Eine unglückliche Ehe retten – Persönlicher Erfahrungsbericht

Ehe retten: Ein persönlicher Erfahrungsbericht

Thomas Lojek, Autor von “Die Gefühle der Männer” und “Das geheime Muster der Liebe” unterhält sich in diesem Interview mit Community-Mitglied Carla über ihre persönlichen Erfahrungen zum Thema “Eine Ehe retten”.

Carala ist es gelungen ihre Ehe aus einer sehr schweren Krise zu retten und sie emotional grundlegend zu verändern.

Sie erzählt in diesem Gespräch mit Thomas Lojek von ihren persönlichen Erfahrungen auf diesem Weg und welche Rolle emotionale Muster und wesentliche Schritte zur Veränderungen in diesem Prozess spielen.

Das Interview besteht aus zwei Teilen.

Teil 1 ist eine Einführung mit wesentlichen Aspekten und Einsichten zum Thema “Ehe retten”.

Teil 2 geht näher auf die Erfahrungen von Carla ein, die sie während dieser Zeit, erlebt hat. 

Interview Teil 1
Eine Ehe retten: Einsichten und Erfahrungen 

Die wichtigsten Punkte in diesem Interview

  • Worauf sollte man sich besinnen, wenn man eine Ehe retten will?
  • Was spricht dafür, eine Ehe zu retten?
  • Kann man auch eine Ehe retten, die sich bereits über Jahre in einer Krise befindet?
  • Eine Ehe retten… wie fängt du das am besten an?
  • Was ist wichtig? Was muss geschehen, damit sich eine Ehe deutlich verbessert?
  • Liebe nach 20 oder 30 Jahren Ehe: Märchen oder Wirklichkeit?
  • Eine Ehe retten in konkreten Schritte und Erfahrungen.
Ehe retten - Erfahrungen

Ehe retten – Erfahrungen

Ehe in der Krise: Eine persönliche Erfahrung

Thomas Lojek: Liebe Carla, du bist jetzt seit längerer Zeit aktives Mitglied in der Community zu meinen Büchern.

Du hast dich aus einem sehr konkreten Grund in der Community angemeldet: Eine akute Ehekrise.

Du warst zu dem Zeitpunkt bereits sehr lange mit deinem Mann verheiratet und es hat sich über die Jahre aus verschiedenen Gründen eine sehr wesentliche Krise zwischen euch eingeschlichen.

Dann hast du dich in einen anderen Mann verliebt und deine Ehe stand einige Zeit tatsächlich sehr auf der Kippe.

An welcher Stelle hast du in dieser Entwicklung bemerkt: “Ich möchte doch lieber an meiner Ehe arbeiten als meinen Mann zu verlassen?”

Carla: Ich war über 2 Jahre in einen anderen Mann verliebt, mit dem ich aber nie wirklich intim geworden bin.

Da gab es nur diese unheimliche körperliche Anziehung, die dieser Mann immer wieder auf mich ausübte, ohne dass wir je einen Schritt weiter gekommen wären.

Das wurde mir dann aber mit der Zeit zu anstrengend.

Ich habe dann irgendwann realisiert, dass ich ja eigentlich gar nichts über ihn wusste und ich konnte mir nicht vorstellen, wie ich ein eventuell neues Leben mit ihm gestalten würde.

Während dieser Zeit merkte mein Mann, dass etwas mit mir nicht stimmte und gab sich wieder besonders Mühe mit mir.

Selbst wenn ich mit dem anderen Mann zusammengekommen wäre, irgendwann wäre auch der Alltag eingezogen, so schlau war ich bereits.

Und mich hat auch nichts weiter mit ihm verbunden, im Gegensatz zu meinem Mann, mit dem ich über 30 Jahre zusammen bin.

Deshalb gab ich unserer Ehe noch eine Chance.

Praxis-Tipp: In akuten oder unterschwelligen Ehekrisen tauchen oft Personen außerhalb der Ehe auf, die ganz plötzlich eine intensive emotionale oder sexuelle Anziehungskraft ausüben.

Das muss nicht zwangsläufig Liebe sein.

Hinter der Intensität dieser Gefühle stehen oft verdrängte Bedürfnisse innerhalb der eigenen Ehe oder das Verlangen eine verdrängte Krise innerhalb der Ehe durch Konkurrenz offen ans Licht zu bringen. 

2-Ehe-retten-Erfahrungen-Artikel-Thomas-Lojek-998o

Ehe retten: Was es bedeutet, sich auch nach 30 Jahren jeden Tag neu zu verlieben

Thomas Lojek: Kann man sich denn nach 30 Jahren in den eigenen Mann neu verlieben?

Oder ist das ein Märchen, das nur gut ist für Filme und Liebesromane?

Carla: Ich kann es bestätigen: Es ist kein Märchen.

Diese Verliebtheit äußert sich aber anders, als bei frisch Verliebten, die sich noch nicht so lange kennen.

Diese Schmetterlinge im Bauch sind nicht so präsent, die Aufregung ist nicht so groß, es gibt keine Angst etwas falsches zu sagen oder zu tun.

Es ist ein Gefühl von Wärme, Freude auf den Anderen und Geborgenheit.

Thomas Lojek: Was rätst du Frauen, die ihre Ehe retten wollen, um dieses Gefühl von Wärme und Geborgenheit zurück in ihre Ehe holen zu können? Wie und womit sollten sie anfangen?

Carla: Zuallererst sollen die Frauen sich um sich selbst kümmern und vor allem unabhängig vom Partner werden.

Sich nicht nur auf den Partner fixieren. Sondern auf sich selbst.

Die Probleme in der Ehe sollten nicht totgeschwiegen werden, da die Männer meist gar nicht merken, dass etwas schief läuft.

Wenn der Partner die Probleme ernst nimmt und auch sein bestes gibt, sollen die Frauen das anerkennen, auch wenn es erst mal nur in kleinen Schritten vorwärts geht.

Viele Männer mutieren in einer langjährigen Beziehung zu “emotionalen Krüppeln” und aus diesem Tief können sie nur mit Hilfe der Frauen herausgeholt werden, indem die Frauen ihnen Emotionen vorleben, zum Beispiel mit Lob und Anerkennung, sich für ihn schick machen und so weiter.

Das habe ich durch deine Bücher “Die Gefühle der Männer” gelernt.

Es ist auch hilfreich sich mal wieder über frühere Zeiten zu unterhalten:

  • Wie haben wir uns kennengelernt?
  • Was hatten wir damals für Träume?
  • Was war an diesem oder jenem Urlaub besonders?

Diese Gespräche waren bei uns immer sehr schön, wir wussten wieder, wie wir uns damals verliebt hatten.

Es kamen die Erinnerungen an die vergessenen Gefühle zurück.

Wenn man dann wieder lernt die Bemühungen des Partners erkennen kann, verliert man langsam die Unzufriedenheit und kann die neuen Gefühle wieder zulassen.

Die Frau sollte dazu bereit sein, Bemühungen des Mannes zu erkennen, ohne sich dabei selbst zu verbiegen oder falsche Kompromisse einzugehen.

Praxis-Tipp: Wenn du eine lieblose Ehe retten willst, ist es wichtig zuerst einmal emotional unabhängig vom Partner zu werden.

Das ist kein Widerspruch.

Aus dieser inneren Unabhängigkeit solltest du lernen wieder mehr zu dir selbst zu finden.

Über diese Verbindung zu dir selbst, kannst du die Verhaltensweisen und Emotionen vorleben, die du dir für eine funktionierende Ehe wünscht.

Alle Probleme müssen auf offen auf den Tisch!

Nur dann funktioniert die Absicht Ehe retten auch wirklich! 

Zusammenfassung

Akute und vor allem unterschwellige Ehekrisen werden oft über äußere Faktoren oder plötzlich auftauchende Konkurrenten ausgetragen.

Die Gefühle für diese Personen müssen nicht zwangsläufig Liebe sein. Auch wenn sie sich intensiv anfühlen.

In vielen Fällen sind es nur Projektionen aus eigenen Defiziten oder verdrängten Bedürfnissen innerhalb der Ehe.

Um eine Ehe retten zu können, die sich länger oder akut in einer Krise befindet, ist es wichtig, sich emotional und persönlich unabhängiger zu machen, um wieder mehr zu sich selbst finden zu können.

Eigene Bedürfnisse müssen klarer werden und eine Richtung sollte sich abzeichnen – in dem, was man von der Ehe und ihrer Entwicklung ganz persönlich erwartet und erwarten kann.

Aus diesen Freiräumen heraus sollte man dem Partner vorleben, was man von seiner Ehe erwartet.

In der Absicht eine Ehe zu retten ist das konkrete Vorleben stärker als alles, was man über Streiten, Fordern und Argumentieren erreichen kann.

Der Partner ist darüber gezwungen sich mit den neuen Verhaltensweisen in der Ehe zu beschäftigen, denn Streitgespräche und Forderungen kann man zurückweisen, Verhaltensweisen zwingen dagegen in die direkte Beschäftigung mit den Veränderungen innerhalb der Ehe.

Gespräche und Erinnerungen an die gemeinsame Vergangenheit sind wichtig.

Das bringt Erinnerungen an vergessene Gefühle zurück und an das, woraus die Ehe entstanden ist und was diese Ehe alles erlebt und bisher bewältigt hat.

Es müssen Bemühungen auf beiden Seiten zu sehen sein.

Die Absicht “Ehe retten” darf keine Einbahnstrasse sein oder auf einseitigen Bemühungen basieren.

Gefühle können dann wieder zugelassen und in sie investiert werden, wenn beide Partner engagiert sind und für eine neue Richtung innerhalb ihrer Ehe arbeiten.

Wichtig: Alle Probleme müssen auf den Tisch!

Eine Ehe kann auch nach 30 Jahren noch emotional und liebevoll sein!

Selbst nach erheblichen Krisen und deutlichen Problemen.

Das Beispiel von Carla beweist:

Die Absicht “Ehe retten” ist möglich und erstrebenswert.

Ende des ersten Interviews

Diesem Abschnitt schließt sich jetzt ein ausführliches zweites Interview mit Carla an.

Im zweiten Teil erfährst du mehr über ihre persönliche Vorgehensweisen und wichtige Entwicklungsschritte.

Die beiden Interview sind aus Gesprächen zu unterschiedlichen Zeiten entstanden.

Das anschließende Interview ist vor dem Abschnitt entstanden, den du gerade gelesen hast, liefert allerdings sehr wesentliche zusätzliche Informationen, die dir helfen können, zu verstehen, was es braucht eine Ehe zu retten oder deutlich zu verändern. 

Empfehlung zum Thema

thomas.lojek.muster.derliebe.100x150

Das geheime Muster der Liebe: Warum glücke Beziehungen kein Zufall sind

Das geheime Muster der Liebe von Thomas Lojek beschreibt wesentliche emotionale Muster, die darüber entscheiden, ob Beziehungen glücklich verlaufen oder unglücklich enden.

Es werden viele Beispiel aus langjährigen Ehen beschrieben und typische Fallen aufgezeigt, in die Partner nach vielen Jahren Ehe unabsichtlich tappen können.

Jetzt hier bestellen!

Die Gefühle der Männer

gebrauchsanleitung.mann.thomas.lojek

Die Gefühle der Männer von Thomas Lojek ist eine Serie von Ratgebern, die sich mit emotionalen Mustern zwischen Männern und Frauen beschäftigt und deren Auswirkungen auf Liebesbeziehungen.

Jetzt hier bestellen!

Interview Teil 2
Ist es möglich eine unglückliche Ehe zu retten? 

Was tut man in einer Ehe, die gerade eine schwere Krise durchläuft oder die anscheinend kurz vor ihrem Ende steht?

Kann man in ein einer langjährigen Ehe Liebe und Verliebtheit wieder neu entdecken? 

Ist es möglich in einer schwierigen Ehe auch nach Jahren wieder zueinander zu finden und eine Ehe voller Zärtlichkeit, Verbundenheit und Vertrauen führen?

Thomas Lojek unterhält sich in diesem Interview
mit Carla über das Thema “Ehe retten”

Die wichtigsten Inhalte dieses Interviews

  • Veränderungen in einer Ehe sofort und dauerhaft herstellen.
  • Die Tücken der Harmoniesucht in einer Ehe.
  • Den emotionalen Kern einer Ehe verstehen und neu beleben.
  • Bedürfnisse formulieren, verteidigen und vorleben.
  • Die Bedeutung von Repertoire für die Liebe.
  • Persönliche Erfahrungen, Empfehlungen und Tipps

2-Ehe-retten-Erfahrungen-Thomas-Lojek-883p

Eine Ehe retten: Den Weg in Liebe und Vertrauen finden

Thomas Lojek: Liebe Carla, du hast als meine Leserin und aktives Mitglied in der Community zu meiner Arbeit eine sehr spannende Entwicklung erlebt.

Wenn du zurückblickst auf die letzten 6 Monate: Was war in dieser Zeit die wichtigste Einsicht und Veränderung für dich?

Carla: Die wichtigste Einsicht war für mich, dass ich mein Leben selbst in die Hand nehmen muss.

Ich kann mich nicht darauf verlassen, dass andere Personen für mein persönliches Glück verantwortlich sind.

Die wichtigste Veränderung an mir war, dass ich gegenüber meinem Partner genau formuliere, was ich von ihm erwarte, damit wir einen gemeinsamen Weg gehen können.

Diese Einsicht hätte schon vor Jahren mein Leben verändern können, wenn ich sie damals schon gehabt hätte.

Thomas Lojek: Warum glaubst du, formulieren Frauen gegenüber Männern und innerhalb von Ehen oder Beziehungen nicht genau, was sie erwarten und in dieser Verbindung finden und erleben möchten?

Was glaubst du, hat dich bis zu deiner Veränderung zurückgehalten, das zu tun?

Carla: Ich glaube, dass Frauen im allgemeinen zu harmoniesüchtig sind.

Jedenfalls war ich das bisher.

Ich wollte es allen, in der Familie und im Job, immer recht machen, damit ich die “liebe” Carla bin.

Nur keinen Streit provozieren, zum einen wegen der Kinder und zum anderen damit ich meine Ruhe habe.

Man denkt, dass man von allen anderen abhängig ist, dass man es allein schwerer hat.

Meine wesentliche Veränderung kam, als die Kinder aus dem Haus waren.

Ich dachte, ich bin so verantwortlich für sie, dass ich Ruhe gegenüber meinem Partner halten müsste, eben Friede, Freude, Eierkuchen.

Erst als die Kinder auf eigenen Beinen standen, dachte ich an meine eigenen Bedürfnisse

Ehe retten: Positive Veränderungen nach langer Zeit erleben

Thomas Lojek: Ist es nicht interessant, dass diese Tendenz im weiblichen Verhalten zu einer “Harmonie um jeden Preis” langfristig genau das Gegenteil von dem produziert, was es eigentlich erreichen will:

Liebe und Respekt in Partnerschaften verschwinden, Familien zerbrechen, Zuversicht und Lebensfreude melden sich ab.

Erkläre doch mal ein Beispiel, wie du Veränderung in deiner Ehe erreicht hast, indem du konkret deine Bedürfnisse in die Mitte geschoben und auf Erfüllung gepocht hast?

Was hast du getan, was war die Reaktion, was waren am Ende Veränderungen und Ergebnisse?

Carla: Ich habe lange Jahre still gehalten und meinen Ärger in mich hinein gefressen.

Ich bekam dann durch eine neue Arbeit mehr Selbstbewusstsein und merkte, ich würde auch ohne meinen Mann durch das Leben gehen können.

Natürlich war das nie mein Ziel, aber es kam wie eine Art erwachsene Einsicht, dass ich es könnte, wenn es irgendwann nötig werden sollte.

 

Ich begann nach einer eigenen Wohnung zu suchen und sah mich nach Einbauküchen um und erzählte ihm das auch.

Da wurde er kleiner und stiller und wollte noch eine letzte Chance.

Diese Chance gab ich ihm mit einer zeitlichen Befristung.

Die rote Linie und mein neues Wissen aus deinen Büchern über die Gefühle der Männer, haben die Veränderungen bewirkt.

Wir haben an unserer Ehe gearbeitet und ich konnte besser verstehen, wie er funktioniert und wann, wie und warum ich meine eignen Bedürfnisse zu sehr aufgab, um “alles richtig” zu machen. 

Es war nicht leicht, aber es hat funktioniert. 

 

Heute sind wir gerade beide zufrieden und planen für das nächste Frühjahr eine schöne Urlaubsreise.

Ich zeige ihm auch immer wieder meine Freude über unsere jetzige Situation.

Ich bin sehr zufrieden, weil das Gleichgewicht in unserer Beziehung wiederhergestellt ist.

Ich sporne ihn an Mann zu sein und achte gleichzeitig sehr darauf meine eigenen Bedürfnisse und Werte nicht zu verraten. 

Das alles hätte ich schon früher haben können, weiß ich seit ich deine Bücher gelesen habe.

Alles in allem habe ich ca. ein dreiviertel Jahr für diese positive Veränderung meines Mannes gebraucht.

2-Ehe-retten-Erfahrungen-Thomas-Lojek-998z

Ehe retten: Die psychologischen Muster der Liebe 

Thomas Lojek: Kannst du eine Wechselbeziehung erkennen, zwischen den Veränderungen durch dein eigenes Verhalten und den späteren Veränderungen deines Mannes in eurer Ehe?

Oder anders gefragt: Glaubst du, dass du durch die in meinen Büchern beschriebenen emotionalen Muster Veränderungen in deiner Ehe erleben konntest?

Hast du den Eindruck, dass dein bewusster Einsatz der von mir beschriebenen Muster der Liebe euch beide glücklicher gemacht und eurer Ehe eine neue Richtung gegeben hat?

Carla: Ja, auf jeden Fall kann ich die Wechselbeziehung in meiner Ehe erkennen.

Mit meinem Verhalten definierte ich meinen Wert in unserer Ehe ganz neu und konnte dadurch Veränderungen bei meinem Mann bewirken.

Ich habe mir mit dem Verhalten die Achtung meines Mannes zurückgeholt und ich habe auch wieder Achtung vor ihm.

Übersetzt: Ich habe ihm deutlich gesagt, wie ich mir unsere Beziehung wünsche, damit wir sie fortsetzen können, was ich von ihm erwarte, dass ich wieder Respekt vor ihm haben kann.

Denn ohne Respekt keine Liebe.

Er selbst sagte mir in unseren langen Gesprächen, dass er den Hut vor mir zieht, wie ich das alles durchziehe und er kann sich nicht mehr so durchmogeln, seine Worte.

 

Früher habe ich mir alles gefallen lassen.

Die ganze Familie hat die Veränderung bei uns bemerkt.

Ich bin glücklicher, kann dadurch liebevoller auf meinen Mann zugehen und das spiegelt sich auch in seinem mir gegenüber liebevollen Verhalten wieder.

Die Bedeutung der Frau: Das Zentrum und Herz der Familie

Thomas Lojek: Ich beobachte über meine Arbeit ein bestimmtes Phänomen: Frauen scheinen innerhalb von Familien eine Art emotionale Verteiler-Station zu sein.

Über sie wird Liebe, Wärme und Respekt innerhalb einer Familie verteilt und weitergegeben.

Die Frau knüpft, erhält und belebt die unsichtbaren Bande einer Familie.

Wenn die Frau unglücklich ist, dann erkrankt unterschwellig die ganze Familie daran.

Es schwinden Respekt, Liebe und Verbundenheit, schlechte Eigenschaften machen sich in der Familie breit und es wachsen Desinteresse und Entfremdung.

Die Rolle des Mannes in diesem Gefüge ist eher nach außen gewandt: Er muss die äußeren Werte der Familie vertreten und verteidigen, Abgrenzung, Schutz und nach außen gewandte Orientierung geben.

Die Frau muss dagegen die Wärme, die Bande und die inneren Werte der Familie intakt halten.

Kannst du aus deiner Erfahrung heraus etwas dazu sagen?

Siehst du vielleicht einen Zusammenhang zu dem, was du gerade erlebt hast?

Carla: Du hast es wieder mal auf den Punkt gebracht.

Ich war sehr lange unglücklich in meiner Ehe, und daran hätte unser ältester Sohn bald Schaden genommen.

Er war nie einverstanden, wie sein Vater sich benommen hat.

Ich habe die ganzen Jahre nur vermitteln müssen.

Der älteste Sohn ist nämlich wie sein Vater.

Ich habe meinen Kindern meine ganze Liebe gegeben, schon aus diesem Grund ist aus beiden etwas Vernünftiges geworden und sie gestalten jetzt ihr eigenes Leben.

Sie würden auch nie etwas auf ihre Mutter kommen lassen.

Mein Großer hasste zeitweise seinen Vater.

Und ich muss sagen, er hatte während dieser Zeit nicht ganz unrecht damit.

Gottseidank ist das Verhältnis der beiden jetzt entspannt, so dass sie nun normal miteinander umgehen können.

Jedenfalls hätte ich deine Bücher vor 20 Jahren gebraucht, dann wäre vieles anders gelaufen.

Ich war zu naiv und dachte, es muss eben so sein.

Ehe retten: Persönliche Tipps, Empfehlungen, Erfahrungen

Thomas Lojek: Was würdest du Frauen empfehlen, die sich in einer ähnlichen Situation befinden, wie du selbst – vor den glücklichen Veränderungen in deiner Ehe?

Hast du für die Leserinnen unseres Interviews einige persönliche Anregungen, Tipps und Erfahrungen, um eine Ehe zu retten und dauerhaft zu verändern.

Carla: Wir Frauen sollten uns nicht nur auf den Partner fixieren, sondern den Umgang mit Freundinnen pflegen, einen persönlichen Freundeskreis nicht vernachlässigen, damit man auch ein eigenes, vom Partner weitgehend unabhängiges Leben hat.

Das hilft auch Selbstvertrauen aufzubauen.

Gibt es Probleme in der Partnerschaft, dann bitte immer ansprechen, was einen stört.

Wir Frauen dürfen uns mit unbefriedigenden Situationen nicht arrangieren, sondern müssen das Problem benennen, auch wenn es deswegen Streit geben könnte.

Lieber mal einen konstruktiven Streit, der eine Veränderung bringen kann, als alles ins sich einzuschließen.

Irgendwann kommt es dann geballt heraus, dann kann es aber zu spät für positive Veränderung sein.

2-Ehe-retten-Thomas-Lojek-93pi

Vor der Entscheidung: Ehe retten oder Trennung suchen?

Thomas Lojek: Du hast für dich und dein Leben diese positive Veränderung geschafft.

Wie und wann wurde dir klar, dass es Sinn macht die Ehe weiter zu führen und sie zu verändern, statt sie zu verlassen?

Das ist ganz sicher eine Frage, die viele Frauen bewegt, die in einer ähnlichen Situation sind.

Wie war das bei dir?

Wie hast du den Unterschied zwischen Gehen und Bleiben erkannt?

Carla: Es hört sich vielleicht banal an, aber der ausschlaggebende Punkt zu bleiben war: Wir konnten miteinander reden.

Einfach alle Probleme sachlich und ehrlich auf den Tisch gelegt.

Es gab kein Türenschlagen, kein Rumbrüllen, einfach nur lange Gespräche ohne Schuldzuweisungen und das alles in ruhigem Ton.

Das hat mich am meisten beeindruckt.

Ich konnte ohne Angst mit meinem Mann über meine Gefühle reden und ich spürte seine ehrliche Einsicht. Mit der Achtung kommt auch die Liebe zurück!

Selbstbewusstsein und Wertegefühl in deiner Ehe erleben

Thomas Lojek: Was hast du an Kenntnissen über die Muster der Liebe aus meinen Büchern und dem Austausch mit der Community eingesetzt, um deine Ehe zu verändern?

Carla: Ich kann es gar nicht so differenzieren.

Durch das Lesen Deiner Bücher und auch durch die Kommunikation im Forum ist in mir ein ganz neues Wertegefühl entstanden.

Ich kann Dir sagen, was mir an Deinen Büchern besonders gefallen hat, und dass ich dieses dann umgesetzt habe.

Um meine Glaubwürdigkeit nicht zu verlieren, muss ich aber gestehen, dass ich das damals alles nur wegen einem anderen Mann ausprobiert habe, in den ich mich während dieser Zeit verguckt hatte, weil ich in meiner Ehe so unzufrieden war.

Das nebenbei ein so positiver Effekt für meine Ehe eintreten würde, habe ich mir damals nicht träumen lassen.

Als erstes hat mir gefallen, wie du beschrieben hast, wie sich eine Frau kleiden sollte.

Dieses feminine Auftreten habe ich als erstes umgesetzt.

Kleider, Röcke, Vorzüge betonen.

Meine besten Körperteile sind nun mal meine Beine.

Bitte nicht lachen, aber ich habe mir sogar teure BH`s gekauft, damit mein kleiner Busen sichtbarer wird.

Durch die Blicke der Männer kam dann der erste Schub von höherem Selbstbewusstsein.

Dann folgten die Prinzipien, wie man Männer animiert und emotional in Gang setzt.

Das funktioniert immer, auch in meinem Alter.

Danach kamen Bewundern, Bestaunen und Loben für männliche Eigenschaften.

Prima finde ich den Ausdruck, den du für den Wert von weiblichen Eigenschaften gewählt hast: “Ich bin der Preis”!

Das habe ich mir jeden Tag gesagt und dann auch selbst so verinnerlicht, dass ich davon überzeugt bin, der Preis zu sein.

Als sich dann die positive Wende in meiner Ehe abzeichnete, habe ich das ganze Repertoire an meinem Mann angewendet.

Sogar alle unsexy Nachthemden weggeschmissen und neue raffinierte gekauft.

Er sollte sehen, dass seine Frau nicht nur schick an die Arbeit geht.

Als ich aus der Ehe gehen wollte, sagte ich mir auch, ich bin der Preis.

Und wie man sieht, hat sich diese Einstellung gelohnt, denn mein Mann wollte den Preis für sich behalten.

Ehe retten: Die Zukunft deiner Ehe positiv erleben

Thomas Lojek: Das ist schön für mich zu hören.

Es ist toll, wenn Frauen meine Arbeit so umsetzen und dadurch so beindruckende Veränderungen in ihrem Leben herstellen können.

Letzte Frage: Nach all den Erfahrungen und Veränderungen in deiner Ehe – wie siehst du die Zukunft, vor allem unter dem Gesichtspunkt, was du hier gelernt hast?

Was erwartest du in Zukunft von deiner Ehe, deinem Mann, von dir selbst?

Carla: Ich sehe die Zukunft positiv.

Ich erwarte von meiner Ehe: Dass es bleibt, so wie es jetzt ist. Das heißt, nicht mehr die Beziehung einschlafen lassen, uns immer mal etwas Neues vornehmen, vieles gemeinsam unternehmen, aber auch mal jeder für sich etwas tun.

Die Probleme sofort ansprechen, denn Langeweile und Sprachlosigkeit ist der größte Beziehungskiller.

Ich erwarte von meinem Mann: Er soll sich Mühe mit mir geben, auf mich eingehen.

Er kennt mich genau, weiß was ich brauche und mir wünsche.

Ich möchte als Frau wahrgenommen werden und respektiert werden.

Er soll natürlich weiterhin so fleißig sein, wie jetzt.

Ich erwarte von mir: Dass ich mich niemals als Frau äußerlich gehen lasse, dass ich seine männliche Bemühungen sehe und sie lobend anerkenne.

Ich weiß ja nun, wie sehr die Männer das brauchen.

Ich erwarte von mir, dass ich sofort ausspreche, wenn mir etwas nicht gefällt, damit wir es gleich ändern können.

Ich wollte diese Ehe fortsetzen, nun muss auch ich etwas dafür tun.

Thomas Lojek: Liebe Carla, Danke für dieses Gespräch.

Ich bin mir sicher, dass es viele Frauen in ähnlich Situationen und Ehen gibt, denen deine Erfahrungen sehr helfen können. Vielen Dank dafür.

Empfehlung zum Thema

thomas.lojek.muster.derliebe.100x150

Das geheime Muster der Liebe: Warum glückliche Beziehungen kein Zufall sind!

Jetzt hier bestellen!

Gebrauchsanleitung-Mann-Thomas- Lojek-100x152

Gebrauchsanleitung Mann: Die Gefühle der Männer

Jetzt hier bestellen!

Weitere Artikel und Interviews
zu den Themen
Liebe, Beziehungen, Partnerschaft, Geliebte.

Mehr lesen

Copyrights: Foto 1: Anton Zabielskyi/Fotolia