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Beziehungen: Die Wahrheit über die Liebe der Männer

Männer Liebe Beziehungen:

Die Wahrheit über die Liebe der Männer

Männer, Liebe, Frauen und Beziehungen: Ein ewiges Rätsel? 

Thomas Lojek, Autor von Die Gefühle der Männer: Männliche Muster der Liebe, Wahre Liebe statt Geliebte sein und Das geheime Muster der Liebe

… über das Geheimnis der wahren Liebe der Männer und die Bedeutung von Werten für eine erfüllende und lebendige Liebe zwischen Mann und Frau.

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Die wichtigsten Inhalte hier in diesem Artikel

  • Wie baut sich die wahre Liebe der Männer auf?
  • Wie unterscheiden Männer sinnliches Verlangen und bedeutsame Liebe?
  • Passen Männer und Frauen in der Liebe überhaupt zusammen?
  • Welche Emotionen fördern die wahre Liebe zwischen Mann und Frau?
  • Gibt es ein verborgenes emotionales Werte-System in der Liebe der Männer?
  • Wie erreicht eine Frau die wahren Gefühle der Männer?
  • Was sollten Frauen über die Liebe der Männer wissen?

Autor Thomas Lojek und Partnerin

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Die Gefühle der Männer: Männliche Muster der Liebe

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Die Liebe der Männer: Ein indirekter Weg in ein sehr direktes Phänomen

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Frage: Gibt es ein Geheimnis, wie eine Frau einen Mann so lieben kann, dass er sich eine feste Beziehung mit ihr wünscht?

Ihr treu bleibt, sich einbringt, sie liebt und für sie da ist?

Gibt es ein Geheimnis männlicher Liebe, das Frauen kennen sollten?

Thomas Lojek: Ja, das gibt es tatsächlich. Allerdings baut sich dieses Geheimnis in der Liebe der Männer ganz anders auf, als es allgemein bekannt ist.

Um wirklich erklären zu können, wie Männer und Liebe zusammenfinden, um dann eine bestimmte Frau ehrlich und aufrichtig zu lieben, muss man im Verständnis der beteiligten Phänomene einen Umweg gehen.

Die Bausteine „Liebe und Männer“ bauen sich indirekt zusammen und verborgen unter anderen Zusammenhängen, die vorab durchschaut und verstanden werden müssen.

Erkennt eine Frau die geheime Verbindung dieser Zusammenhänge, dann wird sie die Liebe der Männer als sinnvoller und vollständiger verstehen und auch so erleben, obwohl die Liebe der Männer an der Oberfläche eigentlich sehr widersprüchlich erscheinen mag.

Werfen wir dazu einmal einen Blick in die Art und Weise, wie Liebesbeziehungen in unserer heutigen Lebensweise eingegangen werden: In erster Linie über einen möglichst schnellen und intensiven Reiz aus sexuellen Begegnungen.

Erst kommt die sexuelle Erfahrung und von da aus die Hoffnung über diesen Reiz nach und nach in die gegenseitige Erfüllung einer emotionalen Verbundenheit zu gelangen.

Das funktioniert in der Regel selten oder nur sehr unzuverlässig.

Weil Sexualität nun mal in erster Linie ein Reiz ist und keine zwangsläufig verbindende oder verbindliche Emotion.

Männer und Frauen gehen auf diese Weise mit viel Aufregung und Erwartungen in die Liebe – beide Seiten jeweils aus verschiedenen Perspektiven und Hoffnungen heraus.

Aber diese Unterschiedlichkeiten kann eine auf Reizwerten basierende Sexualität weder zusammenbringen noch die Erwartungen dahinter dauerhaft erfüllen.

Enttäuschungen sind über diesen Weg also praktisch vorprogrammiert.

Und damit beginnt von Anfang an das grundlegende Dilemma zwischen Mann und Frau:

Ein fortlaufender Disput um den Eindruck „Du verstehst mich nicht!“.

  • Die Liebe der Männer baut sich indirekt auf und anders als allgemein angenommen.
  • Sexualität als Reiz ist für die Liebe zu wenig, um verbindende Emotionen dauerhaft herzustellen.
  • Männer und Frauen gehen über Sexualität mit zu viel Erwartungen in die Liebe.
  • Weil Sexualität zu wenig verbindet, verstärkt sich zwischen Mann und Frau der Eindruck: „Du versteht mich nicht!“

Besondere Hürden auf dem Weg zur Liebe zwischen Mann und Frau

Frage: Dann ist schnelle oder unverbindliche Sexualität verantwortlich für die aktuellen Probleme und Spannungen zwischen Mann und Frau?

Thomas Lojek: Eigentlich nicht einmal so sehr.

Es ist eher so: Der hohe Erwartungswert, der auf Sexualität liegt, kann später dem tatsächlichen emotionalen Verlauf zwischen Mann und Frau nicht standhalten.

Die Vorstellung, dass Sexualität zusammenführt und der innerste Anlass – der zündende Funke – der Liebe ist, ist schlicht und ergreifend nicht haltbar.

Sexualität ist ein Reiz – kein verbindendes Element.

Sie kann zu einem verbindenden Element von Bedeutung heranwachsen, aber nicht in der Art und Weise, wie sie heute aufgefasst, vorgelebt und angestrebt wird:

Als Reiz-System oder als ein System der Hoffnung über sexuelle Verbindungen Sinn und Bestätigung im Anderen zu finden.

Das funktioniert nicht. Nicht auf Dauer.

Und nicht in der Absicht eine echte Beziehung mit Richtung und Bedeutung zu etablieren.

Mann und Frau verhalten sich dadurch auf ihren Weg in die Liebe in etwa wie ein System-Spieler im Roulette:

Es gibt keine Logik im Zufall, aber der Eindruck, dass es so sein könnte, ist fesselnd und aufregend.

Der Spieler erlebt dadurch kleine Erfolge, vielleicht mal den ein oder anderen größeren Gewinn, aber am Ende wird er mit leeren Händen dastehen und sich fragen, wie es soweit kommen konnte, dass er alles verloren hat.

Obwohl er doch so fest davon überzeugt war, dass es genau so funktionieren wird.

Dieser Zustand ist sehr ähnlich zu dem, wie die meisten Menschen heute Sexualität, Liebe und Beziehungsaufbau empfinden.

Die Summe der kleinen Gewinne macht die Verluste und die Leere am Ende kaum noch wett.

  • Die Vorstellung, dass Sexualität der zündende Funke für Beziehungen ist, trifft nicht zu.
  • Der hohe Erwartungswert, der dadurch auf Sexualität liegt, kann sich emotional kaum erfüllen.
  • Sexualität wird als gefühlte Erwartung empfunden, aber vornehmlich als Reiz-System gelebt.
  • Das erzeugt ein System der Leere, Zufälligkeiten und Enttäuschungen in der Liebe.

Passen Männer und Frauen überhaupt zusammen?

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Frage: Kann es nicht auch sein, dass Mann und Frau einfach nicht zusammengehören?

Vielleicht funktioniert die Liebe zwischen Mann und Frau schlicht und ergreifend nicht?

Oder zumindest nicht auf Dauer?

Thomas Lojek: Das kann ich persönlich so nicht erkennen.

Der Grund, dass es so viel Frust zwischen Mann und Frau gibt, hat weniger damit zu tun, dass Liebe, Männer, Frauen und Beziehungen nicht richtig funktionieren.

Dann wären wir als Spezies schon längst ausgestorben oder hätten andere Formen des Zusammenlebens entwickelt.

Der Grund ist meiner Erfahrung nach vielmehr:

Wir haben sehr viele falsche und irreführende Vorgaben und Halbwahrheiten mit auf den Weg bekommen, wenn es um Frauen, Männer, Liebe und Beziehungen geht.

Und diese Halbwahrheiten über Liebe und Beziehungsanbahnung führen uns regelmäßig in die Irre. Vermitteln aber gleichzeitig den gefühlten Eindruck, dass sie emotional der richtige Weg und angeblich emotional äußerst bedeutsam sind.

Genau diese Täuschung bringt sowohl Männer als auch Frauen in ein ständiges Dilemma, durch das sie fortlaufend glauben, das Richtige für Liebe und Beziehungen zu tun, dann aber jeweils genau das Gegenteil davon erleben: Leere, Unverständnis, Frust und Streit.

Die Vorstellung von dem, was in der Liebe und durch die Liebe sein sollte und dem, was sie wirklich ist und einem Leben beisteuern kann, klafft zu weit auseinander.

Und da diese Lücke nicht mit Werten sondern mit Reizen gefüllt wird, werden die Menschen auch immer „gereizter“ in der Liebe, aber ohne jemals zu Wert und Werten durch das Erleben von Liebe zu finden.

  • Zu viele falsche Vorstellungen und irreführende Halbwahrheiten definieren das Miteinander von Mann und Frau.
  • Das erzeugt das Gefühl das Richtige für die Liebe zu tun und trotzdem ständig das Falsche zu erfahren.
  • Wenn diese Lücke mit in erster Linie mit Reizen und ständig neuen Hoffnungen gefüllt wird, verschärft das die Spannungen zwischen Mann und Frau.

Die große Suche: Die Wahrheit über die Liebe der Männer

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Frage: Was hat das denn dieser ganze Zusammenhang mit der Verbindung „Männer plus Liebe“ zu tun?

Oder mit dem großen Geheimnis der männlichen Liebe?

Die Verbindung „Männer und Liebe“ ist doch in der Regel das genaue Gegenteil von dem, was du gerade beschrieben hast:

Männer scheitern in der Liebe doch vor allem daran, dass es ihnen nur um den schnellen Reiz, nur um „das Eine“ geht.

Thomas Lojek: Um zu verstehen, was es damit auf sich hat, brauchen wir den  kompletten Bogenschluss, den ich zu Anfang angedeutet habe.

Es mag Frauen vielleicht überraschen, weil die Liebe der Männer ein gewisses Image in der weiblichen Welt hat.

Und doch: Das Geheimnis männlicher Liebe hat nichts mit Sexualität zu tun.

Sie kommt sexuell verkleidet daher. Aber sie trägt unter dem Mantel des ständigen sexuellen Verlangens der Männer eine ganz andere Suche: Die Suche der Männer nach Werten.

Nach Werten in den Frauen, die mit ihren eigenen innersten Werten korrespondieren und darüber auf eine weibliche Art und Weise ergänzt werden sollen.

Das ist eigentlich der verborgene innerste männliche Antrieb, den sie so unermüdlich versuchen über Sexualität zu bewältigen.

So ungewohnt das für viele Frauen auch klingen mag, weil sie den Vorgang aus ihrer Sicht und vielen persönlichen Erfahrungen mit Männern eigentlich nur anders herum kennen.

Innerhalb einer eigenen verborgenen Dynamik in der Liebe der Männer ist es dennoch tatsächlich so:

Männer in Liebe und Beziehungen ringen sich durch ihre sexuelle Leidenschaft auf das Verlangen zu, in Frauen Wert und Werte zu finden.

Aber sie suchen diesen Wert und Werte eben nicht offen bewusst, sondern tragen das als Kampf rund um ihre Sexualität aus.

Männer suchen Sexualität, aber erwarten eigentlich eine innere Antwort auf die Bedeutung ihrer innersten Werte.

Weil Männer diesen Unterschied an sich selbst nicht bewusst wahrnehmen, sondern an der Oberfläche nur den nagenden Anschub in Form von Sexualität empfinden, kann diese Suche ein fortlaufender bitterer Kampf im Leben eines Mannes sein.

Manche Männer führen ihn sogar bis ans Ende ihres Lebens ohne jemals auf den Kern dieser Wahrheit zu stoßen: Es wird Leidenschaft gesucht, aber auf Werte gehofft.

Männer sind daher in der Liebe und in ihrem Beziehungsbestreben beständig unterwegs eine Form von Frieden zu finden – in einer Frau, die Wert und Werte verkörpert.

An der Oberfläche mag das anders aussehen: Wie eine unermüdliche Gier nach den Körpern und der Sexualität der Frauen.

Aber tief verborgen darunter, ist der letzte Antrieb der Männer die treibende Hoffnung Frieden durch Werte in einer Frau zu entdecken.

Darum wirken Männer so ambivalent in der Liebe, so unstetig und getrieben.

Und darum werden Frauen auch so wenig schlau aus ihnen.

Weil Männer innerhalb dieser Selbsttäuschung tatsächlich komplizierter und widersprüchlicher ausfallen als Frauen, für die Sexualität und Werte nicht zwangsläufig etwas Getrenntes ist, das man erst suchen, finden und dann als bestätigt anerkennen muss.

Frauen sind an dieser Verbindung generell näher dran. Und auch bereiter dazu sie zu geben oder in sich selbst wahrzunehmen.

Dieser Unterschied zwischen den beiden Seiten erzeugt oft eine irritierende Lücke in den Empfindungen und im Selbstverständnis von Mann und Frau.

Die Lücke ist nicht ganz leicht zu lösen ist und wird dann an der Oberfläche über Sexualität und emotionale Konflikte ausgetragen.

  • Männer suchen äußerlich Leidenschaft, aber hoffen innerlich darauf Werte in den Frauen zu finden.
  • Die Liebe der Männer erscheint oberflächlich als rein sexuelles Phänomen – ist aber in ihrer Tiefe geprägt von einer lebenslangen Suche nach Wert und Werten in den Frauen.
  • Dieser Unterschied verläuft unbewusst und verborgen im Mann und täuscht ihn selbst über seine Handlungen und Empfindungen in der Liebe.
  • Männer suchen nach einer Frau, die Werte verkörpert. Sie handeln aber aus den Impulsen der Leidenschaft heraus. Das schafft eine ständige Ambivalenz im Mann.
  • Dieser Unterschied erzeugt ein fortlaufendes Missverständnis zwischen Mann und Frau.

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Wie in der Liebe gefühlte Werte zwischen Männern und Frauen verhandelt werden

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Frage: Was bedeutet dieser Zusammenhang denn konkret für die Art und Weise, wie sowohl Männer als auch Frauen über Sexualität zueinander finden?

Es steht doch immer Sexualität zwischen Mann und Frau.

Den Teil kann man mit dem Argument „Eigentlich ist es eine Suche nach Werten“ doch nicht einfach so ausblenden oder auf die Wartebank schieben, bis sich die besonderen Werte durchgesetzt oder gefunden haben.

Selbst wenn Sexualität so betrachtet erst mal nur ein Reiz ist, bildet sie doch immer die „reizvolle“ Grundlage für Mann und Frau.

Wie kann man denn mit dieser Verbindung Werte und Leidenschaft in diesem Zusammenhang sinnvoll umgehen?

Thomas Lojek: Vielleicht ist es hilfreich einfach mal eine ganz andere Perspektive zu dem Thema einzunehmen, um die Unterschiede genauer zu erkennen.

Ich versuche innerhalb meiner Arbeit immer wieder für einen besonderen Umstand zu sensibilisieren, den Menschen irgendwie aus den Augen verloren haben:

Wenn man einmal ganz genau hinschaut, ist Sexualität im Grunde eine erweiterte nonverbale Werte-Diskussion zwischen Mann und Frau.

Werte werden innerhalb von Sexualität nicht bewusst offen oder verbal intellektuell verhandelt – sondern gefühlt und dann als emotionale Muster übertragen.

Das Bewusstsein, dass in Sexualität auch gefühlte Werte verhandelt werden können, haben wir innerhalb unserer modernen Lebensweise praktisch völlig verloren. Weil die Reizkultur unsere Wahrnehmung von Sexualität übernommen hat.

Wir kämpfen in der Sexualität heute um Reize – nicht um Werte.

Mit Sexualität ist fast nichts mehr verbunden als die Suche nach Bestätigung, Kick oder der verborgene Wunsch darüber unbewusste Konflikte oder Selbstzweifel über den eigenen Wert bewältigen zu können.

Am Ende stehen Beziehungen, die genauso kurz, leer oder als Streitfläche für verborgene innere Konflikte ausfallen, wie sie durch eine auf reinen Reizen basierenden Sexualität angefangen haben.

Das ist genau das Dilemma unserer Zeit: Sie wird immer sexueller und gleichzeitig immer orientierungsloser.

Sexualität als ein Werte-System an sich anzusehen, das nicht nur Reize und sensationelle Emotionen bedient, sondern non-verbal gefühlte Werte verhandelt, ist einfach mal eine andere Perspektive, die offen für neue und innere Zusammenhänge zwischen Mann und Frau machen kann.

Woran unsere Welt leidet, ist die Eindimensionalität einer Sexualität, die sich nur über emotionale Erwartungen oder eben über Reiz definiert.

Sexualität als lebendes Werte-System an sich zu betrachten – diesen Fortschritt haben wir noch nicht, kann aber eine hilfreiche Ergänzung sein, um die Fragen und Lücken zu füllen, die Mann und Frau in der Liebe so sehr beschäftigen und oft unnötig auseinander treiben.

  • Sexualität zwischen Mann und Frau ist im Grunde ein nonverbales Wertesystem.
  • Über Sexualität können gefühlte Werte und emotionale Muster verhandelt werden.
  • Sexualität zwischen Mann und Frau als reines Reiz-System hinterlässt Leere.
  • Emotionale Hoffnungen erfüllen sich nicht über Sexualität, wenn nicht nonverbale Werte darüber verhandelt werden.

Liebe zwischen Freiheit der Gefühle und Ansprüchen der Vernunft

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Frage: Brauchen wir vielleicht einfach mehr Moral zwischen Mann und Frau?

Brauchen Beziehungen vielleicht generell einen Schutz durch begrenzende und moralische Traditionen, die wir in unserer modernen Lebensweise fast völlig aufgegeben haben haben?

Thomas Lojek: Nein, man kann Sexualität kein externes Werte-System überstülpen.

Diese Versuche hat der Mensch in der westlichen Welt hinter sich gelassen und dadurch zum Glück sehr wichtige Schritte nach vorne in seiner gesamten Entwicklung gemacht.

Die Alternative zu dem Disput aus Traditionen und Freizügigkeit ist vollkommen anders aufgebaut:

Sexualität kann von sich aus zu einem ganz natürlichen und dadurch vollständigen Werte-System heranwachsen.

Sexualität kann auf diese Weise über emotionale Muster eine einzigartige Ebene zwischen Mann und Frau formen, die Werte emotional verhandelt.

Nicht in einem traditionellen Sinne, indem Sexualität externe Werte aufgezwungen werden, sondern in einem modernen, fortschrittlichen Sinne, der eine Sexualität hervorbringt, in der Werte gespürt, erforscht, bestätigt und belohnt werden. Nonverbal, emotional, direkt.

Das ist eine Ebene, die in unserem Weltverständnis neu und relativ unbekannt ist. Aber die bedeutsam ist.

Weil sie als Bestandteil der Liebe notwendige emotionale Bausteine zusammensetzt, die später zu dem führen, was sich in der Liebe richtig und echt anfühlt.

Es ist nicht der Reiz – sondern der gefühlte Sinn dahinter.

Die Sichtweise, dass Sexualität eine nonverbal gefühlte Werte-Diskussion zwischen Mann und Frau ist, zwingt Sexualität keine Normen oder einseitige Beziehungsmodelle auf, öffnet einem gemeinsamen Miteinander durch Sexualität aber trotzdem für Sinn und Tiefe.

Denn solange Werte und das Gefühl von Wert innerhalb von Sexualität vorhanden sind, hinterlässt sie nicht diese Form von Leere und Enttäuschung, die viele Menschen in unserer Welt heute durch sie erfahren.

Das bedeutet aber noch lange nicht, dass man die Liebe deswegen in irgendwelche traditionellen Auflagen oder einseitige Muster drängen muss.

  • Man kann Sexualität und Liebe kein externes Werte-System überstülpen.
  • Die Sexualität zwischen Mann und Frau kann von sich aus ein eigenständiges nonverbales Wertesystem bilden.
  • Männer und Frauen verhandeln dann Werte über Gefühle und emotionale Muster.
  • Man kann die Liebe zwischen Mann und Frau auf diese Weise als eine fortlaufende nonverbale Wertediskussion ansehen.
  • Diese Sichtweise vermeidet die Leere vieler moderner Beziehungen, die zwar geführt, aber nicht emotional gefüllt und dadurch als vollständig  und bereichernd erlebt werden.

Wie sich Liebe mit Sinn und tiefen Gefühlen verbindet

Frage: Wie geht man denn in diese nonverbale Werte-Diskussion der Liebe?

Was bedeutet das letztendlich für die Liebe, Männer, Frauen und Beziehungen?

Thomas Lojek: Aktuell ist das Gebiet Liebe, Männer, Frauen und Beziehungen sehr oft ein Dilemma:

Folgt man immer wieder nur dem reizvollen Thrill, hat man irgendwann das Gefühl nie irgendwo in einer stabilen Verbindung anzukommen, die ein Leben mit Sinn und Bedeutung durch die beständige und bedeutsame Gegenwart eines anderen Menschen füllen kann.

Setzt man nur auf die reine Vernunft traditioneller Beziehungssysteme läuft man Gefahr in Beziehungen zu landen, die vielleicht vernünftig, aber eben nicht lebendig sind.

Bisher ist es Menschen nicht gelungen diesen Widerspruch zu bewältigen.

Die Verknüpfung von Sexualität durch Werte – was ich praktisch durchweg in meiner Arbeit rund um die Muster der Liebe beschreibe – kann helfen dieses Dilemma für Menschen zu lösen und die Gegensätze zu versöhnen, ohne diese jeweils auszuschließen und damit Einseitigkeit zu fördern.

Solange Sexualität an Werte gekoppelt ist und gefühlte Werte darüber diskutiert, versöhnt oder belohnt werden, erfüllt sich in ihr etwas, das den Menschen berührt.

Meine Bücher rund um Gebrauchsanleitung Mann sind zum Beispiel alle um dieses Motiv gestrickt:

Frauen lernen darin Werte, sexuelle Wirkung und Emotionen zu verknüpfen – und zwar auf  eine Art und Weise, die eine besonders intensive emotionale Wechselwirkung zu der Welt der Männer herstellt.

Das erschafft einen gefühlten Dialog der Liebe zwischen Mann und Frau – jeweils aus ihren jeweiligen Eigenheiten und Eigenarten heraus.

Das ist gesund, emotional äußerst reizvoll und gleichzeitig durch und durch intelligent.

Der Zusammenschluss aus den dort beschriebenen emotionalen Mustern und einer Sexualität als System, um gefühlte Werte zu verhandeln, erfordert eben keine starren traditionellen Zwänge in der Liebe – produziert aber auch nicht die Unbeständigkeit, Leere und Sinnlosigkeit unter der viele moderne Beziehungsformen leiden.

  • Folgt man nur dem Thrill in Liebe und Sexualität kommt man nie irgendwo an.
  • Folgt man nur Vernunft oder Traditionen in der Liebe, bildet man Beziehungen ohne ein Gefühl von Lebendigkeit.
  • Sexualität und Liebe als gefühlte Werteverhandlung anzusehen, schafft einen gesunden Dialog der Gefühle zwischen Mann und Frau.

Liebe, Männer, Frauen: Gefangen zwischen Erwartung und Enttäuschung?

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Frage: Welche Erwartungen kann man denn noch an die Liebe stellen?

Sollten sich Werte denn nicht einfinden und respektiert werden, eben weil man liebt?

Und sollte Sexualität nicht deswegen reizvoll und schön sein, weil man über Liebe zueinander findet?

Thomas Lojek: Es wäre schön, wenn es so wäre.

Aber der Teil funktioniert eben nur in Dichtung und Filmen aber nicht im wahren Leben.

Wenn wir ehrlich sind: Der aktuelle Disput zwischen Mann und Frau, der heute so umfassend stattfindet, wird zu einem großen Teil über Sexualität ausgetragen.

Zwar wird das selten so offen und ehrlich angesprochen, aber durchaus so empfunden: Sexualität ist in unserer modernen Lebensweise auf vielen Ebenen ein manipulatives Instrument geworden, über das sich Aggressionen, negative Erfahrungen und falsche Hoffnungen zwischen Mann und Frau abarbeiten.

Viele Frauen sind zum Beispiel nicht mehr bereit den emotionalen Preis für Sexualität hinzunehmen, weil sie den Eindruck haben, dass es am Ende doch nur in Gefühlschaos und Schmerz durch enttäuschte persönliche Erwartungen für sie endet.

Männer dagegen wollen sich gar nicht in die Erwartungsdiskussionen von Frauen einbinden lassen, die oft auf negativen Erwartungen basieren, die sie selbst nicht verursacht haben, sondern ihren Vorgängern zuzuschreiben sind.

Das produziert auf beiden Seiten ein Problem:

Die Frauen sind wütend auf die Männer, weil Sexualität von ihnen zu beliebig und ohne Werte oder einen höheren Sinn zu Verpflichtungen gehandhabt wird.

Die Männer sind wütend auf die Frauen, weil sie nicht verstehen, dass sie so ein kompliziertes Drama rund um alles machen, müssen, was mit Sexualität und Beziehungen zu tun hat.

Es fehlt an Leichtigkeit – ohne Sexualität dadurch leichtfertig werden zu lassen.

In der Summe wird es dadurch schwierig bis unmöglich die Abweichung zwischen männlichen Verlangen und weiblichen Erwartungen in der gemeinsamen Schnittmenge Sexualität unter einen Hut zu bekommen.

Und das macht es auch so schwierig die sexuelle Anziehung zwischen Mann und Frau als relevante Basis für den Aufbau und den Erhalt von Liebesbeziehungen ansehen zu können. Dafür ist zu viel Konflikt und zu viel Unbeständigkeit in ihr enthalten.

Dadurch haben wir zwischen Mann genau das Problem, auf das ich aufmerksam machen will: Eigentlich streiten sich Mann und Frau über Sexualität über ein jeweils unterschiedliches Vorstellungs- und Wertesystem, das sich aus ihrer jeweiligen Unterschiedlichkeit ergibt – kämpfen aber gleichzeitig mit der Illusion, dass eben genau diese Sexualität verbinden und sie zu einer unerschütterlichen Einheit machen soll.

Deswegen weichen gefühlte Hoffnungen und erlebte Wahrheiten um Sexualität auch so sehr von der Vorstellung der „Liebe“ ab, die man uns als „bedeutsame und harmonische Einheit“ von Mann und Frau in die Köpfe gepflanzt hat.

Solange wir diesen Unterschied nicht erkennen, bleibt die Liebe ein Kriegsschauplatz.

Weil sie um eine falsche Grundvoraussetzung gestrickt ist.

Wir Menschen kämpfen nun mal im Grunde um Werte innerhalb und über Sexualität. Und nicht um einen Platz in Frieden und Harmonie, so wie man uns das erzählt und beibringt.

Erkennt man das nicht, führen Männer und Frauen in der Liebe den falschen Kampf an den falschen Stellen.

  • Viele Frauen sind nicht mehr bereit den emotionalen Preis für Sexualität zu zahlen.
  • Viele Männer sind irritiert von den Emotionen und Forderungen von Frauen durch Sexualität.
  • Gleichzeitig arbeiten beide Seiten mit der Illusion, dass Sexualität die Voraussetzung, Grundlage und Initialzündung der Liebe sein muss.
  • Zusammen ergibt das ein zunehmendes Dilemma, das Männer und Frauen in der Liebe entfremdet.

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Die emotionalen Muster von Trennung und Konkurrenz verstehen:
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Männer und Frauen: Kannst du das wahre Glück in der Liebe finden?

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Frage: Was ist denn dann die logische Konsequenz aus diesen Zusammenhängen?

Müssen wir mehr lieben? Weniger lieben?

Auf das direkte Glück verzichten, in der Erwartung, dass irgendwelche Werte es schon richten werden?

Kann man auf diese Weise Glück in der Liebe überhaupt noch irgendwie suchen?

Thomas Lojek: Was wir Menschen erkennen sollten:

Wenn man fähig wird Sexualität zwischen Mann und Frau als eine fortlaufende Wertediskussion auf einer nonverbalen und gefühlten Ebene anzusehen, öffnet sich auch gleichzeitig die Erkenntnis, die Verbindung von Liebe und Sexualität nicht ist:

Sie ist nicht der Zugang zu Glückseligkeit und der Beständigkeit einer harmonischen Erfüllung von Dauer und Perfektion, mit der man unsere Vorstellung von Liebe allgemein verzerrt hat. Es wird nicht irgendwo auf einen Knopf gedrückt und Seligkeit stellt sich ein.

Man muss durch Sexualität hindurch, man muss sich auf diese besondere und durchaus auch fordernde gefühlten Diskussionen in ihr einlassen.

Man bekommt aber keinen Freibrief für Ankunft und Seligkeit durch die falsche Vorstellungskette: „Sexualität erzeugt Liebe erzeugt Ankunft erzeugt Frieden erzeugt Glück zwischen mir und den Männern/Frauen!“

Diese Illusion macht die Menschen völlig verrückt, oft hilflos und in auf vielen Ebenen enttäuscht und wütend aufeinander.

Wenn sich das Bewusstsein für diese Unterschiede durchsetzt, werden Beziehungen gesünder, weil die Abweichung von dem, was wir in der Liebe erwarten und dem, was wir durch sie erleben, nicht mehr so schmerzlich und irritierend auseinander klafft.

Dann fallen Wahrheit und Erleben näher zusammen und das kommt der tatsächlichen Empfindung von Einheit viel näher. Ohne sie mit falschen Vorstellungen erdrücken müssen.

  • Liebe und Sexualität sind kein Zugang zu einer harmonischen Erfüllung aus Beständigkeit, Übereinkunft und Seligkeit.
  • Liebe und Sexualität wollen Werte in Form von Emotionen verhandeln.
  • Entsprechend sind Liebe und Sexualität ein fortlaufender und durchaus fordernder Prozess – aber kein Stillstand in Gefühl und Harmonie.
  • Frieden in der Liebe findet sich nicht über maximalen Reiz oder intensive Emotionen, sondern über die Bereitschaft die emotionalen Verhandlungen zwischen Mann und Frau zu leben und zu erleben.

Wie können Frauen eine wahre aufrichtige Liebe der Männer für sich gewinnen?

Frage: Wir haben die Diskussion mit der Frage nach der besonderen Verbindung von Männern und Liebe begonnen.

Wie kann eine Frau denn nun ganz pragmatisch ihren Nutzen aus diesen Zusammenhängen ziehen?

Wie hilft einer Frau dieses Wissen, um ihr Leben mit Männern und Liebe besser zu verstehen und zu bewältigen?

Thomas Lojek: Eine sinnvolle Hilfestellung für Frauen, die sich mit der Liebe der Männer beschäftigen, lässt sich recht einfach aus den Unterschiedlichkeiten der jeweiligen Systeme Mann/Frau erschließen.

Betrachten wir Männer, Liebe und Frauen einfach mal ist einen innerer Dialog aus Unterschiedlichkeiten, der über die Empfindung Liebe gefühlte und nonverbale Werte verhandelt.

Männer sind auf ihrer Seite des Lebens generell eher die „äußeren Arbeiter“ der Liebe. Sie wollen erobern, begrenzen, überschreiten, vereinnahmen, in Besitz nehmen. Und das gilt auch für das Wertesystem der Frauen.

Alles im Mann hat mit Expansion zu tun. Die Liebe der Männer ist ein territoriales System. Auch innerhalb von Gefühlen und Werten.

Das männliche System ist durch und durch expansiv, es will sich verbreitern und in Besitz nehmen. Das ist seine Aufgabe.

Darüber ist es auch mit der Eigenschaft ausgestattet weibliche Werte und Emotionen an den Rand zu drängen.

Das tut es nicht aus einer generellen Bösartigkeit. Sondern aus einem zwischen Mann und Frau eigentlich bedeutsamen Gleichgewicht. Der

Mann verbreitert und besitzt. Die Frau mildert und vereint.

An dieser Stelle kommt dann das Wesen der Frau als natürliches Gegengewicht ins Spiel:

Die Frau muss die Expansion des Mannes durch weibliche Werte begrenzen.

Das ist ihr Teil der Aufgabe.

Dort wo der Mann expandiert oder rücksichtslos wird, muss sie begrenzen und abmildern.

Auf diese Weise verzahnen sich die Wertesystem zwischen Mann und Frau und streben einer natürlichen Vollständigkeit entgegen.

  • Mann und Frau sind eine gefühlte Werteverhandlung.
  • Männer sind eher die äußeren Arbeiter der Liebe. Frauen die inneren Richtungsgeber.
  • Das männliche System ist generell expansiv. Frauen müssen diese Expansion durch eigene Werte begrenzen.
  • Dieses Zusammenspiel formt ein Gleichgewicht
  • Dieses Gleichgewicht funktioniert nur, wenn Liebe als emotionale Verhandlung und nicht als Zustand oder Hoffnung angesehen wird.

Wie lieben Männer jenseits von Begehren und in echten Gefühlen?

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Frage: Frauen sind also das Gegengewicht zur Welt der Männer?

Der gegenteilige Aspekt in der Liebe der Männer, den sie dann auf ihrer Seite auch immer gegen deren Einfluss schützen und verteidigen müssen?

Thomas Lojek: Ja, es macht Sinn, das so zu sehen.

Eine Frau sollte das Prinzip durchschauen können, was in Wahrheit abläuft, wenn ein Mann sie begehrt und umwirbt.

Denn all die hier geschilderten Zusammenhänge fallen in der Leidenschaft und dem Verlangen der Männer ihr gegenüber zusammen.

Das brennende Verlangen der Männer – in gefühlter Form als Sexualität vorgelebt – ist eine tiefe männliche Sehnsucht nach Werten.

Dieses männliche Drängen ist das unbewusste Verlangen über das Begehren dann in der Frau auf weibliche Werte zu stoßen, die ein Mann nicht so einfach vereinnahmen kann, sondern die ihm und seinem Wesen Ergänzung durch Begrenzung geben können.

Natürlich ist das Begehren der Männer zu einem großen Teil auch immer das reine Bestreben die physischen „Werte“ einer Frau im Sinne der Fortpflanzung zu erobern und in Besitz zu nehmen.

Aber in seiner höheren Form ist auf dem Weg zu dem, was wir Liebe nennen, die „Inbesitznahme“ der Frau durch Sexualität eben auch das Bestreben der Männer sich höhere Werte durch die Gegenwart der Frau anzueignen. Sozial, emotional, persönlich.

Bleibt es bei der reinen Körperlichkeit durch eine Sexualität, die gegenseitig dem Thrill und dem Reiz verpflichtet ist, oder setzt die Frau dem Verlangen des Mannes keine gefühlte und vorgelebte Wertedebatte innerhalb ihrer eigenen Sexualität und innerhalb des Werbens des Mannes entgehen, reduziert der Mann seinen Antrieb gegenüber der Frau eben auch auf diese reine rücksichtslose Inbesitznahme physischer Merkmale ohne höhere Werte.

Sprich: Es bleibt bei reiner Sexualität ohne Liebe und Aufwertung zu einer emotionalen und sozialen Bedeutung für die Frau, mit der er schläft.

Frauen irritiert dieses Ausbleiben der männlichen Liebe nach intensiver Sexualität teilweise zutiefst und erzeugt eine breite Ratlosigkeit unter ihnen.

Weil sie denken, dass sie über Sexualität als angebliche Initialzündung für Beziehungen, Gemeinsamkeiten und „Liebe“ alles richtig machen.

Und wenn das dann aus den hier beschriebenen Zusammenhägen immer wieder ausbleibt, werden unsere Frauen zunehmend wütend auf die Männer und auf die männliche Sexualität.

Weil sich ihnen die Verbindung Sexualität und Liebe dann irgendwann immer wieder nur als die beständige Wiederholung einer Täuschung darstellt, deren höhere Verbindung in höheren Werten sich darüber nie vollständig für sie erfüllt.

Als Resultat haben wir dann genau das, was wir in unserer Welt erleben:

Wütende Männer und wütende Frauen in einem Kreislauf, den sie weder verstehen noch erkennen, von dem sie aber auch nicht ablassen können.

  • Wenn Männer begehren oder werben, ist das eine verstecke Suche nach den Werten der Frau.
  • Wenn eine Frau dem Werben zu schnell nachgibt, versandet die Suche des Mannes nach den Werten dieser Frau.
  • Dieser Zusammenhang bildet die oft trügerische Hoffnung über Sexualität gemeinsam zur Liebe zu finden.

Männer und Liebe: Den Kreislauf der Enttäuschungen abstellen!

Frage: Können Frauen denn vermeiden in diesen Kreislauf gezogen zu werden?

Und wie sollen denn Frauen dann darüber überhaupt noch zur Liebe finden?

Man muss doch irgendwo anfangen zu lieben.

Wenn man nur darauf hofft, dass immer alles richtig läuft, kann doch auch nichts geschehen in der Liebe?

Thomas Lojek: Wir sollten vielleicht einfach mal damit beginnen mit den ganzen „Nicht-Wahrheiten“ aufzuräumen, die man uns als „Wahrheiten der Liebe“ mit auf den Weg gegeben hat.

Der schmerzliche Teil zwischen Mann und Frau sind Täuschungen, die nicht haltbar sind, aber als emotional relevant und bedeutsam angesehen werden.

Einer der Grundtäuschungen in diesem System ist vor allem diese konkrete Herangehensweise an die Liebe: Frauen tauschen ihre Sexualität gegen die Hoffnung auf Liebe ein.

Das ist die etablierte Grundannahme unserer ganzen modernen Beziehungswelt: Sexualität wird gewährt, weil man sich darüber den Auftakt und den Weg in die Liebe erhofft.

Das funktioniert aus den beschriebenen Zusammenhängen heraus aber nun mal nicht.

Jedenfalls nicht in dem Rahmen aus Erwartungen und Hoffnungen, die mit der Liebe verknüpft sind.

Frauen erreichen die wahre Liebe der Männer – das innerste Geheimnis von echter aufrichtiger männlicher Liebe – nur dadurch, dass sie ihnen auch vor der Sexualität schon gezielt vorleben und vorgeben, was sie auch später von ihnen erwarten.

Dieses „Vorleben“ und „Vorgeben“ liest sich hier sehr einfach – ist aber für ganz viele Frauen eine erhebliche Schwierigkeit.

Viele Frauen trauen sich das nicht, weil sie sich selbst viel zu wenig definieren oder von sich den Eindruck haben, dass ihr Wert und ihr Wertesystem inklusive ihrer Erwartungen viel zu wenig darstellen, um beides überhaupt konkret und vielleicht auch fordernd in die Welt zwischen ihnen selbst und den Männern in ihrem Leben zu stellen.

Sie haben eher von sich selbst den Eindruck, dass sie „Liebe brauchen“ oder ihre Gefühlswelt gaukelt ihnen vor, dass sie froh sein können, wenn sie überhaupt „irgendjemand“ liebt.

Das erzeugt Frauen, die nicht wissen was sie wollen.

Abgesehen von einigen dringlich gefühlten Bedürfnissen Gefühle, Zuwendung und Aufmerksamkeit von einem Mann zu brauchen.

Das hat seine Wurzel darin, dass Frauen oft nicht selbst wissen, was ihre Werte sind oder was sie von ihrem Leben und ihrer Liebe eigentlich erwarten können.

Sie haben ein paar „gefühlte“ Grundvorstellungen. Aber so konkret, dass sie ihre innersten Werte und Vorstellung auch ganz klar und aktiv vorleben können, haben nur die wenigsten Frauen eine echte Vorstellung davon, was sie eigentlich wirklich wollen.

Das sind auch insgesamt Spätfolgen einer generellen Lebensweise, in der man uns selten oder kaum wesentliche Werte mit auf den Weg gegeben hat.

Ein Grundproblem liegt also auch darin, dass ein Mangel an „innerer Führung“ unter den Frauen herrscht, wenn es um Männer und Liebe geht.

Und es sind nicht immer nur nur die Tendenzen der Männer, die dann öffentlich als die großen Schwächen der Männer verurteilt werden, wenn es um Liebe und Beziehungen geht.

Die Verbindung Mann und Frau ist ein System aus einer vollkommenen Gegenseitigkeit.

Beide Seiten sind in gleichem Maße an dem Zustand beteiligt, den wir aktuell zwischen Mann und Frau erleben.

  • Frauen finden zur wahren Liebe der Männer, wenn sie ihnen konkret vorleben und damit ebenso konkret vorgeben, was sie von ihnen erwarten.
  • Viele Frauen können ihre Werte nicht vorleben oder trauen sich nicht, weil sie den Eindruck haben die Liebe der Männer zu „brauchen“.
  • Ebenso scheitern viele Frauen daran, dass sie ein paar gefühlte Grunderwartungen an die Liebe haben, aber keine konkret umrissenen und klar definierten Vorstellungen, wie diese Liebe durch Männer als konkretes Verhalten ihnen gegenüber erfüllt werden soll.
  • Die meisten Frauen haben zwar „gefühlte Grundvorstellung“ – aber eben keine konkreten Verhaltensparameter, die sie konkret erlebt und erfüllt sehen müssen, um Liebe zu gewähren und das als echte Beziehung definieren zu können.
  • Dieser Zustand produziert fortlaufende Spannungen zwischen Mann und Frau.
  • Die Spannungen sind keine Schuldfrage sondern ein Resultat unkonkreter Werte.

Liebe statt Frust: Was erzeugt echte Gefühle und wahre Liebe in Männern?

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Frage: Was ist denn die konkrete Schwäche in dem System, wenn Frauen sich zurückhalten und ihre Werte viel zu wenig vorleben oder in die Waagschale zwischen Mann und Frau legen? Wie äußert sich das?

Thomas Lojek: Das weibliche Grundbedürfnis der Frauen von einem Mann an die Hand genommen werden und in ein besseres Leben geführt werden – persönlich und emotional – erzeugt oft eine Tendenz zur Passivität in den weiblichen Gefühlen und Verhaltensweisen innerhalb der Liebe.

Oft auch deswegen weil die innere Erfahrung gar nicht da ist, was diese Werte denn tatsächlich sein müssen.

Und vor allem: Wie diese konkret in Verhalten vorgelebt werden müssen, um in einem Leben tatsächlich vorhanden und nicht nur angedacht zu sein.

Für die meisten Frauen kommt halt irgendwann ein reizvoller Mann über den Weg gelaufen – und Frau ist „verliebt“!

Welches konkrete Wertsystem in konkret vorgelebten Verhaltensweisen die Liebe eines Mannes sein soll, wissen die meisten Frauen jedoch nicht. Sie fühlen irgendetwas und hoffen dann, dass dieses Gefühl die Wirklichkeit zwischen ihr und den Männern herstellen wird.

Und genauso schwammig und unbeständig fällt dann eben auch die Liebe für die meisten Frauen aus.

Klappt es dann immer wieder und immer wieder nicht mit Männer, wie sich diese passive und unkonkret gefühlte weibliche Erwartungswelt das in konturlosen Farben ausgemalt hat, ist das Geschrei groß und die sind Männer sind die Schuldigen der Misere.

Aber die weibliche Abweichung von Erwarten und Vorleben, wird dabei gerne der moralischen Unschärfe der Frauen gegenüber sich selbst geopfert. Gefühlt wird viel – konkret vorgelebt wird wenig.

Da hat das System der Frau eben auch einen blinden Fleck gegenüber sich selbst.

Die Krise zwischen Mann und Frau liegt auch daran, dass Frauen sich viel zu wenig definieren, dafür umso mehr hoffen, wenn es um Liebe und Männer geht.

Wenn nun in diesem allgemeinen Zustand Sexualität dann ebenfalls noch weiter so vorgelebt wird, dass ihr Reiz das erste Ziel ist oder sie als wesentliche Eintrittskarte in ein besseres Leben oder die Liebe allgemein angesehen wird, dann beginnt sich das ganze Dilemma zu drehen: Sexualität wird zu einem Kampf um etwas, das nie erreicht wird, weil niemand vorher definiert vorgelebt hat, was dadurch eigentlich erreicht werden soll.

Und am Ende sind beide Seiten wütend – sowohl Mann als auch Frau – wenn sich dieses „bessere Leben“ durch die Liebe des Anderen nie einstellt und der erste Reiz dann auch noch in Frust und Stress kippt.

Wir bauen uns selbst ein System der Verlierer in der Liebe durch die Art und Weise, wie wir den elementaren Zugang der Liebe umdeuten und missdeuten.

Und diese Verbindung sollte sich dringend verändern, wenn wir als Männer und Frauen gesünder lieben und erfüllter zueinander finden wollen.

  • Frauen können in der Liebe zu Passivität neigen, indem sie mehr gefühlt erwarten als aktiv und verpflichtend einfordern und vorleben.
  • Das weibliche System hat einen blinden Fleck, der verschleiert, dass viele Frauen im Grunde nicht wissen, was sie wollen – aber die Erfüllung dieser unkonkreten Erwartungen dann dem Mann übertragen.
  • Zusammenhang trägt ebenfalls dazu bei, dass Liebe und Sexualität zwischen Mann und Frau Schritt für Schritt manipulativ werden, weil darüber dann zunehmend Aggressionen und enttäuschte Erwartungen ausgelebt werden müssen.

Die Gefühle der Männer

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Männliche Muster der Liebe

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Eigene Täuschungen entlarven: Liebe braucht Ehrlichkeit zu sich selbst!

Frage: Ist das alles nicht insgesamt nicht sehr vereinfacht?

Diese besondere Wechselwirkung zwischen Werten und Sexualität. Was soll denn daran so neu und besonders sein, dass man seine eigenen Werte in Liebe und Beziehungen einfließen lassen soll?

Macht das nicht jeder Mensch ganz automatisch von sich aus?

Ist das nicht der Kern jeder Beziehung?

Thomas Lojek: Es hängt davon ab, wie ehrlich man in diesem Zusammenhang zu sich selbst ist.

Jeder Mensch möchte das gerne von sich glauben. Die Verknüpfung von Wert und Werten als gefühlte Korrespondenz zu Sexualität und Beziehungen mag sich deswegen im ersten Moment tatsächlich erst einmal banal anhören.

Die meisten Menschen werden schlicht und ergreifend denken: „Ja und? Das tue ich doch?!“

Aber so ganz einfach ist das nicht.

Es ist eine feinere Nuance, die man an sich selbst nicht sofort wahrnimmt: Es gibt einen Unterschied zwischen dem angenommenen Selbstbild und dem, was wir in der Realität tatsächlich leben und vorleben.

Ich kann zum Beispiel aus meiner jahrelangen Arbeit auf diesem Gebiet sehr genau sagen, dass das Einbringen und Vorleben echter eigener innerster Werte eben nicht so leicht ist, wie die eigene Vorstellung von sich selbst uns das gerne vormacht.

Denn im Kern ist ausgerechnet dieser Punkt das heimliche Grundproblem zwischen Mann und Frau:

Beziehungsprobleme oder Störungen im eigenen Liebesverhalten sind fast durchweg eskalierte Abweichungen von eigenen gefühlten Werten – die sich dann als Emotionen wahrgenommen und später über Konflikt mit dem Gegenüber ausgelebt werden.

Hinzu kommt: In den meisten Fällen werden in Beziehungen gar keine Werte verhandelt sondern nur Stimmungen und kurzfristig enttäuschte Bedürfnisse.

Die meiste Zeit über sind Menschen eigentlich damit beschäftigt unerfüllte Erwartungen, schmerzliche Erinnerungen, Stimmungen und Launen aneinander abzuarbeiten.

Es sind viel weniger echte Werte von Dauer und Bedeutung zwischen uns im Spiel als wir das uns gerne vormachen.

In den meisten Fällen frönen wir eher Stimmungen als echten Werten.

  • Das Hauptproblem zwischen Mann und Frau: Nicht zu wissen, was man will!
  • Die meisten Menschen haben ihre Werte nie konkret definiert oder erforscht und haben deswegen nur ein Bündel aus unkonkreten gefühlten Erwartungen innerhalb von Liebe und Beziehungen. Entsprechend fallen diese Beziehungen unkonkret und emotional anfällig aus.
  • In den meisten Beziehungen oder Liebeserfahrungen werden keine Werte verhandelt sondern nur Stimmungen.

Die beständige Liebe mit den Männern und in sich selbst finden

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Frage: Was ist denn in Liebe und Beziehungen der genaue Unterschied zwischen „Über Stimmungen oder Bedürfnissen streiten“ und „Über gefühlte Werte emotional verhandeln“?

Thomas Lojek: Echte Werte sind nicht so leicht vorzuleben und zu bewahren, wie über unerfüllte Bedürfnisse zu streiten. Das ist ein bedeutsamer Unterschied, der an sich selbst nicht ganz leicht zu erkennen ist.

Der Streit mit dem Anderen und die Enttäuschung über den Anderen ist einfacher und mit unserem Selbstbild verträglicher als der Wahrheit der eigenen Werte auf den Grund zu gehen und diese vorzuleben.

Stimmungen, schmerzliche Erinnerungen und kurzfristig unerfüllte Bedürfnisse werden über dieses Ausweichverhalten oft viel wichtiger gemacht als es uns selbst und den Werten, die wir eigentlich in einem Leben finden und verkörpern wollen, gut tut.

Und genau das nimmt dann die Energie von den wirklich bedeutsamen emotionalen Verhandlungen über gefühlte Werte, die von tatsächlicher und langfristiger Bedeutung sind.

Dass diese kurzfristige emotionale Kleinlichkeit durch Stimmungen oder die nagende Lücke durch gefühlte Defizite uns immer wieder täuscht oder auf Abwege bringt, ist eine nagende Lücke im eigenen Selbstbild, die wir nur ungerne an uns selbst wahrnehmen.

Also wird generell reflexartig behauptet, dass wir sehr wohl echte Werte in unsere Beziehungen tragen und dass das ganz selbstverständlich ist. In Wahrheit arbeiten wir nur Defizite, Zweifel, Launen und emotionale Lücken darin ab.

Diesen Unterschied zu erkennen und vor sich selbst zugeben zu können, ist nicht ganz einfach für uns Menschen.

Deswegen ist das schnelle Abwinken: „Ich verteidige und lebe sehr wohl meine Werte in meinen Beziehungen. Das ändert aber auch nichts!“ selten wirklich ehrlich und oft nur Teil dieser komplexen Selbsttäuschung.

Der wirkliche Teil mit den echten Werte fehlt uns in einem großen Maße im Leben, weil man uns den Zugang dazu nie oder kaum vorgelebt oder als innere Richtungsschnur für ein Leben mitgegeben hat.

Die meisten Menschen haben Emotionen – aber das sind nicht gleich Werte.

Emotionen sind ohne Verbindung zu Werten ein launisches Auf- und Ab oder ein Chaos, das sich dreht, aber nie eine echte Richtung formt.

Die unbequeme Wahrheit hinter diesem besonderen Unterschied ist, dass zu wenig Wert und Werte verhandelt und zu viel auf Reiz und der Abarbeitung von inneren oder äußeren Hoffnungen gesetzt wird. Das macht Liebe weniger erfüllend als anstrengend und frustrierend.

  • Das menschliche Selbstbild bildet eine komplexe Selbsttäuschung: Es will vorgaukeln, dass in Leben, Liebe und Beziehungen aktiv Werte gelebt und verteidigt werden – in Wahrheit werden in den meisten Fällen nur kurzfristige Stimmungen abgearbeitet.
  • Emotionen ohne Verbindung zu echten Werten bilden nur ein unbeständiges und launisches Auf- und Ab ohne Richtung.
  • Zuviel Fokus auf Reiz oder auf die Bewältigung einer inneren Hoffnungen auf Liebe, machen die Liebe anstrengend und weniger erfüllend – die Verhandlungen von echten Werten in der Liebe und durch die Liebe, kann die Beziehungen von Mann und Frau jedoch dauerhaft zusammenhalten.

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Männer verstehen: Liebe, Sehnsucht, Gefühle! Wie liebt ein Mann?

Männer verstehen: Gefühle, Liebe und Beziehungen

Wie funktionieren die Gefühle der Männer? Wie bauen sie Liebe und Beziehungen auf? Und was bedeuten Romantik und Nähe für sie in Beziehungen?

Schnell-Check: Macht dieser Artikel für dich Sinn?

  • Blickst du häufig nicht durch, wenn es um Männer, Liebe und Beziehungen geht?
  • Sind Leben und Liebe mit Männern für dich oft verwirrend oder anstrengend?
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Du wirst hier alles erfahren, was du wissen musst, um Männer wirklich zu verstehen und dadurch gelassener, gelöster und emotional voller Selbstvertrauen lieben zu können! 

Autor Thomas Lojek und Partnerin

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Männer verstehen: Warum ausgerechnet diesen Artikel lesen??

Thomas Lojek, Autor von “Die Gefühle der Männer: Männliche Muster der Liebe 1 & 2″, “Einen Mann emotional dauerhaft binden”, “Wahre Liebe statt Geliebte sein” und “Das geheime Muster der Liebe”… 

… beschreibt hier die genauen emotionalen Zusammenhänge, wie Männer lieben und wie sie ihre Gefühle innerhalb von Beziehungen empfinden.

Tipp: Was ist für dich drin, wenn du diesen Artikel liest?

Neue Einsichten, die dir helfen werden gelassener zu lieben.

Und Männer realistischer, aber auch gleichzeitig liebevoller, betrachten zu können. 

Du wirst lernen, die Widersprüchlichkeit in der männlichen Liebe besser zu verstehen.

Das wird dich emotional stärker und zuversichtlicher machen, wenn es um die Liebe und Beziehungen geht.

Fangen wir an… 

Männer verstehen in Liebe und Beziehungen 

Die wichtigsten Inhalte in diesem Artikel

  • Wodurch unterscheidet sich die Liebe der Männer von der Liebe der Frauen?
  • Warum gehen Männer mit ihren Gefühlen ganz anders um als Frauen?
  • Was erwarten Männer innerhalb der Liebe?
  • Was wollen Männer in der Liebe erreichen?
  • Wie empfinden Männer Nähe?
  • Was bedeutet Männern Nähe und wie gehen sie mit Nähe um?
  • Wann fühlt sich Liebe für einen Mann richtig und vollständig an?
  • Unterschiede zwischen Mann und Frau im Aufbau von Beziehungen.

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Männer verstehen: Wie funktionieren die Gefühle der Männer?

1. Kapitel: Wie lieben Männer? Ein ehrlicher Blick in die männliche Liebe!

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Wenn du als Frau Männer verstehen möchtest – vor allem innerhalb der Liebe – dann solltest du dir von Anfang an bewusst machen, dass Männer anders fühlen.

Die Liebe der Männer hat eine ganz andere Natur und eine ganz andere Bewegungsrichtung als die Liebe der Frauen.

Männer fühlen und lieben viel gradliniger.

Es ist grundsätzlich wichtig, genau das zu begreifen, wenn du Männer verstehen willst: Männer lieben gradlinig.

Was bedeutet das?

Durch die Gradlinigkeit der männlichen Liebe hat die Liebe für Männer eine gewisse Form und immer eine gewisse Logik.

Oder sie sollte zumindest für den Mann eine gewisse Logik haben.

Hat sie es nicht, steht der Mann schnell ratlos vor dem Phänomen Liebe und kann im Grunde nicht viel damit anfangen.

Frauen können mit der Formlosigkeit der Liebe oder mit Liebe als ein „reines Gefühl“ viel besser umgehen als Männer.

Grauzonen, Unschärfen und das Ausweiten von emotionalen Grenzen sind für Frauen ganz natürliche Phänomene der Liebe.

Für Männer sind sie das nicht.

Die Grauzonen der Frauen behagen den Männern nicht.

Vor allem wenn diese Grauzonen innerhalb der eigenen Beziehung auftauchen. Das mögen Männer so gar nicht.

Wenn du Männer verstehen und ihre Art zu lieben begreifen möchtest:

Richtung, klare Begrenzung und Ziel und Zweck – das wäre für Männer der ideale Verlauf der Liebe.

Stop! Kurze Pause Für ein konkretes Beispiel

Schauen wir uns einmal an, wie sich dieser Unterschied zwischen Mann und Frau konkret äußern kann.

1. Frauen: Worüber sprechen Frauen, wenn sie alleine sind? Sehr oft über “schwierige” emotionale Situationen und Beziehungen?

Über widersprüchliche Charakter-Eigenschaften von Partnern, Kindern oder innerhalb einer Familie?

Ist der Austausch in der Situation dann nicht oft wichtiger als eine konkrete Lösung oder Kategorisierung der Person?

2. Männer: Wie oft debatieren Männer über die Gefühle, den wahren Charakter und die persönlichen und emotionalen Schwierigkeiten eines Fussballspielers?

Wie oft hast du das schon mal erlebt?

Bewerten sie nicht viel eher seine Leistung, seine Ergebnisse – und ordnen ihn als “gut” oder “schlecht” ein… als Könner oder Versager?

Willkommen im Widerspruch: 

Männliche Gradlinigkeit vs. weibliche Grauzonen!

Dieser besondere Widerspruch in der Welt von Mann und Frau formt jeweils eine andere Form der Wahrnehmung und darüber auch einen unterschiedlichen Fluss der Gefühle.

  • Männer mögen Kategorien, Leistungen, Ziele.
  • Männer sind tendenziell eher kategorisch und zielgerichtet.
  • Frauen sind fähig Grauzonen, Schwierigkeiten und reine Gefühle zu empfinden.
  • Frauen sind dadurch tendenziell emotionaler, weicher, geduldiger, verständnisvoller.

Dieser Widerspruch prägt die unterschiedliche Wahrnehmung von Mann und Frau.

Der Widerspruch der männlichen Gradlinigkeit in Gefühlen

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Wie das beschriebene Beispiel zeigt: Männer beurteilen generell viel stärker und suchen nach den Vor- und Nachteilen oder nach den objektiven Ergebnissen und Leistungen von Personen oder Phänomenen.

Männer empfinden zielorientierter. Und in Kategorien.

Diese Tendenz zur zielorientierten Empfindung und den deutlichen Unterscheidungen “das will ich/akzeptiere ich” und “das will ich nicht/akzeptiere ich nicht” ergibt sich aus der männlichen Eigenschaft des Begehrens.

Das Begehren ist der innerste Antrieb im männlichen Wesen.

Männer wollen haben oder sie wollen nicht haben.

Will ich! Will ich nicht!” sind die zwei Linien auf denen sich breite Teile der männlichen Psychologie vornehmlich bewegen.

Selbst in einer Beziehung – wenn Männer manchmal angeblich nicht wissen, was sie wollen – wissen sie dennoch immer sehr genau, dass sie wollen, dass die aktuelle Grauzone aus “Ja und doch irgendwie Nein!” möglichst schnell aufhört.

Frauen können diese Formen von Grauzonen in Beziehungen oder schwierigen Situationen besser aushalten.

Es ist nicht so, dass Frauen nicht unter solchen Phasen leiden.

Aber sie haben etwas mehr innere Geduld und Verständnis für einen Zustand aus komplexen Gefühlen.

Sie geben diesem Zustand mehr Zeit, Raum und Geduld. 

Männer haben das weniger ausgeprägt.

Sie sind Wesen, die begehren (müssen).

Und ein “Ja und doch irgendwie Nein” ist kein zielgerichtetes Begehren.

Zeiten und Erfahrungen aus komplexen und widersprüchlichen Empfindungen erfordern Geduld und ein nicht-kategorisches Verständnis.

Das fällt Männern schwer.

Männer ziehen sich dann sich dann lieber aus einer Beziehung zurück.

Sie suchen sich Zerstreuung, widmen sich ihren typischen Männer-Spielzeugen.

Sie flüchten in Arbeit.

Oder sie lassen sich sogar auf andere Frauen ein – nur weil sie etwas gegen diese Grauzone der Gefühle tun wollen.

Tun ist für Männer besser als Geduld für Gefühle aufzubringen.

Tun ist Begehren – und das liegt ihnen mehr.

Natürlich ist das oft nur eine “Flucht nach vorn”. Und sehr oft ohne die Geduld, die die Situation eigentlich bräuchte. 

Kein Zweifel: Frauen geht das nicht unbedingt anders.

Und natürlich verrennen sich auch Frauen gerne mal in ähnliche Verhaltensweisen. 

Und doch: Frauen haben immer einen Hauch mehr Geduld und Verständnis für die Unschärfen des Lebens.

Das macht sie generell etwas weicher, nachgiebiger und besser gewappnet für die unausweichlichen Grauzonen im Leben.

Männer wollen das nicht.

Sie wollen unterscheiden, Kategorien haben und konkreten Sinn und Zweck in Emotionen finden.

Weil sie dadurch einem bestimmten Ziel durch Begehren folgen können.

Das macht für sie die Welt einfacher und begreifbarer.

Die Welt der Männer ist “einfacher”, weil Begehren ist ein gradliniges Phänomen. Es läuft immer auf ein bestimmtes Ziel zu.

Männer funktionieren über diese Eigenschaft also emotional immer etwas “einfacher”, viel gradliniger und logischer (auch wenn sich Frauen diese Logik nicht unbedingt erschließt, weil sie das aus ihrer Perspektive heraus ganz anders betrachten).

Männer wollen von A nach B leben (und lieben)!

Immer dem Logik des Begehrens “Da will ich! Das will ich nicht!” entlang!

Kurz: Männer sind Wesen von Begehren und Kontrolle.

Beide Phänomene gehen psychologisch im Mann Hand in Hand.

Zusammengefasst: Männer bewerten eher, als dass sie empfinden.

Sie suchen sich lieber etwas, das sie begehren und ins Visier nehmen können, statt die schwierigen Grauzonen des Lebens oder Beziehungen durchzustehen.

Einfach, direkt und nützlich ist “gut” im männlichen Weltverständnis – auch wenn es um Frauen, Liebe und Beziehungen geht.

Männer von der anderen Seite des Lebens betrachten

Das alles muss als Eigenschaft im Mann nicht tendenziell schlecht sein.

Männer bewegen sich damit auf der anderen Seite des Lebens und stellen ein Gleichgewicht zu den Frauen her.

Oft können sich Frauen ewig im Kreis drehen.

Dann muss noch dieses und jenes gefühlt und ergründet werden!

Jeder Nebensatz muss gedeutet und in seiner emotionalen Relevanz verstanden werden!

Jedes Gefühl beachtet – und jedem noch so kleinem Unterschied eine wesentliche Hauptrolle eingeräumt werden. 

Sehr oft kommen Frauen darüber auch nicht weiter. 

Oder sie bringen auch dann immer noch viel zu viel Geduld mit schwierigen Umständen oder eigentlich unerträglichen Menschen auf, obwohl bis dahin ein simples gradliniges “Basta!” schon längst ein kleines Wunder bewirkt hätte.

Männer haben über ihre Tendenz kategorischer zu handeln und zu fühlen weniger Geduld in diesem Momenten. 

Männer handeln unter diesen Eindrücken viel eher und direkter.

Auch wenn es oft nur in Rückzug oder ein schroffes “Mir reicht es jetzt!” mündet.

Frauen bewerten dieses Verhalten des Mannes in der Regel jedoch dann ganz anders – vor allem in ihren Beziehungen.

Als passiv, feige oder als Flucht in Aggression oder Gefühlsarmut.

Aber die Psychologie dahinter ist eine (männliche) Form von Begehren mit Ziel und Zweck:

“Ich will diese (weibliche) Grauzone nicht. Schluss damit!”

Umgekehrt mildern Frauen über ihre Eigenschaften die oft starrsinnige Gradlinigkeit der Männer durch mehr Gefühl, Verständnis und Geduld.

Zusammen können diese Eigenschaften einen höheren Sinn für das Miteinander ergeben.

Wenn man diese Unterschiedlichkeit im Anderen akzeptiert und bereit ist sie zu leben, statt sie zu bekämpfen, ständig zu kritisieren oder unablässig im Partner verändern zu wollen.

Schnell-Tipp: Etwas gelassener mit den Widersprüchen im Anderen umgehen und lieber durch eigene vorgelebte Eigenschaften abmildern, statt sie im Gegenüber zu bekämpfen.

Es ist ein Weg der Mitte. Jede Emotion im Umgang mit Männern als solches zu begreifen, wird dich entspannter und generell gelassener machen. 

Die emotionalen Erwartungen der Männer verstehen

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Männer erwarten also insgesamt ein anderes Empfindungsbild in der Liebe:

Etwas gradliniger, etwas logischer und oft auch etwas zu kategorisch.

Das erfüllt sich innerhalb von Liebe und Beziehungen natürlich so nie vollständig, weil Leben, Liebe (und Frauen) ihre ganz eigenen Regeln haben und sich wenig um den Starrsinn der Männer kümmern.

Aber aus dieser generellen Wunschrichtung heraus gehen Männer zumindest ihre Beziehungen an.

Bis diese dann von der Wirklichkeit und Andersartigkeit der Frauen deutlich durchgemischt werden.

Und Frauen müssen genau das tun – die Gefühle der Männer durcheinander bringen!

Ansonsten wäre die Liebe durch die strikten Vorstellungen der Männer viel zu starr und zu leblos.

Erst durch die Andersartigkeit von Mann und Frau bekommt Liebe ihre Dynamik und Vollständigkeit.

Und das gleiche Prinzip gilt auch für dich als Frau:

Die Männer werden dich mit ihrer Andersartigkeit verwirren und sicherlich oft ratlos machen.

Du kannst allerdings nach und nach lernen, dass das genau so sein muss.

Und dass das dir genauso gut innere Stärke und Zuversicht liefern kann, wenn du verstehst, dass damit eine unsichtbare Balance aus Widersprüchen zwischen dir und den Männern gebildet wird.

Wo der Mann das Alpha ist, bist du das Omega.

Was für ihn absolut logisch ist, erzeugt in dir ganz sicher den Wunsch dir die Haare zu raufen.

Und wenn dir im Gegenzug eine Sache glasklar erscheint, kannst du davon ausgehen, dass der Mann praktisch nur Bahnhof versteht.

Aber zusammen bildet sich daraus eine unsichtbare Balance zwischen dir und der Welt der Männer.

Und man kann lernen, diese Balance für sich zu nutzen.

Denn immerhin konkretisiert die Andersartigkeit des Anderen auch das, was einen selbst ausmacht.

Die unsichtbare – allerdings widersprüchliche – Balance zwischen Mann und Frau ist deswegen auch nie eine reine “Harmonie” oder ein ständiges “bequemes Glück”!

Sie ist in vielen Aspekten aus gutem Grund fordernd und verwirrend.

Denn genau das drückt beide Seiten regelmäßig aus ihrer Komfortzone heraus und hinein in neue Erfahrungen und Welten zwischen Mann und Frau.

Die gegenseitige Widersprüchlichkeit zwischen Männern und Frauen mischt ständig die Karten neu.

Und zwingt uns beweglich zu bleiben, eigene Stärken zu entwickeln, Schwächen auszugleichen und vor allen nie einzuschlafen in einer falschen Vorstellung von Glück und Harmonie.

Das ist gut und gesund. Auch wenn es manchmal nervt oder immer mal wieder anstrengend und unbequem ausfällt.

Als Frau musst du über diesen Zusammenhang damit leben, dass Männer nun einmal anders lieben und empfinden – und das sehr oft gegensätzlich zu dir.

Aber zusammen ergibt das später ein übergeordnetes und vollständiges Bild.

Wenn Männer vor den Grauzonen flüchten, dann auch deswegen, weil Frauen diese auch durchaus übertreiben können.

Dafür weicht eben diese weibliche Fähigkeit der Grauzonen oft den Starrsinn oder das Schwarz/Weiß-Denken der Männer auf oder macht es ihnen unmöglich sich zu bequem darin einzurichten.

Ein guter Partner ist auch immer etwas “Pain in the Ass” – eine nervige Erinnerung, dass wir nie so perfekt und vollständig sind, wie wir das von uns manchmal gerne annehmen würden.

Schnell-Tipp: Ein guter Partner ist auch immer ein bisschen “Pain in the Ass” und eine gute Liebe ist niemals zu viel Komfortzone!

Was als erster Schritt entscheidend ist: Männer lieben anders.

Und wie das genau ausfällt und was das für dich als Frau bedeutet, schauen wir uns in den nächsten Abschnitten genauer an.

Checkliste Männer verstehen

  • Männer lieben gradliniger als Frauen.
  • Die männliche Liebe verlangt immer eine gewisse Logik: Richtung, Ziel, Zweck.
  • Reines Gefühl an sich ist für Männer kein echter Wert und zu unkonkret.
  • Richtung, Begrenzung, Ziel und Zweck – der ideale Verlauf der Liebe für Männer.
  • Frauen müssen die Vorstellung und Erwartungen der Männer innerhalb der Liebe durch ihre Andersartigkeit immer etwas durcheinander zu bringen – das ist ihre natürliche Aufgabe!
  • Durcheinanderbringen verhindert falsche Komfortzonen in der Liebe.
  • Ein guter Partner ist auch mal anstrengend. Sinnvoll anstrengend.

Tipp Männer verstehen: Die Liebe der Männer ist ihrem Naturell nach ganz anders als die Liebe der Frauen.

Als Frau solltest du von Männern keinen weiblichen Umgang mit Gefühlen, Liebe und Bindungen erwarten.

Es ist besser, wenn du ihre Welt durch deinen weiblichen Umgang mit der Liebe ergänzt und ruhig auch ein bisschen durcheinander bringst.

Das sorgt für dauerhafte Anziehung zwischen euch durch gelebte Unterschiedlichkeit!

2. Kapitel: Die Liebe der Männer: Vom formlosen Gefühl zur anwendbaren Form!

Männer sind also immer etwas logischer in der Liebe.

Zielgerichteter.

Aber was bedeutet das eigentlich genau?

Welche Logik steckt in der männlichen Liebe?

Und warum ist sie dadurch anders als die Liebe der Frauen?

Die Logik in der Liebe der Männer hat ihrer Natur nach immer eine bestimmte Richtung: Sie will erreichen, erobern und einnehmen.

Diese “Gradlinigkeit” der männlichen Liebe fließt vornehmlich in die männliche Eigenschaft des Begehrens.

Begehren ist der Kern aller männlichen Eigenschaften und Begehren setzt ein Ziel, ein “Objekt des Begehrens” voraus.

Männer lieben auch deswegen weniger (in einem weiblichen Sinne) “gefühlvoll”, weil ihre emotionale Struktur mit der Vorstellung des Objektes, der Ziele verbunden ist.

Männliche Liebe will auf etwas zufließen, statt etwas zu umgeben, einzuhüllen und zu verschmelzen, wie es eher die emotionale Tendenz in der Liebe der Frauen ist.

Männer lieben auf diese Weise anders als Frauen. Zielorientierter, durchsetzt von konkreten Absichten und im Grunde auch immer etwas egoistischer.

Willst du Männer verstehen, dann ist wichtig zu begreifen: Die Liebe an sich und als reines Gefühl ist für Männer erst einmal kein wesentlicher Anreiz.

Das ist viel zu formlos und zu unkonkret für die männliche Welt.

Stop: Kurze Erklärung und ein Beispiel

Die großen Liebesfilme und Liebesgeschichten der Welt drehen sich vor allem darum, dass sich Paare nicht bekommen.

Dass sich große Schwierigkeiten und große Dramen zwischen eine große Liebe drängen und dass deswegen gelitten, gekämpft und gestorben wird.

Während Frauen schluchzend zum Taschentuch greifen, fragen sich Männer in der Zeit, was der ganze Unsinn eigentlich soll?

Wozu soll das gut sein, tiefgreifend für eine Liebe zu leiden, sich zu verzehren und vor allem, sich das ganze Drama auf die Schultern zu laden?

Völlig unverständlich!

Männer-Filme handeln davon, wie man einem Pulk von Feinden und Bösewichtern etwas auf die Glocke gibt, um sich am Ende die schöne Frau zu sichern.

Das Bekommen ist den Männern wichtiger als das Fühlen, Schmachten und Leiden in den Frauen-Geschichten.

Männer sind pragmatisch: Bösewichte erschlagen. Frau bekommen. Gut ist!

Was bedeutet das? Männer wollen bekommen. Frauen wollen fühlen.

Natürlich wollen Frauen auch einen/ihren Mann bekommen – aber was sie dabei fühlen, ist oft wichtiger als das tatsächliche Erreichen.

Eine unerfüllte Liebe kann eine Frau zum Beispiel emotional viel bedeutsamer und länger beschäftigen als eine funktionierende Beziehung.

Im Mann lebt die Motivation: “Ich habe alle Monster/Feinde erschlagen. Jetzt habe ich die schönste Frau der Welt. Und damit ist auch gut!”  

Das ist eine zielgerichtete Form der Liebe: “Ziel gefunden, Schwierigkeiten überwunden, Ziel erreicht! Ich bin ein Held!”

Für Frauen sind die Schwierigkeiten auf dem Weg zu Liebe und das, was man auf diesem Weg fühlt dagegen oft viel wichtiger und entscheidener.

Das reine Gefühl kann eine Frau viel länger beschäftigen als den Mann.

Und darin unterscheiden sich gewisse Aspekte der Liebe in Mann und Frau:

Frauen lieben emotional.

Männer lieben eher zielbezogen und pragmatisch.

Natürlich überschneidet sich das in beiden Welten hin und wieder.

Frauen können natürlich ebenso pragamtisch in der Liebe oder Partnerwahl sein.

Aber Frauen haben (…zumindest irgendwann oder ab und zu…) einen emotionalen Überhang, der das Gefühl wichtiger macht als das Ergebnis.

Und darin sind Männer eben tendenziell anders gestrickt.

Männer verstehen: Wie lieben Männer ganz konkret

Die männliche Welt ist über diese Eigenschaft durchsetzt vom Streben nach Nutzwert.

Also sollte auch die Liebe für Männer einen gewissen “Nutzwert” haben, damit sie sich dafür interessieren.

Für Männer muss sich Liebe vom formlosen Gefühl in eine konkrete und anwendbare Form verwandeln.

Wenn du Männer verstehen willst, dann solltest du sie immer über den genauen Weg betrachten, den ihre Liebe durchläuft:

Vom Gefühl hin zur Form hin zum Nutzen – so geht die innere emotionale Logik ihren Weg durch die männliche Art zu lieben.

Nur Gefühl ohne Form und Nutzen, ist für Männer kein erstrebenswerter Zustand.

Männer sind die Handwerker der Liebe – für sie muss die Liebe in Attribute wie nützlich, erlebenswert und handfest münden, ansonsten geht sie in ihrer Form als reines Gefühl völlig an der männlichen Natur vorbei.

Der erste Nutzwert, den man in der Schnittmenge zwischen Mann und Frau findet, ist natürlich erst einmal Sexualität.

Männer sind auch deswegen so sexuell, weil das für sie den Nutzwert herstellt, den sie in der Liebe finden müssen, damit sie sich richtig und stimmig anfühlt.

Das Ideal der reinen Liebe ohne Sexualität aber voller Gefühl erzeugt über den Köpfen der Männer nur ein riesiges Fragezeichen: „Wozu soll das gut sein?“

Checkliste Männer verstehen

  • Die Liebe der Männer will erreichen und erobern.
  • Männer verlangen in den Gefühlen der Liebe immer einen gewissen Nutzwert.
  • Der Weg der männlichen Liebe: Vom Gefühl zur Form zum Nutzen.
  • Männer sind die Handwerker der Liebe – für sie sollte Liebe praktisch und konkret sein!
  • Sexualität schafft für Männer den gefühlten Nutzwert innerhalb der Liebe.

Tipp – Männer verstehen: Je konkreter und pragmatischer eine Liebe ausfällt, desto besser kommen Männer mit ihr zurecht.

Sexualität solltest du als Frau emotional nicht überbewerten – für Männer ist sie nur eine Bestätigung, dass eine Liebe auch immer einen praktischen und konkreten Nutzen hat.

Auf diese Weise fühlt sich die Liebe richtiger und stimmiger für Männer an!

Wenn du in all das zu viel interpretierst und hineindeutest, wird dich das Leben mit Männern schnell frustrieren.

Männer sind da sehr einfach und bodenständig gestrickt und werden daher nie deinen vollständigen emotionalen Erwartungen entsprechen. Das ist ihre Art zu lieben.

Und die ist anders als deine!  

3. Kapitel: Männer und Liebe: Nähe und der Aufbau von Vertrautheit

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Die Gefühlswelt der Männer bewegt sich in der Liebe also insgesamt immer viel klarer und direkter.

Die männliche Liebe will sich auf etwas zubewegen.

Das männliche Naturell verfolgt generell lieber Ziele und Absichten. In allen Bereichen.

Also auch auf der Ebene der Gefühle.

Die männliche Liebe möchte deswegen immer gewisse Ziele und die Flussrichtung auf etwas zu empfinden, statt nur ein Gefühlswert an sich zu sein.

Männer verstehen ist auf diesem Gebiet daher gar nicht so schwer: Es geht auch hier um das Erobern und Erreichen.

Was dieses „Erobern“ und „Erreichen“ primär für die männliche Liebe sein soll, ist natürlich leicht zu erraten.

In der Liebe der Männer ist das erstes Ziel natürlich immer erst einmal: Die Sexualität der Frau soll „eingenommen und erobert werden“!

Das ist er erste und der konkreteste Nutzwert der Liebe in der Welt der Männer.

Das vermittelt ihnen die emotionale Logik, dass sie dadurch in der Liebe etwas erreichen und für sich in Besitz nehmen.

Wenn das geschieht, ist für Männer schon mal ein ganz wesentlicher Teil der Liebe erfüllt.

Die Sexualität der Frau übersetzt quasi für Männer dieses Bedürfnis und stellt ihnen das Gefühl aus: „Angekommen!“

Natürlich haben Frauen in Sachen „Angekommen!“ eine ganz andere Vorstellung deswegen geht der „Spaß“ danach dann auch erst richtig los.

Im Grunde ist auf diese Weise um Sexualität ein ewiger Disput zwischen Mann und Frau gestrickt:

Der Mann empfindet dadurch einen großen Teil der Liebe als erfüllt – Frauen tendieren dagegen dazu sexuelle Intimität erst als einen Anfang von „Etwas“ zu sehen.

Dieses „Etwas“ ist eben in Mann und Frau ganz anders geformt.

Das „Etwas“ inklusive aller Gefühle und dem Drang nach Verbundenheit nach gemeinsam erlebter Sexualität ist für Männer viel schwerer zu greifen, weil sich in ihrem Weltverständnis der wichtige Teil – der pragmatische und nützliche Teil – der Liebe damit schon erfüllt hat.

Dieses ganze Sammelsurium an weiteren Aspekten der Liebe und – Gott bewahre! – all dieser weiblichen Grauzonen nach der Sexualität ist für Männer so schwierig zu fassen.

Weil das alles im Verständnis der männlichen Welt eben nie unmittelbar nützlich ausfällt.

Auch wenn es langfristig natürlich viel bedeutsamer ist, weil hier die Grundlagen echter Beziehungen gelegt werden.

Aber es ist halt nicht unmittelbar nützlich, noch direkt greifbar lustvoll oder in einem männlichen Sinne unterhaltsam.

Männer haben dadurch auf diesem Gebiet eine gewisse Kurzsichtigkeit.

Allerdings nicht unbedingt in einem negativen Sinn, denn ihre Natur betrachtet das Phänomen einfach aus einem ganz anderen Blickwinkel.

Sie sind kurzfristig pragmatischer und handfester – und nicht so orientiert an langfristigen Vorstellungen aus Romantik und Verbundenheit.

Das macht sie auch oft etwas entspannter und nicht gleich so überemotional engagiert.

In manchen Abschnitten und Phasen von Leben und Beziehungen kann das durchaus auch mal von Vorteil sein.

Während manche Frauen nach jeden Kuss gleich vom “Prinzen ihres Lebens träumen”, kann ein männliches und unaufgeregtes “Mal sehen, es läuft…”durchaus ein sinnvolles Gleichgewicht herstellen.

Das bedeutet: Auch wenn diese Kurzsichtigkeit der Männer Frauen tendenziell gegen den Strich geht – in ihr liegt durchaus ein verborgener Sinn: Sie erzeugt Unterschiedlichkeit.

Und diese Unterschiedlichkeit mischt die Karten zwischen Mann und Frau immer wieder neu und hält sie beschäftigt.

Und genau das führt sie immer wieder zusammen.

Checkliste Männer verstehen

  • Das Gefühl „Angekommen“ bauen Männer und Frauen in der Liebe aus ganz unterschiedlichen Richtungen auf.
  • Männer beziehen ihre Bestätigung innerhalb der Liebe zu einem großen Teil aus Sexualität, Frauen eher aus einem vertrauten Miteinander.
  • Verbundenheit und Nähe nach Sexualität ist für Männer schwieriger zu begreifen, weil darin kein kurzfristig fühlbarer Nutzwert liegt.
  • Dieser Unterschied erzeugt in Männern eine gewisse emotionale Kurzsichtigkeit
  • Diese Kurzfristigkeit der Männer ist nicht zwangsläufig negativ – sie fördert Unterschiedlichkeiten und Dynamiken zwischen Mann und Frau.

Tipp – Männer verstehen: Als Frau solltest du die Zeit nach Intimitäten nie überbewerten. Männer sind etwas kurzsichtiger, weil sie auf dieses Phänomen aus einer anderen Perspektive heraus betrachten. Als Frau solltest du nie kurzfristig überreagieren, wenn du aus deiner weiblichen Perspektive heraus den Eindruck hast, dass Männer auf diesem Gebiet generell ein emotionales Defizit haben. Als Frau gewinnst du gegenüber Männern immer über die langfristigen Einflüsse und nie über die kurzfristigen.

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Männer verstehen Kapitel 2:

Liebe, Sehnsucht, Gefühle! Wie liebt ein Mann?


Männer verstehen: Einsichten in wichtige emotionale Zusammenhänge innerhalb der Liebe der Männer!

Gefühle, Romantik, Treue, emotionale Bindungen… wie hängt das alles für Männer zusammen?

Und wie verbindet sich dieses emotionale Puzzle-Spiel im Mann zu der wundervollen Einsicht: “Ich liebe diese Frau!” 

Schnell-Check: Lohnt es sich für dich diesen Artikel zu lesen?

  • Bist du dir manchmal nicht sicher, was Männer eigentlich wirklich suchen?
  • Bist du öfter unsicher darüber, was Männer in Beziehungen mit dir suchen?
  • Hast du den Eindruck, dass Männer unemotional sind? Zu verschlossen?
  • Nervt dich der Mangel an Romantik? Oder übertreiben es Männer manchmal damit?
  • Blickst du manchmal nicht durch, wie Männer wirklich (für dich) fühlen?

Hier bekommst du Antworten, die du so noch nirgendwo gelesen hast!

Du hast hier die Chance deine nagenden Zweifel und Unsicherheiten über Männer oder in Beziehungen los zu werden!

Hier findest du deinen persönlichen Grundstein, um Männer wirklich zu verstehen:

Ihr Gefühle, Bindungen und Absichten!

Und das wird dich sicherer und zuversichtlicher in deinen eigenen Gefühlen machen!

Tipp: Was ist für dich drin, wenn du diesen Artikel liest?

Du wirst dir in Zukunft weniger einen Kopf machen müssen, über die Gefühle der Männer.

Du wirst besser verstehen, wie die Gefühle und Bindungs-Emotionen der Männer wirklich funktionieren.

Und welche Bedeutung du in diesen Gefühlen hast oder haben kannst.

Das gibt dir die Chance etwas gelassener und gelöster zu lieben und entspannter mit Männern leben zu können:

Alles halb so wild!

Wenn du verstehst, wie die Gefühle der Männer wirklich funktionieren.

Autor Thomas Lojek und Partnerin

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Video Thomas Lojek: Männer emotional verstehen

Überblick: Worum geht es in diesem Artikel?

Männer verstehen: Thomas Lojek, Autor von Gebrauchsanleitung Mann: Die Gefühle der Männer und Das geheime Muster der Liebe, schildert in diesem zweiten Teil seiner dreiteiligen Artikel-Serie zum Thema

„Männer verstehen“

die Art und Weise, wie Männer mit Emotionen und Gefühlen innerhalb der Liebe umgehen.

  • Was macht eine Beziehung für Männer sinnvoll und erlebenswert?
  • Was bedeuten Romantik und Sehnsucht für Männer?
  • Sind Männer im Grunde emotional weich und gefühlvoll?
  • Oder doch eher verschlossen und unsensibel?

In diesem Artikel findest du wesentliche Einblicke in die natürlichen Verläufe der männlicher Emotionen!

Wenn dich das interessiert, dann bleib am Ball: Es lohnt sich für dich! 

Die wichtigsten Inhalte in diesem Kapitel

  • Was macht Liebe für Männer praktisch erfahrbar?
  • Wie pflegen Männer Gefühle?
  • Welchen Weg schlägt die Liebe der Männer in Beziehungen ein?
  • Begehren oder Liebe – Wie unterscheiden Männer diese Emotionen?
  • Wann ist eine Beziehung für Männer richtig und glücklich?
  • Romantik und Sehnsucht in den Gefühlen der Männer.
  • Wie Männer romantische Sehnsucht und bodenständige Liebe unterscheiden.
  • Wichtige Unterschiede in männlichen Gefühlen und weiblichen Gefühlen.

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Männer verstehen Kapitel 2: Wie liebt ein Mann?

4. Männer verstehen: Was suchen Männer in der Liebe?

Um Männer innerhalb von Liebe und Beziehungen wirklich verstehen zu können, ist dieser Zusammenhang sehr wichtig:

Sexualität ist für Männer nur eine Grundsatzbestätigung, dass ein genereller Nutzen in der Liebe liegt und sie nicht nur aus Idealen und Gefühlen besteht.

Moment…

“Grundsatzbestätigung”? “Genereller Nutzen”?

Was hat das denn mit Liebe zu tun?

Liebe ist doch ein Gefühl? Selbstlos und wunderschön.

Das ist zwar richtig. Doch innerhalb dieses Gefühls gestalten sowohl Mann als auch Frau ihre jeweiligen Prioritäten und Wahrnehmungen anders.

Frauen lieben zum Beispiel viel emotionaler. Männer dagegen wesentlich pragmatischer.

Und Sexualität macht die Liebe für einen Mann etwas mehr “pragmatisch” und darüber für ihn erst wirklich real.

Was du dir als Frau dazu immer klar machen solltest: 

Männer sind keine reinen Gefühlswesen.

Etwas in ihnen verlangt nach etwas „Handfestem“, damit Liebe eine reale Erfahrung und damit „greifbar” werden kann!

Und der direkteste Draht zu diesem Eindruck ist im Mann vornehmlich das Erleben von Sexualität.

Sie verwandelt für einen Mann das abstrakte Ideal “Liebe” in eine konkrete, reale Erfahrung.

Nur ein reines Gefühl zu erleben, reicht einem Mann nicht.

Jedenfalls nicht auf Dauer.  

Irgendwann muss er zugreifen. Bestätigung darin finden, dass seine Liebe “in etwas mündet”.

Ein Mann kann sich nicht dauerhaft damit aufhalten “nur zu fühlen”.

Für ihn muss das Gefühl in ein Ergebnis münden.

Und weil das so ist, bewegen sich Mann und Frau in der Liebe von sehr unterschiedlichen Polen aus aufeinander zu: 

Männer greifen nach der Liebe. Frauen erleben und durchleben die Liebe. 

Das ist ein bedeutsamer Unterschied.

Wie Männer ihre Gefühle ausdrücken möchten

Dieser besondere Zusammenhang ist deswegen so bedeutsam, weil er erklärt, warum Männer in der praktischen Empfindung von Emotionen besser sind als in der Pflege reiner Gefühle.

Warum sie deutlich mehr Energie in das Begehren und Erobern stecken als später in die wichtige spätere Pflege von Gefühlen und der Beziehung an sich.

Um Männer wirklich verstehen zu können: Reine Gefühle pflegen Männer deutlich weniger, weil die sich außerhalb ihres pragmatisch veranlagten Radars bewegen.

Es ist nicht so, dass sie das nicht fühlen oder generell gar nichts fühlen.

Oder ihnen die Bedeutung von Gefühlen nicht klar ist.

Es kommt ihnen halt nur weniger in den Sinn.

Der interne Fokus der Männer hat die Tendenz unkonkrete oder reine Gefühle und all deren Aspekte eher auszuschalten und an den Rand zu drängen, weil es ihnen zu unkonkret und darüber weniger wichtig vorkommt.

Sie filtern es heraus, weil es weniger unmittelbar notwendig, noch direkt pragmatisch ist. 

Um praktische Emotionen kümmern Männer sich dagegen sehr gerne.

Versorgung, Macht, Karriere, Sexualität, Gebiete, Verteidigung.

Das ist alles viel mehr greifbar und in sich viel logischer für einen Mann als “gefühlte Verbindungen” oder abstrakte dafür fühlbare Erfahrungen wie Aufmerksamkeit, Zuwendung, Stimmungen und Gefühle.  

Männer sind etwas mehr die Handwerker der Liebe.

Die interne Gleichung der Männer lautet:

Vom Gefühl in eine konkrete Handlung. Und von da aus in ein konkret erfahrbares Ergebnis.

Handlungen und Ergebnisse sind für einen Mann der primäre Schwerpunkt der Liebe.

Während Frauen viel eher Wert darauf legen, was während oder durch Handlungen gefühlt wird.

Ein Prozess insgesamt und dessen begleitenden Emotionen sind für Frauen sehr oft viel wichtiger als die Ankunft, das Ergebnis oder das unmittelbar Greifbare. 

Doch das ist genau die Richtung, die Männer einschlagen wollen. Im Leben und in der Liebe.

Männer können einer Frau die Welt zu Füßen legen, materiell und persönlich.

Der Wunsch nach einem echten Gefühl kann einen Mann dagegen völlig ratlos zurücklassen. 

“Ich habe doch alles getan? Warum ist sie nie zufrieden?”

Frauen empfinden das als lieblos an Männern. Was nützt einer Frau die Welt zu ihren Füßen, wenn nichts dadurch gefühlt wird? Eine Frau wird das niemals akzeptieren. 

Doch Männer meinen es nicht einmal böse damit, noch sind sie nach ihrer Interpretation dadurch wirklich “lieblos”.

Sie drücken sich nur viel deutlicher über das aus, was ihre Hände anfassen, besitzen und erobern können. 

Und das gilt eben dann auch für die Erfahrung von Sexualität und der allgemeinen männlichen Tendenz, dass sie zwar intensiv begehren, dafür aber weniger dauerhaft “gefühlvoll” lieben. 

Den männlichen Weg der Liebe verstehen

Es gibt diesen populären Witz über Männer: Dass Männer besser sehen als fühlen können. Weil sie Frauen lieber körperlich begehren als emotional.

Auch wenn das generell zutrifft, greift dieser Witz im Grunde nur zur Hälfe. 

Männer begehren zwar lieber und dann auch vornehmlich sexuell. Das stimmt. Aber Liebe muss nun mal für Männer einen eher bodenständigen und dadurch auch praktischen Nutzen vermitteln.

Das kann nur das Begehren, die Eroberung leisten. Zumindest für einen Mann. 

Das ist in diesem Zusammenhang weder richtig noch falsch.

Es ist erstmal nur der männliche Weg der Liebe, der später die weibliche Welt der Empfindungen auf seine Weise kreuzen und dann ergänzen und durchaus auch herausfordern muss.

Es kann (darf) nicht zu einfach sein. Für keine der beiden Seiten. Ansonsten verliert die Liebe zwischen Mann und Frau an Anziehung und Faszination. 

Als Frau wirst du also damit leben müssen: Männer lieben immer etwas konkreter und zielgerichteter. Sie lieben anders als du. 

Sexualität bestätigt entsprechend für einen Mann, dass Liebe nicht nur eine formlose Hoffnung, sondern ein ganz konkreter Moment in seinem Leben ist. 

Diese Verbindung ist tief mit dem männlichen Dasein verwurzelt.

Warum sich Männer in Beziehungen weniger verrückt machen

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Wenn du als Frau Männer wirklich verstehen möchtest, dann solltest du Männern an dieser Stelle jetzt einmal ganz vorbehaltlos zugestehen, dass all diese so geschilderten Eigenschaften per se nicht unbedingt schlecht sein müssen.

Selbst wenn es deiner weiblichen Sicht der Dinge ganz erheblich zuwider läuft, dass Männer so sind und eher begehren als fühlen wollen.

Männer sind eben anders. Und ihre Form zu lieben oder Beziehungen zu gestalten, bewegt sich in einem natürlichen Widerspruch zu den weiblichen Prinzipien der Liebe. Das ist wichtig und richtig so. 

Männer sorgen zum Beispiel über ihr Begehren dafür, dass die Liebe irgendwo ankommt und nicht nur auf Luftschlösser und luftige Emotionen baut.

Frauen neigen nämlich schon mal ganz gerne dazu, sich in reine Emotionen zu verrennen, die nirgendwo hin führen.

Während Frauen noch ausgiebig leiden, zaudern, verzweifeln, fühlen und alles möglichst intensiv erfahren und durchleben wollen, kommt der Mann dann irgendwann mit seinem zielstrebigen und eher pragmatischen Begehren ins Spiel und bringt die Sache auf den Punkt.

Er verführt, gewinnt, erobert, grenzt ab.

Und sei es durch die männlich Ignoranz, dass nicht auf jedes Detail und jede einzelne Stimmung Rücksicht genommen werden muss, wenn am Ende ein sinnvoll, greifbares Ergebnis steht.

Männer sind durchaus etwas stumpfer, aber in bestimmten Situationen dann eben auch sinnvoll pragmatischer. Das ist ihr Vorteil und eben manchmal ihr Nachteil. Auch in der Liebe. 

So wie Frauen das Fühlen brauchen, brauchen Männer dann irgendwann das Ergebnis, das Ziel, ein Grenze und durchaus auch ein Nutzen und nicht nur das luftige, rein Spiel der Gefühle. 

Da kommen die Männer dann irgendwann als Pragmatiker und zugreifendes Element ins Spiel. Männer schaffen in ihrem Begehren Fakten und greifen einfach nach ihrem Glück, sprich: Sie greifen sich die Frau. 

Und darin liegt die besondere Stärke der Männer: Sagen und umsetzen zu können: „Das will ich, das gehört mir!“ und dann einfach zupacken zu wollen!

Um Männer zu verstehen, muss man von diesem Punkt aus genauer hinschauen: Das männliche Beziehungsempfinden ist aus den genannten Gründen ganz anders gestrickt und aufgebaut als das der Frau.

Männer genießen „Beziehung an sich“ nicht so sehr wie Frauen und brauchen auch nicht den reinen Fluss der Gefühle.

Die Beziehung mit einer Frau muss vor allem ganz konkrete praktische Bedürfnisse erfüllen.

Wenn sie das tut, dann passt die Beziehung auch für einen Mann.

Männer müssen nicht alles durchfühlen oder hinterfragen.

Wenn es irgendwie nützlich ist, ist es gut.

Das reicht Männern dann auch schon als Entscheidungsgrundlage, ob eine Beziehung funktioniert oder nicht.

Männer machen sich deswegen auch viel weniger verrückt, was Beziehungen angeht.

Solange sie den Eindruck eines geregelten Nutzwertes haben, können sie sich mit dem Leben und der Liebe ganz gut arrangieren.

Die luftigen und komplizierten Überlegungen und Fühlwerte, die Frauen in ihren Beziehungsmustern von oben bis unten durchfunken, brauchen Männer gar nicht.

Pragmatisch, praktisch, gut… das ist das grundlegende männliche Rezept der Liebe.

Für männliche Liebe gilt: Nutzwert geht vor Fühlwert!

Wenn du Männer verstehen möchtest, ist dieser Zusammenhang wichtig!

Männer und die reinen Gefühle der selbstlosen Liebe

Die männliche Formel der Liebe „Nutzwert geht vor Fühlwert“ mag sich für Frauen erst einmal irritierend bis verwerflich anhören.

In der emotionalen Logik der männlichen Welt macht das allerdings absolut Sinn.

Wenn es nützlich ist, ist es wert gefühlt zu werden – so funktioniert die emotionale Welt der Männer. Und nicht: Man kann es fühlen, also muss es auch etwas wert sein.

Darin liegt ein ganz wesentlicher Unterschied zwischen Mann und Frau!

Wenn du Männer verstehen willst, dann solltest du dir diese Unterschiedlichkeit in Art und Weise mit Gefühlen umzugehen, regelmäßig vor Augen führen. Für dich als Frau wird das dein Leben mit Männern um einiges leichter machen, wenn dir das bewusst ist!

Und aus der Perspektive der Männer heraus betrachtet: Völlig unsinnig erscheint Männern im Gegenzug dazu das ganze Getue der Frauen um reine Gefühle und selbstlose Liebe. Das entzieht sich ihnen.

Natürlich haben sie auch einen gewissen Zugang dazu, aber die letzten entscheidenden Ebenen bleiben ihnen in diesem Zusammenhang dann doch eher fremd und nie vollständig zugänglich.

Für Männer ist deswegen eine Überbetonung dieser Aspekte in der Liebe dann auch eine eher seltsame und weltfremde Spinnerei der Frauen. Aber man lässt sie halt machen, weil Männer sich denken; „Na ja, Frauen halt… So sind sie nun mal!“.

Männer sind deswegen in den große Idealen der Liebe etwas entspannter. Sie lassen die Frauen dann emotional in ihrer Welt etwas „spinnen“ und machen sich selbst viel weniger Gedanken dazu, weil sie wissen, dass Frauen diesen emotionalen „Spinnereien“ regelmäßig nachhängen müssen.

Männer wissen auf eine gewissen Ebene instinktiv, dass Frauen das brauchen, weil sie darüber irgendwann wieder „schwach“ und “anfällig” für das männliche Begehren werden.

Also lässt man als Mann die Frauen in ihrer Gefühlsduselei ein bisschen „spinnen“… bis es Zeit wird, um wieder konkreter und handfester in der Liebe zu werden: Und dann ist wieder das männliche Zupacken dran!

Und so schließt sich der Kreis: Am Ende haben Männer darüber ihren Nutzwert und Frauen ihren Fühlwert in der Liebe.

So schlecht ist diese Widersprüchlichkeit also nicht. Man muss sie halt einfach zulassen und nicht zu sehr über zu viel Nachdenken und seine persönlichen Ansichten zerpflücken.

Einfach geschehen lassen und Unterschiedlichkeiten bewusst leben. Das regelt erstaunlich viel zwischen Mann und Frau.

Checkliste: Männer verstehen

  • Männer genießen und brauchen „Beziehung an sich“ nicht so sehr wie Frauen.
  • Eine Beziehung sollte im Kern für Männer einen praktischen Zweck erfüllen.
  • Selbstlose Liebe und Liebe aus reinem Gefühl ist Männer eher fremd.
  • Für Männer gilt innerhalb der Liebe: „Nutzwert geht vor Fühlwert“!
  • Der männliche Weg der Liebe: „Wenn es nützlich ist, ist es wert gefühlt zu werden!“
  • Frauen brauchen den Fluss der Gefühle, Männer die konkrete Macht des Zupackens.
  • Dieser Unterschied erzeugt einen Kreislauf zwischen Mann und Frau, der sie auf Umwegen immer wieder zusammenführt.

Männer verstehen Tipp: Mach dich als Frau nicht zu verrückt wegen den Männern.

Ihre pragmatische Art zu lieben und zu fühlen, wird dich nur ständig auf die Palme bringen, wenn du zu sehr darüber nachdenkst.

Du bist als Frau eben anders gestrickt und stehst auf einer anderen Seite des Lebens.

Gönne dir deinen Teil der Liebe und den Männern ihren Teil der Liebe! Wenn du das zulassen kannst, führt es dich immer wieder mit ihnen zusammen.

Video: Was ist eigentlich mit den Männern los?

Video-Kommentar Thomas Lojek: Über die ehrlichen Gefühle der Männer!

5. Männer verstehen: Männer und Romantik

Bis jetzt war nur von Nutzwerten, Gradlinigkeit und emotionaler Logik innerhalb der männlichen Liebe die Rede.

Reicht das aus, um Männer verstehen zu können?

Und bedeutet das alles, dass Männer in der Liebe gar keine oder kaum Gefühle, sondern nur Nutzwertgedanken haben?

Nein natürlich nicht.

Männer verstehen bedeutet nicht, sie eindimensional zu machen. Aber es bedeutet mit graduellen Widersprüchen arbeiten zu müssen.

Für Männer sind Gefühle natürlich auch interessant und reizvoll – aber für Männer sind Gefühle eben nicht zu 100% ein Wert an sich.

Wenn nicht irgendein Ergebnis und Auskommen daran gekoppelt ist, bleibt die Welt der Gefühle den Männern zu unkonkret.

Das männliche Wesen hat das Bedürfnis aus Gefühlen etwas Konkretes machen – wenn das geschieht, ist ein Mann in seinem Element.

Natürlich haben Männer auch romantische Anflüge und Stimmungen oder geben hin und wieder mal den großen König der Gefühle.

Doch das sind eben nur Anflüge, niemals ein konstantes und wesentliches Bedürfnis im Mann an sich.

Das sind die Wogen und Wellen der Männer – sie türmen sich auf und verlaufen sich dann irgendwann am Strand des Alltags.

Wenn du als Frau Männer verstehen willst, solltest du nicht Welle und Meer verwechseln.

Welle und Meer sind vielleicht ähnlich, beide entspringen der selben Substanz – trotzdem gibt es einen Unterschied: Wellen kommen und gehen und das Meer bleibt.

Genauso ist der Unterschied zwischen dem Mann an sich und den romantische Gefühlen eines Mannes.

Stimmungen und Anflüge von romantischen Gefühlen im Mann sind seine Wogen aber nicht das Meer. Sie kommen und gehen.

Der eher emotionslose und bodenständige Teil des Mannes bleibt dagegen immer.

Er wird nur manchmal durch das Aufwallen der Gefühle verdeckt bis sich die Wogen wieder glätten und die Wellen am Strand auslaufen.

Das Meer der männlichen Gefühle ist auf seinem Grund eher gefestigt und pragmatisch.

Und unbeweglicher.

Männer stehen auf einem anderen emotionalen Grund als Frauen.

Männer unterscheiden zwischen der Woge und ihrem persönlichen Boden.

Wogen und Wellen lässt man(n) laufen oder verliert sich ab und zu mal darin – aber am Ende muss ein Mann wieder dahin zurück, wo er seinen festen Boden unter den Füßen hat.

Die innersten Gefühle der Männer sind eher fest und unbeweglich – dafür sehr klar und stark umrissen, mit dem Nachteil dass sie dadurch auch störrisch und unflexibel ausfallen können.

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6. Männer verstehen: Emotionaler Boden statt Wogen der Gefühle

Wenn du Männer verstehen willst, solltest du als Frau aus diesen Gründen die Stimmungen und romantischen Höhenflüge der Männer nicht zu ernst nehmen.

Oder aufgrund dieser Anwandlungen annehmen, dass Männer eben doch durch und durch emotional und eigentlich doch ganz weich sind.

Das ist zwar durchaus richtig, aber eben nur als ein Teilaspekt in der Liebe der Männer.

Romantik und romantische Gefühle sind für Männer eine Randnotiz, ein Seitenphänomen – doch nie der innerste Kern ihrer Empfindungen.

Männer verstehen bedeutet hier, sich mit dem Umstand anfreunden zu müssen, dass Männer ganz froh sind, wenn sie in der Tiefe ihre Ruhe haben und auf festem Grund stehen.

Männer wollen gar nicht die ganz großen Gefühle oder die leidenschaftliche Sehnsucht.

Das ist nicht ihr Naturell; diese Art von Stimmungen stören sie, weil sie sich insgesamt doch lieber darauf konzentrieren würden die Welt zu erobern, coole Dinge zu erleben und alles mögliche heranzuschaffen.

Für Männer ist die romantische Sehnsucht der großen Gefühle wie das Dritte im Fernsehen: Manchmal bleibt man beim Zappen dort hängen, aber selten schaltet man ganz bewusst und von sich aus dort ein.

Männer verstehen ist vor diesem Hintergrund also gar nicht so schwer: Du musst dir nur vorstellen, dass Männer Gefühle eher durchzappen, als dass sie diese dauerhaft und bewusst einschalten wollen.

Männer organisieren auf diese Weise Gefühle ganz anders als Frauen: Sie hängen sich viel weniger an Gefühle oder finden sie unbedingt notwendig oder erfüllend.

Das macht sie in der Liebe unabhängiger und insgesamt emotional bodenständiger.

Manchmal auch langweilig oder gefühlskalt.

In seinen Ausprägungen nimmt das Phänomen auf diese Weise in Männern ganz unterschiedliche Formen an.

7. Übermäßig emotionale und romantische Männer – die große Ausnahme?

Natürlich gibt es auch übermäßig emotionale Männer, die ständig irgendwelche gefühlsmäßigen Sehnsüchte und emotionale Dramen brauchen und sich in Stimmungen und Emotionen verlieren möchten.

Du wirst allerdings feststellen, dass diese Männer insgesamt und in vielen Bereichen eher feminin ausfallen oder noch sehr jung und ungeformt sind.

Erwachsene, erfahrene oder sehr maskuline Männer werden dagegen wesentlich ausgeprägter die vorher beschriebenen Eigenschaften aufweisen.

Der Charakterzug „männlich“ ist zudem ganz wesentlich geprägt von dieser besonderen Unterscheidungsfähigkeit des Mannes: „Woge der Sehnsucht oder fester emotionaler Grund unter meinen Füssen“! 

Das macht im Kern Mannsein aus.

Dem Gefühl auch mal Widerstand zu leisten oder sich von den Wogen des Lebens nicht irritieren zu lassen, sondern seinen Wegen und Überzeugungen zu folgen, auch gegen Widerstände oder innere und äußere Zweifel, wenn es sein muss. 

Dazu braucht es Bodenhaftung.

Und die Fähigkeit kurzfristige Eindrücke und Stimmungen von langfristigen Perspektiven und Überzeugungen zu unterscheiden. 

Je ausgeprägter der Wille zu dieser speziellen Unterscheidung im Mann, desto maskuliner ist er in Auftreten, Wesen und Wirkung.

Ein echter Mann wird fest sein und auch fest wirken.

Das macht ihn so anziehend und attraktiv für Frauen. Er bewegt sich damit am anderen Ende des Spektrums des Lebens. Das ist reizvoll und wichtig. Auch wenn Frauen das vor sich selbst vielleicht nicht zugeben können. 

Checkliste: Männer verstehen

  • Männer unterscheiden zwischen romantischen Wogen und ihren innersten Gefühlen.
  • Der emotionale Grund der Männer ist fester, pragmatischer und bodenständiger.
  • Männer sind sowohl weich und gefühlvoll als auch hart und gefühlskalt: Sie sind beides!
  • Die weichen und romantischen Seiten des Lebens sind für Männer eher Randaspekte.
  • Männer zappen sich durch Gefühle. Sie hängen viel weniger daran fest.
  • Männer suchen nicht unbedingt Gefühle von sich aus.
  • Männer interessieren sich mehr für die Welt und was es dort zu erreichen und zu erleben gibt als für die ganz großen inneren Gefühle der Liebe.
  • Männer sind im Grunde froh, wenn sie emotional ihre Ruhe haben.
  • Wogen der Sehnsucht von emotionalem Boden unterscheiden zu können (und zu wollen), ist eine natürliche Eigenschaft der Männer.

Männer verstehen Tipp: Nimm die romantischen Anwandlungen der Männer nie zu ernst noch solltest du sie emotional überbewerten.

Nimm sie halt, wie sie kommen und gehen.

Nimm es nicht persönlich, nur weil ein Mann mal sanft und romantisch und dann wieder kühl und distanziert ist – so funktionieren Männer nun mal.

Verwechsle den Wellengang der Männer nicht mit deren Meeresboden!

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Männer verstehen Kapitel 3:

Die wahren Gefühle eines Mannes erkennen  und Gefühle, Vertrauen und Sicherheit in der Liebe finden


Im dritten und letzten Kapitel “Männer verstehen” von Thomas Lojek, wirst du wesentliche Unterschiede in der Art und Weise lernen, mit der Männer Gefühle innerhalb von Liebe und Beziehungen angehen.

Und warum diese Unterschiede wichtig sind, obwohl sie anders ausfallen als Frauen das von der Liebe erwarten.

Die wichtigsten Inhalte in diesem Kapitel

  • Warum Männer emotional unabhängiger sind.
  • Wie Männer Gefühle einsetzen, um zu bekommen, was sie wollen.
  • Warum Männer genau das tut – und auch tun müssen.
  • Wie findest du emotionales Vertrauen und Sicherheit in deiner Beziehung?
  • Männer lieben anders – was bedeutet das für dich?
  • Welche Rolle spielt weibliches Verlangen nach emotionaler Bestätigung in der Liebe?
  • Wie kannst du mit Männern glücklich werden – auch wenn sie anders sind?

8. Wie und warum Männer Gefühle ganz bewusst einsetzen

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Wenn du als Frau Männer verstehen möchtest, dann solltest du dir immer klar machen, dass Männer Gefühle ganz bewusst einsetzen, um dich als Frau interessiert bis gefügig zu machen.

Ihre Fähigkeit ein Gefühl von dem beschriebenen Boden des eigenen männlichen Daseins zu unterscheiden und diese beiden Aspekte nicht zu sehr vermischen zu wollen, gibt Männern die Fähigkeit Gefühle als Instrumente anzusehen.

Und sie durchaus bewusst und geschickt einzusetzen, um gegenüber Frauen dazu zu erreichen, was sie erreichen wollen. 

Je größer und abwechslungsreicher (oder durchaus auch ambivalenter) dieses Geschick eines Mannes ist, desto größer ist seine Wirkung auf Frauen. 

Emotionen sind der Köder, den Frauen für ihre Liebe und Aufmerksamkeit verlangen. Männer wissen das. Deswegen arbeiten sie mit Gefühlen. 

Allerdings weniger für sich selbst. Sondern um die Welt der Frauen bei Laune zu halten. 

Das führt zu einem wesentlichen Zusammenhang in der Liebe zwischen Mann und Frau: Männer setzen die Wirkung von Gefühlen ein, um die Frau emotional abzulenken, zu beschäftigen oder sie zu verführen.

Für Männer ist das keine große Sache. Sie sehen Gefühle wesentlich objektiver.

Für einen Mann ist das alles ein bisschen wie Fußball spielen – nur mit Emotionen statt mit einem Ball.

Und mit diesen Emotionen dribbelt ein Mann möglichst geschickt auf dem Feld der Liebe, um bei der Frau am Ende das Tor machen zu können.

So sehr Männer auch dazu neigen im Kopf zu leben – jeder Mann weiß, dass er eine Frau über Gefühl erreichen muss. Durch diese besondere Fähigkeit Gefühle für Frauen herzustellen und einzusetzen, unterscheiden sich Männer und ihr persönlicher Erfolg gegenüber Frauen. 

Das mag sich für Frauen vielleicht jetzt erst einmal befremdlich bis schrecklich anhören: Gefühle als Instrumente? Liebe als Mittel zum Zweck? Kann man denn einem Mann gar nichts glauben?

Na ja, so halb halb eben… Zumindest was die Liebe angeht.

In Liebe und Verführung sind für Männer immer ein bisschen Wahrheit und ein bisschen “Abwandlungen der Wirklichkeit” gleichzeitig vorhanden.

Männer setzen die Gefühle zwischen Mann und Frau vergleichbar ein, wie ein Pfau seine Angebetete mit den Farben und Formen seiner Federn beeindrucken will.

Für einen Mann ist das belebende Schillern und sind all die abwechslungsreichen Farben der Gefühle dazu da, dass man mit ihnen beeindruckt und ein etwas anderes Bild der “Wirklichkeit” malt. 

Das männliche Werben will beeindrucken und oft ist der Traum oder eine Vorstellung stärker als die Wirklichkeit. Männer wissen das. Und deswegen arbeiten sie damit, um Frauen zu erreichen.

Komplimente, Aufplustern, Angeben, Schmeicheln, Übertreiben, Liebesschwüre, aber auch Provokationen, Arroganz, Unnahbarkeit und das Reizen und Ärgern der Frau – all das gehört dazu.

Ein Mann kann sich alles leisten gegenüber den Frauen, nur eben nicht, dass sie gar nichts fühlen, wenn er anwesend ist. Dann findet er nämlich nicht statt. Ganz so als würde er nicht existieren, weil “von ihm nichts ausgeht”. Und dann hat er keinerlei Chance Frauen zu erobern oder für sich zu gewinnen.

Ein Mann, über den sich Frauen aufregen, hat mehr Chancen bei ihnen, als ein Mann, den sie gar nicht wahrnehmen, weil er keinerlei Emotion erzeugt.

Für Männer sind Gefühle deswegen in vielen Fällen vornehmlich Instrumente die Wirklichkeit der Wahrnehmung zu gestalten, zu beeinflussen oder in ihrem Sinne auszurichten. 

Innerhalb der männlichen Welt ist das keine negative Eigenschaft und hat für das männliche Selbstverständnis eine ganz natürliche Logik: Für Männer sind Gefühle kein Selbstzweck. Sie müssen zu etwas führen. 

Also setzen Männer sie ein, um zu bekommen, was sie wollen oder was sie von der Welt und dem Leben erwarten. Inklusive den Frauen. 

Genau aus diesem Grund können Männer vor der Verführung so hinreißend und charmant sein – und nach der Verführung eiskalt und emotionslos. Für einen Mann ist das nicht zwangsläufig ein Widerspruch.

Wenn du Männer verstehen möchtest, dann wirst du mit diesem Widerspruch leben müssen – erst ist eng mit der Art und Weise verwoben, wie Männer sich in Gefühle hinein und genauso aus ihnen wieder hinaus bewegen.

Diese besondere männliche Trennung von Gefühl und Eigenwahrnehmung ermöglicht es Männern zudem insgesamt zielgerichteter und forscher vorzugehen – was in vielen Bereichen des Lebens wichtig ist. 

Diese innere Trennung im Mann schafft allerdings auch wesentliche Probleme in der gesamten Welt, weil Männer darüber unsensibel, rücksichtslos, berechnend und kalt werden können. Auch das soll hier ehrlich angesprochen werden.

Wie jede Fähigkeit hat auch dieser Aspekt seine zwei Seiten. Und eine tragische Seite dieser Besonderheit im Mann, ist der mögliche Verlust aller wahren Gefühle und deren Bedeutung für echte Verbindung von Mensch zu Mensch, wenn Männer sich zu sehr von von sich selbst wegbewegen und zu sehr auf Macht, Einfluss und auf Gefühl als reines Instrumente des Willens bauen. 

Männer verstehen bedeutet für dich als Frau mit all diesen Widersprüchen arbeiten und auch manchmal einfach leben zu müssen.

Was du als Frau wirklich begreifen solltest: Männer sind ihrer Natur nach nicht zwangsläufig “nett”. Kein Mann an sich ist wirklich “gut” oder in einem weiblichen Sinne “ehrlich”.

Jeder Mann ist ambivalent und trägt ebenso ambivalenten Seiten seiner männlichen Eigenschaften in sich. Das macht Männer per se nicht “schlecht”, aber eben anders als du. Und ihr Umgang mit Gefühlen gehört dazu. 

Was du als Frau für dich akzeptieren solltest, um nicht regelmäßig an Männern zu scheitern oder an ihren ambivalenten Eigenschaften zu verzweifeln: Männer können Gefühle eben recht gut einsetzen oder insgesamt durchaus recht gezielt ein- und ausschalten, ohne das für sich selbst irritierend zu finden. 

Ob das immer richtig ist, ist eine andere Frage. Aber diese Eigenschaft hat jeder Mann.

Checkliste: Männer verstehen

  • Männer setzen Gefühle ein, um Frauen interessiert und gefügig zu machen.
  • Männer formen und benutzen Gefühle, um etwas zu erreichen.
  • Im Mann existiert eine tendenzielle Trennung zwischen ihm selbst und seinen Gefühlen.
  • Aus dieser Trennung heraus formt ein Mann Gefühle und setzt sie ein für seine Absichten.
  • Trennung zwischen sich selbst und seinen Gefühlen herzustellen, ist eine grundsätzliche männliche Eigenschaft.
  • Männer lieben aus dieser Eigenschaft heraus tendenziell „kontrollierter“ als Frauen.

Tipp – Männer verstehen: Männer setzen Gefühle ein, um dich als Frau interessiert oder gefügig zu machen.

Darum solltest du das emotionale Getue der Männer niemals überbewerten – sie wissen, was sie tun. Sie gehen damit ihrem Lieblingsspiel nach: Gefühle formen und für Absichten einsetzen, um darüber etwas zu erreichen – besonders bei Frauen.

Lass dir davon schmeicheln, erwidere das Spiel, genieße es – aber verliere dich nicht darin, dem zu viel Bedeutung beizumessen.

9. Männer verstehen: Warum Männer beeinflussen wollen

Gefühle bewusst und getrennt von sich zu formen und ihnen eine Richtung oder einem bestimmten Nutzwert zu geben, steht durchaus für eine besondere Fähigkeit: Sie kann beeinflussen, mitreißen, überzeugen, bewegen und in besonderen Fällen auch zutiefst inspirieren.

Männer können dadurch Emotionen mit Sinn und Absichten füllen – sie müssen einem reinen Gefühl nicht so viel Bedeutung beimessen, wenn es keine konkrete Absicht erfüllt. Das macht sie emotional etwas freier.

Als Eigenschaft erzeugt das durchaus die Vielschichtigkeit, Größe, Kreativität und Unbeirrbarkeit, zu der ein Mann fähig sein kann. Und vor allem macht es Männer – wenn sie diese Eigenschaft gut beherrschen – zu geborenen Verführern.

Das bewusste Einsetzen von Emotionen und Gefühlen, um etwas Bestimmtes zu erreichen, ist natürlich der Kern jeder Verführung.

Wenn du Männer verstehen willst, dann ist es wichtig zu begreifen, wie bedeutsam die gesamte Idee der Verführung für Männer ist.

Und da Verführung für Männer so wichtig ist – von der sexuellen Verführung bis zur psychologischen Verführung in Form von Beeinflussung und Überzeugung – ist das Wesen der Männer so umfangreich um genau diese Eigenschaften gestrickt: Gefühle einsetzen, um etwas zu erreichen. Gefühle vortäuschen, um bestimmte Absichten zu verfolgen. Gefühle mit Nutzwert verbinden, statt sich ihn ihnen zu verlieren.

Männer verstehen – Tipp: Nimm das emotionale Getue der Männer nicht zu ernst. In den meisten Fällen wollen sie darüber lenken und beeinflussen – das Gefühl an sich hat für Männer einfach weniger Bedeutung. Wichtig für Männer ist eher, was man damit erreichen kann.

Checkliste: Männer verstehen

  • Emotionen zu formen und mit Absichten zu füllen kann inspirieren und mitreißen – ein für Männer wichtiges Instrument des Lebens.
  • Männer benutzen Emotionen eher, als dass sie Gefühle an sich wertschätzen.
  • Männer sind durch diese Eigenschaft emotional etwas freier.
  • Die Fähigkeit Emotionen an zielgerichtete Absichten zu binden, macht Männer zu geborenen Verführern.

10. Emotionale Sicherheit und Vertrauen in Beziehungen 

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Ein wichtiger Aspekt in der Absicht Männer zu verstehen: Da Männer ihrer Natur nach so gestrickt sind, dass sie Gefühle lieber innerhalb von Absichten einsetzen als sie nur zu empfinden, wirst du dich als Frau immer fragen, wie echt die Gefühle eines Mannes sind.

Das wird für dich als Frau immer untrennbar mit deinem Leben mit Männern verbunden bleiben. Das große Verlangen der Frau nach emotionaler Bestätigung und emotionaler Sicherheit steht im direkten Zusammenhang mit dem Wesen der Männer, die Emotionen eher als Mittel zum Zweck empfinden.

Weil Männer auf diese Weise funktionieren und darüber Gefühle im Leben ganz anders einsetzen, fragen sich Frauen auch sich ständig, wie „echt“ die Gefühle eines Mannes sind.

Sie sind nie „echt“ im Sinne einer Frau, die auf der Ebene der Gefühle „echt“ eher als eine Eigenschaft von „umfassend“ und „mit mir selbst verbunden“ ansehen würde.

Für Männer gestaltet sich das anders: Die Eigenschaften „echt“ und „unecht“ sind für Männer auf der Ebene der Gefühle relativ – da sie sich eher daran orientieren, welchen Nutzen eine Emotion hat.

„Echt“ ist für Männer ein Gefühl vielmehr dann, wenn es irgendwo hin führt: Ein Ergebnis bringt. Gefühle an sich als generelle Verbindung zu sich selbst sind Männern eher fremd.

Deswegen wirst du als Frau auch nie vollständig das Gefühl haben, dass Gefühle und Emotionen, die von einem Mann ausgehen, auch tatsächlich und vollständig etwas über den Mann aussagen. 

Du wirst immer mit einem Eindruck von „unvollständig“, „unzugänglich“ oder „undurchsichtig“ leben müssen. Es wird ein Mysterium bleiben, das sich dir nie vollständig erschließen wird.

Und genau aus diesem Grund bleiben Männer auch emotional spannend für Frauen. Wären Männer anders, würdest du dich als Frau ganz schnell mit ihnen langweilen, weil sie dann dir selbst und deiner emotionalen Struktur viel zu ähnlich wären.

Männer verstehen bedeutet nicht zwangsläufig, dass man diese Unterschiede ausblenden muss. Echte Anziehung wäre auf diese Weise unmöglich.

Die tatsächliche Faszination zwischen Mann und Frau entsteht aus Unterschiedlichkeit – auch aus der Unterschiedlichkeit heraus, wie Mann und Frau jeweils auf ihre Weise Gefühle empfinden und organisieren.

Wichtig: All das bedeutet in dem Sinne auch, dass du als Frau erst einmal Vertrauen und Sicherheit in deinen eigenen Gefühlen finden musst, um überhaupt irgendeine Form von Sicherheit und Vertrauen in einer Beziehung mit einem Mann finden zu können.

Denn ohne diese Sicherheit in deine eigenen Empfindungen, wird dich die Andersartigkeit, mit der Männer Gefühle leben, ständig irritieren und durcheinander bringen.

Das Vertrauen, das du nicht in dir selbst findest, wirst du auf diese Weise nie in deinen Liebesbeziehungen finden – dazu ist die emotionale Struktur zwischen dir und den Männern einfach zu unterschiedlich.

Männer verstehen bedeutet zu einem Gewissen grad also auch immer, sich mit dem Umstand versöhnen zu müssen, dass Männer das Gegenteil zu deinen eigenen Gefühlen und deiner persönlichen Erlebenswelt als Frau sind – zumindest in bestimmten Bereichen.

Sie stehen auf der andern Seite des Lebens: Männer sind lieber die ordnende Kraft im Leben statt die hingebungsvolle und versöhnliche. Sie wollen begrenzen, abgrenzen, durchaus gerissen und möglichst erfolgreich sein – wenn es sein muss rücksichtslos.

Aber auf jeden Fall wollen sie mutig ihr Leben gestalten. Und dazu brauchen sie die beschriebenen Eigenschaften.

Aus diesen Gründen lieben Männer tendenziell auch immer etwas egoistischer und selbstbezogener als Frauen.

Und das ist völlig in Ordnung. Erst beide Seiten zusammen ergeben das vollständige Bild: Liebe und Anziehung durch Unterschiedlichkeit!

Checkliste: Männer verstehen

  • Du wirst als Frau nie vollkommen sicher sein, was ein Mann für dich empfindet.
  • Das Verlagen der Frau nach emotionaler Bestätigung versucht diese Lücke zu schließen.
  • Beides zusammen erzeugt Anziehung.
  • Ohne ein gesundes Vertrauen, das du nur in dir selbst findest, hast du durch diese Unterschiedlichkeit ganz schnell ein Problem in der Liebe!
  • Männer brauchen alle hier beschrieben Eigenschaften – auch wenn eine Frau diese irritierend findet.
  • Die männliche Liebe muss anders sein als die weibliche Liebe!
  • Frauen lieben hingebungsvoller, Männer eher selbstbezogener.
  • Liebe braucht diese Formen der Unterschiedlichkeit!

Männer verstehen – Tipp: Alles steht und fällt mit dem Vertrauen, das du in dich selbst hast. Denn die emotionale Struktur zwischen Mann und Frau ist zu unterschiedlich – ohne dieses Vertrauen, wirst du schnell ein Problem haben, weil dich diese Unterschiedlichkeit dann regelmäßig belasten und durcheinander bringen wird.

Du musst mit deinem eigenen inneren Vertrauen verbunden sein, weil du dich in der Liebe auf eine generelle Andersartigkeit einlässt.

Fehlt dein eigenes inneres Vertrauen, wirst du dich der Andersartigkeit ausgeliefert fühlen – das wird die Liebe eher negativ und belastend machen als ergänzend und lebenswert!

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Update: 12. September 2015

Diese Artikel-Serie zum Thema “Männer verstehen” feierte gerade ihren 6. Geburtstag.

Über 350.000 Leser haben die Artikel bisher gelesen und sich immer wieder damit beschäftigt.

In der Diskussion rund um diesen Artikel zum Thema “Männer verstehen” taucht oft die Frage auf, wie man als Frau denn nun mit dem Bedürfnis nach Romantik umgehen sollte.

Frauen brauchen deutlich mehr Gefühl und Romantik.

Männer dagegen weniger, keine oder nur vereinzelte besonders intensive Abschnitte aus romantischen Gefühlen, bevor sie sich dann wieder wie gehabt in Stein verwandeln oder sich anderen Dingen zuwenden.

Ist das generell immer so?

Müssen Frauen das so hinnehmen?

Oder gibt es Auswege oder Veränderungen, die mehr Romantik und echtes Gefühl in die Bedürfnisse und Herzen der Männer bringen können?

Natürlich sind Männer durchaus romantisch oder haben romantische Gefühle.

Doch sie sind eben, wie in diesem Artikel beschrieben, anders in der Art und Weise, wie sie Romantik sehen, erleben oder weitergeben können und wollen.

Männer haben männliche Formen und Rhythmen der Romantik und natürlich reibt sich das oft und glücklicherweise (!) mit den weiblichen Formen und Rythmen der Romantik. Auf diese Weise bleibt das Spiel in Bewegung.

Würden beide Seiten einen perfekten Sinn für die gleiche Art und das gleiche Timing von Romantik besitzen… die Welt wäre ein Albtraum aus Langweile und Humorlosigkeit.

Männer verstehen: Gefühle zu ernst nehmen?

Ich habe an einer Stelle in diesem Artikel erwähnt, dass Frauen die romantischen Anwandlungen der Männer “nicht zu ernst” nehmen sollten.

Einige Frauen haben mir geschrieben, dass sie dieser Abschnitt verunsichert und eine Leserin (Anja, 39 Jahre) findet sogar sehr deutliche Worte:

“Kann man dann keine Gefühle mehr von Männern erwarten? Haben wir Frauen nicht auch ein Recht auf Gefühle, Romantik und besondere Zuwendung, ganz egal, ob das den Männern jetzt besonders entgegen kommt oder nicht?

Ich bin es leid, den Männern alles Recht machen zu müssen. Ich bin eine Frau. Ich will Romantik. Ich will, dass sie echt und leidenschaftlich und endlos ist.

Ich will nicht in Langeweile sterben oder mich nicht wirklich geliebt fühlen. Eher verzichte ich auf Männer oder Beziehungen, aber lasse mich nicht immer wie eine dume Gans an- und abstellen in meinen Gefühlen!

Mir ist es egal, ob Männer Romantik wollen oder nicht. Ich will sie. Ich bin die Frau. Also sollen sie sich verdammt noch mal bewegen und das für mich auf die Reihe bekommen!”

Mir persönlich gefällt diese Zuschrift meiner Leserin sehr gut. Das ist genau das Feuer, das es braucht, um die Dinge zwischen Mann und Frau in Bewegung zu halten.

Um es einmal ganz klar zu sagen: Frauen sollen und dürfen sich im Grunde niemals wirklich damit zufrieden geben, wie Männer sind.

Das darf niemals, niemals passieren!

Weil dann der ganze evolutionäre Anspruch zwischen Mann und Frau zum Erliegen kommen würde. 

Die Fähigkeit der Frau “unzufrieden” zu sein, ist auch immer ein wesentlicher Antrieb in jeglicher Dynamik zwischen Mann und Frau.

Deine Gefühle und die wahren Gefühle der Männer

Wenn du als Frau immer etwas unzufrieden und frustiert über die Männer bist, dann ist das okay.

Auch wenn das an dir nagt oder diese durchaus emotional lästig sein kann. Dennoch: Du bewegst dich als Frau damit auf der richtigen Seite des Lebens.

An dem Tag, an dem du wirklich, wirklich zufrieden mit einem Mann oder den Männern an sich sein wirst, ist der Tag, an dem dein aufrichtig gefühltes Interesse an deinem Partner oder an den Männern generell aufhören wird.

Deine gefühlte Unzufriedenheit, dass Männer nicht so sind, wie du sie gerne hättest, ist ein Teil der besonderen Faszination und der Liebe, die du für sie empfinden kannst.

Die Frau muss auf eine gewisse Weise auch immer etwas der Stachel der Unzufriedenheit im Leben der Männer sein, weil sie darüber immer wieder für Ansporn und Veränderungen zwischen Mann und Frau sorgt.

Was einer Frau allerdings nicht passieren sollte: Diesen Stachel gegen sich selbst zu richten, indem sie sich müde und erschöpft von den Männern abwendet, weil diese nie so sind oder nie so perfekt ausfallen, wie sie es gerne hätte.

Das ist ein schleichendes Gift, an dem viele Frauen, Beziehungen und auch (!!) Männer leiden.

Eine Frau hat ganz sicher ein Recht darauf, dass sich Männer für sie bewegen und anstrengen.

Auch in Sachen Romantik.

Sie kann nur nicht erwarten, dass diese Anstrengungen immer so ausfallen, dass sie zu 100% mit der weiblichen Weltsicht korrespondieren.

Beide Seiten müssen lernen und sich zu bewegen.

Männer, in ihrem weniger ausgeprägten Sinn für Romantik oder in ihrem Mangel aus Erfahrung, was Gefühle ausmachen und bedeuten, müssen defintiv viel mehr darüber lernen, worum es Frauen in ihren Bedürfnissen nach mehr Gefühl und Romantik wirklich geht.

Frauen sollten jedoch ebenso lernen, dass die weiblich Definition und Empfindung von Romantik nicht zu 100% die Erfahrung und Gefühle der Welt darstellt.

Männer haben ebenso ein Recht auf ihre Formen und Rhythmen der Romantik, wie es Frauen haben.

Im Idealfall ergänzen beide Seiten sich darüber, dass sie sich mal hingebungsvoll lieben und mal ungeschickt auf die Nerven gehen, um sich dann irgendwann später wieder in Sehnsucht gemeinsam versöhnen zu können.

Die Fähigkeit zur Versöhnung ist viel wichtiger als Detail-Fragen, wer emotionaler, wer romantischer, wr besser lieben und fühlen kann.

Erst diese besondere und durchaus oft anstrengende Mischung der Widersprüche zwischen Mann und Frau machen die Dynamik der Liebe vollständig.

Männer verstehen: Was wir von einander lernen können

Es ist also durchaus verständlich, dass Frauen unzufrieden sind, über die Art und Weise, wie Männer empfinden oder Romantik erleben bzw. gestalten.

Das ist ein ganz natürlicher Prozess und Teil der gesamten Dynamik zwischen Mann und Frau.

Niemand macht auf diesem Gebiet wirklich etwas “richtig”, noch gibt es Perfektion oder die Erfüllung aller Träume.

Es muss ein Widerspruch gelebt und durchaus auch in vielen Fällen emotional “überlebt” werden.

Von beiden Seiten aus.

Wie eine Frau zum Beispiel Männer maximal anspornen und emotional viel geschickter in aufrichtige Gefühle und ganz neue Erfahrungen und Bereitschaft von Liebe, Hingabe und Romantik lotsen kann, ist als emotional echte und anspruchsvolle Kunstform unter Frauen im Grunde auch völlig unbekannt.

Sich über Männer zu beschweren, ist oft der erste, aber nicht immer der beste Reflex.

Sie zu animieren und zu inspirieren, ist dagegen der vollständigere und emotional gesündere Weg.

Und durchaus möglich!

Viele Frauen, die zum Beispiel meine Bücher “Die Gefühle der Männer” aus der Serie Gebrauchsanleitung Mann gelesen haben, schreiben mir:

“Thomas, ja genau. Das ist es!

Das habe ich im Grunde immer gespürt, aber ich habe mich nie getraut es so zu leben.

Oder die Gesellschaft und Erziehung hat uns dieses gefühlte Wissen, wie man Männer emotional erreicht und im Grunde damit auch in einem weiblichen Sinne “steuert”, geraubt und aberzogen!”

Männer machen nicht alles richtig. Sie sind oft blind gegen die Bedürfnisse und Empfindungen der Frauen.

Aber auf der Seite der Frauen ist es oft auch nicht besser.

Frauen formulieren und kommunizieren Bedürfnisse und Enttäuschungen nur häufiger, offener oder umfassender, während viele Männer emotional still vor sich hin leiden, weil sie Gefühle und Schwächen generell weniger kommunizieren, aber im Grunde in den Verhaltens- und Empfindungsweisen der Frauen ebenfalls nicht das finden, was sie sich nach ihrer männlichen Seele heraus für sich und die Erfahrung der Liebe wünschen.

Der Frust ist auf beiden Seiten groß.

Allerdings auf unterschiedliche Ebenen verteilt und ebenso unterschiedlich intensiv bzw. offen diskutiert. Männer außern sich weniger dazu. 

Das gibt den Männern den offiziellen Anstrich “unemotional” oder “unzugänglich” bishin zu “einfältig” zu sein. Das ist nicht unbedingt immer der Fall. Männer gehen mit diesen Aspekten und ihren Gefühlen oft nur anders um.

Am Ende sind es immer der persönliche Kummer über die Grauzonen und die Unzulänglichkeiten der anderen Seite, die so dauerhaft verletzten und aufreiben zwischen Mann und Frau.

Weil sich die eigene Erwartung am Gegenüber müde reibt, statt in diesen Gefühlen der Frustration und Unzulänglichkeiten die Notwendigkeit der Kooperation der eigenen Gegensätze zwischen Mann und Frau zu erkennen.

Männer und Frauen: Wege in die wahre Liebe

Der Frust und die Aussagen einer Frau, wie sie Anja in ihrem Schreiben formuliert hat, sind durchaus verständlich.

Sie sind zutreffend und es ist auch gut sich zu ihnen zu bekennen.

Persönlicher Frust in einem “Entweder-Oder”-Schema zu pressen, wird allerdings niemanden weiter bringen.

Weder die Männer, noch eine Frau wie Anja, die lieben und sich emotional entfalten will.

Wir sollten stattdessen schauen, was wirklich zwischen Mann und Frau funktioniert.

Diese Stärken als bewusste Muster herausarbeiten, sie als Ansporn und Weg der persönlichen und gesamten Verbesserung unserer Beziehungen begreifen und vor allem lernen Widersprüchlichkeit zwischen uns zu vergeben.

Nicht alles zu ertragen oder hinzunehmen, aber in der Fähigkeit zu leben, unsere gesamte Widersprüchlichkeit als Männer und Frauen vergeben zu können.

Damit nicht nur das Bedürfnis nach mehr oder wesentlicher Romantik eine Chance hat, sondern auch die wesentliche Bestätigung, dass unser Vertrauen und jede Zuneigung zwischen Mann und Frau aus der geduldigen Liebe zu Ausgleich und Andersartigkeit wachsen kann.

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Die Gefühle der Männer

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Männer und Distanz in Beziehungen und Liebe

Thomas Lojek, Autor von “Die Gefühle der Männer: Männliche Muster der Liebe”, “Wahre Liebe statt Geliebte sein” und “Das geheime Muster der Liebe”, über den Wechsel von Nähe und Distanz in Beziehungen.

Die wichtigsten Inhalte in diesem Interview

  • Männer und Distanz in Beziehungen und Liebe.
  • Wie Männer Distanz in Beziehungen erleben und handhaben.
  • Unterschiede zwischen männlicher und weiblicher Distanz in Beziehungen.
  • Konflikte aus Missverständnissen durch unterschiedliche Wahrnehmung von Distanz.
  • Umgang mit dem Wechsel aus Nähe und Distanz in Beziehungen.

Autor Thomas Lojek und Partnerin

Bücher von Thomas Lojek

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Distanz in Beziehungen: Ein männliches Phänomen der Liebe?

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Frage: Warum distanzieren sich Männer viel häufiger in Beziehungen?

Ist das Verlangen nach Distanz in Beziehungen ein typisch männliches Phänomen?

Thomas Lojek: Ich würde nicht sagen, dass Distanz ein rein männliches Phänomen innerhalb von Beziehungen ist.

Ich sehe eigentlich eher, dass sowohl Mann als auch Frau jeweils Phasen von Distanz in Beziehungen herstellen.

Allerdings aus sehr unterschiedlichen Beweggründen.

Männer handhaben und leben Distanz anders und aus anderen Motiven.

Das stößt in der Welt der Frauen oft auf Unverständnis.

Weil Frauen eben Distanz ganz anders deuten und erleben.

Aus der weiblichen Deutungshoheit mag es dann so aussehen, als wäre Distanz in Beziehungen ein rein männliches Phänomen.

Das ist es so in dieser Form nicht.

Sie ist für Männer eine andere Form das Leben zu gestalten und zu bewältigen.

Frauen und Männer organisieren und leben Distanz in Beziehungen aus sehr unterschiedlichen Perspektiven und Empfindungswelten heraus.

  • Distanz in Beziehungen ist kein rein männliches Phänomen.
  • Männer und Frauen stellen Distanz in Beziehungen aus anderen Motiven her.
  • Entsprechend sind die Perspektiven auf Distanz in Beziehungen unterschiedlich.

Video-Kommentar: Wie besser mit Nähe und Distanz umgehen?

Männer und Frauen distanzieren sich aus unterschiedlichen Motiven

Frage: Was bedeutet das genau? In welcher Form leben Männer und Frauen Distanz in Beziehungen anders?

Thomas Lojek: Männer haben von sich aus einen ganz natürlichen Distanz-Verlauf in ihren Beziehungen.

Männer definieren sich innerlich weniger über ihre Beziehungen und über die Nähe zu anderen Menschen – sondern eher darüber, was sie in der äußeren Welt entdecken und erreichen können.

Deswegen sind Männer etwas mehr die Wanderer und Abenteurer im Leben.

Frauen distanzieren sich in Beziehungen dagegen aus anderen Motiven.

Sie stellen Distanz eher aus Gründen her, die mit ihrer jeweiligen Beziehung und deren Qualität zu tun haben.

Die Distanz der Frau hat viel häufiger konkrete Gründe als die Distanz des Mannes.

Und diese Gründe beziehen sich dann in der Regel auf die bestehende Bindung und deren Bedeutung.

  • Männer haben einen natürlichen Distanz-Verlauf in Beziehungen.
  • Männer sind durch ihr Distanz-Verständnis die Wanderer und Abenteuer im Leben.
  • Die Distanz von Frauen bezieht sich dagegen auf  Gründe innerhalb der Beziehung.

Warum Männer Distanz in Beziehungen herstellen

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Frage: Was genau ist damit gemeint, dass Männer einen „natürlichen Distanz-Verlauf“ in Beziehungen haben?

Thomas Lojek: Die Distanz des Mannes in Beziehungen verläuft eher wie ein natürlicher Rhythmus und hat dann meistens viel weniger mit der Beziehung zu tun, als Frauen das auf ihre Weise interpretieren.

Männer gehen nach einer gewissen Zeit der Nähe einfach gerne etwas auf Wanderschaft, wollen durch die Welt streunen, Abstand herstellen und neue Eindrücke sammeln, die nichts mit der unmittelbaren Nähe zu einer bestimmten Frau zu tun haben.

Das ist praktisch im Mann eingebaut.

Wenn das nicht so wäre, würde in der Welt nichts passieren.

Die Männer würden nur noch heimelig und gemütlich daheim bei ihren Frauen sitzen, um die gemütliche Ruhe, Wärme und Nähe, die von Frauen ausgehen kann, zu genießen.

Das geht natürlich nicht. 

Ohne den inneren Rhythmus der Männer sich von den Frauen zu lösen und die Welt entdecken zu wollen, hätten wir eine gemütliche dafür aber völlig regungslose Welt, in der nie etwas passieren würde.

Aus diesem Grund haben Männer einen inneren und ganz natürlichen Drang Abstand und Beschäftigung außerhalb ihrer Liebesbeziehungen zu suchen.

Der Rhythmus der Männer in Nähe und Distanz erfüllt eine sinnvolle Aufgabe im Gefüge zwischen Mann und Frau.

  • Das Distanz-Verhalten der Männer ist quasi natürlich „eingebaut“.
  • Männer müssen sich von ihren Frauen lösen, um Raum und Dynamik zu ermöglichen.
  • Ohne das Distanz-Verhalten der Männer hätten wir eine regungslose Welt, in der nichts passiert.

Die Suche nach Gleichgewicht im Wechsel von Nähe und Distanz

Frage: Trotzdem erzeugen die Phasen von Distanz in Beziehungen Reibereien und negative Gefühle. Warum ist das so?

Thomas Lojek: Aus der gerade beschriebenen Unterschiedlichkeit heraus entstehen vielen Missverständnisse zwischen Mann und Frau.

Eine Frau empfindet aus ihrer Weltsicht heraus die Distanz des Mannes sehr oft als eine persönliche Aussage über ihre Bindung zu ihm – und vor allem über die Qualität ihrer Beziehung. 

Dabei ist ein Mann sehr oft einfach nur auf „Wanderschaft“!

Männer bewegen sich aus Nähe heraus – das ist Teil ihres grundsätzlichen Naturells. 

„Mann sein“ impliziert auch die Notwendigkeit sich abgrenzen und definieren zu wollen, in die Welt zu gehen und Dinge in Bewegung zu setzen.

In diesem Zusammenhang müssen Männer anders als Frauen sein und andere Rhythmen von Nähe und Distanz haben.

Ansonsten existiert auf Dauer kein Gleichgewicht zwischen Männern und Frauen.

Im Prinzip ist das alles kein großes Problem.

Wir haben eigentlich ein inneres Verständnis für diese Abläufe.

Die Probleme durch den Wechsel von Nähe und Distanz entstehen, weil in unserem Denken eine innere und persönliche Umdeutung dieser eigentlich neutralen Tendenzen zwischen Männern und Frauen einsetzt.

Der Vorgang, dass sich Nähe und Distanz in Beziehungen einstellen, ist an sich natürlich und förderlich – erst die persönliche Interpretation aus der eigenen Empfindungswelt oder inneren Überzeugungen heraus, strickt dann das Problem, was wir rund um Nähe und Distanz in Beziehungen erleben.

Sobald wir interpretieren statt zuzulassen, geht der Ärger los.

  • Männer bewegen sich ganz natürlich aus Nähe heraus – das ist ihr Naturell.
  • Frauen empfinden diesen Vorgang dagegen oft als Aussage über die Beziehung.
  • Der Wechsel von Nähe und Distanz an sich ist kein Problem.
  • Die Umdeutung des Vorganges aus der jeweiligen Empfindungs-Perspektive von Mann und Frau schafft die mit diesem Phänomen verbundenen Konflikte.

Warum Mann und Frau Nähe und Distanz unterschiedlich erleben

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Frage: Kannst du ein konkretes Beispiel nennen, wie dieser Vorgang der Probleme durch Umdeutung und persönliche Interpretation zustande kommt?

Thomas Lojek: Nehmen wir einmal die Zusammenhänge auf, über die wir gesprochen haben: Für einen Mann ist seine eigene Distanz in einer Beziehung eine Art ganz natürlicher Rhythmus.

Sein Distanz-Verhalten stellt sich einfach nach einer Zeit der Nähe ein, ohne dass es für ihn selbst eine größere Bedeutung haben muss.

Eine Frau erlebt diesen Vorgang allerdings dann über ihr persönliches Beziehungsempfinden. Die Tendenz der Frau liegt nun mal darin, dass sie Beziehungen pflegt, erhält und fördert.

Entsprechend läuft bei ihr das „Sich-Entziehen“ der Männer in eine Verständnislücke ihrer Welt und erzeugt ablehnendes Unverständnis, weil Frauen Beziehungen über Nähe pflegen und nicht über den Umweg von Abgrenzung und Abstand, so wie Männer das regelmäßig brauchen.

Für eine Frau wird darüber die Distanz des Mannes zu einem persönlichen Affront gegen ihr Weltverständnis und damit auch zu einer angeblichen Aussage über die Art und Qualität ihrer Beziehung.

Das muss es aber nicht sein.

Und tatsächlich ist das eher selten der Fall.

In den meisten Fällen ist es einfach der natürliche Ablauf von Distanz im männlichen Verhalten, um etwas Abgrenzung zwischen sich und die Frauen zu bringen, damit Raum und Dynamik für einer beständige, gesunde Beziehung überhaupt dauerhaft stattfinden können

Umgekehrt versteht der Mann nur selten die implizierte Aussage einer Frau, wenn sie plötzlich Distanz in der Beziehung auf ihre weibliche Art und Weise herstellt, als ein Signal über den Zustand ihrer Beziehung.

Für einen Mann „spinnt“ die Frau dann einfach etwas und er lässt sie halt alleine damit oder einfach „ziehen“, so wie man es ein Mann seinem eigenen Verständnis nach auch für sich selbst tun würde.

Das erzeugt in der Frau dann natürlich genau das Gegenteil.

Sie fühlt sich dadurch ungeliebt und zusätzlichen Zweifeln über die Qualität ihrer Bindung zu diesem Mann ausgesetzt.

Der Streit ist an dieser Stelle praktisch vorprogrammiert.

Sowohl Mann als auch Frau agieren auf diesem Gebiet also aus einem jeweils völlig widersprüchlichen Verständnis heraus.

Und weil das Verständnis darüber so unterschiedlich ist, kracht es dann regelmäßig in der Liebe, sobald sich der Eindruck von Distanz einstellt.

  • Frauen empfinden den Wechsel von Nähe und Distanz über ihr Beziehungsempfinden.
  • Für Männer ist Distanz dagegen oft einfach nur ein natürlicher Ablauf ohne größere Bedeutung.
  • Umgekehrt verstehen Männer nur selten, dass eine Frau ihnen durch Distanz etwas über den Zustand ihrer Beziehung sagen möchte.

Die unterschiedlichen Empfindungswelten von Mann und Frau

Frage: Ist Streit also unvermeidbar mit dem Phänomen Nähe und Distanz verbunden?

Thomas Lojek: Phänomen „Distanz in Beziehungen“ an sich eigentlich gar nicht so sehr konfliktbeladen, wie es sich durch diese gegenseitige Umdeutung aus unterschiedlichen Weltverständnissen von Mann und Frau in Beziehungen äußert.

Das Problem ist nicht der Wechsel von Nähe und Distanz in der Liebe an sich – das ist ein ganz natürlicher und notwendiger Prozess, der im Grunde hilft Beziehungen langfristig intakt und lebendig zu halten.

Das große Problem für Mann und Frau auf diesem Gebiet ist vielmehr die völlig unterschiedliche Deutung aus jeweils unterschiedlichen Empfindungswelten heraus.

Jede Seite deutet Distanz auf ihre Weise und geht dann davon aus im Rahmen dieser Eigenwahrnehmung in dem Fall „das Richtig“ zu tun – erreicht aber im Gegenüber dadurch das genaue Gegenteil.

Aus diesem Grund ist Distanz in Beziehungen ein so heikles Thema, das viel an Wunden und Verwirrung stiftet.

  • Der Wechsel von Nähe und Distanz an sich ist nicht so konfliktbeladen, wie er sich in vielen Beziehungen äußert.
  • Die unterschiedliche Deutung des Vorgangs zwischen Mann und Frau erzeugt die Probleme.
  • Jede Seite ist dann überzeugt, im Falle von Umgang mit Distanz das Richtige zu tun – erzeugt oder erlebt aber dann das Gegenteil davon.

Weibliche Distanz und die Qualität von Beziehungen

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Frage: Warum distanzieren sich Frauen denn so anders in Beziehungen als Männer?

Haben Frauen nicht auch ein ganz natürliches Bedürfnis nach etwas Abstand und Zeit für sich?

Muss das immer mit „Beziehungsfragen“ unterlegt sein?

Thomas Lojek: Nein, natürlich nicht.

Wir reden hier immer über graduelle Tendenzen in der Unterschiedlichkeit von Mann und Frau. Das erzeugt Unschärfen.

Trotzdem ist es sinnvoll einen Blick darauf zu werden, dass diese grundsätzlichen Tendenzen auf jeder Seite existieren – das hilft viele Situationen in Liebe und Beziehungen zu bewältigen und zu verstehen, ohne sie zu sehr persönlich nehmen zu müssen.

Wie bereits erwähnt: Das eigentliche Problem ist häufig die persönlichen Umdeutungen neutraler Prozesse zwischen Mann und Frau – und nicht so sehr die Existenz dieser Prozesse an sich.

Darum ist es sinnvoll zu verstehen, warum die Unterschiede auf jeder Seite ihre Berechtigung haben. Frauen sind nun mal insgesamt viel mehr Beziehungswesen als wir Männer.

Sie handhaben und pflegen Beziehungen viel umfassender und bedeutungsvoller als ein Mann.

Aus diesem Grund ist auch das Herstellen von Distanz durch eine Frau viel deutlicher verwoben mit dem Wesen von Beziehungen – als eine Form von „sich auf etwas beziehen“!

Frauen beziehen in dem, was sie empfinden und tun, viel mehr und wesentlich deutlicher auf die Existenz ihrer bestehenden Beziehungen und Bindungen.

Das gilt dann eben auch für die Herstellung von Distanz in Beziehungen.

Darum ist es sinnvoll zu wissen: Wenn Frauen sich in Beziehungen distanzieren, dann findet man viel häufiger eine wesentliche Aussage dahinter, einen konkreten Grund.

Entweder mangelt es einer Frau dann an wesentlichen Emotionen in der Beziehung – es fehlt ihr an Reiz, an gefühlten reizvollen Qualitäten, die sie anfällig und begeistert für einen Mann machen kann.

Oder es fehlt ihr an Vertrauen.

An Vertrauen in die Bedeutung und Besonderheit der Bindung.

  • Frauen sind wesentlich mehr und wesentlich deutlicher Beziehungswesen als Männer.
  • Die weibliche Seite kommuniziert deswegen über das Mittel Distanz auch immer mehr über den gefühlten Zustand von Beziehungen.
  • Weibliche Distanz in Beziehungen bedeutet: Es fehlt an Reiz. Oder es fehlt an Vertrauen.

Warum Männer weibliche Distanz nur schwer verstehen

Frage: Und das natürliche Bedürfnis einer Frau nach Abgrenzung und Raum für sich selbst?

Thomas Lojek: Natürlich gibt es abgesehen von der gerade beschriebenen Tendenz auch bei Frauen einen regelmäßiges Bedürfnis Distanz herstellen zu wollen.

Es ist ja nicht so, dass Frauen nicht auch mal genug von ihren Männern haben oder froh sind auch einfach mal Zeit und Raum für sich zu haben.

Trotzdem: Das Phänomen, über das wir hier übergeordnet reden – die gefühlte Distanz, die dann eben auch beim Partner als eine bestimmte Emotion ankommt – das ist bei Frauen viel häufiger und dann auch viel deutlicher unterlegt mit Aussagen und Empfindungen zur bestehenden Verbindung mit einem Mann.

Eine Frau lässt den Mann über die Distanz etwas fühlen – wartet dadurch auf eine Kurskorrektur, auf eine Klärung von Bedürfnissen und Empfindungen, die nicht im Einklang mit ihrer eigenen Sicht auf diese Bindung stehen.

Distanz einer Frau ist oft die Aussage: „Komm her und hol mich und lass und das klären!”.

Nicht immer, aber eben sehr oft.

Die Art der Männer Distanz zu fühlen und in Beziehungen herzustellen hat aus dieser Unterschiedlichkeit heraus eben viel weniger Aussagewert über eine Beziehung als die Distanz der Frauen.

Für einen Mann ist Distanz viel häufiger ein ganz natürlicher Rhythmus: Man hat einige Zeit Liebe, Wärme und Nähe durch die Frau gehabt.

Und dann geht man eben raus und kümmert sich um andere Dinge.

Das sagt für einen Mann noch lange nichts über die Bindung oder die Bindungsqualität der Frau aus.

Für Frauen ist das in dem Fall ganz anders.

Wenn sie Distanz herstellen und das mit dem Verlangen unterlegt ist, die Beziehung zu pflegen oder zu verändern – dann sehen sie sich häufig in dem Dilemma, dass genau das nicht passiert.

Der Mann deutet diesen Zustand ganz anders und misst ihm eben aus seinem eigenen Weltverständnis erst mal nicht so viel Bedeutung zu.

Die Frau sitzt dann innerlich auf nagenden Emotionen und denkt sich:

„Wann rafft dieser Idiot es endlich?!“ während der Mann nur den Eindruck hat: „Na ja, sie ist halt gerade etwas komisch… das legt sich schon…  irgendwie, irgendwann…“.

Und umgekehrt läuft es dann durch diese Unterschiedlichkeiten so, dass eine Frau im Falle von gefühlter Distanz hergestellt durch den Mann denkt: „Was hat er bloß?! Habe ich etwas falsch gemacht? Ist etwas nicht in Ordnung zwischen uns? Wir sollten reden und zusammen sein, um das zu klären und er verschließt sich mir gegenüber so…?! Warum?!“.

Dabei gibt es in dieser Art von männlicher Distanz von Beziehungen gar kein „Warum?!“.

Ein Mann bewegt sich in dieser Zeit einfach auf seiner Seite des Lebens und braucht eine natürliche Pause von den weiblichen Aspekten des Lebens.

Das ist für einen Mann ganz normal und natürlich!

  • Männliche Distanz in Beziehungen hat insgesamt viel weniger Aussagewert.
  • Wenn ein Mann in Beziehungen Distanz herstellt, sagt das für ihn nicht zwangsläufig etwas über die Bindung oder die Bindungsqualität aus.
  • Für Frauen ist Distanz – egal, ob die eigene oder die erlebte – viel häufiger eine Aussage zur Beziehung und deren Qualität.

Nähe und Distanz in Beziehungen: Geduld mit sich selbst lernen

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Thomas Lojek: Wie verhält man sich am besten im Wechsel von Nähe und Distanz?

Kann man die Probleme der Umdeutung und der Missverständnisse umgehen?

Vielleicht abmildern?

Thomas Lojek: Ich finde man sollte ehrlich sein, was das Thema angeht:

Der Wechsel von Nähe und Distanz ist ein schwieriges Feld der Liebe.

Vor allem weil es ebenso unterschiedlich von Mann und Frau wahrgenommen wird und für beide Seiten eine jeweils unterschiedliche Bedeutung hat.

Der Vorgang an sich ist wichtig und ein elementarer Teil der Liebe – und die wichtigen Abschnitte einer Beziehung sind immer unterlegt mit etwas Glatteis und man neigt dazu darauf auszurutschen.

Aber das ist eben auch immer Teil der inneren Bewährungsproben, die Beziehungen durchlaufen müssen, um vor dem Leben beweisen zu können, dass sie auch über Schwierigkeiten hinweg Bedeutung und Bestand haben werden.

Der erste Schritt ist also etwas Sanftmut und Geduld sich selbst gegenüber: Es ist nahezu unmöglich „perfekt“ auf diesem Gebiet zu sein.

Es gibt endlose Unschärfen und Verständnisfallen – tappt man dort hinein, dann sollte man dem inneren Kritiker ein Schnippchen schlagen und sich das einfach mal vergeben.

  • Der Wechsel von Nähe und Distanz ist ein schwieriges Gebiet in Beziehungen.
  • Es ist normal, dass man in diesem Bereich nicht alles richtig machen kann.
  • Daher braucht es etwas Geduld und Sanftmut sich selbst gegenüber.

Distanz in Beziehungen: wie mit Gefühlen umgehen?

Frage: Aber wie geht man mit den damit verbundenen Emotionen und Gefühlen um?

Plötzlich Distanz in einer Beziehung zu erleben, ist ja auch emotional nicht ganz einfach.

Ob man will oder nicht – man reagiert mit Gefühlen auf den erleben Abstand.

Thomas Lojek: Nach dem etwas milderen Umgang mit sich selbst, wenn es um dieses heikle Gebiet in Beziehungen geht, wäre für mich der zweite Schritt:

Dass man die mit diesem Phänomen verbundenen Emotionen nicht zu ernst nehmen sollte. Jedenfalls nicht zu ernsthaft. Das belastet jede Form von Beziehung.

Man kann die Emotionen in diesem Phänomen vielleicht nicht abschalten – aber man kann lernen sie sinnvoll zu betrachten, ohne sich darüber in schädliche Impulse aus Kontrolle und Anschuldigen zu verrennen.

Zwischen Freunden ist der Wechsel von Nähe und Distanz zum Beispiel viel unproblematischer und insgesamt auch wesentlich undramatischer.

Es gibt Freunde, die sieht man wochenlang nicht, vielleicht sogar über Monate oder Jahre nicht – und dann stehen sie vor einem und es ist so als wäre keine einzige Sekunde vergangen.

Und genau das ist das Besondere – das, was die Qualität einer Verbindung wirklich offenlegt:  

Verbindung trotz Abstand und Lücken in der gemeinsamen Lebenszeit.

Liebespaare tun sich viel schwerer damit – obwohl das für sie eigentlich noch bedeutsamer sein sollte als für Freundschaften.

Die Liebe zwischen Mann und Frau ist auf allen Ebenen viel zu sehr definiert über Emotionen.

Das nimmt den kleineren Abständen und den besänftigenden Momente zwischen den großen Gefühlen die Möglichkeit ihr Werk zu verrichten – nämlich zu verbinden ohne zu fesseln.

Darum macht es Sinn die im Wechsel von Nähe und Distanz entstehenden Gefühle einfach mal zuzulassen und sie laufen zu lassen ohne sich dabei gleich zu sehr in impulsive Handlungen, Kontrolle oder Vorwürfe zu verrennen.

Das ist ein wichtiger Schritt auf diesem Gebiet.

Einfach den beteiligten Gefühlen etwas Raum geben – ohne ihnen zu unterliegen oder gleich reagieren zu müssen.

Laufen lassen.

Beobachten.

In diesen Momenten auch mal etwas bei sich selbst sein und die eigenen Emotionen nicht gleich auf die andere Person übertragen.

Wie gesagt: Die Übertragung und Uminterpretation der unterschiedlichen Wahrnehmung ist das Hauptproblem in diesem Fall – nicht das Phänomen selbst.

  • Man sollte die mit Nähe und Distanz verbundenen Emotionen nicht zu ernst nehmen.
  • Ein gutes Vorbild sind Freunde: Dort verläuft Nähe und Distanz viel undramatischer.
  • Man kann die mit Distanz verbundenen Emotionen zulassen und beobachten.
  • Die Emotionen rund um Distanz nicht gleich in impulsive Reaktionen, Anschuldigungen oder kontrollierende Verhaltensweisen umwandeln: Dem Zustand etwas Zeit und Raum geben.

Nähe und Distanz in Beziehungen emotional entspannt erleben

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Frage: Gibt es eine Möglichkeit gesund und entspannter mit dem Wechsel von Nähe und Distanz innerhalb von Beziehungen umzugehen?

Thomas Lojek: Der beste Weg den Wechsel von Distanz und Nähe in Beziehungen zu überleben, ist eine gesunde Beziehung zu sich selbst.

Die Fähigkeit sich selbst zu fühlen auch ohne die Gegenwart des Anderen.

Das Wissen eine Aufgabe und eine Richtung im Leben zu haben.

Die Dankbarkeit, dass das Leben ein Weg ist, der Einsichten, Überraschungen und Freude bereithält, zu denen man auch dann Zugang hat, wenn der Andere nicht anwesend ist oder man sich selbst über eine Beziehung definiert.

Die wesentlichen Empfindung von sich selbst füllen am besten die natürlichen Lücken, die jede Beziehung irgendwann durchlaufen muss.

Der große Schaden kommt durch die Vorstellung, dass Beziehungen homogen und perfekt sein müssen.

Und von der Vorstellung, dass man selbst immer homogen und perfekt sein muss.

Weder der eine Aspekt noch der andere Aspekt ist zutreffend.

Man selbst ist lebenswert.

Und Beziehungen sind erlebenswert.

Diese Verbindung sollte man respektieren und achten ohne die Lücken zu fürchten.

Wir Menschen müssen damit leben, dass sie existieren.

Diese Lücken in jeder Form von Beziehungen sinnvoll zu füllen, ist eine Grundaufgabe des Lebens. Und die erfüllen wir am besten durch eine gesunde Verbindung zu uns selbst.

  • Der beste Umgang mit dem Wechsel von Nähe und Distanz in Beziehungen ist eine gesunde Beziehung zu sich selbst.
  • Die Empfindung von sich selbst füllt ganz natürlich die Lücken in Beziehungen durch den Wechsel von Nähe und Distanz.

Das geheime Muster von Nähe und Distanz verstehen

Frage: Kommt das Thema Männer und Distanz in Beziehungen oder der Wechsel von Nähe und Distanz allgemein auch in deinen Büchern vor?

Thomas Lojek: Das ist natürlich ganz klar auch ein Thema in meinen Büchern, weil es generell ein entscheidendes Gebiet der Liebe ist, das einen umfassenden Effekt auf Beziehungen und auf das persönliche Glück darin hat.

In “Einen Mann emotional dauerhaft binden” beschreibe ich zum Beispiel sehr ausführlich die Phasen und den Rhythmus im Wechsel von Nähe und Distanz in Beziehungen.

Außerdem stelle ich dort zum ersten Mal den “Kreisbogen der Liebe” vor – ein männliches Muster, über das Männer quasi indirekt ihre persönlichen Batterien für Liebe und Beziehungen immer wieder neu aufladen.

Der “Kreisbogen der Liebe” sorgt bei Frauen für Irritationen und Zweifel über die Bedeutung und den Bestand der Beziehung – ist aber eigentlich ein Mittel, über das Männer ihre Energie und Bindungsbereitschaft in Beziehungen gestalten.

In den Ausgaben “Die Gefühle der Männer” gibt es mehrere Kapitel, wie Frauen Distanzverhalten von Männern in bestimmten Phasen der Liebe sinnvoll erkennen und für sich nutzen können.

Und mein Buch über den inneren Verlauf von Beziehungen: “Das geheime Muster der Liebe” geht sehr ausführlich auf Nähe und Distanz ein – vor allem darauf, welche Rolle deren Wechsel im Aufbau und Erhalt konstruktiver Liebesbeziehungen spielt.

  • Der Kreisbogen der Liebe ist ein männliches Muster aus Nähe und Distanz.
  • Der Kreisbogen versorgt Männer mit Energie für Bindungsbereitschaft in Beziehungen.
  • Frauen können männliche Phasen von Nähe und Distanz durchaus sehr sinnvoll für sich und die Entwicklung einer Beziehung nutzen.
  • Der Wechsel von Nähe und Distanz spielt immer einer Rolle im Aufbau konstruktiver und langfristiger Beziehungen.

Praktische Tipps zu Nähe und Distanz in Beziehungen

Frage: Kannst du abschließend noch mal einen praktischen Tipp geben, wie man besser mit dem Wechsel von Nähe und Distanz umgehen sollte.

Thomas Lojek: Als Frau die Phasen männlicher Distanz nicht gleich überbewerten.

Die Jungs einfach mal laufen lassen.

Und im Falle eigener Distanz vielleicht auch einfach mal mit dem Mann direkt sprechen, statt immer darauf zu hoffen, dass er schon “irgendwie fühlen” wird, was vor sicht geht.

Ansprechen ist immer sinnvoller als anschweigen.

Als Mann seine Phasen von Distanz nicht so abrupt, kühl und rücksichtslos gestalten.

Ein Mann braucht seiner Frau sicherlich nicht 24 Stunden am Tag das Händchen halten, aber man sollte ihr auch nicht gleich das Gefühl vermitteln, dass sie nicht mehr stattfindet, nur weil man mal einige Zeit den Weg über etwas mehr Abstand und eigene Interessen beschreiten möchte.

Umgekehrt: Im Falle von weiblicher Distanz sich seine Frau einfach mal greifen und fragen, ob alles in Ordnung ist.

Wenn ihr Distanzverhalten eine Botschaft ist, wird sie dann darüber schon irgendwie und irgendwann damit herausrücken.

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Der Wechsel von Nähe und Distanz in Beziehungen

Eine Diskussion mit Autor Thomas Lojek 

Das folgende Interview basiert auf einer Diskussion in der Community zu den Büchern von Thomas Lojek. 

Es geht hier um weitere besondere Einblicke in den Ablauf von Nähe und Distanz in Liebesbeziehungen, der vor allem Frauen etwas schwerer fällt als Männern.

Warum das so ist und wie eine Frau damit umgehen kann, zeigen die folgenden Fragen und Antworten zu diesem Thema.

Die wichtigsten Inhalte in diesem Artikel

  • Warum tendieren Männer zu Phasen von Distanz innerhalb von Beziehungen?
  • Sind Phasen der Distanz in Beziehungen notwendig oder ein Problem?
  • Sollten Frauen aktiv in den männlichen Wechsel von Nähe und Distanz eingreifen?
  • Was tun, wenn dich der Wechsel von Nähe und Distanz unglücklich macht?
  • Wie kannst du lernen entspannter mit dem Wechsel von Nähe und Distanz umzugehen
  • Angst vor Distanz und Abstand in Beziehungen: Hat das bestimmte Gründe?

Fragen und Antworten zu Nähe und Distanz in Beziehungen

Aus der Community zu den Büchern von Thomas Lojek

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Frage: Thomas, ich habe alle deine Bücher gelesen und sehr erfolgreich angewendet.

Eine Sache macht mir trotzdem immer wieder zu schaffen: Es gibt regelmäßig Zeiten, in denen sich mein Mann von mir entfernt.

Er meint es nicht böse und ich weiß, er liebt mich, aber trotzdem nagt es an mir.

Thomas Lojek: Das ist ein ganz klassischer Zustand in der Unterschiedlichkeit, wie Männer und Frauen Beziehungen leben und empfinden.

Der Abschnitt Distanz macht vor allem Frauen zu schaffen, weil sie diesen Teil der Beziehung persönlich nehmen.

Das ist er aber in den meisten Fällen nicht.

Frauen können eigentlich sehr leicht lernen, zu erkennen, dass hinter dieser Unterschiedlichkeit von Mann und Frau ein durchaus sinnvolles System steht:

Die Frau ist der Teil des Lebens, der Nähe herstellen will.

Und der Mann ist der Teil des Lebens, der Distanz ins Spiel bringt.

In „Einen Mann emotional dauerhaft binden“ habe ich dieses Phänomen als Kreisbogen der Liebe bezeichnet.

Männer lieben bogenförmig: Sie beschreiben im Verlauf der Liebe immer wieder eine Art Bogen, der sich von Nähe über Entfernung wieder hin zu mehr Nähe bewegt.

Damit ergänzen sie die Liebe der Frau, die sich eher dauerhaft verbinden und Distanz möglichst auflösen will.

Beides sind wichtige Elemente in der Liebe.

Der Wechsel zwischen diesen Eigenschaften macht Beziehungen erst möglich.

Würde dieser Wechsel nicht existieren, wären Beziehungen statische Gebilde.

Sie würden vielleicht die persönlichen Ängste vor Veränderungen, Verlust und Risiken lindern.

Aber sie wären ohne Dynamik.

Frauen können innerlich viel gelassener leben, wenn sie für sich akzeptieren, dass ohne Formen von Distanz keine Nähe und damit auch keine wirkliche Beziehung existieren kann.

Die besondere Verbindung der Liebe entsteht auch, weil Distanz überhaupt möglich ist. 

Distanz ist die verborgene Grundlage jeder Beziehungen.

Sie macht über ihre Existenz die Erfahrung von Nähe und Verbundenheit erst möglich.

Männer haben in diesem Phänomen ein eher gelassenes Gemüt.

Sie bekommen den Wechsel sehr oft nicht einmal bewusst mit.

Es passiert halt einfach so für sie.

Distanz stellt sich ein.

Und irgendwann kommt man sich als Paar halt wieder näher.

Keine Große Sache. 

Für einen Mann kann dieser Wechsel völlig in Ordnung sein und er macht sich viel weniger Gedanken dazu.

Männer haben emotional andere Prioritäten im Leben.

Ihre Blickrichtung im Leben ist ganz anders ausgestattet. Sie interessieren sich dafür, was man(n) alles erreichen, bewältigen, erobern kann.

Die ganzen Spiele der Männer, ihr Wetteifern, die ganzen kleinen und großen Kämpfe.

All das hält Männer innerlich und äußerlich viel zu beschäftigt, um sich zu sehr einen Kopf darum zu machen, ob man sich gerade als näher oder ferner in einer Beziehung empfindet.

Es ist nicht so, dass sie die Unterschiede nicht bemerken. Sie bewerten sie nur anders.

Sie füllen die Zeit von Distanz lieber mit eigenen Interessen und Beschäftigungen.

Das lässt Männer in der weiblichen Interpretation egoistisch oder desinteressiert erscheinen. Das muss nicht zwangsläufig der Fall sein.

Oft haben sie einfach die Fähigkeit Zeit anders zu füllen, ohne diesen Vorgang an bestehende Verbindungen und Beziehungen knüpfen zu müssen.

Diese männliche Fähigkeit Distanz gelassener zu nehmen und auch mal die eigenen Wege gehen zu wollen, muss nicht zwangsläufig schlecht sein.

Männer ergänzen darüber auf ihre Weise, den Antrieb der Frauen Nähe und Beständigkeit in Verbindung herstellen zu wollen.

Dieser Unterschied ist zwar eine Ergänzung in Gegensätzen und ein Reibungspunkt, doch ohne ihn wären Beziehungen jedoch ohne Dynamik und Veränderungen.

Tipp: Es gibt einen männlichen Kreisbogen der Liebe.

Männer entfernen sich und suchen dann wieder Nähe.

Das ist in der Regel ganz natürlich und als generelles Muster in Männern verankert.

Je weniger du das persönlich nimmst, desto entspannter wird dein Leben mit Männern.

Liebe als Wunsch ständiger Verbindung und Nähe?

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Frage: Aber mir gefällt das nicht. Ich will beständig Sicherheit und Geborgenheit spüren.

Wozu sind denn Partnerschaften sonst da?

Bedeutet Partnerschaft nicht, dass man immer für einander da ist?

Thomas Lojek: Nun, uns Männern gefällt auch nicht unbedingt das weibliche Bedürfnis, sich konstant und beständig verbinden zu wollen.

Wenn es nach und Männern gehen würde, dann wäre die Liebe eine Art Disneyland, für das man ein Ticket kauft, wenn man Lust darauf hat.

Man fährt etwas Karussel, genießt das Kribbeln der Achterbahn und pickt sich ein paar Süßigkeiten heraus.

Bis genug hat und einfach zum Ausgang hinaus marschiert, um noch mit einem netten „Vielen Dank, dass Sie da waren. Kommen sie bald wieder!“ verabschiedet zu werden.

Das wäre die männliche Idealvorstellung der Liebe.

Alles. Und ohne Folgen. Ohne Konsequenzen.

Bequem, aufregend und immer zuckersüß.

Inklusive dem Ausgang, wenn man genug davon hat.

Dieses männliche Bedürfnis wird auch nie vollständig erfüllt.

Weil Frauen und Liebe immer Konsequenzen plus Verantwortung mit sich bringen.

Ob uns Männern das passt oder nicht.

Die innersten Bedürfnisse der Männer werden auf diese Weise auch nie vollständig erfüllt.

Warum sollte es den Frauen anders ergehen?

Männer und Frauen müssen sich in der Liebe auch immer etwas abreiben.

Illusionen verlieren.

Sich abarbeiten, um erwachsen zu werden.

Es gehört dazu, dass man irgendwann lernen muss, dass Liebe auch immer eine Teilenttäuschung ist.

Das hat gute Gründe: Nur wenn man hungrig bleibt, dann bleibt man auch neugierig und in Bewegung.

Erfüllt sich jeder Wunsch, wird man passiv, uninteressiert und schwach.

Deswegen lassen uns Beziehungen immer zu einem Teil unerfüllt und hungrig.

Damit Bewegung geschieht.

Denn viel wichtiger ist, dass Liebe irgendwo zwischen diesen ganzen Unterschiedlichkeiten von Mann und Frau stattfindet.

Vor allem zwischen dem, was wir wollen und dem, was wir nicht bekommen können.

Ähnlich ist es dann auch mit dem weiblichen Wunsch nach beständiger Verbindung.

Wenn du als Frau zu 100% und völlig unglücklich werden möchtest:

Beharre auf deinem Bedürfnis nach dauerhafter Nähe!

Hänge den Männern in den Ohren damit, werde wütend, zickig und kontrollierend.

Wenn du meinst, dass du ein Anrecht auf völlige Nähe und beständige Gemeinsamkeit hast, mache den Selbstversuch: Probiere es aus. Fordere dein Recht ein!

Du wirst irgendwann merken: Es wird sich nichts dadurch ändern.

Eher das Gegenteil. Der Mann wird sich immer weiter von dir entfernen.

Natürlich kannst und sollst du deinem Mann sagen, wenn dir zu viel Abstand oder Formen der Lieblosigkeiten in einer Beziehung nicht passen.

Es gibt einen Unterschied zwischen natürlichen Rhythmen der Liebe und Lieblosigkeit.

Und sehr oft verrennen sich Männer einfach in andere Dinge oder sie bekommen es gar nicht mit, wenn sie es übertreiben oder nur noch ihren eigenen Interessen und Wegen nachhängen.  

Dann muss eine Frau einen Mann auch mal erinnern: “Hey, hier geht es lang!!”.

Du hast jedes Recht der Welt deine Bedürfnisse und gemeinsame Interessen anzumelden und einen Mann daran zu erinnern, dass Beziehung aus Interesse am Partner, aus gemeinsamer Zeit und aus Aufmerksamkeit besteht und nicht nur aus: “Ja, ich ruf dich später an, Schatz, okay?!”

Aber auch eine notwendige Erinnerung an deinen Mann, dass Liebe ganz klar Aufmerksamkeit, gemeinsame Zeit und Nähe braucht, wird dir wesentlich einfacher und emotional ausgewogener gelingen, wenn du das zuerst ganz natürlich über echte Gemeinsamkeiten herstellen kannst und nicht direkt über Klagen, Launen und Forderungen.

Wie in jedem zwischenmenschlichen Phänomen wirst du als Frau gegenüber deinem Mann erfolgreicher agieren, wenn du motivieren statt argumentieren kannst. 

Tipp: Wenn du versuchst manipulierend oder kontrollierend in den männlichen Wechsel von Nähe und Distanz einzugreifen, dann wirst du irgendwann merken, dass du vor allem viel Energie vergeudest, ohne irgendwas zu erreichen.

Nähe und Distanz: Emotionale Zuversicht spüren

Frage: Aber was soll ich denn machen, wenn mich diese Momente einfach unglücklich machen?

Wenn ich fühle, dass sich der Mann von mir entfernt und distanziert und ich nichts dagegen tun kann?

Ich bin dann unglücklich!

Ist es nicht auch Aufgabe des Mannes mich aufzufangen und mir beizustehen?

Thomas Lojek: Wenn du direkt jedes Mal unglücklich wirst oder dich emotional unbehaglich fühlst, nur weil sich dein Mann mal einige Zeit etwas abschottet, distanziert oder eigene Wege geht, dann stimmt etwas in deiner eigenen emotionalen Basis gegenüber dir selbst nicht.

Das kann der Mann nicht ausbaden.

Männer gehen generell öfter und häufiger mal ihre eigenen Wege oder suchen sich Dinge, die sie außerhalb ihrer Bindungen beschäftigen kann.

Das tun Männer einfach und das ist natürlich und richtig so.

Liebe braucht schlicht und ergreifend auch die Spannung aus Distanz und Unterschiedlichkeit.

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Wenn dich das emotional belastet, dann solltest du bei dir selbst anfangen und nicht beim Mann.

Dann fehlt dir das innere Gefühl von Vollständigkeit außerhalb deiner Bindungen.

Das ist aber eine Sache, die du mit dir selbst ausmachen und ins Reine bringen musst. Und nicht über einen Mann.

Tendenziell hat eine Frau das größere Verlangen nach Nähe und Verbundenheit.

Das ist in Ordnung.

Aber wenn dir die Abwesenheit oder die natürliche Distanz in einer Liebesbeziehung generell Kummer macht, dann brauchst du den Anderen zu sehr, um dich selbst vollständig zu fühlen.

Und das kannst du nur über dich selbst ins Reine bringen.

Das innere Gefühl von Vollständigkeit liegt nicht in der Verantwortung deines Partners.

Was Frauen in dieser Frage auch einfach mal erkennen sollten:

Es ist nicht die Aufgabe eines Mannes den unkonkreten Ängsten und Stimmungen einer Frau das Händchen zu halten.

Das Beistehen der Männer hat seine Berechtigung für konkrete Bedürfnisse und reale Situationen!

Real. Berechtigt.

Nicht nur gefühlt oder eingebildet.

Darin liegt ein sehr bedeutsamer Unterschied zwischen Mann und Frau.

Eine Frau kann sich über ein ewiges “Was wäre wenn…” völlig zermürben, während ein Mann das alles noch gelassen mit einem: “Das werden wir dann schon sehen…” abtut. 

Männer sind für alles gemacht, was sie anfassen, was ihre Hände beschützen, bezwingen, bewahren oder befreien können. Sie sind die Handwerker der Liebe.

Aus diesem Grund haben Männer auch ein viel dickeres Fell und eine ausgeprägte Fähigkeit sich abzugrenzen.

Frauen können es nämlich durchaus übertreiben in ihrem unablässigen Fluss aus Stimmungen, Ängsten, Sorgen, Selbstzweifeln und unerfüllten Bedürfnissen.

Natürlich soll ein Mann dir beistehen. Für dich da sein.

Aber nicht jede Stimmung legitimiert, dass du ständig einen Mann brauchst, um dich wirklich angekommen und vollständig zu fühlen.

Du musst auch Vollständigkeit und Zuversicht aus dir selbst schöpfen können.

Die Antwort auf Schwierigkeiten mit dem Wechsel von Nähe und Distanz liegt für dich als Frau deswegen nicht darin, den Mann mehr oder stärker zu binden, sondern darin besser und umsichtiger mit dir selbst umzugehen.

Und dich nicht von einer illusionären Angst, dich ohne Liebe und Aufmerksamkeit “unvollständig” zu fühlen, klein machen zu lassen!

Die Angst und die negativen Gefühle ohne den Partner irgendwie “allein” oder “unvollständig” zu sein sind in dir allein verankert.

Nicht in der Partnerschaft oder in deinem Partner.

Also musst du diesen Zustand in dir selbst in den Griff bekommen und nicht die Beziehung oder den Mann.

Ein Mann kann nicht ausbaden, was du an Zweifel und Ängsten über dich selbst empfindest.

Ein Mann ist dazu da, dir in konkreten, echten und vor allem in realen Bedürfnissen beizustehen.

Mit den Stimmungen, unkonkreten Ängsten und Selbstzweifeln einer Frau, hat die Welt der Männer jedoch keinen Vertrag geschlossen. 

Männer stehen zwar an deiner Seite, aber nicht im Dienste deiner gefühlten Zweifel über dich selbst. 

Je eher du den Unterschied zwischen realen, echten Bedürfnissen und gefühlten, eingebildeten Bedürfnissen erkennst, desto gesünder und stärker wird dein Leben mit Männer.

Inklusive aller Bindungen darin.

Das große Problem: Für Frauen sind Gefühle so real und bedeutsam, dass der Unterschied zwischen eingebildet und echt, für sie oft nicht ganz klar ist.

Auch aus diesem Grund sind Männer etwas gelassener, nüchterner und distanzierter.

Sie kommen auch mit der Fähigkeit nicht jedes Bedürfnis gleich überbewerten zu müssen und jeder Stimmung gleich nachgeben zu wollen.

Natürlich frustriert das Frauen auch regelmäßig.

Aber wie gesagt: Das muss so sein.

Männer neigen dazu sich in äußeren Aktivitäten und Bedürfnissen zu verrennen. Frauen in innere Bedürfnisse und Gefühle.

Beide Seiten müssen sich darüber irgendwie in eine gemeinsame Richtung hangeln.

Das ist fordernd und frustrierend. 

Aber es hält die Karten zwischen Mann und Frau ständig gemischt.

Liebe ist ein Balance-Akt.

Nichts unterstreicht das so sehr, wie der ständige Wechsel aus Nähe und Distanz in Beziehungen. 

Tipp: Dein Partner ist nicht für dein Gefühl einer eigenen inneren Vollständigkeit zuständig.

Wenn du den Eindruck hast oder in Phasen von Distanz unglücklich wirst, solltest du bei dir selbst anfangen und daran arbeiten diesen Eindruck in dir in Ordnung zu bringen oder Ausgleich dafür zu finden.

Männer sind nicht für deine Stimmungen oder unkonkreten Ängste zuständig, sondern für die realen Bedürfnisse und und alle konkreten Situationen in deinem Leben!

Echte Bedürfnisse akzeptieren und glücklich werden

Frage: Was kann man denn als Frau tun, um den Wechsel von Nähe und Distanz besser bewältigen und aushalten zu können?

Loslassen ist nicht einfach.

Aber es muss doch irgendwie möglich sein, damit besser und entspannter umgehen zu können?

Thomas Lojek: Wenn du als Frau wirklich glücklich mit Männern werden möchtest:

Akzeptiere das männliche Bedürfnis zu mehr Distanz und häufigerer Distanz als natürliches Gegenteil zu deiner Funktionsweise als Frau.

Das Prinzip dahinter arbeitet auf eine verborgene Weise für eure Beziehung.

Indem es Raum für Unterschiedlichkeit und emotionale Neugierde schafft.

Völlige Verbundenheit ist nicht das Ziel von Liebesbeziehungen, auch wenn die weibliche Psychologie sich das ständig selbst vorgaukelt.

Bewegung ist das Ziel.

Liebe braucht Dynamik und Bewegung, damit sie arbeiten kann.

Völlige Verbundenheit ist ein statischer Zustand.

Darin gibt es nicht mehr zu erreichen.

Das würde jede Form von Liebe und Beziehung überflüssig machen.

Also gibt es den Wechsel von Nähe und Distanz.

Der Wechsel macht Liebe erst möglich.

Willst du ihn auflösen oder verhindern, dann verhinderst du die Liebe.

Arbeite als Frau grundsätzlich lieber emotional darauf zu, dass ein Mann Gründe hat, den Kreisbogen der Liebe für dich zu beschreiten:

Fülle die Zeit der Nähe mit Wärme und Gemeinsamkeiten und die Zeit der Distanz mit deinen eigenen Interessen, deinen eigenen Werten und eigenen Aufgaben.

Du wirst darüber feststellen, dass es dann einen gewissen Sinn, einen gewissen Flow in dem Ablauf von Nähe und Distanz gibt.

Der Wechsel wird dir nicht mehr so unnatürlich oder kalt vorkommen.

Die Phasen der Distanz des Mannes sind auch immer wieder eine natürliche Erinnerung an die Frau, sich nicht nur ausschließlich über Liebe und Beziehungen zu definieren, sondern auch nach ihren Werten, Aufgaben und Erfüllung jenseits davon zu suchen.

Dann bleibt auch die innere Lücke in deinen Gefühlen aus, die du sonst spürst, wenn sich der natürliche Wechsel von Nähe und Distanz einstellt.

Schau dir ruhig mal etwas davon ab, wie Männer Distanz gestalten oder auch einfach mal ihre eigenen Interessen in den Mittelpunkt stellen.

Der Weg des Mannes hat durchaus seine Vorzüge. Wenn du ihn als Teilaspekt deiner selbst begreifst, dann kann seine Andersartigkeit zu deiner eigenen Empfindungswelt durchaus ein wertvoller Richtungsgeber sein, um mehr darüber zu lernen, was dir selbst fehlt.

Tipp: Der Wechsel von Nähe und Distanz ist auch immer eine Erinnerung daran, dich mit deinen eigenen Werten und Aufgaben im Leben außerhalb deiner Beziehung zu beschäftigen. Wenn dir der Wechsel von Nähe und Distanz Angst macht oder dich belastet, dann ist das deine tatsächliche Baustelle – nicht die Beziehung oder der Mann!!

Zusammenfassung

1. Ein natürliches Muster: Männer haben einen natürlichen Kreisbogen der Liebe. Sie beschreiten öfter und ausgiebiger eigene Wege und Zeiten der Distanz innerhalb von Beziehungen. Das ist ganz natürlich und fördert notwendige Abgrenzung, emotionale Spannung und Anziehung durch Unterschiede!

2. Jenseits von Kontrolle: Du kannst als Frau diesen Ablauf und das männliche Bedürfnis nach Abstand nicht kontrollieren. Wenn du das tust, dann erstickst du die Liebe zwischen dir und dem Mann.

3. Wichtig: Dein Partner ist nicht für das Gefühl von Vollständigkeit in dir zuständig!

4. Den richtigen Blick behalten: Wenn dich die Angst vor Distanz oder Phasen des Abstands in Beziehungen einholt, dann musst du dich selbst in Ordnung bringen – nicht die Beziehung oder deinen Partner. Verwechsle das nicht!

5. Eine unbequeme Wahrheit: Männer haben keinen Vertrag mit deinen eingebildeten Ängsten oder übertriebenen Bedürfnissen. Ihre Aufgabe ist es dir in realen Situationen und in realen Bedürfnissen beizustehen. Auch wenn es dir als Frau schwerfällt das zu akzeptieren: Stimmungen und Selbstzweifel musst du in dir selbst lösen – nicht in deinen Beziehungen oder in dem Mann an deiner Seite!

6. Akzeptieren und mit Liebe füllen: Akzeptiere den männlichen Kreisbogen der Liebe, der regelmäßig zwischen dir und dem Mann Distanz herstellen wird. Fülle die Zeiten der Nähe mit Wärme und Liebe und fülle die Zeiten der Distanz mit deinen eigenen Werten und Aufgaben des Lebens!

7. Eine wichtige Erinnerung: Der Wechsel von Nähe und Distanz in Beziehungen ist auch immer eine Erinnerung daran, dass du mehr bist als deine Liebesbeziehungen: In dir leben auch eigene Aufgaben, Werte, Absichten und Interessen!

Praxis

  • Akzeptiere den Wechsel von Nähe und Distanz – dir wird nichts anderes übrig bleiben, denn er ist ein natürlicher und wichtiger Teil der Liebe!
  • Wenn du das Verlangen spürst den Wechsel von Nähe und Distanz zu bekämpfen, dann solltest du dir bewusst machen, dass du damit nur deine eigenen Ängste und Stimmungen bekämpfen wirst – aber niemals die Tatsache des Wechsels an sich.
  • Wenn die Angst vor Distanz in dir auftaucht, dann mache dir bitte klar, dass es nicht die Aufgabe der Männer ist, deinen inneren Ängsten und Zweifeln Händchen zu halten! Deine innere Welt musst du selbst in Ordnung halten – das ist deine Aufgabe!
  • Beschäftige dich mit deinen eigenen Interessen, mit deinen eigenen Werten und deinen Aufgaben außerhalb deiner Beziehung, wenn sich der Wechsel von Nähe und Distanz einstellt!
  • Der Wechsel von Nähe von Distanz in Beziehungen ist auch immer eine Aufforderung deine anderen Lebensbereiche in Ordnung zu bringen – kümmere dich darum!

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