Pattern Psychologie – Dein wahres Lebensglück finden

So wirst du glücklich und zuversichtlich in Leben und Beziehungen!

Autor Thomas Lojek und Partnerin

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Einführung in die Pattern Psychologie

Vorwort

Ich stelle hier eine Methodik vor, mit der du dir dein ganz persönliches Lebensglück erarbeiten und dauerhaft bewahren kannst.

Die Betonung liegt dabei auf „erarbeiten“ – denn Glück wird nicht verschenkt, noch passiert es einfach so: Wahres Glück ist immer mit den Fleißigen und Mutigen.

Was du hier in diesem Kapitel findest, muss du  t u n;  du musst es anwenden und ausprobieren.

Deswegen meine Empfehlung: Die hier vorgestellten Prinzipien und Übungen einfach mal ausprobieren!

Testen, ausprobieren, damit arbeiten.

Die Prinzipien der Pattern Psychologie sind pragmatischer Natur – sie sind gemacht, um sie aktiv zu leben.

Fangen wir deswegen am besten ohne große Vorrede damit an! 

Pattern Psychologie: Das Timeline Prinzip

Beginne deinen Einstieg in die Pattern Psychologie mit dieser Übung:

Das Timeline Prinzip

  1. Zeichne eine Linie, die den Verlauf deines Lebens repräsentiert: Das ist deine Timeline. Teile diese Linie in Abschnitte auf, die bestimmte Entwicklungen und Erfahrungen in deinem Leben kennzeichnen: glücklich, unglücklich, neutral. Das sind die Phasen deines Lebens.

 

  1. Konzentriere dich auf die Phasen, die du als glücklich und erfüllt erlebt hast. Was hast du in diesen Phasen getan? Konzentriere dich ausschließlich auf dein Verhalten. Es geht nur darum, was du tust oder getan hast. Nur Verhalten zählt. Alle Verhaltensweisen in den glücklichen und erfüllten Phasen deines Lebens sind Integrative Pattern.

 

  1. Erstelle eine Liste mit den Handlungen und Aktivitäten aus den glücklichen Phasen deines Lebens. Erstelle diese so genau und so umfangreich wie möglich. Liste alle Einzelheiten, Details, Kleinigkeiten auf, was du genau getan und wie du dich verhalten hast. Rekapituliere so vollständig wie möglich dein Tun, deine Gewohnheiten und Aktivitäten in den Zeiten, in denen du glücklich warst.

 

  1. Die glücklichen Phasen deines Lebens sind der Code. Der Code durchzieht dein Leben wie eine DNS, wie ein Puzzle. Eine der wesentlichen Aufgaben in deinem Leben ist es, dieses Puzzle zu erkennen, zusammenzusetzen und dann durch Verhalten aktiv zu leben. Die glücklichen Zeiten deines Lebens repräsentieren den verborgenen Code deines Lebens, weil du in ihnen genau das tust, was dich ausmacht. In diesen Phasen ist dein Tun, sind deine Aktivitäten verbunden mit dem, was in dir als Vorstellung eines erfüllten Lebens angelegt ist. Die glücklichen Phasen deines Lebens repräsentieren Verhalten, das in dein Lebensgefühl integriert ist. Diese Zeiten sind „glücklich“, weil in ihnen Tun und Lebensgefühl eine Einheit bilden (Integrative Lebensweise).

 

  1. Um dem Code deines Lebens möglichst nahe zu kommen, ist es notwendig, deine Handlungen und Aktivitäten von Umständen, Vorstellungen, Gefühlen und Menschen/Beziehungen zu trennen und das reine Verhalten dahinter zu erkennen: Verhalten lässt sich reproduzieren. Das ist der Schlüssel. Die Anforderung des Lebens liegt darin, Glück und Erfüllung unabhängig von Umständen und Beziehungen herstellen zu können.

 

  1. Erstelle nach und nach einen möglichst genauen Katalog deiner persönlichen Integrative Pattern. Je besser du deine eigenen Integrative Pattern kennst und je genauer deine Liste aus diesen Verhaltensmustern wird, desto breiter wird deine persönliche Auswahl an Verhaltensweisen, die dazu führen, dass du dein Leben aktiv gestaltest – und zwar so, wie es in dir angelegt ist und nicht so, wie es dir Umstände oder Situationen scheinbar auferlegen.

 

  1. Hole die Integrative Pattern aus deiner Liste immer wieder in deine persönliche Gegenwart. Reaktiviere sie, wende sie an, pflege sie, entdecke sie neu – aber vor allem tu es. Man muss Glück tun, nicht erwarten. Manche Pattern musst du vielleicht anpassen, abwandeln, ergänzen oder verändern – aber versuche den Kern dieser Aktivitäten oder Handlungen zu pflegen und immer wieder im Jetzt anzuwenden.

Du musst das für dich Richtige tun,

um im Leben das für dich Richtige zu erleben.

Verhalten ist der Schlüssel.

Du kannst ein glückliches Leben nur leben.

Du kannst es nicht herbeidenken, fühlen, erwarten, erhoffen.

Du musst es tun.

Dein Verhalten ist dein Leben. Nichts anderes.

Und deswegen solltest du nach den Verhaltensweisen (Pattern) suchen, die dein Leben stärken, voranbringen und erfüllen – du musst sie identifizieren, bewahren und dann immer wieder anwenden.

Aber vor allem: Du musst sie tun.

Bedingungen für Pattern

Wesentliche Verhaltensmuster (Pattern) müssen…

  1. erkennbar
  2. isolierbar
  3. reproduzierbar

sein.

Das sind die drei wesentlichen Kernmerkmale, an denen du erkennen kannst, ob du es mit einem relevanten Verhaltensmuster zu tun hast, das du anwenden und dadurch aktiv in das Repertoire deiner persönlichen Lebensführung aufnehmen kannst.

Was bedeuten diese Bedingungen genau?

Die Prinzipien von Pattern näher aufgeschlüsselt und genauer erklärt:

 

  1. Erkennbar: Du musst das Verhalten deutlich als wiederkehrendes Muster erkennen können.

 

Beispiel: Ein Lotto-Gewinn erzeugt ganz sicher ein unvergessliches Erlebnis – es ist aber kein Muster, sondern ein einmaliges Ereignis, das sich zufällig und außerhalb deines persönlichen Einflussbereichs ergibt.

 

  1. Isolierbar: Du musst die Aktivität als Verhalten unabhängig von Personen, Beziehungen, Umständen und deinen Gefühlen und Gedanken trennen können. Das Verhalten kann durchaus in Beziehungen, an bestimmten Orten oder unter besonderen Umständen stattfinden – aber es darf davon nicht abhängig sein.

 

Beispiel: Fußball spielen kannst du mit einer Gruppe von Freunden in einem Turnier oder einfach nur so zur Freude mit deinem Sohn im Garten.

Beide Situationen sind an unterschiedliche Bedingungen, Orte, Motivationen und Beziehungen geknüpft – aber entscheidend ist nur, dass du es tust.

Dein Tun „Fußballspielen“ ist in diesem Fall als das konstante Element in veränderlichen Situationen und Beziehungen erkennbar, isolierbar und anwendbar.

Fußballspielen ist in dem Fall das Muster – und nicht die Bedingungen unter denen es angewendet wird.

 

  1. Reproduzierbar: Du musst das Muster durch Verhalten in der Gegenwart herstellen können.

 

Beispiel: Du warst früher einmal der beste Fußballspieler der Welt. Nach dem Ende deiner Karriere hast du zwei Möglichkeiten: Du kannst dieser Erfahrung jahrelang hinterher trauern und unzufrieden an einem Leben leiden, in dem du nicht mehr die Nummer 1 auf den größten Sportplätzen der Welt bist.

Oder du spielst weiter regelmäßig unter anderen Bedingungen und zu anderen Anlässen Fußball, weil es dir Freude macht, Fußball zu spielen.

Der Kontext „Ruhm und Geld als bester Spieler der Welt“ lässt sich nicht beliebig reproduzieren – die Handlung Fußballspielen dagegen sehr wohl.

Wenn dir Fußball ohne den Ruhm, das Geld und die öffentliche Aufmerksamkeit keinen Spaß macht, dann ist nicht der Fußball dein Muster, sondern das Verlangen nach Ruhm, Geld und Ansehen. Es ist wichtig diesen Unterschied zu erkennen.

Oft vergeuden Menschen große Teile ihres Lebens, in dem sie Erinnerungen oder Hoffnungen hinterher rennen, die nicht beliebig reproduzierbar sind – und sie verpassen darüber, tatsächlich zu leben oder das zu tun was ihnen eigentlich am Herzen liegt.

Dein persönliches Lebensglück musst du als Verhalten jeden Tag aktiv in der Gegenwart leben und bewahren – ansonsten verpasst du dein Leben zwischen den Erinnerungen an ein ewiges Gestern oder in den Hoffnungen auf ein ewiges Morgen.

Der Wechsel von Glück und Unglück ist ein Code

Das hier beschriebene Prinzip ist das Gegenteil zu einer passiven Lebensweise, in der immer nur einer vergangene Zeit nachgetrauert wird „Früher war alles besser“, „Damals war ich glücklich!“ oder in der auf eine Zukunft gehofft wird, die sich niemals einstellt: „Wenn… dann… werde ich endlich glücklich sein“.

Der Wechsel von Glück und Unglück in deinem Leben ist eine Art Code, eine Anleitung, zu erkennen, was in deinem Leben funktioniert und was nicht.

Es liegt an dir, diesen Code zu erkennen und dann die Ärmel hoch zu krempeln, um zu tun, was notwendig ist, um dein Leben so zu führen und zu gestalten, wie es sein sollte.

Die Verantwortung darin liegt bei dir – nicht in Umständen, anderen Menschen oder der Hoffnung auf ein zufälliges Glück.

Verhalten ist dein konstanter Einflussbereich

In der Existenz des Menschen ist eine unglaubliche Fähigkeit kombiniert mit einer besonderen Anforderung angelegt:

Du bist für dein Leben selbst verantwortlich.

Ohne Einschränkungen.

Ohne Ausflüchte oder Entschuldigungen.

Leben ist nie perfekt und bringt eine Menge Anforderungen, Schwierigkeiten, Rückschläge oder Enttäuschungen mit sich – das wird niemand von uns ändern können.

Aber Verhalten bleibt konstant der Einflussbereich, über den du selbst verfügen kannst.

Eine integrative Lebensweise durch eine beständige Anwendung deiner persönlichen Integrative Pattern innerhalb deines persönlichen Einflussbereiches ermöglicht dir, Glück selbst herzustellen – anhand dessen, was erwiesenermaßen in deinem Leben funktioniert.

Natürlich ist das mehr Eigenverantwortung, mehr Arbeit als auf sein Glück zu warten oder immer die Welt und die Menschen darin für alles verantwortlich zu machen – aber Arbeit und Eigenverantwortung sind das, was Erwachsene und vor allem mündige Menschen in ihrem Leben tun.


“Dont play the blame game! If it comes out hot, it’s on you. If it does not come out hot, it’s on you! That’s all there is to it!” – Dr. Dre


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Desintegrative Pattern und das Prinzip der Erosion

In jedem Prinzip gibt es – wie in jeder guten Geschichte – einen Antagonisten, der dagegen arbeitet.

Im Zusammenhang mit der integrativen Lebensführung kommt dieser Antagonist in Form des Phänomens Erosion ins Spiel.

Ohne den Antagonisten Erosion müsste man im Leben eigentlich nur aus seiner Timeline einige positive Pattern heraussuchen und alles wäre in Ordnung.

Sehr einfach! Doch das ist es nicht.

Im Menschen ist etwas verankert, das gegen die hier beschriebenen Zusammenhänge und Prinzipien arbeitet, um es uns nicht zu einfach zu machen.

Es gilt: Was einfach zu erreichen ist, findet wenig Wertschätzung!

Um uns daran zu erinnern, gibt es im Leben das Phänomen Erosion.

Was macht das Phänomen Erosion mit dir?

Der Begriff Erosion bezeichnet innerhalb der Geologie einen natürlichen Vorgang, in dem Land und Gestein durch Wettereinflüsse, Wind und Meer langsam aber beständig abgetragen und fortlaufend verändert werden.

Das gleiche Prinzip aus der Natur findet sich auch in der menschlichen Psychologie. Leben und Alltag tragen nach und nach Schichten, Eigenschaften oder sogar ganze Fundamente unserer Lebensführung ab oder verändern sie – oft, ohne dass wir es bemerken.

Erosion ist als psychologisches Phänomen in vielen Fällen ein schleichender Prozess.

Du führst dein Leben und den ganz normalen Alltag und irgendwann bemerkst du:

„Das Leben war früher irgendwie anders. Ich war früher anders. Wie kommt es, dass sich alles so verändert hat?“

Oder du hast den Eindruck, irgendetwas verloren zu haben, innerlich und in deinem Lebensgefühl, ohne so genau zu wissen, was es genau ist, das da fehlt.

Es fehlt einfach etwas.

Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass du unglücklich bist, aber wirklich erfüllt bist du auch nicht.

Das macht das Phänomen Erosion mit dir.

Es nimmt dir schleichend inneres Gebiet, sprich:

Erosion nimmt dir Stück für Stück Verhaltensweisen und Muster, die in deinem Leben von elementarer Bedeutung für dich sind und trägt sie schleichend in kleinen unbemerkten Veränderungen ab oder ersetzt sie praktisch unbemerkt durch andere Verhaltensweisen und Gewohnheiten.

Wenn sich das über die Zeit akkumuliert, entsteht in dir irgendwann der Eindruck „Ich bin unglücklich!“.

Oder es stellt sich eine Art betäubter Zustand ein, in dem du beständig das Gefühl hast, dass irgendetwas fehlt in deinem Leben. Wenn sich diese Empfindungen in dir einschleichen, hat Erosion dir inneres Gebiet genommen.

Und es ist eine der grundlegenden Aufgaben im Leben, sich immer wieder verlorenes Gebiet zurück zu holen, um sein Leben nicht an Dinge und Verhaltensweisen zu verlieren, die dir im Grunde nichts bedeuten.

Erosion steht für die Anforderung, sein Lebensglück durch Beständigkeit innerhalb seiner wichtigsten und wertvollsten Verhaltensweisen zu verteidigen.

Oder sich an Alltag und Leben verlorenes Gebiet durch die für dich richtigen Verhaltensweisen zurück zu holen.

Wie holst du dir verlorenes Gebiet zurück?

Wenn du die Übung mit Timeline und Pattern ernst nimmt, dann liegt alles direkt vor dir – dort findest du alles, was du brauchst, um ein Leben zu leben, das zutiefst mit dem verankert ist, was du auch wirklich leben willst.

Der Code gibt dir Anleitung:

  1. Schau in die Zeiten deines Lebens, in denen du glücklich und erfüllt warst; erinnere dich daran, was dich bewegt und begeistert hat; wann und wie hast du dich lebendig, bewegt und vollständig gefühlt!
  2. Schau ganz genau hin, was du getan hast, in allen Details und Einzelheiten.
  3. Dann extrahiere diese Verhaltensweisen aus diesen Abschnitten und Phasen und hole sie dir zurück in deine Gegenwart.
  4. Wende sie wieder an, so wie du sie in den Zeiten angewendet hast, in denen du glücklich und erfüllt warst.

Der Code deines Lebens wartet – du musst ihn nur anwenden.

Schaue in den Kern deines Tuns

Natürlich wird es sehr wahrscheinlich so sein, dass du Anpassungen angehen musst.

Vielleicht fehlen heute Umstände, bestimmte Freunde und viele Bedingungen haben sich geändert, du führst ein anderes Leben und du selbst hast dich verändert.

Aber darum geht es nicht: Schaue in den Kern deines Tuns.

Leite aus dem, was dich in den positiven Phasen deines Lebens glücklich gemacht hat, die Essenz ab, die dich auch heute noch glücklich machen kann.

Dazu muss man sehr oft die Umstände und Beziehungen außen vor lassen und tief in das Phänomen an sich schauen: „Was habe ich eigentlich getan, während ich glücklich war? Und welche Rolle kann dieses Verhalten auch heute noch für mich spielen?“

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Was kannst du aus vergangenem Glück für dein heutiges Glück lernen?

Es geht in diesem Prinzip nicht darum, ein Gestern oder vergangene Zeiten immer wieder zu wiederholen.

Sondern darum zu begreifen, was die Essenz deines persönlichen Glücks ist.

Welche Verhaltensweisen durchweben dein Leben wie ein roter Faden und sind verbunden mit dem, was dich wirklich lebendig macht?

Ein Beispiel: Vielleicht warst du glücklich als du mit 17 Jahren mit deinen Jungs im Keller gejammt und den Traum von einem Leben als Rockstar geträumt hast.

Vielleicht bist du heute Ende 40 und Anwalt und kannst nicht mit langen Haaren und Iron Maiden-T-Shirt zur Arbeit gehen.

Aber du kannst immer noch zur Gitarre greifen.

Der Keller von damals ist weg, die Jungs hast du seit der Schulzeit nicht mehr gesehen, die langen Haare fehlen seit dem Studium und der Traum vom Rockstar ist längst ausgeträumt.

Die Sache mit den langen Haaren, den Jungs und einem Leben als Rockstar ist einfach vorbei.

Aber was noch da ist, ist die Musik. Du musst nur zugreifen, die Gitarre nehmen und spielen.

Wenn es dir in der Erfahrung „Ich bin glücklich!“ um die Musik ging, dann ist Musik dein Pattern und jede Minute mit der Musik wird dein Leben bereichern – Rockstar oder nicht, Jungs in einem Keller oder nicht, 17 oder nicht.

Die Musik ist die Essenz für dich und nicht die Umstände.

Viele Menschen können das nicht unterscheiden, weil sie ihre Vorstellung von Glück ausschließlich mit Umständen, persönlichen Erwartungen oder anderen Menschen verknüpfen. Wenn du darin stehen bleibst, dann verpasst du die Essenz von Glück – das, was dir niemand nehmen kann, unabhängig von allen Umständen und Beziehungen.

Das Leben nimmt uns Dinge und Umstände und oft auch Menschen – oder es zerschlägt bestimmte Erwartungen.

Das ist leider so.

Aber wenn du die Fähigkeit hast, dich an der Essenz deines Tuns zu orientieren, an der Bewusstheit, warum du etwas tust, dann relativiert das die Umstände.

Verlorenes Gebiet zurückerobern: Anwendung und Umsetzung

Einige Anregungen zum Thema:

  • Arbeite mit deiner Timeline: Schaue tief in die Verhaltensweisen deiner glücklichen Lebensphasen: Was hast du getan? Was davon ist heute verlorenes Gebiet für dich? Wie holst du es dir zurück?

 

  • Leite die Essenz deines Tuns ab und überlege dir, wie du dieses Tun erneut in deine Gegenwart integrieren kannst.

 

  • Wenn du Anpassungen und Veränderungen treffen musst: Was ist die Essenz? Und wie passt diese Essenz in dein heutiges Leben?

 

  • Wie bringst du diese Essenz durch konkretes Verhalten wieder in dein Leben, in deinen Alltag? Wie wendest du sie an?

 

  • Leite aus dieser Methodik die Verhaltensweisen ab, die dir helfen, dein Leben glücklich und erfüllt in der Gegenwart zu führen. Erstelle deinen persönlichen Katalog aus Verhaltensweisen, deren aktive Umsetzung dein Lebensglück repräsentieren.

Entscheidend ist auch hier wieder: Verhalten. Du musst es tun.

Nur dein Tun wird darüber entscheiden, ob deine wesentliche Essenz lebendig bleibt und dir ein Leben schenkt, das sich erfüllt und lebenswert anfühlt.

Du musst tun, was da ist, damit es da ist.

Ansonsten verpasst du die Chance „Leben“.

Ohne dich, ohne dein Tun, findet es nicht statt und wird nur eine verpasste Chance oder ein unerfüllter Traum.

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Kontrast bilden: Unglück verstehen und dein Glück finden

Schauen wir jetzt mal in die Abschnitte der unglücklichen Zeiten.

Unglückliche Zeiten im Leben haben ihren Grund.

Sie bauen sich meistens unterschwellig in kleinen Schritten auf, indem wichtige Bausteine im eigenen Verhalten nach und nach verändert abgewandelt oder vergessen werden und münden dann irgendwann in der Erkenntnis: „Ich bin unglücklich!“

Oder sie formen Krisen und Konflikte, die dann offenlegen, was lange nicht ausreichend beachtet wurde.

Es ist wichtig zu erkennen, dass du Unglück TUST!

Auch wenn das zuerst nicht ganz einfach zu durchschauen ist, weil unsere Wahrnehmung gewohnt ist, Unglück als etwas zu interpretieren, das uns geschieht oder das als ein äußerer Zustand über dem eigenen Leben liegt.

Aber die Wahrheit ist: du tust dein Unglück!

Die unglücklichen Phasen deines Lebens sind eine Summe von Verhaltensweisen, die nicht zu dir passen, die nicht deinem Wesen entsprechen oder in denen du wesentliche Werte und Richtungen deines Lebens aufgegeben hast. Das mündet in der Erfahrung „Ich bin unglücklich!“.

Natürlich gibt es Unfälle oder traumatische Zufälle.

Man kann nicht alles kontrollieren im Leben.

Worauf sich die Prinzipien der Pattern Psychologie beziehen, hat mit der eigenen inneren emotionalen Gesundheit und Zuversicht zu tun, mit der man das Leben erleben und bewältigen sollte – nicht mit der Vorstellung, dass man alles kontrollieren kann.

Desintegrative Pattern: Was dich wegführt von dem, was du wirklich bist

Was den gefühlten psychologischen Eindruck formt „Mein Leben ist nicht so, wie es sein sollte“ sind Desintegrative Pattern.

Desintegrative Pattern sind Verhaltensmuster und Ersatzhandlungen, die verhindern, dass du in deinem Leben das lebst, was du auch wirklich leben möchtest.

Desintegrative Pattern führen dich weg von dem, was du bist.

Sie ersetzen sinnvolle und emotional bedeutsame Verhaltensweisen durch Handlungen, die dich ablenken und wegführen von deinen eigentlichen Lebensaufgaben.

Sammeln sich fortlaufende Desintegrative Pattern in deiner Lebensführung an, dann lebst du irgendwann ständig an deinem eigenen Leben vorbei mit dem Eindruck, dass du nie wirklich glücklich bist.

Und es ist von fundamentaler Bedeutung zu erkennen: Du tust das.

Es sind Verhaltensweisen.

Unglück sind akkumulierte Verhaltensweisen, die nicht dem entsprechen, was du wirklich leben und erleben möchtest.

Aber selbst dann liegt immer noch eine eigenwillige Schönheit in diesem Zusammenhang – wenn du bereit bist, ihn zu erkennen:

Desintegrative Pattern bilden Kontrast!

Über sie kannst du lernen, was in deinem Leben wirklich Bedeutung hat.

Worauf es wirklich ankommt.

Desintegrative Pattern arbeiten daran, dich auf Abwege zu führen, damit du lernst zu schätzen, was für dich wirklich funktioniert.


ÜBUNG:

Kontrast-Bildung lernen

 

  1. Verwende deine Timeline. Schaue in die unglücklichen Phasen deines Lebens: Was hast du aufgehört zu tun im Vergleich zu den Zeiten, in denen du glücklich und erfüllt warst? Versuche Kontrast zu erkennen: Welche Verhaltensweisen hast du aufgegeben, unterdrückt, überspielt, aus den Augen verloren, vergessen oder ersetzt? Wie hat sich das ausgewirkt?

 

  1. Was hast du in deinen glücklichen Zeiten anders gemacht? Hast du deinen Wert und deine persönlichen Werte aufgeweicht, vergessen, abgegeben? Hast du in diesen Zeiten persönliches Glück in Form von aktiven und für dich belebenden Verhaltensweisen durch Unglück ersetzt – in Form von passiven, aggressiven, vermeidenden, kontrollierenden, ängstlichen oder betäubten/gleichgültigen Verhaltensweisen?

 

  1. Schaue genau hin: Wie funktionieren deine Desintegrative Pattern? Wie legen sie sich über deine wesentlichen Verhaltensweisen, die dir Glück und Erfüllung im Leben bringen? Wie tauschen sie diese aus, verwässern sie, beeinflussen sie? Versuche zu erkennen, wie deine Desintegrative Pattern arbeiten – erkennst du Muster, Regelmäßigkeiten und Zusammenhänge in ihnen? Und wie kannst du sie im Auge behalten, damit sie dir nicht die Verhaltensweisen nehmen, die dich wirklich ausmachen?

Ein Wort zu der Beschäftigung mit Desintegrativen Pattern

Es ist hilfreich sich aus dem erstellten Kontrast heraus bewusst zu machen, was wirklich zählt in deinem Leben, um besser zu erkennen, wie Leben, Alltag und Lebensentwicklungen durchaus die Tücke haben können, dir all das zu nehmen, ohne dass du es bemerkst.

Was nicht empfehlenswert ist: Den Desintegrative Pattern zu viel Aufmerksamkeit zu geben.

Es ist okay, sie sich einmal anzuschauen, zu verstehen, welche Formen von Kontrast sie zu dem bilden, was dich glücklich macht und über welche Eigenschaften sie versuchen dir dieses Glück zu nehmen oder es zu verwässern.

Was nicht hilfreich ist: Sich über ständige Analysen der eigenen Vergangenheit in ein fortlaufendes „Wie“ und „Warum“ zu verrennen – so wie es die klassische Psychologie häufig macht.

Das produziert zu viel psychologische Vergangenheit, die auf diese Weise deine Gegenwart übernimmt.

Es ist hilfreicher, sich auf das zu konzentrieren und das anzuwenden, was dich glücklich macht, als ständig über eine Vergangenheit zu brüten, die man nachträglich sowieso nicht mehr ändern kann.

Der besondere Trick funktioniert so: Du musst einfach an deiner persönlichen Fähigkeit, Unglück durch eine Vergangenheit empfinden zu können – oder empfinden zu wollen – vorbei agieren, in dem du dich auf das konzentrierst, was dich in der Gegenwart wirklich glücklich macht.

Auf diese Weise ist es deine persönliche Wahl: Ständig deine Erinnerungen an ein vergangenes Unglück aufzubereiten oder reales Glück in einer glücklich erlebten Gegenwart zu erfahren.

In einer glücklich erlebten Gegenwart erübrigt sich die Beschäftigung mit der Vergangenheit.

Sie fällt einfach weg.

Weil Gegenwart erfüllt.

Das, was funktioniert, ist gut und richtig – das, was nicht funktioniert, lässt du eben aus oder zurück.

Niemand fährt auf einem kaputten Fahrrad durch die Gegend – auf kaputten Erinnerungen, Erfahrungen und Gedanken reitet dagegen die ganze Welt herum.

Isoliere stattdessen jedes Verhalten, das dich glücklich macht – und wende es an.

Das ist völlig ausreichend.

Deine Erfahrung von Glück ist der Code – Unglück ist nur der Kontrast, der die Feinabstimmung für dein Glück besser macht.

Die Erinnerungen daran können dem Kontrast dienen – dürfen aber nicht zum Selbstzweck gepflegt werden.

Konkrete Umsetzung: Fahrplan zum Glück

Das Ziel der Umsetzung von Pattern Psychologie ist es, einen bewussten Verhaltens-Katalog zu erstellen, auf den du immer wieder zugreifen kannst, um dein Leben selbst zu gestalten.

Der dir praktisch ein Bündel an Verhaltensweisen und Aktivitäten gibt, die dir zur Verfügung stehen, um dein Leben aktiv so zu gestalten, dass am Ende ein Leben dabei herauskommt, das du als erfüllt und lebenswert empfindest, weil du in ihm genau das lebst, was du leben willst und was gut und richtig für dich ist.

Um deinen persönlichen Katalog aus Integrativen Pattern zu erstellen, ist es hilfreich, sich ein Journal, einen Ordner oder eine Art Tagebuch zu besorgen – ob in klassischer Papierform oder in einer digitalen Version als Software oder App ist Geschmacksache.

Und dann solltest du dich einfach an die Arbeit machen, wie unter dem Prinzip der Timeline beschrieben wurde:


Du kannst konstant daran arbeiten immer genauer in deine Pattern zu schauen und darüber immer weiter zu lernen, was für dich als Verhaltensmuster positiv funktioniert – oder was eben nicht für dich funktioniert.

Halte ebenso bewusst Ausschau nach verlorenem Gebiet und nach Ideen, wie du es dir zurückholen oder gegen Erosion und Desintegrative Pattern verteidigen kannst.

Nach und nach identifizierst du darüber, was erwiesenermaßen durch die von dir selbst erlebte Bestätigung „Ich bin glücklich“ hilfreich, richtig und gut in deinem Leben ist.

Diese Erfahrung isolierst du als Verhalten und wendest es an.


Das alles ist gar nicht so schwer – aber als dauerhafte Lebenseinstellung ist es dennoch immer wieder eine Herausforderung.

“Leicht zu lernen, anspruchsvoll zu meistern” – so bezeichnet man gute Spiele.

Und das gilt auch für dein Leben und die Prinzipien der Pattern Psychologie.

Ein Tipp: Es ist sinnvoll, die verwendeten Timelines immer mal wieder neu anzufangen, um sie neu zu verstehen.

Ebenso kannst du deine Listen von Pattern immer mal wieder neu durchzugehen, um sie weiter zu filtern, frei zu legen, zu hinterfragen und zu ergänzen.

Du wächst mit deinen Erkenntnissen – und lernst jedes Mal ein wenig mehr über dich!



Zusammenfassung

 

  • Das Pattern Timeline Prinzip durchgehen (immer wieder).

 

  • Auf glückliche Zeiten konzentrieren und aus diesen Phasen Verhaltensweisen extrahieren, die dich glücklich machen.

 

  • Diese Verhaltensweisen (erneut) in deine Gegenwart integrieren und anwenden.

 

  • Inneres Gebiet gegen Desintegrative Pattern verteidigen oder von ihnen zurückgewinnen.

 

  • Erosion im Auge behalten.

 

  • Konzentriere dich auf das, was dich glücklich macht – und zwar vorbei an deiner Fähigkeit, auch unglücklich sein zu können.

 

  • Übertreibe es nicht mit der Aufarbeitung von Vergangenheit – konzentriere dich auf das, was dich in der Gegenwart inspirieren und glücklich machen kann.

 

  • Du musst es tun. Nur Verhalten zählt!

 



Pattern und Value Psychologie

Wenn du dich längere Zeit mit deinen persönlichen Pattern beschäftigst, wirst du feststellen, dass es viele Pattern gibt, die besondere Bedeutung oder besonderes Potential entwickeln, wenn sie mit anderen Menschen geteilt werden.

Über diesen Aspekt kommen wir direkt zum nächsten Schritt:

Pattern für die Gestaltung des persönlichen Lebensglücks überschneiden und ergänzen sich mit unseren Beziehungen.

Von Freundschaft über Kindererziehung bis hin zur Liebesbeziehung – natürlich bringen wir unsere persönlichen Pattern und Muster in jede Beziehung mit anderen Menschen ein.

Und darum ist es auch so wichtig, sein eigenes Leben in Ordnung zu halten, denn aus dieser Ordnung heraus erschaffen wir unsere Beziehungen.

Darum ist der nächste Schritt nach der Frage: „Was hat in meinem Leben Bedeutung?“ die Erweiterung dieser Frage um: „Und was hat in und für meine Beziehungen Bedeutung?“

Pattern und Value Psychologie sind auf vielen Ebenen verwoben und verwandt.

Wie das genau funktioniert, schauen wir uns jetzt im zweiten Kapitel „Value Psychologie“ an.

Zum Artikel: Value Psychologie

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