Interview Sandra und Thomas Lojek: Emotionale Muster und das Glück mit Männern!

Thomas Lojek, Autor von Die Gefühle der Männer, Wahre Liebe statt Geliebte sein und Das geheime Muster der Liebe, im Gespräch mit Sandra – einem engagierten Mitglied in der Community zu seinen Büchern.

Sandra hat ihren heutigen Partner kennengelernt als dieser noch vergeben war.

Heute leben beide zusammen in einer sehr glücklichen Beziehung.

In diesem Interview spricht sie mit Thomas Lojek darüber, was das möglich gemacht hat.

Sie teilt ihre persönliche Entwicklung auf dem Weg dorthin.

Und wie es sehr hilfreich innerhalb dieser Entwicklung für sie war, sich mit den emotionalen Mustern der Liebe zu beschäftigen.

Thomas Lojek und Partnerin

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Die wichtigsten Inhalte in diesem Interview

  • Emotionale Muster in Beziehungen entdecken.
  • Persönliche Beziehungsmuster durchschauen.
  • Was bewirkt das Wissen über die eigenen Muster in Beziehungen?
  • Was bedeuten Verantwortung und emotionale Mündigkeit in Beziehungen?
  • Echtes Vertrauen entwickeln.
  • Die schädliche Vorstellung von Perfektion in der Liebe.
  • Warum Männer in der Liebe nicht die besseren Frauen sein müssen.

Die geheime Logik von Beziehungsmustern verstehen

Thomas Lojek: Liebe Sandra, du bist als ein engagiertes Mitglied in meiner Community rund um die Bücher von Gebrauchsanleitung Mann sehr beliebt und geachtet für deine positiven und gleichzeitig immer sehr ehrlichen Ratschläge. 

Was genau war der Moment, in dem du das Gefühl hattest: “Das finde ich toll, da möchte ich mich einbringen und engagieren!”

Sandra: Ein halbes Jahr nach dem erfolgreichen Abwerben meines jetzigen Partners bin ich das erste Mal im Forum gewesen.

Ich fand dein Forum total spannend, sozusagen als Ergänzung zu deinen Büchern soviel „lebende Beispiele“ hier zu treffen, die alle Gebrauchsanleitung Mann ausprobierten und damit Erfolg hatten.

Richtig Lust bekommen habe ich, nachdem ich in meiner Beziehung plötzlich in einem Drift steckte und ich das damals noch nicht verstehen und benennen konnte, da es dein Buch „Das geheime Muster der Liebe“ noch nicht gab.

Anderen Frauen ging es ähnlich wie mir, wir wussten nicht, wie wir damit umgehen sollten und du hast uns dann helfen können, mit deinem neuen Buch auch dieses Phänomen zu verstehen.

Ich liebe die Logik, die in den Beziehungsmustern steckt, aber eben auch die Emotionalität von Menschen und daher ist dein Forum ein guter Ort für mich.

Mich interessieren Menschen und Beziehungen und daher bin ich hier genau richtig!

Sinnvolles pädagogisches Handeln mit einem fundierten psychologischen Hintergrundwissen – dafür brenne ich!

Tipp: In Beziehungsmustern steckt immer eine gewisse Logik.

Allerdings sind sie durchaus mit Gefühlen verbunden, die du vielleicht nicht immer sofort verstehst. 

Geduld und Wachsamkeit im Umgang mit dir selbst, sind immer ein guter Ratgeber.

Nach und nach lernst du zu erkennen, wie die Muster der Liebe dich anleiten, auch wenn du ihren Sinn im ersten Moment nicht immer sofort vollständig verstehst – doch über die Zeit erkennst du den tieferen Sinn in ihnen. 

Kreative Ideen und Sicherheit im eigenen Handeln 

Thomas Lojek: Kannst du beschreiben, worin für dich heute der persönlich der Unterschied liegt, Liebesbeziehungen über den Verlauf emotionaler Muster zu verstehen – im Gegensatz zu der Sichtweise, die du hattest, als du die Muster der Liebe in dieser Form noch nicht kanntest?

Oder anders ausgedrückt: Wie war dein persönliches “vorher” und “nachher”?

Sandra: Also bei bei mir ist es so: Wenn ich mir etwas erklären kann, dann kann ich damit umgehen!

Alles, was ich mir nicht erklären kann, macht mich zunächst ratlos, manchmal mutlos und im schlimmsten Fall bekomme ich Angst.

Das Wissen um die Muster bringt mir zunächst die eine gelassene Haltung (Aha, so ist das!) und daraus folgend Logik im Denken (Wenn das so ist, dann fällt mir auch ein, was ich tun kann…)!

Ich spinne dann kreative Ideen, wie ich meine Wirkung nutzen kann (Dann mal das ausprobieren…)!

Später erreiche ich Sicherheit im Handeln (Reflektieren der Versuche, alte Verhaltensmuster ablegen, neue aneignen, Repertoire entsteht)!

Heute kann ich durch dieses Wissen den Überblick behalten und durch pragmatischen, lösungsorientierten Umgang mit „Schieflagen“ die Kontrolle über mein eigenes Handeln behalten.

So fühle ich mich auch in Krisen handlungsfähig und kann immer etwas bewirken. 

Ich habe damit die Macht, Beziehungen für mich und andere positiv zu gestalten/beeinflussen.

„Vorher“ habe ich mich mangels Wissen häufig ohnmächtig in Beziehungen gefühlt.

Ich wusste einfach nicht, was mit mir/uns passierte, was ich tun konnte, um das Ruder rum zu reißen, wenn irgendetwas in Schieflage geraten war.

Durch planloses Handeln machte ich dann oft alles noch schlimmer.

Eine Abwärtsspirale kam in Gang, aus der es kein Entrinnen gab, weil ich nicht um die Muster und die Wirkung meines Handelns wusste.

Ich fühlte mich oft hilflos, allein und mutlos. 

Durch das Verständnis der Muster der Liebe ist das heute ganz anders: Ich kann Liebe leben ohne kontrollieren zu müssen oder mich überwältig und ausgeliefert zu fühlen.

Tipp: Das Wissen um die Wirkungsweise emotionaler Muster hilft Vertrauen in die eigene Liebe und in die eigene Beziehung zu entwickeln.

Es hilft positiv zu bewältigen, statt sich in Umständen emotional ausgeliefert fühlen zu müssen.

Die Wahl: Strahlende Ritter oder “Männer sind doof!”

Thomas Lojek: Die Muster der Liebe sind ein System des Ausgleichs.

Das bedeutet: Sie lassen für uns Menschen nicht nur Glück von Himmel regnen, sondern verlangen ebenso sehr auch einen Sinn für Veränderungen und Fortschritte, damit Liebesbeziehungen funktionieren.

Neben dem Eindruck von Glück und Freude, zwingen sie uns deswegen immer wieder auch in unangenehme Fragestellungen, in unbequeme Einsichten und vor allem zwingen sie uns regelmäßig aus unserer persönlichen Komfortzone heraus.

Wie gehst du damit um?

Gab es Einsichten, die schwierig für dich waren?

Sandra: Für mich ist es manchmal schwierig, durch das Wissen, dass das so ist, immer und immer Verantwortung für mein Handeln übernehmen zu müssen – wohlgemerkt vor allem vor mir selbst.

Ich sehe dadurch meinen eigenen Anteil innerhalb der Beziehung und zwar immer und das ist manchmal sehr unbequem!

Wenn zum Beispiel mein heutiger Partner ähnliche oder gleiche Verhaltensweisen wie mein Ex zeigt und ich dadurch ganz deutlich erkenne: „Sandra, das warst nun du, die genau das provoziert hat!!“, das ist nicht ganz leicht.

Dann wird mir bewusst, wie sehr ich eine Verantwortung habe für das, was ich in einer Beziehung erlebe.

Dem Anderen die Schuld zu geben ist einfacher.

Was ich dadurch gelernt habe: Als Frau hast du die Wahl!

Durch dein Verhalten kannst einem Mann zu erlauben, der strahlende Ritter an deiner Seite zu sein oder du kannst ihn platt machen und dann behaupten: „Männer sind doof!“ – das liegt ganz allein an dir.

Wenn man das erkannt hat, verändert sich alles.

Die Muster zwingen mich deswegen auch an meine Grenzen, lassen mich in meine eigenen Abgründe gucken und meine eigene Unfähigkeit fühlen.

Das ist nicht immer lustig, auch wenn ich versuche, es mit Humor zu nehmen.

Mir ist jedoch klar, das genau darin die Chance liegt: Über mich hinaus wachsen und in dieser Beziehung weiter zu kommen als in der letzten.

Tipp: Als Frau hast du die Wahl: Dein Verhalten erlaubt dem Mann in deinem Leben das zu sein, was er ist, denn deine Verhaltensmuster stehen in Wechselwirkung mit seinen Verhaltensmustern.

Darüber hast du die Verantwortung für das, was du in deiner Beziehung erlebst.

Echtes Glück in der Liebe kommt mit der emotionalen Mündigkeit genau das zu erkennen.

Der Liebe wieder mehr vertrauen 

Thomas Lojek: Mit diesen Schwierigkeiten bist du ganz sicher nicht alleine.

Jeder Mensch hat jeden Tag neu mit genau dieser Hürde zu kämpfen: Den Drang sich selbst zu vermeiden und dafür den Konflikt auf andere projizieren oder innerhalb von Beziehungen auszutragen.

Was so schwierig zu akzeptieren ist: Vom Partner verlangen wir im Grunde eine Perfektion, zu der wir selbst nicht fähig sind.

Jeder Mensch wünscht sich doch heimlich immer einen Partner, der ihn aus diesem Dilemma heraus reißt:

Er soll möglichst so toll sein, dass man darüber die eigenen Defizite und Zweifel vergisst.

Aber dann allerdings auch nicht so toll, dass dir die Angst kommen muss, dass du von nun an für immer in seine Schatten stehst.

Es ist ein absurdes psychologisches Dilemma – doch für viele Menschen das bittere Wunschdenken der Liebe. 

Doch ist dir schon einmal aufgefallen, wie locker die Frauen in unserer Community mit diesem Widerspruch umgehen:

Sie trauen sich an die besten Männer heran und haben keine Problem damit sich selbst als tolle Frauen anzusehen – ohne sich dabei selbst das Leben schwer zu machen, in dem sie zu perfekt sein wollen oder eine völlig lebensfremde Perfektion von Männern und Beziehungen verlangen zu müssen.

Das bedeutet doch ganz klar: Der Mut sich den Mustern der Liebe zu stellen wird belohnt!

Darum ist meine Erkenntnis in dieser Sache immer wieder: Die Muster der Liebe verlangen zwar – aber sie geben auch.

Sie belohnen am Ende mit dem Gefühl sich in den richtigen Bahnen zu bewegen, auch wenn “richtig” nicht immer “perfekt” bedeuten muss.

Tipp: Wenn du von deinem Partner bewusst oder unbewusst erwartest, dass er deine inneren Zweifel darüber, ob du wirklich wertvoll und liebenswert bist, ungeschehen macht, hast du ein grundlegendes Problem in deinen Beziehungen – dann liebst du nicht, sondern vermeidest dich selbst. 

Männer sind Männer: Eine entlastende Einsicht

Thomas Lojek: Wie hast du zum Beispiel gelernt, dass Männer ganz sicher nicht “perfekt” im Sinne weiblicher Vorstellungen sind – aber deswegen durchaus “richtig” sein können?

Und wie ziehst du als Frau einen Vorteil aus diesem Zusammenhang?

Sandra: Ich habe aufgehört, weibliches Verhalten von Männern zu erwarten.

Seit ich durch deine Bücher weiß, zu was Männer fähig sind, was sie können und wollen, wenn sie mit einer Frau zusammen sind.

Womit sie glücklich sind und womit nicht – seitdem kann ich das gezielt anfragen oder abrufen in meinem Umgang mit Männern. 

Ich kann mein Verhalten danach ausrichten und genießen, dass sie damit froh sind.

Ich weiß nun, welche von meinen Bedürfnissen, Männer erfüllen können und was ich tun muss, um das zu bekommen.

Und ich weiß auch, was ich mir woanders holen muss und hadere nicht mehr damit.

Männer müssen nicht für alles verantwortlich sein im Leben einer Frau oder alles auffangen, was uns so durch den Kopf geht.

Diese Einsicht ist entlastend für ihn und für mich. 

Ich habe nicht mehr den Anspruch, dass er “alles” für mich sein soll und “alles” können muss.

Und ich weiß dafür jetzt um das, was ich für ihn bin und ihm geben kann und was er sich eben woanders holen muss: Im Beruf, bei seinen Freunden, seinen Männer-Interessen und was Männer eben so machen.

Tipp: Du solltest aufhören von Männer weibliches Verhalten oder weibliche Eigenschaften zu erwarten.

Ein Mann ist ein Mann und er gehört genau deswegen zu deinem Leben, weil er dich über Eigenschaften ergänzt, die anders sind als du selbst und deine weiblichen Vorstellungen von der Welt.

Zusammenfassung 

In Beziehungsmustern steckt immer eine gewisse Logik. Es ist hilfreich diese zu kennen, um Beziehungen zuversichtlicher und aktiver gestalten zu können.

Die Muster der Liebe sind ein System des Ausgleichs. Sie verlangen neben der Erfahrung von Glück und Freude auch Fortschritte und Sinn in Beziehungen.

Beziehungen funktionieren nur, wenn man seine emotionale Mündigkeit in ihnen entdeckt: Das eigene Verhalten formt das Verhalten des Partners. Darüber ist jeder Mensch für das verantwortlich, was er in seinen Beziehungen erlebt.

Die Vorstellung von Perfektion ist schädlich für Beziehungen und das eigene emotionale Wohlergehen. Sie basiert nur auf Vermeidung eigener Ängste oder dem Verlangen eigene innere Defizite über einen Partner auszugleichen.

Männer sind nicht dazu da alle Vorstellungen von weiblichen Bedürfnissen zu erfüllen oder alle Stimmungen einer Frau aufzufangen. Männer sind Männer und sie erfüllen den männlichen Teil des Lebens. Frauen, die zu sehr erwarten, dass Männer die besseren Frauen sind, machen nur sich und ihre Beziehungen unglücklich.

Tipps für die Praxis

  • Lerne so viel wie möglich über emotionale Muster und die Muster der Liebe. Sie werden dir helfen mehr Zuversicht in deinen Liebesbeziehungen zu empfinden und dir die Mittel geben, sie aktiver und positiver zu gestalten.
  • Was sind deine Komfortzonen in Beziehungen? Wo richtest du dich zu sehr in gewohnten und dir persönlich bequemen Erwartungen und Ansichten ein? Mache dir bewusst, dass Beziehungen auch dazu da sind, dich aus diesen Komfortzonen heraus zu holen, damit du als Mensch insgesamt Fortschritt erleben kannst.
  • Versuche ehrlich zu dir zu sein: Erwartest du von deinem Partner, von möglichen Partnern oder von deinen Beziehung insgesamt unbewusst bestimmte Formen von Perfektion? Hoffst du, dass dein Partner oder deine Beziehung dir die Angst vor bestimmten Defiziten oder negativen Gefühlen über dich selbst nimmt?
  • Mache dir zu 100% ganz klar und bewusst, dass du für das verantwortlich bist, was in deinen Beziehungen geschieht.
  • Achte zukünftig sehr genau auf folgenden Zusammenhang innerhalb deiner Beziehungen: Du erfährst in deiner Beziehung, was du selbst vorlebst – bewusst oder unbewusst. Denn du formst über Verhalten deine eigenen Muster und diese stehen in direkter Wechselwirkung zu den Mustern und Verhaltensweisen der Menschen, die du liebst.
  • Versuche dich regelmäßig selbst zu beobachten, wann und wie du von Männern erwartest, dass sie sich wie Frauen verhalten oder wie Frauen empfinden. Und wie dieser Vorgang eine fortlaufend künstliche Enttäuschung in dir produziert, weil Männer das nie so erfüllen können, weil sie nun mal Männer sind.

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Teil 2: Interview Sandra und Thomas Lojek: Emotionale Muster und das Glück mit Männern!

Weibliche Erwartungshaltung und was gute Männer ausmacht

Thomas Lojek: Mal ganz ehrlich und offen gefragt: Glaubst du, dass Frauen allgemein zu viel von Männern erwarten?

Und wie beeinflusst das ihre Fähigkeit mit Männern glücklich zu werden?

Sandra: JAAA, das glaube ich wirklich!!

Frauen erwarten von Männern, dass sie Männer und Frauen in einem sind.

Aber das ist nun mal nicht so, Männer können gute Männer sein, aber keine guten Frauen.

Und das Dilemma ist, dass Frauen davon nicht ab wollen, die meisten jedenfalls.

Und damit werden dann alle unglücklich, Männer und Frauen.

Das tun Männer nicht, die erwarten viel weniger von Frauen und das könnten die auch erfüllen, wenn sie sich nicht mit ihren eigenen Moralvorstellungen im Weg stehen würden.

Was Äpfelbäume und Männer gemeinsam haben

Thomas Lojek: Wie hast du persönlich diesen Prozess für dich verändert?

“Weniger erwarten” von Männern, bedeutet bei dir ja ganz sicher nicht “tief stapeln” oder falsche Kompromisse machen?

Und wie funktioniert dieses “Männer können gute Männer sein – aber keine guten Frauen” in deinem Leben genau? Wie setzt du das um?

Sandra: Oh nein, im Gegenteil: Ich erwarte jetzt viel mehr von Männern!

Von dem, was sie liefern sollen, sollen sie viel liefern, aber sie sollen jetzt eben nur noch Dinge und Verhaltensweisen liefern, die sie auch liefern können.

Ich weiß nun, was ich erwarten kann und davon will ich viel und lasse auch keinen Zweifel daran!

Ich erwarte und fordere viel!

Ich bin klar und deutlich und wenn ein Mann sich daneben benimmt, mach ich so einen Rabbatz, dass es scheppert.

Ich erwarte nicht, dass er hellseherische Fähigkeiten entwickelt, um von alleine zu merken, was nicht okay ist… er ist halt keine Frau.

Und wenn ich was brauche für mich, was Männer nicht liefern können, dann gehe ich dahin, wo ich es bekommen kann, zum Beispiel zu Freundinnen und zerre nicht an dem Typen rum, bis wir beide unglücklich sind.

Also wenn ich Äpfel will, schüttele ich einen Apfelbaum, wenn ich Birnen will, schüttele ich den Birnbaum.

Früher hab ich gedacht, wenn ich lang genug an den Männern schüttele, fallen vom Apfelbaum auch Birnen – zwecklos!

Das passiert mir heute nicht mehr.

Tipp: Männer können gute Männer sein – aber keine guten Frauen.

Du solltest von Männern erwarten und verlangen, was im männlichen Kernbereich des Lebens liegt.

Männer erfüllen gerne die Bedürfnisse von Frauen, dazu sind sie gemacht.

Allerdings sind sie keine Hellseher, noch spüren sie von sich aus reine weibliche Erwartungen.

Wenn du erkennst, was Männer wirklich “liefern” können und für welche Bedürfnisse sie gemacht sind, dann wird dein Leben viel entspannter und glücklicher mit ihnen verlaufen.

Das ist ein Prozess, den man lernen kann und der tiefen Sinn ergibt, wenn man seine Zusammenhänge einmal erkannt hat.

Lebensaufgabe Liebe als Teil des Ganzen  

Thomas Lojek: Glaubst du, dass viele Beziehungen zu einseitig fixiert sind?

Das große Glück wird ja bis heute definiert als “wenn zwei Menschen sich finden” – welche Rolle spielt das soziale Netz um den Einzelnen und seine allgemeinen sozialen Fähigkeiten für das Gelingen einer Beziehung?

Muss man nur den Richtigen finden und alles wird gut – oder spielt da mehr rein als “Du und Ich – und jetzt sind wir glücklich!”

Sandra: Natürlich ist die „Lebensaufgabe Liebe“ nur ein Teil des Ganzen, ebenso wichtig sind die Lebensaufgaben Beruf und die der sozialen Gemeinschaft.

Dazu kommt der Umgang mit uns selbst und für viele Menschen auch noch sowas wie Spiritualität.

Ich bin überzeugt davon, dass es uns Menschen gut geht, wenn wir möglichst einen Ausgleich schaffen und uns in allen Lebensbereichen zufrieden fühlen.

Und zur Lebensaufgabe Liebe gehört ja auch nicht nur die Partnerschaft, sondern auch noch der Umgang mit Eltern und Kindern.

An der Aufzählung ist schon ersichtlich, dass uns eine Partnerschaft nicht alleine glücklich machen kann.

Alles zusammen bildet ein Ganzes und jeder ist als Individuum dafür verantwortlich in allen Lebensbereichen solche Bedingungen zu schaffen, dass es ihm als Gesamtperson gut geht.

Nimmt er diese Verantwortung für sich selber wahr, dann wird er sicher ein toller Partner, projiziert er aber alle Wünsche und Hoffnungen nur auf seine Partnerschaft und vernachlässigt die anderen Lebensbereiche, dann wird er scheitern müssen und kann sich nicht vollkommen fühlen.

Tipp: Partnerschaft alleine macht nicht glücklich.

Wenn du zu sehr fixierst bist auf das Glück in einer Partnerschaft oder auf die Idee Glück nur durch andere Menschen finden zu können, dann klammerst du zu viele andere Bereiche des Lebens aus.

Versuche immer zu erkennen, dass Liebe und Beziehungen ein Teilbereich des Lebens sind, aber niemals dessen vollständiger Inhalt.

Ein Mensch braucht Bezüge zu allen Bereichen des Lebens.

Männer und Humor – Wie wichtig ist das für die Liebe? 

Thomas Lojek: Wie wichtig ist Humor zwischen Mann und Frau?

Sandra: Für mich ist Humor das Allerwichtigste!

Als erstes zieht mich Humor bei Männern an, nur dadurch fällt mir ein Mann überhaupt auf.

Er kann noch so schön oder stattlich, erfolgreich oder berühmt sein, das ist alles unwichtig, wenn er mich nicht zum Lachen bringen kann.

Wenn ich auf seinen Humor nicht kann oder er nicht auf meinen, dann kann das nix werden mit uns.

Ein Mann, der viel Humor hat und den auch zeigt, ist Gold wert.

Ich mag, wenn er immer so ein bisschen den Schalk in den Augen und den Worten hat.

Humor bringt Leichtigkeit ins Leben, in den Alltag, selbst oder gerade die größten Krisen sind mit gutem Humor leichter zu überstehen.

Auch die Unterschiedlichkeit von Mann und Frau lässt sich mit Humor viel leichter aushalten oder überbrücken, wenn man mal wieder daran verzweifeln möchte.

Wer es schafft, sich selbst mit mehr Humor zu nehmen, macht es auch dem Anderen leichter; mit Humor können aus den dämlichsten Angewohnheiten Running Gags werden, statt ewige Streit-Baustellen.

Tipp: Liebe funktioniert immer dann, wenn man mit einander lachen kann.

Frage dich immer, ob ein möglicher Partner Humor in dein Leben bringen würde.

Und schaue regelmäßig in deine Beziehungen, ob dort genug Platz für ein regelmäßiges Lachen zwischen euch ist.

Wenn der Humor verschwindet, stimmt etwas Grundlegendes nicht in der Beziehung!

Denn Humor ist das Bündnis der Herzen gegen die Schwierigkeiten des Lebens!

Was Frauen in der Liebe auf jeden Fall beachten sollten 

Thomas Lojek: Ja, ist es nicht seltsam?

Jeder Mensch schleppt so eine gigantische Liste an Wünschen und Bedürfnissen mit sich herum, wie ein Partner oder eine Liebesbeziehung sein soll, dass kaum jemand darauf achtet, wie und wie oft man zusammen lachen kann.

Die Vorstellungen von der Liebe sind immer so riesig, aber das Puzzle wird am Ende oft von den Details entschieden, die klein und unbeachtet einfach ein bisschen “überbrücken” können.

Nach all dem, was du in den letzten Monaten gelernt hast: Was würdest du Frauen heute ans Herz legen – worauf sollen sie besonders achten, wenn sie einen Mann kennen lernen?

Sandra: Das Wichtigste ist, dass Frauen von Anfang an merken, dass sie von dem Mann gewollt werden, dass er alles tut, um genau sie zu bekommen, dass er keinen Zweifel an ihrem Wert lässt, dass er ein Bewerber um ihre Gunst ist.

Darin sollte sie ihn auf Herz und Nieren prüfen und sich nie als Sonderpreis weggeben!!

Für einen “guten Mann” ist das selbstverständlich, weil die wollen ja nur den Hauptpreis.

Die anderen sind gewöhnt, dass die Frau ihm den Hof macht, ihm hinterher laufen.

Dass sie Frauen schlecht behandeln können und dennoch oder gerade deswegen laufen ihnen die Frauen dann nach – vor den Männern sollte Frau sich in Acht nehmen und schnell rennen, wenn sie so ein Exemplar erwischt.

Ich glaube, an der so simplen, aber auch ebenso heiklen Frage trennt sich die Spreu vom Weizen – wenn eine Frau sich immer wieder die Frage stellt: „Bin ich immer noch der Hauptpreis für ihn?“

Wenn sie genau das immer wieder einfordern und bejahen kann, dann hat sie das Wichtigste für sich als Frau und für ihr Glück getan.

Tipp: Sieht der Mann, den du liebst, den Hauptpreis in dir?

Kannst du das im gegenüber immer wieder einfordern und bejahen? Wenn nicht, solltest du dir ernsthaft Gedanken machen!

Liebe, Wärme: Weiblichkeit leben!

Thomas Lojek: Mit all dem, was du durch meine Bücher und die Community gelernt hast:

Wie wirst du dein Leben mit Männern weiter gestalten – speziell mit deinem Partner und ganz allgemein mit dem großen Potential, das in der Spezies Mann schlummert…

… zumindest für eine Frau, die sich darauf versteht, dieses Potential in Männern zu wecken und zu gestalten?

Sandra: Für meine Partnerschaft heißt das klar, dass jeder seine Eigenständigkeit behalten soll und dass ich es weiterhin langsam angehen lassen möchte.

Jeder soll sein Zuhause und seinen Alltag alleine gestalten können und es ist schön, wenn wir uns trotzdem zwei bis dreimal pro Woche sehen können.

Ich werde eine tolle Freundin sein, sein Ein und Alles, auf das er stolz sein kann, sexy, weich, bewundernd und belohnend.

Und auch korrigierend, wenn er sich verrannt hat, bei was auch immer.

Im Umgang mit anderen Männern ist mir heute klar, dass ich alles nehmen kann.

Und werde alles, was ich kriegen kann, an männlicher Hilfe und Unterstützung auch annehmen.

Und dafür alles geben, was Männer brauchen: Dank, Anerkennung, Bewunderung, Wärme, Lächeln – Weiblichkeit eben!

Es ist ja kein Geheimnis, dass soziales Miteinander aus Geben und Nehmen besteht.

Neu ist für mich aber, dass ich durch deine Arbeit nun sonnenklar weiß, was ich nehmen soll/kann und was ich geben kann/soll. 

Ich habe gemerkt, wie sehr ich es liebe, wenn Männer mich spüren lassen, wie sehr sie meine Weiblichkeit schätzen und mich ein bisschen hofieren.

Und das genieße ich in vollen Zügen und davon will ich viel in meinem Leben.

Tipp: Lass die Männer deine Weiblichkeit spüren, lass dich ruhig etwas hofieren und nimm an, was sie dir bieten wollen.

Beschenke sie dafür mit Weiblichkeit.

Genieße dieses Spiel – das ist die innerste gesunde Natur der Anziehung zwischen Mann und Frau.

Zusammenfassung

Lass Männer Männer sein! Versuche nicht Männer innerhalb deiner Erwartungen zu Frauen zu machen.

Lerne als Frau welche Kernbereiche des Lebens aufrichtig und wirklich mit Männern verbunden sind und gebe deine Erwartungen genau in diese Bereiche.

Du wirst sehen, dass Männer dann mehr für dich tun werden, als du dir das (jetzt noch) vorstellen kannst.

Liebe und Beziehungen sind nur ein Teil des Lebens.

Wenn du dich zu sehr auf Liebe und Beziehungen als Quelle des Glückes konzentrierst, dann vernachlässigst du die anderen Bereiche des Lebens.

Das wird dich irgendwann unglücklich machen.

Lachen und Humor sind wichtige Maßstäbe der Liebe.

Du kannst erkennen, ob deine Liebesbeziehung funktioniert, wenn du in ihnen Raum für Lachen und Humor findest.

Sieht dein Mann den Hauptpreis in dir? Das Gefühl wird darüber entscheiden, ob du als Frau stark, sicher und zuversichtlich in deiner Liebe bist. Gibst du das Gefühl als Frau aus irgendwelchen Gründen auf, dann wird deine Beziehung nicht funktionieren.

Annehmen und kokettieren ist wichtig in der Liebe.

Lasse dich verwöhnen und lerne anzunehmen von Männern. Belohne die Männer dafür mit typisch weiblichen Gesten: Dank, Anerkennung, Bewunderung, Wärme, Lächeln!

Tipps für die Praxis

  • Versuche auf realistische Erwartungen zu achten, in dem, was Männer für dich tun können und was nicht.
  • Suche dir ausreichend emotionalen Support in allen Bereichen des Lebens und auch aus anderen Quellen außerhalb deiner Beziehung.
  • Wenn du einen Mann kennenlernst – achte darauf, ob es genügend Witz und Humor zwischen euch. Das Maß an Humor zwischen euch ist langfristig wichtiger als jede Form von Aufregung, Thrill oder emotionaler Herausforderung.
  • Erkenne die Bedeutung von “Du bist der Hauptpreis für mich!” für deine Beziehungen. Bekommst du das Gefühl von deinem Partner? Wenn nicht, dann solltest du dringend klären, warum dieses Gefühl nicht zwischen auch aufkommt.
  • Kokettiere mit Männern – lass dich hofieren, sporne sie an dich zu hofieren und dich wertvoll und wie eine Lady zu behandeln. Erwarte das ruhig ganz offen und deutlich von den Männern. Und bedanke dich in Form von Weiblichkeit: Wärme, Gunst, Zuspruch. 

– Interview Ende –

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