Leseprobe: Die Gefühle der Männer (Band 1)

In diesem Artikel findest du eine umfangreiche Leseprobe aus:

Die Gefühle der Männer (Teil 1)

… aus der Serie Gebrauchsanleitung Mann von Thomas Lojek.

Autor Thomas Lojek und Partnerin

Die Gefühle der Männer

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Etwas zum Hintergrund der Leseprobe

Ich habe die Kapitel 3 und 4 als Leseprobe ausgewählt, weil sie dir einen entscheidenden Zusammenhang präsentieren, der wirklich von elementarer Bedeutung ist für dich und deine Beziehungen mit Männern.

All deine persönlichen Erfahrungen und Gefühle, die du in einer Beziehung mit einem Mann erfährst, reflektieren entweder offen oder verborgen immer wieder genau diesen einen Zusammenhang, den du jetzt kennenlernen wirst.

Am Ende werden alle deine Beziehungen davon abhängen, wie sehr du den hier geschilderten Zusammenhang begreifst und dann in der Liebe bewusst vorleben kannst. 

Fangen wir also an: Dein Einstieg in die emotionalen Muster aus “Die Gefühle der Männer” – Leseprobe Kapitel 3 und 4!

Leseprobe “Die Gefühle der Männer Band 1”

Kapitel 3: Das Konzept von Social Value in der Liebe

Um zu begreifen, was emotionale Anziehung und Bindung zwischen Menschen ausmacht, müssen wir einen sehr genauen Blick in die Natur des Menschen werfen.

Der Mensch möchte leben und sich vermehren.

Ganz simpel betrachtet ist jeder von uns in erster Linie eine biologische Maschine, die auf diese beiden Faktoren programmiert ist.

Je besser und sicherer wir leben und je besser und sicherer wir uns vermehren, desto effektiver ist unsere biologische Existenz.

Je effektiver diese Grundlage unserer biologischen Existenz funktioniert, desto glücklicher, leichter und stabiler empfinden wir unser Leben.

Als Wesen Mensch ist unsere biologische Existenz allerdings an andere Menschen gekoppelt. Wir sind soziale Wesen.

Allein können wir existieren, aber nicht leben.

Darum bilden Menschen Gruppen.

Die Gruppe war über viele Generationen die beherrschende Überlebensstrategie der Spezies Mensch.

Darum ist der Mensch – auch wenn er sich individuell empfindet und erlebt – immer noch ein ausgeprägtes Gruppenwesen mit allen Mustern sowie Verhaltens- und Empfindungsweisen, die ihm in Gruppen Bestand, Bedeutung und Sicherheit geben sollen.

Auch unsere moderne Lebensweise hat nicht viel daran gerändert, dass wir Menschen uns zwar individueller empfinden und erfahren als jemals zuvor, aber wir uns in weiten Teilen des Lebens immer noch unbewusst als Gruppenwesen verhalten.

Durch die innere Ausrichtung als Gruppenwesen sind im Menschen auch alle Vorgänge zwischen Mann und Frau unbewusst von der Psychologie tatsächlich vorhandener oder eingebildeter Gruppen geprägt.

Man könnte es auch so beschreiben: Die psychologischen Vorgänge zwischen einem Mann und einer Frau sind zu einem großen Teil im Grunde Gruppenpsychologie, die in Form einer einzelnen Beziehung isoliert und dann unbewusst zwischen zwei Individuen ausgetragen wird.

Besonders in unserer heutigen Lebensweise hat die Paarbeziehung die Gruppe auf vielen Ebenen ersetzt.

Dennoch sind die alten Muster der Gruppe immer noch aktiv.

Innerhalb einer natürlichen Lebensweise in der frühen Zeit der Menschheit sicherten sich Männer und Frauen in Stämmen und Gruppen ihre Existenz über jeweils unterschiedliche Funktionen und Aufgaben.

Männer schützten und sicherten die Frau mit ihrer physischen Stärke und besonderen Talenten.

Frauen sicherten dem Mann eine Weitergabe seiner Gene durch Geburt und Versorgung von Kindern zu.

Im Kontext der reinen Gruppe gilt: Je besser ein Mann oder eine Frau diese Aufgabe in einer Gruppe erfüllen kann, desto höher ist ihr Wert für diese Gruppe.

Sozialbiologisch gesehen bestimmt das ihren sozialen Wert, ihren Social Value.

Je höher der soziale Wert eines Menschen, desto größer seine Bedeutung für die Menschen, die ihn umgeben. Und desto größer und bedeutsamer ist auch die Anziehung, die er auf andere Menschen aufgrund seines Wertes für sie entwickeln kann. Soziale Bedeutung fasziniert und bindet.

Das gilt auch für Paarbeziehungen, Flirt und Verführung.

Menschen fühlen sich von einem hohen sozialen Wert (High Social Value) angezogen und empfinden das Bedürfnis, sich mit ihm zu verbinden.

Dagegen meiden sie instinktiv alle Empfindungen, die ihnen einen Eindruck von Low Social Value geben.

High/Low Social Value ist jedoch nicht als materieller Besitz oder Geld zu verstehen – Social Value kann ein ganzes Bündel an Eigenschaften sein. Besitz, Geld, Reichtum können dazu gehören, auch Macht oder Einfluss.

Es können aber auch Talente, Eigenschaften, emotional bedeutsame Netze aus tiefgehenden sozialen Verbindungen sein oder besondere menschliche Qualitäten.

Social Value sind Qualitäten und Eigenschaften, die anderen Menschen das Gefühl vermitteln an etwas Besonderem teil zu haben.

Je größer das Gefühl von Bedeutsamkeit, Qualität und Besonderheit in der Verbindung zu einem anderen Menschen, desto größer die Empfindung von Glück, Geborgenheit und Lebensqualität.

Aus diesem Grund ist Social Value so bedeutsam – auch für das Verständnis der Liebe zwischen Mann und Frau. Social Value steuert heimlich im Hintergrund die Art und Weise, wie wir eine Beziehung empfinden, wie wir Anziehung empfinden und was „das Besondere“ eines Flirts oder der Liebe ausmacht.

Anziehung, Bindung und Bindungsverlangen sind damit immer an eine gegenseitige Empfindung und Wahrnehmung von sozialem Wert (Social Value) gekoppelt und werden fortlaufend davon beeinflusst.

Social Value ist der geheime Verhandlungsgegenstand in Flirt, Liebe, Beziehungen und generell zwischen Männern und Frauen.

So wie Menschen früher ihren Wert und Bedeutung in Gruppen sozial und psychologisch ausgehandelt haben, handeln wir Menschen den Wert und die Bedeutung, die wir in uns und in der Verbindung mit anderen Menschen empfinden, heute verstärkt über Liebe und Beziehungen aus.

Aus diesem Grund drehen sich alle in Gebrauchsanleitung Mann beschriebenen Methoden und Techniken immer auf eine gewisse Art und Weise darum, als Frau Social Value zu haben, zu verkörpern, zu fordern und zu verteidigen.

Das ist ganz besonders wichtig für Frauen, denn zum geheimen Spiel der Männer gehört es den Social Value einer Frau zu manipulieren, zu beeinflussen und zu verringern, um sich sexuelle und persönliche Vorteile in ihren Beziehungen zu den Frauen zu verschaffen.

Das muss nicht einmal in einem bösen Sinne geschehen, selbst ein netter Flirt ist mit seinem Necken, Reizen, dem ständigen Testen und Ausreizen und den vielen kleinen Übertreibungen (vom Push-Up-BH der Frau bis zum geliehenen Porsche-Schlüssel des Mannes) sind ein ständiges verborgenes Ringen um die Bedeutung, Wahrnehmung und Beeinflussung von Social Value.

Der wichtigste Punkt hier ist erst einmal das Verständnis, dass Liebe nicht primär ein rein emotionales Phänomen ist, sondern um soziale Prozesse und unbewusste Verhaltensweisen in Gruppen gestrickt wird, die dann in uns als Emotionen und Gefühle der Liebe wahrgenommen werden.

Die Empfindung von Social Value spielt dabei eine zentrale Rolle, weil Social Value definiert, wie sehr wir im anderen Menschen etwas Besonderes finden oder wie sehr wir für jemand anderes etwas Besonderes verkörpern.

Wie eine Frau über den sozialen und persönlichen Wert eines Mannes entscheidet

Um die emotionale Dynamik zwischen Mann und Frau aus dem Prinzip Social Value genauer verstehen zu können, ist es wichtig einen ganz entscheidenden Punkt in diesem Zusammenhang zu erkennen:

Die Frau entscheidet über den sozialen Wert eines Mannes.

Und zwar durch ihre Wahl seine Frau zu werden.

Warum ist das so?

Biologisch aus einem recht einfachen Grund: Nur die Frau hat die Fähigkeit Leben zu schenken und damit für den Fortbestand des Lebens und genetischer Familien zu sorgen.

Das macht sie einzigartig und unersetzlich.

Die Fähigkeiten eines Mannes mögen wichtig und bedeutsam sein – aber nie reichen sie an die reine Weitergabe des Lebens heran, die den Frauen von Natur aus gegeben ist.

Die Frau entscheidet mit dieser Gabe, ob sich die genetische Familie eines Mannes fortsetzt oder nicht.

Es ist ein ganz bedeutsamer Einfluss im Gefüge von Mann und Frau.

Ein Mann kann noch so viel erreichen, noch so viel Besitz, Einfluss und Macht anhäufen, sich noch so sehr bemühen in Gruppen oder im Leben – am Ende entscheiden die Frauen mit ihrer Wahl, den Mann sexuell zu akzeptieren und ihm damit die Weitergabe seiner Gene in Form einer Familie zu ermöglichen, welcher Mann in Wahrheit das Rennen um wirkliche Bedeutung im Leben macht.

Ein Mann ohne Frauen ist wie ein König ohne Volk – er hat keine Bedeutung, sein Leben wird ins Leere laufen und am Ende wird er verschwinden ohne eine Hinterlassenschaft aus echtem Wert und Bestand.

Und einzig und allein die Frauen treffen mit ihrer sexuellen Wahl und Liebe diese verborgene aber bedeutsame Entscheidung, welcher Mann am Ende Fortbestand und Bedeutung im Leben bekommt – niemand anders.

Nicht umsonst gibt es seit Generationen die fatale Tendenz über Traditionen und Zwänge Frauen diese besondere Macht ihrer Wahl über die tatsächliche Bedeutung eines Mannes zu entreißen, sie zu unterdrücken oder unter Zwang und Gewalt herstellen zu wollen.

Die Wurzel aller Unterdrückung der Frau liegt in der Macht ihres sexuellen Wahlrechts und dessen Bedeutung für den sozialen und persönlichen Wert der Männer.

Sozialbiologisch ist diese besondere Macht der Frau ein sehr bedeutsamer Einfluss – vor allem unter dem Aspekt der Gruppe.

Eine Frau demonstriert mit der Tatsache, dass sie einen bestimmten Mann als ihren Partner wählt öffentlich, dass dieser Mann einen realen Wert für sie hat und damit auch indirekt ganz allgemein für Frauen oder für die Gruppe insgesamt.

Die sexuelle Wahl der Frau ist immer ein unsichtbares soziales Gütesiegel.

Sie stellt dem Mann damit öffentlich aus, dass sie ihm ausreichend physische und persönliche Macht zutraut, sie zu beschützen, sie und ihre Kinder zu versorgen oder durch Besonderheiten und Talente wesentliche Vorteile im Leben herstellen zu können.

Das ist eine Art biologischer Ritterschlag.

Und den kann einzig und allein nur eine Frau geben.

Darin liegt die besondere Macht der Frau.

Es ist sehr wichtig, diese Macht der Frau über den Mann zu verstehen.

Im Grunde macht die Frau mit ihrer sexuellen und emotionalen Wahl und Zuneigung die soziale Existenz eines Mannes erst wertvoll und gibt ihm Bedeutung.

Ein Mann ist niemals in seiner Existenz erfolgreich, bis eine oder mehrere Frauen ihn als Objekt ihrer sexuellen und emotionalen Bedürfnisse wählen.

Ein Mann weiß auf einer unbewussten Ebene, dass nur die Frau darüber entscheidet, ob er vollständig und erfolgreich in seiner sozialen und biologischen Existenz als Mann ist, oder nicht.

Darum haben Männer Angst vor Frauen.

Darum haben sie Angst davor Frauen anzusprechen, Angst davor sie näher kennen zu lernen, Angst davor sich in sie zu verlieben.

Zu viel hängt für sie davon ab.

Frauen legen schonungslos jede Schwäche des Mannes offen.

Viele Männer entscheiden sich deswegen lieber dafür, dieser Tatsache aus dem Weg zu gehen – wenn nicht persönlich, dann doch in vielen Fällen zumindest emotional.

Das Gefühl von Zuneigung oder Abneigung einer Frau gegenüber einem Mann, betrifft damit nicht nur seinen Sexualtrieb, sondern alles, was ihn als Mann auf vielen Ebenen ausmacht.

Frauen sind damit ein ständiges Risiko für Männer.

Nicht umsonst gibt es eine viel zu lange andauernde und traurige Geschichte der Unterdrückung, Ausbeutung und Kontrolle von Frauen.

Die Gabe der Sexualität und der Geburt stellt den Frauen ein geheimes Wahl- und Stimmrecht aus, vor dem Männer sich erst einmal beweisen und qualifizieren müssen.

Zumindest in gesunden Gesellschaften und Lebensweisen.

Natürlich gilt das alles in einem gewissen Grad auch für Frauen.

Natürlich möchten Frauen genauso Bedeutung durch ihre Eigenschaften erlangen, in dem sie einen Partner finden. Natürlich stellt auch für die Frau ein Mann eine Quelle von Glück und Bedeutung dar.

Aber Frauen haben aus ihrer Natur heraus einfach einen gewissen Social Value Vorsprung, weil Weiblichkeit durch die Fähigkeit Leben hervorzubringen immer ein Wert an sich ist.

Und diesen Wert an sich hat der Mann nicht.

Sein Leben verläuft in einer „biologischen Beweispflicht“.

Deswegen sind Männer auch so getriebene, unruhige Lebewesen – immer darauf bedacht zu konkurrieren, zu übertrumpfen, sich zu beweisen und zu profilieren.

Das ganze männliche Gehabe von Größe, Können, Besitz und Einfluss basiert darauf.

Im Geheimen findet ein ständiger Wettlauf im Wesen der Männer statt – getrieben von Mutter Natur, den Abstand zwischen ihnen und den Frauen nicht zu groß werden zu lassen.

Allerdings kann und darf man die soziale Bedeutsamkeit der Frau auf keinen Fall nur auf die Weitergabe von Genen durch Nachwuchs reduzieren.

Der verborgene aber äußert bedeutsame soziale Wert der Frauen geht weit über ihre Fähigkeit Kinder zu bekommen hinaus.

Wie bereits beschrieben war die Gruppe das primäre Überlebensmerkmal der Spezies Mensch.

Und Frauen haben eine ganz besondere Eigenschaft: Sie bilden um sich herum soziale Netze von besonderer Bedeutung und Verbindlichkeiten.

Und zwar auf eine Weise, zu der der Mann in dieser Form nie fähig ist.

Männer können gesellig sein, im besten Fall Loyalitäten und Freundschaften etablieren – aber emotionale Bande von besonderer Bedeutung schmieden, festigen und bestätigen vor allem Frauen.

Das Wesen der Frau schafft ganz natürlich soziale und emotionale Bindungen und Verbindungen.

Für einen Mann ist das wichtig, weil auch das seine Rolle und Bedeutungen in einem sozialen Gefüge sehr bedeutsam festigt und bekräftigt.

Die Fäden der Frauen mögen geheim und unsichtbar sein – aber sie haben eine erhebliche Bedeutung für die Lebensqualität und die Rolle von Männern in einem sozialen Gefüge.

Auch von dieser Seite aus formt eine Frau insgeheim den sozialen Einfluss eines Mannes – auch wenn beiden das nicht bewusst ist.

Der Social Value der Frauen ist also keinesfalls reduziert auf eine rein genetisch definierte Bedeutung durch Nachwuchs, sondern er ist viel umfassender: Frauen bilden Familien, sowohl genetisch, körperlich als auch sozial und emotional.

Das macht ihren besonderen Wert aus.

Und über diesen Wert formt Weiblichkeit ihr Umfeld und vergibt soziale Bedeutung an die Männer, die ihr entsprechen können.

Du bist der Preis: Ein wichtiges Grundprinzip männlicher Faszination

Ausgehend vom Prinzip des Social Values und dem Einfluss, den eine Frau auf den Social Value eines Mannes hat, ist es wichtig, einen erweiterten emotionalen Zustand zu verstehen, der im Mann entsteht, wenn es um Flirt und Liebe geht.

Wenn eine Frau einen Mann als möglichen oder tatsächlichen Partner für persönliche und/oder sexuelle Zuneigung auswählt, dann geschieht etwas im Mann.

Sein inneres Belohnungssystem wird aktiviert und löst in ihm ein intensives Gefühl von lebendiger Stärke und männlicher Daseinsberechtigung aus.

Die Wahl der Frau gibt dem Mann innere Kraft.

Was dir als Frau unbedingt klar werden sollte, bevor du die in „Gebrauchanleitung Mann“ beschriebenen Methoden und Techniken lernst und anwendest:

Da deine persönliche und sexuelle Zuwendung auf emotionaler Ebene eine Lebens- und Daseinsberechtigung für den Mann ausstellt, bist du von jetzt an immer DER PREIS!

Du bist der Preis, um den er sich in seinem ganzen Leben und seiner Gesamtheit bemühen muss, immerhin gibst du ihm durch deine Liebe und Zuwendung eine Berechtigung für sein Dasein und Leben als Mann.

Und die muss er sich verdienen.

Sprich, er muss dir seine persönlichen Möglichkeiten von Social Value demonstrieren und beweisen, um deine Zuneigung zu erhalten.

Natürlich muss er in unserer modernen Zeit nicht mehr mit einer Keule losrennen und dir ein Mammut vor die Höhle legen.

Aufrichtige Gefühle, Treue, Zuneigung, Interesse, materielle Verantwortung, persönliche Verantwortung, Rücksichtnahme, Zärtlichkeit, Aufmerksamkeit, interessante Hobbys und Tätigkeiten – all das können Teile des komplexen Gefüges von Social Value in einem Mann dir gegenüber sein, weil er mit jeder dieser Eigenschaften einen bestimmten Social Value demonstriert, die ihn in der Summe für dich attraktiv machen können – oder auch nicht.

Wenn du nur herausfinden willst, ob ein Mann im Bett ein toller Liebhaber ist, dann kannst auf den ganzen Schnickschnack verzichten.

Dann vergiss das ganze Social Value Ding.

Lass Phase 2 in der Struktur der Verführung einfach aus und komm mit ihm zur Sache. (Die genaue Erläuterung der Phasen findest du in Kapitel 2 von “Gebrauchsanleitung Mann: Die Gefühle der Männer Teil 1).

Das ist völlig legitim!

Es ist ja nicht so, dass nur Männer ein Anrecht darauf haben Phase 2 ausklammern zu wollen/zu können.

Denk immer daran: Du als Frau bestimmst den Einsatz, denn du bist der Preis.

Wenn das der Einsatz ist, um den es in diesem Fall geht, dann reicht das für diesen Mann eben völlig aus.

Wenn du allerdings mehr willst, wenn es dir um den Aufbau von Liebe und Beziehung geht, wenn du Respekt und Bedeutung von einem Mann willst, dem du deine Sexualität schenkst, dann musst du Beziehungsanbahnung, Flirt und Verführung rund um die Bedeutung von Social Value aufbauen.

Dann musst du als Frau für einen Mann einen Wert verkörpern, den er sich verdienen und vor dem er sich beweisen muss.

Dieses Gefühl von “sich verdienen” oder „sich beweisen müssen“ ist ein wichtiger Bestandteil in der emotionalen Grundfunktion von Männern.

Männer sind Wesen, deren inneres System von Mutter Natur auf genau diese Herausforderungen – Hürden und Schwierigkeiten zu überwinden – programmiert wurde.

Nicht umsonst steigen sie ständig auf Berge, fliegen zum Mond oder setzen sich in Autos, die viel zu schnell sind, erfinden, erschaffen, überflügeln und stürzen sich in Gefahren.

Männer sind getrieben von einem inneren Drang sich zu beweisen, sich zu empfehlen, sich zu profilieren und allerhand Schwierigkeiten und Hürden überwinden zu wollen.

Das ist die innerste Natur des Mannes.

Ihre Gefühle gegenüber Frauen funktionieren nicht viel anders.

Je eher du dieses männliche Bedürfnis der Herausforderung und Profilierung bedienen kannst, und dein Wesen als Frau auf eine weibliche Weise immer an konkrete Herausforderungen und Abenteuer knüpfst, desto eher werden Männer fasziniert von dir sein.

Weil sie dann im Umgang mit dir etwas emotional finden, was ihrem eigenen innersten System entspricht. Du triffst damit genau die innerste Natur des Mannes.

Frauen, die einfach zu haben sind, die leicht verfügbar sind und sich um die Gunst des Mannes durch weibliche Gefälligkeit (inklusive sexueller Gefälligkeit) bemühen, sind angenehm und nützlich im Leben eines Mannes – aber sie erreichen damit niemals den innersten Kern eines Mannes, seine emotionale Natur und Struktur.

Deswegen strampeln sich diese Frauen auch völlig nutzlos vor den Männern und für die Männer ab, um deren Liebe zu bekommen – enden aber trotzdem immer im emotionalen Abseits: benutzt und geduldet, aber eben nicht geliebt und begehrt.

Männer reagieren deutlich intensiver auf Frauen, die ihnen unmissverständlich und deutlich klar machen: „Du musst mich und meine Aufmerksamkeit erst verdienen, ansonsten darfst du zwar schauen, aber nicht anfassen, mein Lieber!”

Das erschafft in Männern ein Gefühl von Herausforderung, eine männliche Motivation von “Ich will!”

Hat ein Mann dieses Gefühl „Ich will!“ durch dich und deine Gegenwart als Frau erst einmal entwickelt, dann verbindet er dieses Gefühl mit dir.

Aus „Ich will!“ wird dann irgendwann „Ich will dich!“, und von da an hast du einen Mann emotional am Haken.

Wenn du erkennst, dass du der Preis bist, um den sich das geheime Spiel von Mann und Frau immer dreht, dann erkennst du auch, dass die Macht deiner Wirkung als Frau darin liegt, einen Preis zu verkörpern und darzustellen, den der Mann zwar sehen und begehren kann – aber für den er sich qualifizieren muss, indem er seine männlichen Qualitäten und Vorzüge vor dir und für dich ins Spiel bringt.

Deswegen gilt: Als Frau bist du von nun an die Belohnung für männliche Qualitäten.

Du bist die Verlockung.

Du bist der Preis.

Ein Preis zieht männliches Begehren auf sich.

Unterschätze niemals die Funktionsweise von männlichem Ehrgeiz.

Männliches Begehren will sich beweisen, sich qualifizieren, Besonderheiten, Hürden und Herausforderungen überwinden, um sich am Ende selbst innerhalb der eigenen männlichen Empfindung als würdig zu empfinden, diesen besonderen Preis eben durch eine besondere Männlichkeit errungen zu haben.

Genauso läuft das Spiel.

Und genau darin liegt der Unterschied zwischen der Frau, die für einen Mann ein sexuelles oder gewöhnliches Spielzeug ist und der Frau, der er verfällt, die er liebt, achtet und respektiert.

Wie du dieses Spiel perfekt zu deinem Vorteil ausreizen und steuern kannst, wirst du hier in “Gebrauchsanleitung Mann – Die Gefühle der Männer” sehr genau lernen.

Kapitel 4: Eine Hürde auf dem Weg

Frauen fällt es oft schwer, sich selbst als Preis zu empfinden, weil sie selbst von allerhand Selbstzweifeln und Minderwertigkeitsgefühlen geplagt werden.

Darum neigen sie dazu, sich oft zu billig weg zu geben oder sich alles mögliche gefallen zu lassen, nur um den Eindruck zu haben „geliebt zu werden“.

Wenn du dir aber klar machst, dass deine persönliche Zuneigung und sexuelle Zuwendung für einen Mann eine ultimative psychosoziale Daseinberechtigung auslöst, dann hast du die Möglichkeit zu erkennen, dass du damit immer den ULTIMATIVEN PREIS für einen Mann darstellst.

Das hat nichts mit dir, deinen Fehlern, Zweifeln oder Unsicherheiten zu tun.

Das hat auch nichts mit deinem Aussehen oder deiner Figur zu tun. Nichts!

Es geschieht automatisch im Mann.

Dieser Vorgang ist völlig neural und universell von Mutter Natur im Mann verankert.

Sobald eine Frau einen Mann wählt, geschieht ein intensives Gefühl von Bestätigung und Daseinberechtigung in ihm. Das ist von Mutter Natur so vorgesehen und immer serienmäßig eingebaut.

Deswegen kannst du dich als Frau auch immer als ULTIMATIVEN PREIS ansehen, ganz gleich, wie du selbst über dich denkst.

Das Gefühl im Mann entsteht sowieso, ganz gleich, wie unsicher und unperfekt du dich selbst empfindest.

Wenn du das erkennst, kannst du lernen von Männern genau dieses Verhalten einzufordern, den ein ultimativer Preis erwartet: Respekt, Anstrengung, Ehrlichkeit, Verlangen, Leidenschaft.

Denn DU bist diejenige, die ihm diesen Preis aushändigt, wenn du ihn als Mann wählst.

Und er WILL diesen Preis.

Also bist du in der Position von ihm zu verlangen.

Immer.

Wenn du dich als Frau gegenüber Männern als “Ich bin der Preis” gibst – plus ihnen konkrete Vorgaben in Form von: “Ich bin der Preis.

Hol ihn dir. Aber nur, wenn du ihn verdienst.

Überzeuge mich davon!” vermittelst, dann bewegst du dich damit direkt im natürlichen emotionalen System von Männern.

Das ist die emotionale Sprache, die Männer durch und durch verstehen, weil sie in ihnen auf natürliche Weise eingebaut ist.

Männer sehnen sich heimlich nach Frauen, die genau das tun, weil diese Art und Weise für sie die Liebe zu einer Frau “verständlich” und “greifbar” macht.

Darum sind weibliche Selbstzweifel gar nicht so relevant und/oder angebracht.

Viel wichtiger für den Erfolg mit Männern ist, dass du als Frau immer die Möglichkeit hast, ihn fühlen zu lassen, was er fühlen möchte.

Diese Fähigkeit macht den Männer-Magneten aus dir.

Alle folgenden Techniken in Gebrauchsanleitung Mann basieren sehr stark auf der Einsicht, dass du wirklich verstehst, was in einem Mann passiert oder passieren kann, wenn du ihm deine persönliche und/oder sexuelle Aufmerksamkeit gewährst.

Du händigst ihm etwas aus, das er für seine persönliche Daseinsberechtigung wirklich, wirklich braucht.

Alle Methoden in diesem Buch basieren darauf, dass dir klar ist oder wird, dass DU der PREIS bist.

Geschickte Frauen spielen ganz versiert mit diesem Bewusstsein der Preis zu sein, den er als Mann unbedingt will und braucht.

Du kennst sicherlich selbst Frauen, die ganz gezielt von Männern immer alles bekommen, was sie wollen, obwohl sie selbst vielleicht gar nicht so toll sind.

Das sind die Frauen, die dieses universelle Prinzip zwischen Mann und Frau einfach anwenden.

Du solltest zusehen, dass du eine davon wirst, weil das dein persönliches und emotionales Leben deutlich angenehmer und einfacher gestalten wird.

ÜBUNGEN

1. Mache dir klar: „Ich bin der Preis!“.

Deine Aufmerksamkeit, deine soziale Anerkennung und vor allem deine sexuelle Zuwendung, stellt dem Mann eine emotionale Daseins- und Lebensberechtigung aus.

Mache dir klar, dass die eigenen Gefühle von Unsicherheit, Selbstzweifeln oder Ängsten NICHTS damit zu tun haben, was du in einem Mann auslösen kannst, wenn du ihn wählst.

Es geschieht automatisch und unabhängig von deinen eigenen Unsicherheiten.

Darum hast du das Recht dich immer als den ultimativen Preis für einen Mann zu empfinden – denn der Mann empfindet es auf jeden Fall so.

2. Jedes Mal, wenn du dich mit einem Mann triffst oder er mit dir reden / flirten will – mach dir vorher klar, dass DU der PREIS bist.

Sage es dir vorher oder dabei immer wieder vor: „Ich bin der Preis!“. Denn das bist du.

3. Beobachte genau, was geschieht: Verändert sich etwas? Teste, studiere und beobachte die Auswirkungen, die dieses Gefühl in jede deiner Situationen mit Männern bringt. Bemerkst du Unterschiede? Lerne genau zu beobachten, ob und was sich dadurch verändert! 

Bücher von Thomas Lojek

Die Gefühle der Männer 1 + 2

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Leseprobe: Einen Mann emotional dauerhaft binden

Leseprobe: Einen Mann emotional dauerhaft binden – Männliche Bindungsmuster in festen Beziehungen

Hier findest du eine ausführliche Leseprobe aus meinem Buch:

“Einen Mann emotional dauerhaft binden – Männliche Bindungsmuster in festen Beziehungen”.

Ich habe für diese Leseprobe einige Abschnitte aus dem Mittelteil der Ausgabe gewählt.

“Einen Mann emotional dauerhaft binden” versteht sich als Ergänzung zu “Die Gefühle der Männer 1+2 (Gebrauchsanleitung Mann)” und beschäftigt sich vor allem mit den Aspekten Nähe und Distanz, Bindungsmuster und Kommunikation in festen Beziehungen.

In dieser Ausgabe habe ich zum ersten Mal die psychologischen Muster “Der Kreisbogen der Liebe”, “Das Quaterback Phänomen”, “Die drei Zonen männlicher Liebe” und das “Beziehungs-Gap zwischen Mann und Frau” vorgestellt.

Zudem gibt es ein exklusives Kapitel zu der Frage:

“Kann eine Frau einen Mann dauerhaft treu machen?”

Autor Thomas Lojek und Partnerin

Bücher von Thomas Lojek

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Die Leseprobe aus:

Einen Mann emotional dauerhaft binden

Das Beziehungs-Gap

In deiner Liebe zu Männern wird dir ganz sicher immer wieder ein bestimmtes Phänomen begegnen:

Männer sind generell bindungsunwilliger als Frauen.

Das ist graduell und situativ natürlich unterschiedlich, abhängig vom Naturell des Mannes und der gesamten Situation, aber als Frau wirst du immer einen gewissen Unterton der Einigkeit in der Welt der Männer wahrnehmen:

Bindung und Verbindung stehen dort nicht unbedingt auf der emotionalen Prioritätenliste ganz oben.

Spaß, Aufregung, Spiel, Sex – da sind sie alle sofort dabei, aber die Bahnen einer verbindlichen und bedeutsamen Beziehung, da tun sich Männer immer etwas schwerer mit.

Es gibt eine Art Beziehungs-Gap zwischen Mann und Frau.

Geht es darum emotional verbindlich, ausschließlich und obligatorisch zu sein, werden Männer plötzlich seltsam und ausweichend.

Das hat einen Grund: Emotionen und Beziehungen sind für Männer schwerer zu fassen.

Sie sind etwas, dass irgendwie stattfindet, aber nicht etwas, das man im Sinne eines Mannes greifen, begreifen und immer konkret benennen könnte.

Beziehungen finden für Männer einfach statt.

Je weniger man darüber reden und darüber nachdenken muss, desto besser.

Männer tun sich aus diesem inneren Verständnis heraus immer etwas schwerer damit, einer Beziehung die gleiche emotionale Bedeutsamkeit in Form einer umfassenden Ausschließlichkeit und Priorität zu geben, wie Frauen das tun.

Frauen sind im Gegensatz zu Männern viel eher dazu bereit und auch viel umfassender daran interessiert.

Diese Unterschiedlichkeit ist ein Grunddilemma zwischen Mann und Frau.

Damit wirst du leben müssen.

Ein anderes Bindungs-Empfinden

Selbst wenn du einen Mann langfristig gebunden hast, wirst du immer wieder erleben, dass für einen Mann Bindungsfragen und Bindungsgefühle viel weniger konkret sind.

Männer lieben generell immer ein wenig distanzierter und unverbindlicher.

Ideal für Männer wäre eigentlich eine Art ewiger Schwebezustand in Beziehungen:

Nicht zu fest und zu verbindlich aber auch nicht zu bedeutungslos, so dass ihnen das Weibchen zu schnell abhanden kommen könnte.

Denn die Frau an sich und deren Vorzüge haben sie ja schon ganz gerne für sich.

Wenn sie nur nicht emotional immer so lästig wäre und versuchen würde, sie komplett in Beschlag zu nehmen und sich auf allen Ebenen mit ihm zu verbinden.

Daran haben Männer deutlich weniger Interesse.

Im Grunde ist Männern primär erstmal wichtig, dass die Frau für sie verfügbar ist und nicht an die Konkurrenz geht.

Der Rest ist eher relativ.

Wenn Männer könnten, würden sie Frauen am liebsten fortwährend auf einer lauwarmen Sparflamme halten, die ihnen ein Leben mit genügend Wärme, Annehmlichkeiten und Sex ermöglicht, aber die Temperatur nicht so hochschraubt, dass sie die ganze Zeit daneben stehen müssen, um aufzupassen, dass nichts anbrennt und überläuft.

Männer sind einfach bindungsfauler und emotional wesentlich richtungsloser, wenn es um die dauerhafte Verpflichtung gegenüber einer Frau geht.

Das mag sich erstmal wie eine Schwäche oder ein generelles Defizit des männlichen Geschlechts anhören, aber es ist nicht nur eine Schwäche.

Es erfüllt genauso bestimmte Funktionen im Gefüge zwischen Mann und Frau wie das Verlangen der Frau nach Nähe, Bedeutsamkeit und Verbundenheit.

Ohne das innere Verlangen der Männer, sich der Frau zu entziehen und „sein eigenes Ding“ zu machen, würde jegliche Spannung zwischen Mann und Frau fehlen – Liebe wäre gar nicht möglich, denn erst dieser Unterschied erzeugt die notwendige Polarität, die jede Form von Anziehung braucht.

Darum ist es durchaus sinnvoll, dass Männer mit einem anderen Bindungsempfinden und einem anderen Bindungs-Management ausgestattet sind als Frauen.

Frauen mögen das kritisieren und bemängeln – aber ihr Bindungserleben ist eben auch nur 50% des Gesamtbildes.

Und in Wahrheit zieht Frauen eben genau das an – der Reiz des männlichen Prinzips, das sich ihnen immer wieder entziehen will.

Ohne diesen Einfluss wären Männer nicht halb so reizvoll für das Gemüt der Frauen.

Wie unterschiedlich dieses Empfinden von Beziehungen ausfällt, finden wir zum Beispiel in der frühen Phase einer gerade eingegangenen Beziehung.

Männer haben in der Regel kein besonders ausgeprägtes Gespür dafür, wann und wie eine emotional verbindliche Beziehung eigentlich anfängt.

Während Frauen sich schon damit beschäftigen, dass es „ernst“ wird, bekommen Männer davon noch gar nicht so viel mit.

Sie sind mit allerlei anderem Zeugs beschäftigt und finden es erstmal ziemlich gut, dass sie tollen Sex haben.

„Ernst“ in einer Beziehung wird es für Männer eigentlich immer erst, wenn Konkurrenz auftaucht und ihn sein Weibchen deswegen verlassen könnte.

Dann hört der Spaß auf und es wird „ernst“ für einen Mann.

Emotional begeistert lieben

Natürlich können Männer emotional begeistert von einer Frau und der Phase früher Verliebtheit sein, aber das ist im Mann immer viel eher ein emotionales Resultat von freigesetzter, gelöster männlicher Sexualität.

Das versetzt Männer für einige Zeit in eine Art inneren Rausch, der sie emotionaler und emotional zugänglicher macht als sie sonst sind.

Aber das hat im Kern wenig mit echtem Bindungsempfinden zu tun.

Sie haben Sex und ein tolles Weibchen – das finden sie gut, das begeistert sie und macht sie schwärmerisch, aber Bindung in der Form, wie eine Frau das empfindet oder für sich annimmt, ist das noch nicht.

Männer haben auf dem Gebiet der Bindungen eine ganz andere Eigenwahrnehmung als Frauen.

Bindung und Beziehung ist für Männer etwas „…das läuft halt so…“, aber wirklich deutlich benennen oder für sich klar umreißen kann das ein Mann kaum.

Er kann es nicht greifen und konkretisieren.

Liebe und Beziehung sind für ihn etwas, das stattfindet als Folge von Sex und Zusammenleben.

Aber ein Mann würde Bindung und Beziehung nie aus sich selbst heraus als Selbstzweck empfinden.

Beziehung ist ein Resultat, weil man Sex und gemeinsame Zeit zusammen erlebt und nicht weil Sex und gemeinsame Zeit einer übergeordneten losgelösten Bindungsinstanz folgen – von Frauen allgemein als „Liebe“ bezeichnet.

Liebe und Beziehung sind für Männer ein Resultat, eine Nebenwirkung – nicht das Zentrum und die eigentliche Absicht.

Männer lieben deswegen insgesamt viel pragmatischer und realistischer: Solange es läuft und irgendwie Spaß macht, ist alles richtig.

Und Liebe? „Na ja, schon möglich… Irgendwie… Vielleicht… Kann schon sein… Na ja, mal schauen…“.

Die männliche Liebe ist also immer etwas kühler.

Aufgeregt und hitzig wird sie in der Regel erst, wenn ein Konkurrent die Bühne betritt.

Da schaltet der männliche Modus der Liebe ganz schnell um – von kühl, gelassen und distanziert auf hitzig, emotional und verbindlich (bis einengend).

Männer werden emotional, wenn sie befürchten müssen ihr Weibchen zu verlieren – ansonsten sehen sie die Welt recht gelassen, was Bindungsfragen angeht.

„Na ja, es läuft halt…“ – wenn ein Mann das sagen kann, ist schon alles soweit in Ordnung für ihn.

Männer: Die pragmatische Seite der Liebe

Diese eher entspannte und bodenständige Art und Weise Bindungen anzugehen und zu erleben ist aber nicht zwangsläufig gefühllos oder lieblos, wie Frauen gerne behaupten – Männer machen nur nicht so ein Tamtam um ihre Beziehungen.

Sie wollen einfach, dass es läuft, mehr nicht.

Aus diesem Verständnis heraus, dass Männer viel bodenständiger und pragmatischer lieben, muss ein Mann Liebe und Zuneigung auch viel weniger demonstrieren oder für sich immer wieder bestätigt finden.

Er braucht viel weniger Beweise und Bestätigung dafür, dass Liebe zwischen euch existiert.

Für einen Mann ist das zweitrangig.

Liebe ist für einen Mann kein entscheidendes Element – solange „es läuft“ und die Liebe ihren pragmatischen Zweck erfüllt, ist für einen Mann alles in Ordnung.

Die pragmatische Seite der männlichen Liebe braucht keine Romantik, keine Bestätigung.

Sie erfüllt ihren Zweck.

Und das genügt.

Man könnte sagen: Männer sind die Handwerker der Liebe.

Männer müssen Liebe nicht voraussetzen, um sich wohl in einer Beziehung zu fühlen.

Wenn die Liebe kommt – okay, wenn nicht, dann hat man zumindest ein komfortables Leben.

Viel höher sind die Ambitionen der Männer in Sachen Liebe erst einmal nicht.

Wie gesagt: Die Liebe der Männer ist eher pragmatisch.

Und auch das erfüllt seinen Sinn: Während Frauen dazu neigen sich die luftigsten Phantastereien auszumalen, sobald ihnen das Wort „Liebe“ in den Sinn kommt, bilden Männer mit ihrem eher pragmatischen und bodenständigen Verständnis von Liebe ein entsprechendes Gegengewicht.

Aus diesem Grund gibt es auch diese ständigen Reibereien zwischen Männern und Frauen, was Aufmerksamkeit und Romantik angeht.

Männer brauchen das nicht – weil sie in der Liebe insgesamt viel weniger suchen und finden als Frauen.

Und weil sie Liebe nicht zwangsläufig voraussetzen müssen, um mit einer Frau zusammen zu sein.

Männer verstehen dieses „nach Bestätigung suchen in einer Partnerschaft und für eine Partnerschaft“ der Frauen überhaupt nicht.

Es ist ihnen total wesensfremd.

Es läuft doch, also was soll das?

Die Liebe der Männer hat eine ganz einfache Regel:

Für einen Mann ist eine Liebesbeziehung genau dann in völlig in Ordnung und genau richtig, wenn sie das Gegenteil von Stress und Anstrengung ist.


Für einen Mann ist eine Beziehung genau richtig, wenn sie das
Gegenteil von Stress und Anstrengung ist!


Wenn das Weibchen dann plötzlich anfängt zu „stressen“, weil es mehr Reiz, Abwechslung, Romantik und Aufmerksamkeit will, dann kann er das nicht greifen oder begreifen, was sie eigentlich von ihm will.

Er versteht das nicht als Zeichen der Liebe.

Wenn alles irgendwie läuft, ist nach seinem Verständnis doch alles in Ordnung.

Liebe ist, keinen Stress zu haben – zumindest für Männer.

Und Stress sind für einen Mann Frauen, die ständig Aufmerksamkeit, Romantik, Abwechslung und Spannung brauchen, um das Gefühl zu haben von ihm geliebt zu werden.

Natürlich ist es deine Aufgabe als Frau, dem Mann fortlaufend auch mal mit diesen typisch weiblichen Bedürfnissen auf die Füße zu treten, denn sonst wird er fett, faul, bequem und langweilig in Beziehungen.

Wenn Männer zu viel Ruhe, Harmonie und Glück in Beziehungen serviert bekommen, ohne hin und wieder einem gesunden weiblichen Herumgestresse ausgesetzt zu werden, fressen sie sich Beziehungsspeck an.

Dann werden sie fett und faul (physisch oder psychisch, meistens beides) oder sie werden unverschämt, weil das männliche Ego dazu neigt irgendwann anzunehmen, er hätte als Mann ein grundlegendes uneingeschränktes Recht auf alle Vorzüge seiner Frau.


Bindungs-Tipp: Nimm dich vor der Beziehungs-Falle in Acht es Männern immer Recht machen zu wollen und zu sehr für ihr Glück und ihre Bequemlichkeit zu sorgen.

Das männliche Ego hat die Eigenschaft sich daran zu gewöhnen, so dass es das alles – inklusive deiner Liebe und Gegenwart – nach einiger Zeit als selbstverständlich und gegeben voraussetzt – und dass er als Mann einen uneingeschränkten Anspruch darauf hat.


Männer werden emotional fett oder faul

Zu viel Harmonie und Glück macht einen Mann also entweder fett und faul, oder er wird unverschämt und nimmt sich zu viel heraus.

Dosiere das Glück, die Ruhe und den Frieden, den Männer sich wünschen, also durchaus etwas – und zwar so, wie es dir und deinen Bedürfnissen und Zwecken entgegen kommt.

Denn du kannst deine Beziehung auch an eine Überdosis Glück und Gemütlichkeit verlieren.

Knüpfe die schönen und angenehmen Seiten deiner Weiblichkeit in Form von Gemütlichkeit, Wärme, Zuwendung und Sex regelmäßig an Bedingungen und Aufgaben, die er erfüllen und in denen er sich bewähren muss – auf diese Weise verhinderst du, dass du selbstverständlich wirst oder das männliche Ego Besitz von eurer Beziehung nimmt.

Und um dir deine eigene emotionale Gesundheit als Frau auf Dauer zu bewahren, solltest du nie den besonderen Unterschied in der männlichen und der weiblichen Wahrnehmung von Beziehung und Liebe aus den Augen verlieren:

Dass ein Mann eben viel weniger emotionale Bestätigung und Aufmerksamkeit in einer Beziehung und für eine Beziehung braucht, weil für ihn ein stressfreies und unangestrengtes „.. es läuft halt…“ der bestmögliche Zustand einer Beziehung ist.

Aus diesem Grund solltest du dein weibliches Verlangen und alle Diskussionen rund um mehr Aufmerksamkeit und Liebe im Alltag nicht zu ernst nehmen.

Natürlich ist es als Frau deine Aufgabe, genau das regelmäßig zu tun – aber du darfst dich davon nicht zu sehr emotional einwickeln lassen und zu viel für dich persönlich daran hängen.

Du stresst dich damit auf Dauer nur selbst unnötig, ohne jemals irgendwo anzukommen, weil du gegen die innerste Natur des Mannes anrennst und die kannst du unmöglich ändern.

Jede Beziehung zwischen Mann und Frau entsteht nun mal aus diesem ewigen Ungleichgewicht zwischen ihren eigenen und eigenwilligen Naturen.

Wenn du diesen ewigen Disput zwischen Mann und Frau dagegen spielerisch und locker beherrschst – einfach als Teil des Spiels – dann können die kleinen Streitereien über mehr Liebe und Aufmerksamkeit einem Mann sogar Spaß machen.

Wenn du das locker, charmant und mit einer gewissen Ironie beherrschst, dann kommt die Botschaft beim Mann an. Und zwar so, dass er sich damit spielerisch herausgefordert fühlt.

Das gefällt ihm, darauf kann er eingehen.

Männer lieben Frauen, die ihnen das ewige Spiel um ihre weiblichen Bedürfnisse und Ansprüche immer etwas ironisch und verspielt servieren, um sie damit zu reizen und zu necken.

Die Betonung liegt auf ironisch und verspielt. Männer sind ewige Spielkinder – auch psychologisch.

Du bewegst dich also viel mehr in ihren psychologischen Bahnen, wenn du deine Bedürfnisse nach Bestätigung und Romantik mit einer gewissen Prise Ironie und spielerischen Herausforderungen verpackst.

Das emotional reizvolle Spiel beherrschen

Setzt du einen Mann dagegen ständig emotional unter Druck, indem du eine Wesensänderung zu ständiger Aufmerksamkeit, Romantik und Liebe von ihm verlangst, die er nicht nachvollziehen kann und die er auch gar nicht eingehen möchte, weil das seinem ganzen Naturell als Mann widerstrebt, dann wirst du das Spiel insgesamt verlieren.

Weil du etwas erreichen willst, was es nicht gibt.

Als Mann muss er immer ein bisschen distanzierter und desinteressierter sein, um ein Gegengewicht in der Beziehung zum ständigen Interesse der Frauen nach Nähe und Vertrautheit bilden zu können.

Wenn du deine weiblichen Bedürfnisse nach Aufmerksamkeit und Zeichen von Zuneigung als Spiel verpackst oder mit einem weiblichen Augenzwinkern servierst, dann schaffst du einen anderen Rahmen:

Es ist nun ein Spiel, kein Gefühl von Zwang oder dem Unbehagen sich aus dem eigenen männlichen Naturell heraus bewegen zu müssen, nur um es dir recht machen zu wollen.

Wenn du ihn mit Spiel und Ironie neckst und forderst, erschaffst du einen Art psychologischer Kompromiss-Fläche zwischen euren unterschiedlichen Wesenszügen als Mann und Frau, auf der ihr eure unterschiedlichen Bedürfnisse aushandeln könnt, ohne dem Gefühl von Zwang und Pflicht zu unterliegen.

Es ist halt nur ein ganz kleiner Trick durch die Verschiebung des psychologischen Akzents – aber das verändert den ganzen Rahmen für euch.

Diese feine spielerische Ironie und das weibliche Augenzwinkern erschafft einen besonderen Charme, dem Männer nur schwer widerstehen können.

Wenn du dagegen dein weibliches Bedürfnis nach mehr Vertrautheit und Aufmerksamkeit ständig aus dem Eindruck einer emotionalen Bedürftigkeit heraus an den Mann bringst, dann nervst du deinen Mann damit.

Es kommt beim Mann als überflüssige und unverständliche Zickerei an.

Auf Dauer erreichst du damit nur das Gegenteil von dem, was du eigentlich erreichen möchtest, denn dein Mann wird sich sehr wahrscheinlich irgendwann genervt von dir abwenden.


Bindungs-Tipp: Männer lieben Frauen, die ihr Verlangen nach Zuwendung, Aufmerksamkeit und Liebe nicht zu ernst nehmen, sondern es immer wieder charmant, herausfordernd, ein bisschen ironisch und spielerisch verpacken können:

Als kleine Spiele und spielerische Herausforderungen an den Mann.

Das hält sie interessiert und gleichzeitig bereit den weiblichen Bedürfnissen nach zu kommen.

Nörgelst, bittest und quengelst du als Frau ständig der männlichen Aufmerksamkeit nach, verlierst du deinen Mann irgendwann.


Der geheime Umweg in der Liebe der Männer

Es gibt noch einen weiteren Aspekt in der männlichen Liebe, den du als Frau unbedingt sehr genau kennen lernen solltest, weil dieser ebenfalls immer wieder für Verwirrungen und Stress zwischen Männern und Frauen sorgt:

Männer gehen in der Liebe einen Umweg.

Für die Liebe eines Mannes spielt die äußere Welt eine bedeutsame Rolle und nicht nur die innere und private Welt in der Beziehung zwischen euch beiden.

Auf diese Weise lieben Männer insgesamt ganz anders als Frauen und bauen und organisieren ihre Beziehungen auch ganz anders auf.

Frauen lieben wesentlich direkter als Männer, sie suchen die Verbindung von Mensch zu Mensch.

Diese Verbindung relativiert für sie viel von dem, was mit der äußeren Welt und ihren Umständen zu tun hat.

Hauptsache die Bindung zu ihrem Partner ist stabil, emotional bedeutungsvoll und intakt.

Die Richtung der Männer verläuft in der Liebe etwas anders.

Männer lieben im Gegensatz zu Frauen über eine Art Umweg.

Die Liebesfähigkeit eines Mannes geht den Umweg über die äußere Welt – indem er sich dort über Aktivitäten und Erlebnisse mit Kraft und Energie auflädt, um dann mit dieser Kraft und Energie zurück zur Frau zu kommen, die ihm dafür Ausgleich und eine emotionale Heimat gibt.

Schau dir einmal alle klassischen Heldengeschichten an – sie alle beschreiben immer wieder das gleiche Muster:

Ein Mann muss besondere Aufgaben, Schwierigkeiten, Abenteuer und Gegner überwinden, um zum Schluss die Frau und deren Liebe zu bekommen.

Erst kommt die Herausforderung und der Weg über die äußere Welt – und dann steht dem Mann zum Schluss als Belohnung die Liebe der Frau zu.

Geschichten rund um Helden und Heldentum beschreiben nichts anderes als den Verlauf männlicher Liebe. Darum mögen Männer diese Geschichten auch so sehr.

Männer begehen in der Liebe immer eine Art Kreisbogen.

Durch diesen Kreisbogen und den damit verbundenen Weg über die äußere Welt und seine Aktivitäten darin, bekommt die männliche Liebe einen äußerlichen und indirekten Charakter.

Das macht Männer in der Liebe etwas umständlicher und schwieriger zu durchschauen, aber das ist nun mal ihre Art und Weise zu lieben…

– Leseprobe Ende –

Wenn du mehr über den Kreisbogen der männlichen Liebe erfahren möchtest…

… mehr darüber, wie du emotional gelassener mit dem Wechsel von Nähe und Distanz umgehen kannst…

…. wenn du wissen möchtest, was das “Quarterback Phänomen” für deinen Mann bedeutet…

… und was die psychologischen Zonen der Liebe für einen Mann sind, dann findest du mehr dazu in meinem Buch:

Einen Mann emotional dauerhaft binden

Bücher von Thomas Lojek

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