Gibt es noch wahre und aufrichtige Ehre zwischen Mann und Frau?

Kannst (solltest) du in der Liebe überhaupt noch vertrauen?

Sind Vertrauen, Treue und Ehre heute noch wichtig? Oder ist eher alles relativ?

Das Gefühl von Ehre: So findest du wieder Sinn und Bedeutung in deinen eigenen Gefühlen und in der Liebe!

Autor Thomas Lojek mit Partnerin

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Was hat Ehre mit Liebe zu tun?

Einer meiner besonders stark frequentierten Artikel handelt vom Ehren-Kodex der Männer und wie er sich auf deren Verhalten innerhalb von Beziehungen auswirkt.

Das Wissen um den emotionalen Ehrenkodex der Männer ist elementar, denn das Gefühl von Ehre und Aufrichtigkeit, ist äußerst vielschichtig und bedeutungsvoll in den Empfindungen der Männer angelegt.

Der Ehrenkodex eines Mannes entscheidet, wie bedeutsam eine Beziehung (für ihn) wird und welche Gefühle er gegenüber einer Frau empfinden kann und will.

Ohne ein Grundgefühl von Ehre und Bewunderung kann kein Mann wirklich Liebe für eine Frau empfinden.

Natürlich gilt das umgekehrt ebenso für die Empfindungswelt der Frauen.

Ohne wirklich zu einem Mann “aufschauen” zu können, weil er in seinem Herzen das Grundgefühl von Ehre, Aufrichtigkeit und Treue gegenüber ihr und seiner Familie trägt und sie ihn als dazu bereit erlebt, dass er für sie große Entbehrungen und Anstrengungen auf sich nehmen kann, wird eine Frau ganz sicher keine besondere Liebe für diesen Mann empfinden können – zumindest nicht dauerhaft.

Und das ist auch gut und richtig so.

Denn in der Liebe geht es um ein bisschen mehr als nur um einen Rausch der Gefühle und Schmetterlinge im Bauch.

Welche Bedeutung haben Freiheit, Werte, Sinn in der Liebe?

Die letzten Jahrzehnte haben der Liebe zwischen Mann und Frau viele Freiheiten gebracht, aber auch zu Verzerrungen der Wahrnehmung zwischen Mann und Frau geführt.

Heute steht in der Liebe alles im Zeichen der Selbstentfaltung, Selbsterfahrung, Genuss, Wohlergehen, Aufregung und Spannung.

Die meisten Menschen suchen eine widersprüchliche Synthese aus persönlicher Sicherheit kombiniert mit einem möglichst spannenden Rausch der Gefühle.

Dass jedoch noch ganz andere – durchaus auch mal unbequeme Aspekte – in der Liebe eine wesentliche Rolle spielen, ist darüber eher in den Hintergrund getreten.

In der Liebe verhandeln wir (Mann und Frau) auch immer das, was richtig und wichtig ist – für uns, für unser Leben, für die Menschen um uns herum, für eine gemeinsame Familie und damit unbewusst auch darüber, was wir später als Gesellschaft insgesamt haben und erwarten wollen.

Aus diesem Grund müssen innerhalb der Liebe Werte ausgehandelt, geprüft, verhandelt und regelmäßig einem Testfall unterzogen werden.

Das ist nicht immer bequem – aber elementar.

Doch ohne diese “Verhandlungen” in Beziehungen gibt es keine Liebe.

Jedenfalls nicht auf Dauer und in Dimensionen, die über das rauschhafte und verklärte Empfinden der ersten verliebten Monate hinausgehen können.

Auch wenn es widersprüchlich klingt: Gerade der anstrengende Teil der Liebe bringt über die Zeit besondere Tiefe, Sinn und Bedeutsamkeit in unsere Beziehungen.

Warum Ehre ein elementarer Baustein der Liebe ist

Der Begriff “Ehre” ist heute sehr oft reflexhaft mit “Blut und Boden”-Ideologie besetzt, oder mit Ehrenmorden, Machos und stumpfen Prügeleien um eigentlich völlig blödsinnige Anlässe.

Dieses verzerrte Image von Ehre schadet anderen Aspekten in unseren Empfindungen und darüber später genau den Momenten, in denen die Empfindung von Ehre und die Achtung von Ehre durchaus wichtig sein können.

Ehre und deren Empfindung – vor allen in Beziehungen, Familie oder zwischen Partnern – ist ein ganz elementarer Baustein, um gesunde und dauerhafte Beziehung aufzubauen, die fähig sind, wesentliche Krisen durchzustehen, Zusammenhalt zu fördern und Sinn zu geben.

Einfach nur auf persönliche Selbstverwirklichung, aufregende Gefühle und Erwartungen von Glück zu setzen, ist zu wenig: Liebe muss auch nach unten wachsen, in den steinigen Boden aus Werten, Wertgefühlen und einer unverhandelbaren Verbundenheit – und nicht nur der (oft eher eingebildeten als tatsächlichen) Sonne aus Gefühlen, Stimmungen und der Erwartung einer möglichst ungetrübten Glückseligkeit entgegen.

Um diesen Schwierigkeiten der Liebe und den Gefahren des Lebens als ein Paar in Übereinkunft und Vertrauen entgegen zu treten, braucht es Ehre.

Das gilt auch dann, wenn wir heute etwas Schwierigkeiten mit dem Begriff “Ehre” haben.

Dennoch: In seiner tieferen Bedeutung kann das Gefühl von Ehre niemals veraltet oder überholt sein – und darf auch nicht sein.

Denn im Gefühl von Ehre – und in all seinen Formen, von dem grundlegenden liebevollen Respekt gegenüber sich selbst, über die aufrichtige Hingabe an eine Familie bis hin zu einem unerschütterlichen Bekenntnis an einem Partner: “Ich liebe dich – bedingungslos und in jeder Konsequenz!”, liegt eine wichtige zeitlose Wahrheit verborgen: Die Fähigkeit Wert weiter zu geben an das, was den Partnern persönlich und natürlich auch gemeinsam als Paar wirklich wichtig ist.

Was einen richtigen Mann ausmacht (und die Frau an seiner Seite)!

Was bedeutet das ganz konkret für das Verhältnis von Mann und Frau?

Um es einmal offen zu sagen:

Ein Mann, der nicht aufsteht, wenn die Ehre und das Wohlergehen seiner Frau bedroht werden, ist nicht das Papier wert, auf dem die Heiratsurkunde ausgestellt wurde.

Denn ein Mann, der nicht für seine Frau aufsteht, nimmt es in der Regel auch nicht so genau mit anderen Werten, die im Leben von Bedeutung sind: Aufrichtigkeit, Liebe, Treue, Hingabe, Ehrlichkeit, Vertrauen, Familie, Freundschaft.

Wer den Wert der Frau an seiner Seite relativiert, wird auch andere wesentliche Werte des Lebens relativieren.

Was willst du mit einem solchen Mann?

Egal, wie attraktiv, elegant, geschickt oder wohlhabend er ist – in den entscheidenden Momenten jenseits von Eleganz und Attraktivität (und gerade dann, wenn das Leben bissig und schwierig wird) – läufst du dann immer Gefahr, dass dich ein solcher Mann alleine lässt.

In dem Falle hast du dein Leben einzig und allein an eine Hülle gehangen, an einen Traum ohne Wahrheit – und das können auch besondere Attraktivität und ein intensiver erster Rausch der Gefühle niemals aufwiegen.

Natürlich gilt das umgekehrt auch für die Frauen, die du als Mann für deine Seite auswählst:

Wenn es hart auf hart kommt – bleibt diese Frau unbeugsam und vertrauensvoll an deiner Seite?

Diese Frage werden dir nicht ihr Aussehen oder 90-60-90 beantworten, denn “vorzeigen” heißt nicht zwangsläufig “durchhalten” in der Liebe – doch daran wird sich die Qualität deiner Beziehung immer messen müssen.

Am Ende, und egal, ob wir hier von Mann oder Frau sprechen: Das Gefühl Ehre bringt eine besondere Dimension in die Liebe – die Tiefe und die Stärke, die es braucht, um ein Band jenseits von Attraktivität und emotionaler Aufregung zu knüpfen.

Ehre hat also wirklich nichts mit Macho-Attitüde zu tun.

Sondern eher mit gelebter Opferbereitschaft, Mut und der wichtigen Übereinkunft eines Paars in gemeinsame Werte und dann darin die Existenz des Partners an der eigenen Seite als unersetzlich zu empfinden und nie verhandelbar zu machen.

Ohne dieses Grundgefühl von Ehre ist keine Liebe möglich.

Gibt es Ehre zwischen Mann und Frau?

Wie steht es also um die im Titel gestellte Frage: “Gibt es Ehre zwischen Mann und Frau?”

Ich würde sagen, dass das eine persönliche Entscheidungssache ist: Jeder Einzelne entscheidet am Ende immer selbst darüber, was zwischen ihm und seinem Partner geschieht und was er in der gemeinsamen Schnittmenge einer Liebesbeziehung zulässt und was nicht.

Tendenziell wäre es sehr einfach jetzt die kulturpessimistische Karte zu spielen – und selbst wenn es aus meiner Sicht zutrifft, dass in dem Gefühl von Ehre und aufrichtiger Loyalität in den letzten Jahren vieles den Bach herunter gegangen ist zwischen Mann und Frau – ich halte das an dieser Stelle für nicht richtig. 

Im Wesentlichen finde ich: Die Entscheidung zum Gefühl von Ehre in deinem Leben und in deiner Beziehung ist “persönlicher Boden”!

Du – und wirklich nur du allein – entscheidest durch dein Verhalten in deiner Beziehung und innerhalb deiner Umwelt, was du zulässt und was nicht – und auch darüber, ob es das Gefühl von Ehre zwischen Mann und Frau in deinem Leben gibt oder nicht.

Wenn dein Partner deine Werte und Erwartungen nicht teilen will – dann ist er eben nicht der richtige Mann, bzw. sie ist dann nicht die richtige Frau für dich.

Auch das ist Teil des Gefühls Ehre zu haben und Ehre zu empfinden – hin und wieder hat sie bittere oder schmerzliche Konsequenzen.

Doch am Ende ist ein Leben ohne Ehre auf jeden Fall noch bitterer und schmerzlicher, weil du in einem solchen Leben immer nur dich selbst verrätst und deine innerste Wahrheit über das, was du wirklich willst.

Deswegen möchte ich mich hier gar nicht über den “Verfall von Moral und Sitte” auslassen, sondern daran erinnern, dass jeder selbst dafür verantwortlich ist, was in seinen Beziehungen stattfindet.

Denn Liebe ist Eigenverantwortung, die geteilt wird.

Wenn du unzufrieden bist mit dem Zustand von Moral und Ehre zwischen Mann und Frau, musst d u das vorleben, was du für dich für richtig hältst.

Du wirst deine eigene Beziehung nicht in Ordnung bringen, indem du dich darüber beschwerst, was deine Nachbarn alles falsch machen.

Es fängt immer bei dir an.

Wenn du Ehre in deiner Beziehung willst, dann musst du Ehre vorleben.

Du machst die Werte, Normen und Bedingungen deines Lebens – dein Partner teilt dann diese mit dir oder verhandelt zumindest darüber mit dir in eurer gemeinsamen Beziehung.

Geschieht das in Liebe und Respekt (auch dann, wenn es schwierig wird) hast das, was du erwartest (und erwarten kannst). Wenn nicht, dann ziehst du daraus die Konsequenzen.

Ehre ist auch die erwachsene Verantwortung genau das vorzuleben, was du willst.

Am besten fängst du genau damit an.

Das wird sofort die Stimmung in dir selbst und um dich herum verändern:

Denn Ehre folgt immer den Menschen, die bereit sind, sie vorzuleben.

Das ist das ganze Geheimnis.

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