widerstrebt, dann wirst du das Spiel insgesamt verlieren.

Weil du etwas erreichen willst, was es nicht gibt.

Als Mann muss er immer ein bisschen distanzierter und desinteressierter sein, um ein Gegengewicht in der Beziehung zum ständigen Interesse der Frauen nach Nähe und Vertrautheit bilden zu können.

Wenn du deine weiblichen Bedürfnisse nach Aufmerksamkeit und Zeichen von Zuneigung als Spiel verpackst oder mit einem weiblichen Augenzwinkern servierst, dann schaffst du einen anderen Rahmen:

Es ist nun ein Spiel, kein Gefühl von Zwang oder dem Unbehagen sich aus dem eigenen männlichen Naturell heraus bewegen zu müssen, nur um es dir recht machen zu wollen.

Wenn du ihn mit Spiel und Ironie neckst und forderst, erschaffst du einen Art psychologischer Kompromiss-Fläche zwischen euren unterschiedlichen Wesenszügen als Mann und Frau, auf der ihr eure unterschiedlichen Bedürfnisse aushandeln könnt, ohne dem Gefühl von Zwang und Pflicht zu unterliegen.

Es ist halt nur ein ganz kleiner Trick durch die Verschiebung des psychologischen Akzents – aber das verändert den ganzen Rahmen für euch.

Diese feine spielerische Ironie und das weibliche Augenzwinkern erschafft einen besonderen Charme, dem Männer nur schwer widerstehen können.

Wenn du dagegen dein weibliches Bedürfnis nach mehr Vertrautheit und Aufmerksamkeit ständig aus dem Eindruck einer emotionalen Bedürftigkeit heraus an den Mann bringst, dann nervst du deinen Mann damit.

Es kommt beim Mann als überflüssige und unverständliche Zickerei an.

Auf Dauer erreichst du damit nur das Gegenteil von dem, was du eigentlich erreichen möchtest, denn dein Mann wird sich sehr wahrscheinlich irgendwann genervt von dir abwenden.


Bindungs-Tipp: Männer lieben Frauen, die ihr Verlangen nach Zuwendung, Aufmerksamkeit und Liebe nicht zu ernst nehmen, sondern es immer wieder charmant, herausfordernd, ein bisschen ironisch und spielerisch verpacken können:

Als kleine Spiele und spielerische Herausforderungen an den Mann.

Das hält sie interessiert und gleichzeitig bereit den weiblichen Bedürfnissen nach zu kommen.

Nörgelst, bittest und quengelst du als Frau ständig der männlichen Aufmerksamkeit nach, verlierst du deinen Mann irgendwann.


Der geheime Umweg in der Liebe der Männer

Es gibt noch einen weiteren Aspekt in der männlichen Liebe, den du als Frau unbedingt sehr genau kennen lernen solltest, weil dieser ebenfalls immer wieder für Verwirrungen und Stress zwischen Männern und Frauen sorgt:

Männer gehen in der Liebe einen Umweg.

Für die Liebe eines Mannes spielt die äußere Welt eine bedeutsame Rolle und nicht nur die innere und private Welt in der Beziehung zwischen euch beiden.

Auf diese Weise lieben Männer insgesamt ganz anders als Frauen und bauen und organisieren ihre Beziehungen auch ganz anders auf.

Frauen lieben wesentlich direkter als Männer, sie suchen die Verbindung von Mensch zu Mensch.

Diese Verbindung relativiert für sie viel von dem, was mit der äußeren Welt und ihren Umständen zu tun hat.

Hauptsache die Bindung zu ihrem Partner ist stabil, emotional bedeutungsvoll und intakt.

Die Richtung der Männer verläuft in der Liebe etwas anders.

Männer lieben im Gegensatz zu Frauen über eine Art Umweg.

Die Liebesfähigkeit eines Mannes geht den Umweg über die äußere Welt – indem er sich dort über Aktivitäten und Erlebnisse mit Kraft und Energie auflädt, um dann mit dieser Kraft und Energie zurück zur Frau zu kommen, die ihm dafür Ausgleich und eine emotionale Heimat gibt.

Schau dir einmal alle klassischen Heldengeschichten an – sie alle beschreiben immer wieder das gleiche Muster:

Ein Mann muss besondere Aufgaben, Schwierigkeiten, Abenteuer und Gegner überwinden, um zum Schluss die Frau und deren Liebe zu bekommen.

Erst kommt die Herausforderung und der Weg über die äußere Welt – und dann steht dem Mann zum Schluss als Belohnung die Liebe der Frau zu.

Geschichten rund um Helden und Heldentum beschreiben nichts anderes als den Verlauf männlicher Liebe. Darum mögen Männer diese Geschichten auch so sehr.

Männer begehen in der Liebe immer eine Art Kreisbogen.

Durch diesen Kreisbogen und den damit verbundenen Weg über die äußere Welt und seine Aktivitäten darin, bekommt die männliche Liebe einen äußerlichen und indirekten Charakter.

Das macht Männer in der Liebe etwas umständlicher und schwieriger zu durchschauen, aber das ist nun mal ihre Art und Weise zu lieben…

– Leseprobe Ende –

Wenn du mehr über den Kreisbogen der männlichen Liebe erfahren möchtest…

… mehr darüber, wie du emotional gelassener mit dem Wechsel von Nähe und Distanz umgehen kannst…

…. wenn du wissen möchtest, was das „Quarterback Phänomen“ für deinen Mann bedeutet…

… und was die psychologischen Zonen der Liebe für einen Mann sind, dann findest du mehr dazu in meinem Buch:

Einen Mann emotional dauerhaft binden

Bücher von Thomas Lojek

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