Autor Thomas Lojek mit seiner Frau Belén

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Liebe Leser, aufgepasst! Jetzt wird es heftig! 

Wenn ich heute so sehe, was auf Social Media zum Thema Liebe und Beziehungen veröffentlicht wird…

… und was für ein Schwachsinn die Ratgeber-Branche zu diesem Thema auf die Menschheit loslässt…

… dann bekomme ich tatsächlich das ganz große Kotzen!

Wirklich!

Als Ratgeber-Autor zu diesem Thema mit sechsstelligen Verkäufen und mit über 1 Million Leser in meinem Blog kann und will ich dazu nicht länger die Klappe halten.

Also reden wir jetzt mal Tacheles über Sinn und Unsinn der modernen Beziehungs-Ratgeber und der gesamten Industrie, die dazu gehört.

Was mir im Moment vor allem auffällt:

Insgesamt wirkt zum Thema „Liebe und Beziehungen“ im Internet alles so, als müssten sich vor allem Frauen 24 Stunden am Tag den Kopf über die Männer zerbrechen.

Als müssten Frauen sich nur so effizient wir möglich „zurechtbiegen“ und dann klappt es auch mit den Männern.

Frauen sollten bitte schön emotional, persönlich – und durchaus auch sexuell – möglichst „gefällig“ sein, damit die Kerle sich in ihren Gefühlen wieder sicherer fühlen und sich deswegen in sie „verlieben“ können.

Mal ganz ehrlich? Was ist los?

Ist das die Ernte für zweihundert Jahre moderne Wissenschaft, Fortschritt, Emanzipation und psychologischer Grundsatzforschung?

Am Ende soll doch wieder nur die Frau demütig ihr Haupt verneigen im Glanze ihres Mannes, der emotional und persönlich vielleicht etwas unfähig ist, aber dessen Liebe sie so sehr braucht, dass das alles keine Rolle spielt. Hauptsache er liebt sie. Dann ist alles richtig. Dann wird alles gut.

Noch jemand, der kotzen möchte? Bitte einreihen!

Aber so sieht es im Marketing meiner Branche und ganz allgemein auf Social Media aus.

Die unterschwellige Botschaft lautet auf vielen Ebenen:

Die Frau hat die emotionale Verantwortung für ihren Mann und die Beziehung mit ihm – und deswegen muss sie all diese Listen, Tipps, Tricks, Methoden und Ratgeber mit sich herum schleppen… weil…

… er ist ja etwas unsicher und er ist halt nur ein Mann… Frau muss ihm das alles abnehmen, verstehen, ihn begreifen, ihm entgegen kommen! Dann klappt‘s auch mit der Liebe!

Wieder Lust zu kotzen? Neben mir ist noch Platz!

Die schockierende Wahrheit über die Liebe!

Was heute so als Social Media Marketing oder als Ratgeber veröffentlich wird, wirkt auf mich so, als sei ein „verliebter Mann“ das ultimative Gütesiegel für eine Frau und ihr gesamtes Dasein.

Sind wir denn nicht schon ein bisschen weiter? Oder etwa doch nicht?

Vielleicht müssen wir einfach nur noch einmal ganz offen und ehrlich aufrollen, wie die Dinge wirklich sind? Vielleicht hilft das?!

Hier ist die schockierende Wahrheit:

Männer sollen sich dir gegenüber anständig benehmen und dann sehen wir mal weiter!

Das ist die Grundlage, wie die Dinge zwischen Mann und Frau funktionieren – oder eigentlich funktionieren sollten.

Keine Abhängigkeiten in Fühlen und Denken.

Kein Starren auf das Handy, ob er sich meldet…

… und wenn er es nicht tun, der schnelle Griff zum Ratgeber „Was soll ich ihm texten, wenn er sich nicht meldet?“

… oder…

„Wie verstehe ich seine emotionalen Blockaden besser und vermittle ihm mehr Vertrauen, wenn er mir seit zwei Stunden kein Herzchen mehr auf WhatsApp gesendet hat?“

Was sind denn Männer in diesem Weltbild?

Kleine Kinder, denen man ständig den gesamten Mist hinterher tragen muss?

Oder einfach nur viel zu groß geratene Kinder, die von Frauen verständnisvoll in emotionale Windeln eingewickelt werden müssen, damit sie sich nicht aus Angst, psychologischen Blockaden, schlechten Erfahrungen usw. ständig die Hose voll machen?

Also bitte… Männer müssen auch erwachsen sein.

Und sie müssen von sich aus erwachsen denken, fühlen und handeln. Ratgeber über SMS, WhatsApp und „Wie bekomme ich meinen Ex zurück?“ ändern daran nichts.

Diese neue Industrie „Beziehungs-Ratgeber im Internet“ hat die Perspektive der Liebe völlig verdreht.

Es wirkt auf mich vor allem wie ein neuer „Gefälligkeits-Hype“, der da an Frauen weitergereicht wird.

Vielleicht sollen Frauen heute ihren Männern nicht mehr alles im Haus hinterher tragen, weil „das gehört sich natürlich nicht mehr“…

… aber folgt man dieser unterschwelligen Ideologie der neuen Ratgeber in Social Media und ganz allgemein im Internet, sollten Frauen den Männern jetzt viel mehr alles emotional entgegen tragen… oder zumindest darauf vorbereitet sein.

Die Hausschuhe von früher wurden durch das etwas modernere „Fühlen und Empfinden“ ersetzt.

Der Mechanismus dahinter ist der gleiche: „Frau ist verantwortlich für Gelingen und Wohlergehen in der Liebe“!

Aufgewacht, hier sind die Nachrichten von heute:

Es ist nicht die Frau, die sich verbiegen und alles richtig machen muss, damit die Liebe funktioniert.

Nein. Sorry. Das ist nicht der Fall!

Du als Frau solltest dein Ding machen und dann kann ein Mann sich überlegen, ob er daran teilnehmen möchte oder nicht!

Und dann aber auch nach gemeinsamen Regeln und Werten, in denen niemand sich den Kopf darüber zerbrechen muss, ob er auch „richtig genug“ für seinen Partner ist.

Das ist die Grundlage einer erwachsenen Beziehung zwischen zwei Individuen.

Der ganze Unfug auf Social Media ist nur ein Frönen alter Muster aus Abhängigkeiten, verzerrter Verantwortlichkeit und Gefühlen von Unterlegenheit.

Meine ganz große Hoffnung: Ratgeber und Liebe

Ich hoffe sehr schwer – und bitte klopft mir auf die Finger wenn das irgendwo der Fall sein sollte – dass sich meine Bücher an keiner Stelle so lesen, dass Frau bitte schön nur X machen muss, damit Mann Y sie liebt.

Denn ich sage jeder Frau ganz offen und ehrlich:

Sch… drauf, ob dieser oder jener Mann dich liebt!

Wirklich: Sch… drauf! Zerbricht dir nicht ständig den Kopf darüber.

Als Frau lebst du dein Leben nach deinen Werten, Wertvorstellungen und aus deinen emotionalen Ressourcen heraus – und ein Mann nähert sich diesen an, um dich mit dir zu verbinden oder er lässt es.

Es gibt wenig Raum für Interpretationen dazwischen, auch wenn Frauen sich gerne in genau diese Grauzonen verrennen, weil sie emotional aufregend und gefühlsintensiv sind.

Doch am Ende ist es ganz einfach:

Liebe ist ein beherztes „Ja“ und kein „Hmnjein“!

Die Botschaft einer Frau sollte sein: „Nimm es. Oder lass es. Aber nerv mich nicht!“

Und nicht: „Was muss ich in 39 einfachen Schritten innerhalb der 5 emotionalen Wahrheiten der Männer machen, damit mich ein Mann auf den 7 Ebenen einer Beziehung möglichst dauerhaft liebt?“ …

… oder wie dieser ganze Schrott auf Social Media sonst noch so heißt! Ganz ehrlich: Dümmer geht es meistens kaum noch!

Und der ganze Mist wird immer mehr!

Sorry, aber ein Mann muss das können!

Dein Leben als Frau ist kein Wettbewerb in „Wie mache ich es ihm recht?“

Du kannst als Frau dein Leben ganz gelassen als eine gesunde Begegnung aus Gleichwertigkeit in Liebe und Respekt leben und musst dazu ganz sicher nicht in einen weiblichen Gefälligkeitsmarathon verfallen, der es Männern so leicht wie möglich machen sollte, dich zu lieben.

Liebe ist anstrengend. Liebe kostet.

Also muss auch ein Mann durchaus seinen Hintern regelmäßig von sich aus hoch bekommen und sich unbequemen Gefühlen stellen, Stress aushalten und sich auch mal ernsthaft überlegen, ob er immer das Richtige tut in seinem Leben.

Das muss du als Frau einem Mann nicht abnehmen.

Das ist Teil des Erwachsenwerdens.

Und da müssen Männer auch mal durch.

Ansonsten bleiben Männer genau so, wie es im Moment oft kritisiert wird: kindlich, unreif, emotional unsicher, beziehungsunfähig.

Das hängt aber leider auch damit zusammen, dass Frauen den Männern zu viel abnehmen wollen – emotional und persönlich.

Dass sie ihnen zu viel durchgehen lassen und dass sie viel zu lange immer neue Brücken bauen, wenn eigentlich schon längst ein Tritt in den Hintern ausgereicht hätte.

Also bitte, liebe Frauen: Denkt nicht zu sehr darüber nach, was ein Mann alles fühlt oder nicht fühlt oder was er gerade denkt und nicht denkt – die Fähigkeit Tacheles zu reden und mal den ein oder anderen (zumindest gefühlten) Tritt in den Hintern zu verteilen, ist als Fähigkeit viel wichtiger, wenn es um dein Leben mit Männern geht!

Emotionales Marketing, Blah Blah und Verantwortung

Natürlich: Wir Ratgeber-Autoren müssen uns gewisser Mittel im Marketing bedienen.

Wer einen Ratgeber vorstellen möchte, muss zuerst einfache Botschaften verwenden, die für Aufmerksamkeit sorgen.

Oder die einen möglichst einfachen gemeinsamen Konsens finden (zumindest im ersten Moment).

Aber das bedeutet nicht, dass auch die Inhalte später immer so ausfallen müssen.

Auch eine simple Überschrift kann zu komplexen Sachverhalten führen.

Es gibt einen Unterschied zwischen der Überschrift, auf die eine Frau sehr wahrscheinlich im Internet klickt und dem, was man dann auf der Seite unter dieser Überschrift vermittelt.

Unsere Verantwortung als Ratgeber-Autoren hört nicht mit der Klick-Rate auf!

Und das kann (und darf) nicht bedeuten, dass die Branche der Beziehungsratgeber zu einem „Als Frau musst du nur X und Y machen und danach ABC bedenken und dann liebt er dich auch!“ verkommt.

Das ist toxisch. Das ist krank. Das ist gefährlich. Das vergiftet Beziehungen.

Oder noch deutlicher: Genau das verhindert Beziehungen.

Beziehung bedeutet nämlich nicht, dass ein Teil in ihr der anderen emotional und persönlich so entgegen kommen muss, dass sich diese Person ganz aufgibt oder völlig verliert!

Aufgepasst! Der aktuelle Boom in der Ratgeber-Branche vermittelt genau dieses Bild.

Vielleicht nicht auf den ersten Blick – aber beständig unterschwellig. Und das prägt Beziehungen.

Eine ständige Botschaft und deren Auswirkungen

Die Leute regen sich doch an allen Ecken (und das auch zu Recht) über die Scharia auf – doch die im Moment vorherrschende Ratgeber-Branche, die Frauen Liebe, Beziehung und Männer erklären will, erscheint mir unterschwellig fast noch rückständiger als alt-islamische Rechtsprechung.

Die ständige Botschaft, die da durch Social Media als „Beziehungstipps“ in all möglichen Formen wandert, lautet doch eigentlich übersetzt immer nur:

„Du musst es ihm nur recht machen. Du musst ihn nur richtig verstehen. Du musst ihm nur seinen Gefühlen entgegen kommen.“

Und was ist mit dir?

Musst du etwa eine rund um die Uhr perfekte und emotionale Aufziehpuppe sein, damit dich ein Mann lieben kann?

Nein!

Du bist seine Frau – und nicht seine persönliche oder emotionale Hebamme, die ihm ständig vermitteln muss, was er fühlen kann oder will.

Ein Mann muss schon wissen, was er will. Ansonsten bist die nicht die Frau in seinem Leben, sondern nur eine erweiterte emotionale Kinderbetreuung für die Unsicherheiten in ihm.

Eine echte liebevolle Beziehung aus Nähe und Respekt kannst du nicht erreichen, indem du ständig über alles nachdenkst, was ihn betrifft. Er ist nur ein Mann, nicht das Zentrum des Universums.

Wenn sich deine Gedanken und Gefühle ständig um den Mann drehen, den du liebst, dann verwechselst du „Zuwendung“ mit „Kreisverkehr“.

Und diese ganzen Social Media Postings und Ratgeber vermitteln dieses Bild zunehmend.

Sie handeln eher davon, wie Frauen sich weiter im Kreis drehen sollten, weil sie erst noch dieses und jenes verstehen müssen, bevor sie für einen Mann wirklich liebenswert werden.

Gibt es überhaupt ehrliche Ratgeber?

Es ist natürlich schwierig. Ein Mann schreibt einen Ratgeber über Beziehungen anders als eine Frau und umgekehrt.

Und natürlich hat jeder Autor seine eigene Perspektive und seine ganz persönlichen Prägungen und Wahrnehmungsmuster (Bias).

Von daher solltest alles, was generell über Liebe und Beziehungen bzw. Männer und Frauen geschrieben wird, vorsichtig behandeln und nie 1:1 übernehmen oder glauben.

Das ist ja auch völlig okay. Diese kreative Vielfalt in Ausdruck und Sinnfindung in der Art und Weise, wie wir Beziehungen bewerten und erleben, finde ich völlig in Ordnung.

Was ich nicht in Ordnung finde, ist der aktuelle Strom an Eindrücken, dass Frauen (wieder) für alles verantwortlich sind und dass sie Männer nur besser verstehen und ihnen emotional entgegen kommen müssen, damit alles besser wird.

Das ist nicht der Fall.

Das ist doch im Grunde nur eine psychologische Hotelklingel, die emotional immer das Essen ans Bett geliefert haben möchte. Vornehmlich bestellt von Männern.

Dass Männer sich auch bewegen müssen und wesentliche Anstrengungen auf sich nehmen müssen, damit Liebe real und echt für BEIDE Seiten wird, geht in dem Social Media Strom aus „Die 7 Gedanken, die du kennen musst, um deinen Mann wirklich verstehen zu können“ irgendwie unter.

Und du? Machst du es anders? Mal ganz ehrlich…?

In meinen Büchern finden sich natürlich auch psychologische Muster, die dir die Liebe der Männer näher bringen möchten – aber nicht, um es ihnen möglichst recht zu machen, sondern um dir innerhalb von Beziehungen den Wert zu geben, der dir als Frau zusteht.

Das ist ein fundamentaler Unterschied.

Du bist das Zentrum. Deine Werte als Frau sind entscheidend!

All die „Methoden und die Tricks“ in meinen Büchern, sind später nur als emotionaler Zuckerguss gedacht, den du über dein Handeln als Frau geben kannst.

Damit wird das Miteinander schmackhafter und oft lustiger.

Spielen, Ausreizen, Flirt, Spaß und auch Grenzen zu testen und beständig zu lernen, ist gesund. Das ist Leben. Das Fortschritt – persönlich und in Beziehungen.

Aber das alles hat – zumindest in meinen Büchern – nichts damit zu tun, dass du als Frau dein So-Sein aufgeben musst, deinem Mann ständig emotionale Brücken bauen solltest und jeden Tag darüber nachdenken musst, wie du ihn besser verstehen kannst.

Das Wichtige in meinem Büchern kommt aus dem, was du bist. Eine Frau.

Was gut für dich ist, kommt aus deinem So-Sein. Nicht aus Tipps und Trick, die dich angeblich verstehen lassen, was dein Mann gerade denkt und fühlt.

Männer verstehen oder lieben? Ein Unterschied?

Liebe ist ein Miteinander.

Vielleicht ist es viel besser, wenn wir uns als Partner in Beziehungen öfter ganz einfach begegnen, als dass wir darauf herumreiten uns gegenseitig möglichst immer perfekt zu verstehen?

Das vielleicht einfach mal als ganz simple Alternative zu all dem Psycho-Hype-Scheiß auf Social Media?

Vor allem als Alternative zu Ratgeber und Posting der Sorte: „Die 99 perfekten Schritte zu den perfekten 24 Stufen der 19 Ebenen in den 3 perfekten Arten einen Mann wirklich zu lieben!“ … und all ihren ebenso absurden Verwandten, die im Moment durch das Internet wandern!

Das ist doch alles Bullshit. Ganz ehrlich. Je weiter du dich in diese Dinge hineinsteigerst, desto komplizierter und aussichtsloser wird dir alles erscheinen.

Begegnung, Interaktion, Fehler machen oder einfach mal mutig sein und ausprobieren – das alles ist viel wichtiger als dieser ständige „alles verstehen, alles perfektionieren“-Wahn!

Neue Richtungen zu finden, sein Gegenüber aus einem anderen Licht zu betrachten, sich regelmäßig neu zu orientieren, die Möglichkeit andere Perspektiven einzunehmen – all das sind tolle und sinnvolle Aufgabengebiete der Ratgeber-Literatur.

Doch sie werden nicht fundamentale Fragen deines Lebens lösen, indem du über etwas nachdenkst, das du eher lieben als vollständig verstehen solltest!

Die Männer in deinem Leben sind „Liebesbeziehung“ nicht Optimierungsvorgänge.

Und ganz sicher sind Männer keine Interpretationswettbewerbe – bei denen es am Ende sowieso nicht viel mehr zu gewinnen gibt als Kopfschmerzen, weil Männer ganz einfach – und wie jedes andere Lebewesen auch – machen, was sie wollen, egal wie sehr du sie auch interpretierst.

Wie du dann damit umgehst – das ist die wirklich interessante Frage. Nicht warum, wieso, weshalb und „Was muss ich noch beachten, damit er mir emotional vertrauen kann, um mich zu lieben und mit mir gemeinsam glücklich zu werden?“

Deine individuelle Reaktion als Frau auf die Verhaltensweisen der Männer ist viel wichtiger als die Interpretation warum und wieso ein Mann gerade dieses oder jenes denkt und fühlt!

Und dazu brauchst du nicht „Die 18 Ebenen der 3 Arten emotionaler Hinwendung, die ein Mann jetzt braucht, um für dich auf seinen 26 Gefühlsebenen in nur 4 Tagen Vertrauen und Liebe empfinden zu können!“

So einem Mist schreibt man nur, weil Google solche Artikel höher in den Suchergebnissen auflistet – und weil das statistisch mehr Klickrate auf Facebook bringt.

Mit der Realität von Mann und Frau hat das nichts zu tun!

Beziehungsratgeber: Was du unbedingt wissen solltest

Bringen wir es mal auf den Punkt.

Natürlich kann man etwas über die Liebe lernen.

Natürlich gibt es Muster und psychologische Zusammenhänge, die Beziehungen verändern und gestalten können.

Dir stehen als Frau bestimmte und ganz natürliche Instrumente zur Verfügung, um dein Leben mit den Männern aktiv zu gestalten.

Und das ist genau der Punkt, auf den ich hinaus will: Aus dieser Perspektive heraus, gestaltet DU die Regeln, auf denen der Boden für deine Beziehung gelegt wird.

Mit dem „besser verstehen“, „besser erreichen“, „optimal“, „unwiderstehlich“, „wahre Liebe, wenn du…“ aus dem Socia-Media-Marketing der Ratgeber-Industrie hat das sehr wenig zu tun.

Deine Regeln, deine Werte als Frau, deine Verhaltensweisen und Reaktionen aufgrund dieser Werte ergeben eine ganz einfache Gleichung für dein Leben der Männer:

Folge deinen Werten und Wertvorstellungen in deinen Handlungen als Frau und du bist die Gestalterin deiner Beziehung – und nicht die emotionale Erfüllungsgehilfin eines Mannes.

Darin liegt ein wesentlicher Unterschied!

Ein Mann denkt X? … Okay, lass ihn.
Ein Mann tut Y? … Okay, lass ihn.
Ein Mann sagt dir Z? … Okay, lass ihn.

Dein Umgang mit ihm ist entscheidend.

Und jede Form von Umgang mit einer Situation oder Person geht immer von dir aus. Es ist deine Handlung.

Du entscheidest. Du reagierst, handelst. Es liegt in deinen Händen.

Und nicht in dem, was der Mann gerade fühlt, nicht fühlt, denkt, nicht denkt.

Ein Mann kann ruhig denken und fühlen, was immer auch will – solange deine Werte innerhalb deiner Handlungen und Reaktionen auf sein Verhalten gewahrt bleiben, wird es dir gut gehen.

Auf lange Sicht wirst du nur wirklich glücklich leben, wenn du sein kannst, wie du wirklich bist und die Beziehung zwischen dir und deinem Mann beständig reflektieren wird, was du lebst und fühlst und nur davon zusammengehalten wird, dass du ständig alles und jeden besser verstehst als allen Beteiligten vielleicht gut tut.

Zu viel verstehen zu wollen, kann auch einfach nur eine Waffe gegen die eigene Angst sein. Verwechsle das nicht.

Wie die Liebe zwischen Mann und Frau verläuft

Die Liebe deines Mannes sollte dir zufließen. Ganz natürlich. Weil du eine Frau bist. Weil du seine Frau bist.

Du kannst natürliche mehr Geschick im Umgang mit Männern lernen – und das ist auch toll und wichtig – aber du wirst darüber niemals vollständig entscheiden, was du wirklich bist und wer dich aufrichtig dafür liebt, dass du genau so bist!

Niemand wird (und kann) für dich entscheiden, ob du liebenswert bist oder nicht. Das kommt aus dir selbst.

Dein Verhalten ist nach außen hin und in deinen Beziehungen ist nur das objektive Trägermedium, das dann der Welt gegenüber (und deinem Partner) genau das repräsentiert, was du über dich selbst fühlst.

Und aus dieser Begegnung zwischen dem, was du wirklich bist und die Bandbreite, wie dein Verhalten im Leben genau das repräsentieren kann, stammen alle Inhalte, die du in meinen Büchern findest.

Es geht in meinen Büchern um Varianz und Bandbreite in emotionalen Interaktionen – nicht um Fremdbestimmung darin, dass eine Frau nur dieses und jenes machen muss und dann wird sie von einem Mann geliebt.

Natürlich kannst du einem Mann oder Männern generell Brücken bauen – aber du kannst niemanden auf diese besondere emotionale Brücke auf dem Weg zu deinem Herzen zwingen oder auf sie hinauf locken. Das Reiseticket muss ein Mann schon selbst kaufen und in der Hand halten.

Und wenn du es übertreibst mit dem Brückenbau, weil du zu übereifrig bist oder unbedingt willst, dass er zu dir auf deine Seite des Lebens kommt, dann siehst du ganz schnell vor lauter Brücken und Baustellen überhaupt nicht mehr, wo es eigentlich lang geht!

Schon mal erlebt? Dann weisst du sicher, was ich meine.

Du kannst (und solltest) immer Variationen deiner Handlungen und Reaktionen ausprobieren – das ist toll, das ist wichtig. Dafür sind Ratgeber auch eine sinnvolle Anregung.

Aber im Kern musst du am Ende trotzdem immer zu 100% genau das repräsentieren, was du selbst wirklich bist.

Und als Frau musst du in dein Wertesystem inklusive aller Beziehungen darin gewahrt sehen – ansonsten geht dir das verloren, was dich wirklich ausmacht: Deine emotionale Selbstbestimmung in einem Leben, das du wirklich führen willst, weil es wirklich deines ist.

Wenn das nicht der Fall ist, fühlen sich auch deine Beziehungen mit einem Mann immer fremd oder fremdbestimmt an. Egal, wie viele Ratgeber du auch liest.

Simple Wahrheiten über die Liebe der Männer

Hier ist ein essentieller Zusammenhang in der Psychologie zwischen Mann und Frau:

Du als Frau bist der empfangende Teil der Liebe. Nicht der verantwortliche Teil.

Doch Frauen glauben sehr oft, sie seien für alles verantwortlich. Und das ist nicht gesund.

Du bist vielleicht der Grund für die Liebe in dieser Welt – denn das ist der persönliche und vielleicht sogar spirituelle Weg der Frauen – aber du bist nicht verantwortlich dafür wie sich ein erwachsener Mann fühlen kann und will.

Diese Verbindung existiert nicht.

Sie existiert nur in den Schein-Vorstellungen, die in den Köpfen der Frauen beharrlich festsitzt und von dort aus so viel Unheil anstellt!

Es ist ganz, ganz wichtig, dass du das hier verstehst:

Du bist nicht verantwortlich für die Gefühle eines erwachsenen Mannes!

Doch genau das vermittelt im Moment das aktuelle Marketing der Ratgeber-Industrie!

Angeblich musst du noch diese und jenes besser verstehen, ihn hier und dort besser emotional entgegen kommen, seine Seele auf möglichst 3 bis 6 Ebenen neu verstehen und deine Antworten auf WhatsApp sollten auch besser so und so ausfallen… Wirklich?

Die Wahrheit ist jedoch: Je eher du darauf sch… (und das ist wirklich so gemeint!)…

… je eher du wirklich darauf sch…, was ein Mann alles so denkt und fühlt…

… und du dich stattdessen viel lieber treu und ehrlich an deine eigenen Werte und Vorstellungen hältst, die dir selbst für eine Beziehung wichtig sind, wird für dich in der Liebe alles Ordnung bleiben.

Ein Mann reicht dir dann die Hand darin oder eben nicht.

Männer sind auch viel zu oft wie kleine Mädchen, die wegen jeder emotionalen Anwandlung in ein Hin- und Her verfallen und nicht wissen, was sie wollen.

Männer sind manchmal schlimmer als die „klassische Jungfrau“ – vor allem, wenn es um Bindungsfragen geht.

Sie wollen irgendwie, aber irgendwie auch nicht, aber eigentlich wissen sie nicht, was sie wollen oder wollen sollen oder können nicht verstehen, was in ihnen vorgeht usw.

Dieses Phänomen ist heute schlimmer denn je, weil keiner mehr für irgendetwas verantwortlich sein will oder erwachsende Entscheidungen für oder gegen eine Beziehung in aller Konsequenz eingehen möchte.

Wenn ein Mann zu sehr spinnt oder dir mit einem ständigen emotionalem Hin- und Her kommt, dann lass ihn spinnen. Männer spinnen. Das ist halt so. Und das wird sich nicht ändern.

Mach deinen Frieden damit und lass dich davon nicht zu sehr beeindrucken.

Kümmere dich lieber um das, was dir wichtig ist und lass den Mann seine „Kleine-Mädchen“-Phase durchlaufen bis er sich erwachsen genug fühlt, mit dir oder eben ohne dich zu leben.

Das ist sein Recht auf eine erwachsene Entscheidung.

Niemand nimmt ihm das ab.

Auch du nicht.

Und auch du nicht, bewaffnet mit Hunderten von Ratgebern, die dir alles ganz genau erklären, was Männer wollen oder nicht wollen.

Lass dich nicht in diesen Vollwaschgang der Gefühle hinein ziehen, in dem ein Mann auch nicht weiß, was er will und deswegen in fortlaufende kindliche Muster aus Angriff oder Flucht verfällt.

Ratgeber lösen das nicht.

Eine gesunde Hinwendung zu dir selbst, hält dich wenigstens aus diesem emotional aufreibenden Kreisverkehr heraus und er muss sich dann eben darin bewegen, bis er die Ausfahrt findet oder das Kotzen bekommt.

Seine Entscheidung!

Ihn besser zu verstehen, wird das weder ändern noch lösen! Auch nicht mit allen Ratgebern dieser Welt.

Ein Fazit: Worauf es wirklich ankommt!

Ich weiß, dieser Artikel ist eine sehr deutliche Ansage.

Aber es ist wirklich schlimm geworden dort draussen.

Hier ist das, was ich wirklich vermitteln möchte: Du bist als Frau nicht für alles verantwortlich!

Und ganz sicher nicht dafür, was ein erwachsener Mann alles fühlen oder nicht fühlen kann/will.

Wenn ein Mann dir weh tut, schick ihn in die Wüste…

… und klatsche dir danach selbst Beifall, denn du hast nur den emotionalen Müll vor die Haustür deines Lebens gestellt. Soll jemand anderes ihn abholen!

Wenn er dich schlecht behandelt, dann schicke diesen Mann zum Teufel…

… und wünsche ihm, dass er sich dort mit ihm besser unterhält, denn du selbst solltest deine Zeit nicht mit minderwertigen Männern, die nicht wissen, wie man konstruktiv und gemeinsam lebt verschwenden.

Du lebst nur einmal.

Verbringe deine Zeit mit einem Mann, mit dem du diese Zeit genießen kannst.

Mit einem Mann, der da ist, wenn es schwierig wird.

Den du neben dir weißt, wenn es darauf ankommt.

Und ganz allgemein: Nimm die Männer nicht so wichtig.

Das sind sie nicht.

Verrenne dich nicht in diesen ganzen Social Media Scheiß, nach dem du dich nur schlecht fühlst, weil alles noch komplizierter erscheint und es dir vorkommt, als liege das gemeinsame Glück irgendwie immer nur auf deinen Schultern. Das ist nicht der Fall.

Wenn ein Mann dich liebt, dann bewegt er seinen Arsch.

Das ist das einzige Weisheit, die du brauchst!

Ratgeber sind okay – als Ergänzung, als Anregung, als Inspiration oder einfach als Unterhaltung.

Jeder liest und behandelt Ratgeber anders. Zum Glück.

Doch wenn irgendwelche Ratgeber oder Social Media Postings dir vermitteln wollen, dass du irgendjemand emotional den Müll hinterher tragen musst, um geliebt zu werden, dann wirf alles gleich mit in diesen Müll – Ratgeber, Social Media Weisheiten und den Mann am besten gleich mit dazu!

Manchmal ist Ausmisten besser als Überinterpretieren.

Das gilt für Männer, wie für Ratgeber!


Und bevor die Kritiker das Messer für den Shitstorm wetzen: Ja, ich verkaufe Beziehungsratgeber und ich verkaufe sie auch weiterhin. Das enthebt mich aber nicht von der Verantwortung auch durchaus kritisch darüber reflektieren zu dürfen, was wir Autoren auf diesem Gebiet veröffentlichen (was meine Arbeit einschließt) und welche Auswirkungen unsere Industrie als Ganzes hat.


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