Liebe und Beziehungen: Warum nicht einfach mal mehr Mut wagen?

Thomas Lojek, Autor von Die Gefühle der Männer, Das geheime Muster der Liebe, Wahre Liebe statt Geliebte sein und Einen Mann emotional dauerhaft binden

… über die Notwendigkeit wieder mehr Mut für Beziehungen zu haben, neue Sichtweisen zu wagen und vor allem sich auszuprobieren und mutig zu lernen, was in der Liebe funktioniert und was nicht.

Wichtige Punkte in diesem Artikel

  • Wie erreicht man wieder mehr Vertrauen in der Liebe?
  • Wie erlebt man inneren und äußeren Fortschritt durch Beziehungen?
  • Ist Liebe Zufall oder steckt Sinn dahinter? Was können wir von der Liebe lernen?
  • Erzeugen wir negative Erfahrungen in der Liebe selbst?
  • Wie lernt man emotionales Geschick, um Beziehungen gestalten zu können?
  • Kann man aus negativen Beziehungsmustern ausbrechen und Liebe neu gestalten?
  • Was bedeutet es Mut zu haben, um sich für echte Liebesbeziehungen zu öffnen und wieder mehr Vertrauen zu erleben?

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Autor Thomas Lojek und Partnerin

Bücher von Thomas Lojek

Die Gefühle der Männer

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Liebe: Eine Instanz, die in sinnvollen Bahnen verläuft

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Frage: Warum  setzt du dich so unermüdlich für das Thema Liebe, Beziehungen und Partnerschaft ein?

Thomas Lojek: Ich bin einfach der Ansicht, dass wir Veränderungen zwischen Mann und Frau brauchen. 

Es liegen so viele Wunden und Enttäuschungen in den Herzen der Menschen und so viel Unverständnis über das Anderssein der jeweils anderen Seite zwischen Männern und Frauen.

Ich will mit meiner Arbeit über die Muster der Liebe ein anderes Verständnis der Liebe ins Spiel bringen.

Warum die Liebe nicht mal als Entwicklungsfeld für unser Lebens insgesamt ansehen?

Als eine Instanz, die in sinnvollen Bahnen verläuft, um uns insgesamt zu fördern und zu verändern – sobald wir mehr offen dafür sind, genau diese Fähigkeit der Liebe zu erkennen?

Das ist mal eine andere Perspektive als die ewige Frage nach:

“Macht mich die Liebe glücklich? Oder macht sie mich unglücklich?”.

Warum nicht die Frage stellen:

„All das, was mir in der Liebe passiert – ist das Zufall? Oder steckt ein Sinn dahinter?“.

Eine der quälendsten Erfahrungen, mit denen sich viele Menschen herumschlagen, ist meiner Beobachtung nach der Eindruck, dass man immer wieder Enttäuschungen durch Beziehungen erlebt, ohne einen Sinn dahinter zu erkennen.

Dann durchlebt man einzig und allein den Schmerz und den Stress über die Frage:

„Warum passiert mir das nur immer wieder? Warum kann ich nicht einfach mal Glück haben? Oder einfach nur glücklich sein?“

Ich finde es sinnvoll dieses Phänomen anders zu betrachten:

Nicht nur über diese Frage zu leiden, sondern über diese Frage zu lernen.

Man kann diese drängende Frage in Form von Sorgen und Kummer als Kern seiner eigenen inneren Existenz etablieren – quasi ein inneres Gewicht, unter dem man sich dann durch das Leben schleppt.

Oder man kehrt sie um als Wegweiser: „Da geht es lang!“.

Denn wenn etwas nicht funktioniert, vor allem wenn es immer wieder nicht funktioniert, dann gibt es Gründe und verborgene Regeln für diese Erfahrungen des Unglücks durch die Liebe.

Alle meine Bücher zu dem Thema sind eine Anregung zu forschen, auszuprobieren – das Gewicht der Enttäuschungen innerhalb der Liebe nicht als gegeben mit sich herum zu schleppen, sondern fähig zu werden, diesen Teil abzuschütteln und hinter sich zu lassen.

Das ist möglich.

Mit dem Verständnis über die Muster der Liebe wächst auch das Vertrauen, dass die Erfahrungen der Zukunft nicht nur ständige Wiederholungen des schmerzlichen Gestern sein müssen.

Je mehr man über die Muster der Liebe lernt, desto mehr verinnerlicht man ein gewisses Gefühl:

Muster der Liebe sind Bahnen des Vertrauens.

Vor allem sind sie Bahnen des Vertrauens zu sich selbst.

Dass man diesen Schritt in Vertrauen oder Mut oder jeden anderen notwendigen Schritt gehen kann:

„Ich probiere es jetzt einfach mal aus!“.

Zu lieben bedeutet immer eine Form von Risiko.

Alles Mögliche kann passieren.

Und vor allem wird das Unerwartete immer Teil von dem sein, was sich in Beziehungen ereignet.

Also man muss es versuchen und schauen, was sich ergibt.

Das Vertrauen in das „…was sich ergibt…“ ist oft viel wichtiger, als die Angst vor dem, was man erwartet.

Oder wichtiger als das Verlangen zu kontrollieren, was sich nach den eigenen Erwartungen durch eine Liebesbeziehung einstellen sollte.

Liebe ist eine Balance aus Gestalten und Loslassen.

Je mehr man dazu eine innere Anleitung hat, desto leichter wird es auch mal mutig zu sein.

Man kann nicht immer gewinnen, aber man kann zuversichtlich zumindest versuchen irgendwo anzukommen.

  • Liebe als eine Instanz ansehen, die in sinnvollen Bahnen verläuft.
  • Enttäuschungen als Wegweiser für Veränderungen betrachten: „Da geht es lang!“
  • Liebe ist immer ein Risiko. Sie braucht Vertrauen in das, was man niemals vollständig kontrollieren kann.

Tipp: Das Vertrauen in das „…was sich ergibt…“ ist oft viel wichtiger, als die Angst vor dem, was man erwartet.

Beziehungen und Vertrauen: Der neue Mut sich auf etwas einzulassen

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Frage: Wie lernt man dieses Vertrauen in der Liebe?

Wie lernt man diese Balance aus Gestalten und Loslassen in Beziehungen?

Thomas Lojek: Der Vorteil im Wissen über die Muster der Liebe liegt darin, dass sie uns mehr Zuversicht und innere Sicherheit innerhalb von Beziehungen geben.

Man muss sich die Muster der Liebe wie eine Art innere Heimat vorstellen – es sind die Bahnen unserer Gefühle, die sich sinnvoll bewegen.

Teilweise ist in ihnen die Weisheit vieler Generationen verankert und verbindet sich dort mit der persönlichen Weisheit über das, was für uns persönlich richtig und wichtig ist.

Auf dieser Weise braucht die Liebe keine Perfektion mehr – sie verläuft einfach im Einklang mit dem, was man ist.

Sie ist da. Sie verläuft.

Man gestaltet sie und man wird durch sie gestaltet.

Alles ist in Ordnung.

Beziehungen sind nie vollständig perfekt.

Liebe und Leben bleiben oft wackelig oder anstrengend.

Das ist ihre Natur.

Aber sie können gut sein.

Über die Muster der Liebe bewegt man sich viel häufiger in einer innere Balance von „…es ist in Ordnung…“ – auch wenn es in jeder Beziehung auch mal wackelig werden kann.

Das große Hindernis auf diesem Weg ist immer wieder der Kopf: Er will sich einmischen und Beziehungen und deren Verlauf an sich reißen.

Er legt sein Denken über den tatsächlichen Verlauf der Empfindungen und Bedürfnisse und behauptet dann einfach innerhalb unserer Eigenwahrnehmung, dass seine Gedanken und Erinnerungen alles sind.

Ein Gedanke ist total und absolut nach der inneren Wahrnehmung von Kopf und Denken.

Das ist aber nicht der Fall: Wir haben in uns intuitive Weisheit.

Wir haben kollektive Empfindungen.

Wir haben soziale Muster.

Wir können innerlich aus viel mehr Ressourcen schöpfen, als immer nur auf das reine Denken hören zu müssen.

Und all diese Möglichkeiten in uns sind dazu da, um uns anzuleiten und uns innerhalb Beziehungen eine Richtung zu geben, die richtig und wichtig für uns ist.

In der Regel verzichten wir aber darauf, weil uns der Mut fehlt uns auf mehr einzulassen als auf die eigenen inneren Widerstände oder Zweifel über uns selbst.

Nach einigen Enttäuschungen oder negativen Erfahrungen haben wir nicht mehr den Mut uns so zu zeigen, wie wir wirklich sind.

Über die Muster der Liebe kann man lernen wieder mehr zu vertrauen, weil sie der natürliche Fluss in uns selbst – sowie zwischen uns und unserem Partner sind.

Die Muster der Liebe fließen und gestalten ganz natürlich und sinnvoll – ganz egal, ob das unseren akuten Stimmungen und der Eigenwahrnehmung gerade passt oder nicht.

Sie sind die Bahnen der Weisheit, die Liebe und Beziehungen unabhängig von unseren eigenen inneren Widerständen gegenüber dem Leben gestalten.

Sie fragen uns nicht, sie fließen, sie bewegen – und vor allem bewegen sie uns selbst auf allen Ebenen des Lebens.

Und zwar in die Richtung, die entscheidend für die wahre Qualität unserer Liebesbeziehungen ist.

  • Ein großes Problem in der Liebe ist der Kopf: Er will Vorstellungen von Beziehungen an sich reißen und dominieren.
  • Der Verstand hat die Vorstellung, dass Gedanken absolut sind.
  • Menschen verfügen zusätzlich über Intuition, kollektive Erinnerungen, soziale Muster, die helfen Beziehungen zu formen und zu gestalten.
  • Muster der Liebe können helfen diese Ressourcen in die eigene Beziehung zu bringen, um sie gesünder und vertrauensvoller zu machen.

Tipp: Der Kopf will die Wahrnehmung von Beziehungen an sich reißen und seine Erinnerungen und Vorstellungen über sie legen. Es ist wichtig auf die etwas stilleren und Einflüsse in Beziehungen zu achten: Intuition, stille Zuversicht, Vertrauen in sich selbst!

Mehr emotionales Geschick für bessere Beziehungen 

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Frage: Warum kommen dann in deinen Büchern Techniken und Methoden vor, wenn in der Liebe alles ein Fluss von unabhängigen emotionalen Mustern ist?

Gerade in Büchern, wie Gebrauchsanleitung Mann oder Einen Mann abwerben, beschreibst du emotionale Muster als Methoden.

Ist das nicht ein Widerspruch?

Was haben die von dir beschriebenen Methoden mit Vertrauen zu tun – sind sie nicht das Gegenteil davon?

Thomas Lojek: Technik bedeutet nicht, dass man nicht im Fluss sein kann, mit dem, was uns an innerer Weisheit zur Verfügung steht.

Ein Maler muss Techniken lernen oder sie für seine eigene Kunst ganz neu erfinden. Ansonsten bleibt sein Werk auf dem Niveau von kindlichem Gekritzel.

Die große Kunst liegt später – ganz ähnlich wie in Beziehungen – in dem Wechsel von Nähe und Distanz, aus dem Eintauchen und Auftauchen, auf dem Anwenden und sich frei machen.

In Kunst und Liebe müssen sich Intuition mit Wissen und mit Geschick verbinden – dann werden sowohl Werk als auch Erfahrung vollständig.

Über die Muster der Liebe können wir Liebe und Beziehungen ganz ähnlich erleben:

Sowohl als Werk, das wir gestalten und verändern können – aber auch als Erfahrung, die uns geschieht und die wir leben.

Darin liegt dann eine gewisse Schönheit: Liebe „passiert“ nicht nur einfach, sondern wir empfinden sie als innere Gewissheit, dass sie einen Grund hat.

Sie entspringt auf diese Weise unserem Handeln ebenso wie unseren Empfindungen.

Handeln – oder Methode – fallen zusammen mit den tatsächlichen Empfindungen.

Es ist eine besondere Erfahrung, wenn man an sich selbst bemerkt, dass man sowohl emotional geschickter agiert – aber eben dadurch auch offener und direkter empfindet, weil man auf diese Weise Kommunikation, Leben und Verhalten viel ansprechender und umfassender teilen kann als früher.

Als Prozess eines eigenen inneren und äußeren Fortschritts durchdringt die Verbindung von Handlung und Empfindung dann harmonisch immer mehr das, was wir wirklich sind und wie wir wirklich sind – als Mensch und Person.

Wissen, Methode und Empfindungen ergänzen uns darüber innerlich und äußerlich:

Innerlich in Form von Vertrauen, Gefühl und Zuversicht.

Äußerlich in Form eines Partners, der dann durch eine Beziehung mit uns kooperiert, uns ergänzt und darüber an uns persönlich interessiert ist.

Die Erfahrung der Liebe und der Partner selbst sind dann der Spiegel von dem, was wir sind und auch ganz bewusst sein wollen.

Über die Muster der Liebe stellen wir diese Zustände her.

Bewusst oder unbewusst.

Wenn man sie bewusster herstellen kann, bewegt man sich anders auf dem Feld der Liebe.

Man bewegt sich anders als die Menschen, die durch Beziehungen immer nur den Eindruck haben, dass ihnen alles irgendwie „passiert“ oder „zustößt“ – allerdings ohne zu erkennen, warum das der Fall ist.

Es ist ein bisschen Vorsprung durch das Zusammenspiel von Wissen, Erfahrung und der Bereitschaft sich zu verändern und einzubringen – statt nur zu warten, zu hoffen oder zu durchleiden in der Liebe.

  • Emotional geschicktes Verhalten und Muster der Liebe ergänzen sich.
  • Die Verbindung von Verhalten und Empfindung liefert tieferen Sinn in der Liebe.
  • Eine Beziehung und der Partner sind der Spiegel von dem, was wir wirklich sind!
  • Muster der Liebe helfen sich in Beziehungen bewusster zu bewegen und zu entwickeln.

Tipp: Die Bereitschaft emotionales Geschick aktiv zu lernen, bringt mehr innere Zuversicht in Beziehungen, weil sich dann Handlung und Empfindung verbinden können, um lebendige Verbindungen zu schaffen, die sowohl gestaltet als auch erlebt werden können.

Persönliche Bedürfnisse und übergeordneter Sinn in der Liebe

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Frage: Aber welche Rolle spielen denn nun genau Techniken und Methoden der Liebe in diesem Gesamtbild?

Sind Methoden entscheidend?

Oder sind sie nur Ergänzung?

Thomas Lojek: Die erste Ebene der Liebe ist immer das, was ich Repertoire nenne – oder Methoden/Technik, wenn man so will.

Im Grunde geht es dabei um Geschick.

Emotionales Geschick in einer entwickelten emotionalen Intelligenz, über die man das persönliche Leben und das Miteinander aktiv gestaltet.

Repertoire in Form von emotional ansprechendem Verhalten ist das emotionale Rüstzeug, das man im Leben mit sich trägt, um Liebe, Beziehungen oder den Umgang mit Menschen ganz allgemein zu gestalten.

Emotionales und persönliches Geschick in Beziehung sind immer gut.

Man versteht mehr von Leben, man traut sich mehr, man traut sich selbst mehr zu und auch der Beziehung, die man führt.

Diese Dinge kann man lernen.

Es geht darum zu lernen: “Was kannst du tun? Wie korrespondiert zum Beispiel dein Verhalten als Frau mit den Gefühlen, die du darüber  in den Männern erzeugst? Oder als Mann: Welches Verhalten erzeugt welche Reaktionn und Gefühle in der Frau?”

Wie erkennt, erlebt und verbessert man die eigene persönliche Wechselwirkung mit anderen Menschen? 

Das ist die Grundfrage von Repertoire.

Die zweite Ebene sind dann eben die Muster der Liebe. In ihnen geht es um ein generelles Verständnis davon, was Liebe eigentlich ist. Wie sie uns anleitet als ein inneres und ein äußeres Spiegelbild von uns im Leben. Wir erleben in Beziehungen genau das, was wir innerlich sind.

Unsere Bahnen suchen die Bahnen des Anderen, um sich zu verbinden und zu ergänzen. Manche Menschen wollen sich in Konflikt und Drama ergänzen. Manche in Kooperation und Unterstützung. Manche in Harmonie, Geduld und Verständnis. Andere in Unterschiedlichkeiten und Gegensätzen.

Die äußeren Erlebensweisen unserer Liebesbeziehungen sind ganz unterschiedlich und abhängig von dem, was wir innerlich suchen. Man darf das erst einmal nicht werten – die persönlichen Verläufe der Liebe sind, wie sie sind. Aber man sollte nach und  nach verstehen lernen, wie sich die persönlichen Bedürfnisse besser in die universellen Muster der Liebe einfügen, denn in der Liebe steckt neben den direkten persönlichen Bedürfnissen auch immer ein übergeordneter Sinn.

Diese Verbindung aus den direkten persönlichen Bedürfnissen mit dem übergeordneten Sinn einer Liebesbeziehung formt letztendlich das, was wir in unseren Beziehungen erleben – und auch erleben wollen. Es ist wichtig zu verstehen, dass wir in unserer Liebe erleben, was wir innerlich an Beziehungserwartungen nach außen hin formen. Menschen formen Beziehungen von innen nach außen.

Viele Menschen erleben deswegen schwierige oder stressige Beziehungen in ihrem äußeren Erleben, weil sie in ihrem Innern genau das an Mustern zusammenbauen. Sie wollen das offiziell nicht, trotzdem sind ihre inneren Bahnen und Muster auf genau das ausgerichtet. Sie erleben dann, in ihrer äußeren Beziehung, was sie unbewusst innerlich bestellt haben.

  • Die erste Ebene der Liebe ist Repertoire: Verhalten und emotionales Geschick.
  • Die zweite Ebene sind die Muster der Liebe: Universelle Beziehungsmuster.
  • Die Verbindung daraus formt unsere persönlichen Erfahrungen der Liebe.
  • Wir erleben darüber in Beziehungen, was wir unbewusst als Erfahrung erwarten oder „bestellen!“

Tipp: Gesunde Beziehungen entstehen aus Repertoire (aktive Gestaltung) in Verbindung aus universellen Mustern (Vertrauen). Achte auf eine Balance aus Handlungen und Vertrauen in deinen Beziehungen. Achte auf eine gesunde Verbindung von Gestalten und Loslassen.

Unsicherheit über den eigenen Wert erzeugt unsichere Beziehungen

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Frage: Kannst du ein konkretes Beispiel für diesen Zusammenhang geben?

Thomas Lojek: Unsicherheit über den eigenen Wert wird zum Beispiel immer in Eifersucht, in Streitigkeiten oder in komplizierte Wechsel aus Nähe und Distanz münden.

Ein unsicherer Mensch wünscht sich natürlich eine äußere stabile und sichere Beziehung – formt aber innerlich eine andere Erwartung, die sich darüber in seine äußere Ebene in Form von Repertoire drängt.

Er entwickelt unbewusst ein negatives oder unsicheres Repertoire in seinen Verhaltensweisen, das seinem Gegenüber immer wieder vermittelt: „Ich bin unsicher! Tu etwas dagegen! Oder bestätige mir meine Unsicherheit!“

In beiden Varianten seiner emotionalen Erwartungshaltung geschieht nichts anderes, als dass sich die innere Unsicherheit nie innerhalb der äußeren Beziehung auflösen kann und sich deswegen in unterschiedlichen Formen immer wieder selbst bestätigt. Weil sie innerlich verankert ist.

Ein unsicherer Mensch erschafft anfällige und unsichere Beziehungen.

Sein Repertoire ist begrenzt auf die Vermeidung von Unsicherheiten oder auf die Bestätigung von Unsicherheiten – selbst dann, wenn er das an sich selbst gar nicht bemerkt.

Die universellen Muster der Liebe tragen dann in ihrem natürlichen Verlauf nur die Situationen heran, die er auf diese Weise immer wieder erlebt, weil die inneren und die äußeren Muster kooperieren und genau diese Erfahrung auf die eine oder andere Weise immer wieder herstellen.

Die einfache Logik hinter diesem Prinzip:

Verhalten erzeugt Empfindung und die Empfindung erzeugt das Verhalten.

Auf diese Weise formen innere persönliche Muster die erlebten äußeren Muster und verbinden sich in den negativen Erfahrungen durch Liebesbeziehungen auf eine nicht-korrespondierende Weise mit den universellen Mustern der Liebe.

Die Muster der Liebe liefern nur, was wir innerlich erwarten.

Wir leben auf diese Weise in unserem äußeren Erleben an unseren eigenen tatsächlichen Bedürfnissen vorbei – weil wir innerlich genau diese Abweichung erwarten.

Wir erfahren dadurch in Beziehungen genau das, was wir uns offiziell nicht wünschen – aber eben genau das erleben, weil wir innerlich darauf getrimmt sind, genau das herzustellen.

  • Unsicherheit über den eigenen Wert formt unsichere und anfällige Beziehungen.
  • Repertoire ist durch innere Unsicherheit begrenzt auf Vermeidung oder Bestätigung der empfundenen Unsicherheit.
  • Unsichere Menschen erfahren darüber in Beziehungen genau das, was sie eigentlich vermeiden wollen.

Tipp: Wenn du Unsicherheiten über deinen eigenen Wert oder deine eigene Liebesfähigkeiten empfindest, dann frage dich einmal ehrlich, in welchen Verhaltensweisen oder Beziehungserfahrungen sich diese Empfindungen immer wieder zeigen oder sie regelmäßig widerspiegeln.

Der Mut sich auszuprobieren und Beziehungen aktiv zu leben

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Frage: Kann man aus seinen persönlichen Beziehungsmustern ausbrechen und darüber wichtige Veränderungen in der Liebe herstellen?

Thomas Lojek: Es gibt einen einfachen Umkehrschluss zu dem, was ich gerade erklärt habe:

Wenn wir herstellen, was wir innerlich anstreben, warum dann nicht einfach mal mutig sein und auszuprobieren, was darüber alles möglich ist?

Warum nicht bevorzugt mit positivem Repertoire arbeiten, um positive Muster und Erfahrungen herzustellen, statt in unserem Beziehungsleben ständig alte Muster oder Überzeugungen aus negativen vergangenen Erfahrungen zu verteidigen?

Warum nicht viel öfter mal aktiv darauf achten, wie die Muster der Liebe zwischen uns allen verlaufen und bewusst mehr darüber lernen, wie deren Verlauf mit unserem Leben und unseren eigenen Bedürfnisse korrespondiert?

Warum nicht einfach mal etwas mehr Vertrauen wagen, wenn man erkannt hat, dass in der Liebe immer eine persönliche Weisheit liegt, die eigene Entwicklung fördern will – auch wenn wir diese nicht immer sofort erkennen?

Es geht um Forscherarbeit in der Liebe und für die Liebe.

Es geht um den Mut und um die Lust zu lernen und niemals stehen zu bleiben.

Liebe kann Antrieb sein.

Aber dazu muss man den Mut haben sich zu bewegen und fähig zu sein die richtigen Fragen zu stellen.

Es muss in jeder Entwicklung auch immer darum gehen Komfortzonen zu verlassen.

Negative Erinnerungen sind Komfortzonen.

Man hat vielleicht nicht das, was man innerlich wirklich will – aber zumindest hat man die Gemütlichkeit, dass man sich nicht allzuviel emotional oder persönlich bewegen muss, denn die negative Erinnerung lullt dann sehr schmeichlerisch ein: „Tu das einfach nicht. Bleib hier. Es tut zwar weh und isoliert dich, aber wenigstens ist es kein Risiko wieder in die Dornen zu fassen und sich fragen zu müssen: „Wozu das alles??“.

Die letztendlich echte Antwort auf „Wozu das alles?“ in unseren Beziehungen ergibt sich aus dem Mut diesen Weg zu gehen.

Sich auszuprobieren.

Repertoire zu entwickeln und einzubringen.

Den Mut sich selbst sagen zu können, dass man Wert hat.

Und diesen Wert auch im Umgang mit anderen Menschen zu entdecken oder zu verteidigen.

Später immer mehr in dem Mut zu vertrauen, dass diese Bahnen, mit denen unsere Beziehungen unterlegt sind, richtig und wichtig sind.

Im Kern geht es darum den Weg zu mehr Vertrauen ständig neu zu gehen und für diesen Weg braucht es den Mut den ersten Schritt zu machen.

Es braucht den Mut sich nach Rückschlägen oder Enttäuschungen aufzurappeln und weiter zu gehen.

Es braucht den Mut sich immer wieder aus dem eigenen Schneckenhäuschen zu wagen und den Anderen zu fragen:

„Hallo… bist du da?“

Wenn wir darüber ein Lächeln und ein Ja bekommen, dann lohnt sich das.

Es lohnt sich immer wieder.

Es muss gar nicht immer so viel sein: In kleinen Schritten vorwärts und den Weg der Liebe Stück für Stück, Muster für Muster, Gefühl für Gefühl einfach zurücklegen.

Ein Lächeln und ein „Ja, ich bin da…“ werden dich begleiten.

Tipp: Einfach mal mutig sein!

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