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Beziehungen: Die Wahrheit über die Liebe der Männer

Männer Liebe Beziehungen:

Die Wahrheit über die Liebe der Männer

Männer, Liebe, Frauen und Beziehungen: Ein ewiges Rätsel? 

Thomas Lojek, Autor von Die Gefühle der Männer: Männliche Muster der Liebe, Wahre Liebe statt Geliebte sein und Das geheime Muster der Liebe

… über das Geheimnis der wahren Liebe der Männer und die Bedeutung von Werten für eine erfüllende und lebendige Liebe zwischen Mann und Frau.

Die wichtigsten Inhalte in diesem Artikel

  • Wie baut sich die wahre Liebe der Männer auf?
  • Wie unterscheiden Männer sinnliches Verlangen und bedeutsame Liebe?
  • Passen Männer und Frauen in der Liebe überhaupt zusammen?
  • Welche Emotionen fördern die wahre Liebe zwischen Mann und Frau?
  • Gibt es ein verborgenes emotionales Werte-System in der Liebe der Männer?
  • Wie erreicht eine Frau die wahren Gefühle der Männer?
  • Was sollten Frauen über die Liebe der Männer wissen?

Autor Thomas Lojek und Partnerin

Bücher von Thomas Lojek

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Die Gefühle der Männer: Männliche Muster der Liebe

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Die Liebe der Männer: Ein indirekter Weg in ein sehr direktes Phänomen

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Frage: Gibt es ein Geheimnis, wie eine Frau einen Mann so lieben kann, dass er sich eine feste Beziehung mit ihr wünscht?

Ihr treu bleibt, sich einbringt, sie liebt und für sie da ist?

Gibt es ein Geheimnis männlicher Liebe, das Frauen kennen sollten?

Thomas Lojek: Ja, das gibt es tatsächlich. Allerdings baut sich dieses Geheimnis in der Liebe der Männer ganz anders auf, als es allgemein bekannt ist.

Um wirklich erklären zu können, wie Männer und Liebe zusammenfinden, um dann eine bestimmte Frau ehrlich und aufrichtig zu lieben, muss man im Verständnis der beteiligten Phänomene einen Umweg gehen.

Die Bausteine „Liebe und Männer“ bauen sich indirekt zusammen und verborgen unter anderen Zusammenhängen, die vorab durchschaut und verstanden werden müssen.

Erkennt eine Frau die geheime Verbindung dieser Zusammenhänge, dann wird sie die Liebe der Männer als sinnvoller und vollständiger verstehen und auch so erleben, obwohl die Liebe der Männer an der Oberfläche eigentlich sehr widersprüchlich erscheinen mag.

Werfen wir dazu einmal einen Blick in die Art und Weise, wie Liebesbeziehungen in unserer heutigen Lebensweise eingegangen werden: In erster Linie über einen möglichst schnellen und intensiven Reiz aus sexuellen Begegnungen.

Erst kommt die sexuelle Erfahrung und von da aus die Hoffnung über diesen Reiz nach und nach in die gegenseitige Erfüllung einer emotionalen Verbundenheit zu gelangen.

Das funktioniert in der Regel selten oder nur sehr unzuverlässig.

Weil Sexualität nun mal in erster Linie ein Reiz ist und keine zwangsläufig verbindende oder verbindliche Emotion.

Männer und Frauen gehen auf diese Weise mit viel Aufregung und Erwartungen in die Liebe – beide Seiten jeweils aus verschiedenen Perspektiven und Hoffnungen heraus.

Aber diese Unterschiedlichkeiten kann eine auf Reizwerten basierende Sexualität weder zusammenbringen noch die Erwartungen dahinter dauerhaft erfüllen.

Enttäuschungen sind über diesen Weg also praktisch vorprogrammiert.

Und damit beginnt von Anfang an das grundlegende Dilemma zwischen Mann und Frau:

Ein fortlaufender Disput um den Eindruck „Du verstehst mich nicht!“.

  • Die Liebe der Männer baut sich indirekt auf und anders als allgemein angenommen.
  • Sexualität als Reiz ist für die Liebe zu wenig, um verbindende Emotionen dauerhaft herzustellen.
  • Männer und Frauen gehen über Sexualität mit zu viel Erwartungen in die Liebe.
  • Weil Sexualität zu wenig verbindet, verstärkt sich zwischen Mann und Frau der Eindruck: „Du versteht mich nicht!“

Besondere Hürden auf dem Weg zur Liebe zwischen Mann und Frau

Frage: Dann ist schnelle oder unverbindliche Sexualität verantwortlich für die aktuellen Probleme und Spannungen zwischen Mann und Frau?

Thomas Lojek: Eigentlich nicht einmal so sehr.

Es ist eher so: Der hohe Erwartungswert, der auf Sexualität liegt, kann später dem tatsächlichen emotionalen Verlauf zwischen Mann und Frau nicht standhalten.

Die Vorstellung, dass Sexualität zusammenführt und der innerste Anlass – der zündende Funke – der Liebe ist, ist schlicht und ergreifend nicht haltbar.

Sexualität ist ein Reiz – kein verbindendes Element.

Sie kann zu einem verbindenden Element von Bedeutung heranwachsen, aber nicht in der Art und Weise, wie sie heute aufgefasst, vorgelebt und angestrebt wird:

Als Reiz-System oder als ein System der Hoffnung über sexuelle Verbindungen Sinn und Bestätigung im Anderen zu finden.

Das funktioniert nicht. Nicht auf Dauer.

Und nicht in der Absicht eine echte Beziehung mit Richtung und Bedeutung zu etablieren.

Mann und Frau verhalten sich dadurch auf ihren Weg in die Liebe in etwa wie ein System-Spieler im Roulette:

Es gibt keine Logik im Zufall, aber der Eindruck, dass es so sein könnte, ist fesselnd und aufregend.

Der Spieler erlebt dadurch kleine Erfolge, vielleicht mal den ein oder anderen größeren Gewinn, aber am Ende wird er mit leeren Händen dastehen und sich fragen, wie es soweit kommen konnte, dass er alles verloren hat.

Obwohl er doch so fest davon überzeugt war, dass es genau so funktionieren wird.

Dieser Zustand ist sehr ähnlich zu dem, wie die meisten Menschen heute Sexualität, Liebe und Beziehungsaufbau empfinden.

Die Summe der kleinen Gewinne macht die Verluste und die Leere am Ende kaum noch wett.

  • Die Vorstellung, dass Sexualität der zündende Funke für Beziehungen ist, trifft nicht zu.
  • Der hohe Erwartungswert, der dadurch auf Sexualität liegt, kann sich emotional kaum erfüllen.
  • Sexualität wird als gefühlte Erwartung empfunden, aber vornehmlich als Reiz-System gelebt.
  • Das erzeugt ein System der Leere, Zufälligkeiten und Enttäuschungen in der Liebe.

Passen Männer und Frauen überhaupt zusammen?

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Frage: Kann es nicht auch sein, dass Mann und Frau einfach nicht zusammengehören?

Vielleicht funktioniert die Liebe zwischen Mann und Frau schlicht und ergreifend nicht?

Oder zumindest nicht auf Dauer?

Thomas Lojek: Das kann ich persönlich so nicht erkennen.

Der Grund, dass es so viel Frust zwischen Mann und Frau gibt, hat weniger damit zu tun, dass Liebe, Männer, Frauen und Beziehungen nicht richtig funktionieren.

Dann wären wir als Spezies schon längst ausgestorben oder hätten andere Formen des Zusammenlebens entwickelt.

Der Grund ist meiner Erfahrung nach vielmehr:

Wir haben sehr viele falsche und irreführende Vorgaben und Halbwahrheiten mit auf den Weg bekommen, wenn es um Frauen, Männer, Liebe und Beziehungen geht.

Und diese Halbwahrheiten über Liebe und Beziehungsanbahnung führen uns regelmäßig in die Irre. Vermitteln aber gleichzeitig den gefühlten Eindruck, dass sie emotional der richtige Weg und angeblich emotional äußerst bedeutsam sind.

Genau diese Täuschung bringt sowohl Männer als auch Frauen in ein ständiges Dilemma, durch das sie fortlaufend glauben, das Richtige für Liebe und Beziehungen zu tun, dann aber jeweils genau das Gegenteil davon erleben: Leere, Unverständnis, Frust und Streit.

Die Vorstellung von dem, was in der Liebe und durch die Liebe sein sollte und dem, was sie wirklich ist und einem Leben beisteuern kann, klafft zu weit auseinander.

Und da diese Lücke nicht mit Werten sondern mit Reizen gefüllt wird, werden die Menschen auch immer „gereizter“ in der Liebe, aber ohne jemals zu Wert und Werten durch das Erleben von Liebe zu finden.

  • Zu viele falsche Vorstellungen und irreführende Halbwahrheiten definieren das Miteinander von Mann und Frau.
  • Das erzeugt das Gefühl das Richtige für die Liebe zu tun und trotzdem ständig das Falsche zu erfahren.
  • Wenn diese Lücke mit in erster Linie mit Reizen und ständig neuen Hoffnungen gefüllt wird, verschärft das die Spannungen zwischen Mann und Frau.

Die große Suche: Die Wahrheit über die Liebe der Männer

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Frage: Was hat das denn dieser ganze Zusammenhang mit der Verbindung „Männer plus Liebe“ zu tun?

Oder mit dem großen Geheimnis der männlichen Liebe?

Die Verbindung „Männer und Liebe“ ist doch in der Regel das genaue Gegenteil von dem, was du gerade beschrieben hast:

Männer scheitern in der Liebe doch vor allem daran, dass es ihnen nur um den schnellen Reiz, nur um „das Eine“ geht.

Thomas Lojek: Um zu verstehen, was es damit auf sich hat, brauchen wir den  kompletten Bogenschluss, den ich zu Anfang angedeutet habe.

Es mag Frauen vielleicht überraschen, weil die Liebe der Männer ein gewisses Image in der weiblichen Welt hat.

Und doch: Das Geheimnis männlicher Liebe hat nichts mit Sexualität zu tun.

Sie kommt sexuell verkleidet daher. Aber sie trägt unter dem Mantel des ständigen sexuellen Verlangens der Männer eine ganz andere Suche: Die Suche der Männer nach Werten.

Nach Werten in den Frauen, die mit ihren eigenen innersten Werten korrespondieren und darüber auf eine weibliche Art und Weise ergänzt werden sollen.

Das ist eigentlich der verborgene innerste männliche Antrieb, den sie so unermüdlich versuchen über Sexualität zu bewältigen.

So ungewohnt das für viele Frauen auch klingen mag, weil sie den Vorgang aus ihrer Sicht und vielen persönlichen Erfahrungen mit Männern eigentlich nur anders herum kennen.

Innerhalb einer eigenen verborgenen Dynamik in der Liebe der Männer ist es dennoch tatsächlich so:

Männer in Liebe und Beziehungen ringen sich durch ihre sexuelle Leidenschaft auf das Verlangen zu, in Frauen Wert und Werte zu finden.

Aber sie suchen diesen Wert und Werte eben nicht offen bewusst, sondern tragen das als Kampf rund um ihre Sexualität aus.

Männer suchen Sexualität, aber erwarten eigentlich eine innere Antwort auf die Bedeutung ihrer innersten Werte.

Weil Männer diesen Unterschied an sich selbst nicht bewusst wahrnehmen, sondern an der Oberfläche nur den nagenden Anschub in Form von Sexualität empfinden, kann diese Suche ein fortlaufender bitterer Kampf im Leben eines Mannes sein.

Manche Männer führen ihn sogar bis ans Ende ihres Lebens ohne jemals auf den Kern dieser Wahrheit zu stoßen: Es wird Leidenschaft gesucht, aber auf Werte gehofft.

Männer sind daher in der Liebe und in ihrem Beziehungsbestreben beständig unterwegs eine Form von Frieden zu finden – in einer Frau, die Wert und Werte verkörpert.

An der Oberfläche mag das anders aussehen: Wie eine unermüdliche Gier nach den Körpern und der Sexualität der Frauen.

Aber tief verborgen darunter, ist der letzte Antrieb der Männer die treibende Hoffnung Frieden durch Werte in einer Frau zu entdecken.

Darum wirken Männer so ambivalent in der Liebe, so unstetig und getrieben.

Und darum werden Frauen auch so wenig schlau aus ihnen.

Weil Männer innerhalb dieser Selbsttäuschung tatsächlich komplizierter und widersprüchlicher ausfallen als Frauen, für die Sexualität und Werte nicht zwangsläufig etwas Getrenntes ist, das man erst suchen, finden und dann als bestätigt anerkennen muss.

Frauen sind an dieser Verbindung generell näher dran. Und auch bereiter dazu sie zu geben oder in sich selbst wahrzunehmen.

Dieser Unterschied zwischen den beiden Seiten erzeugt oft eine irritierende Lücke in den Empfindungen und im Selbstverständnis von Mann und Frau.

Die Lücke ist nicht ganz leicht zu lösen ist und wird dann an der Oberfläche über Sexualität und emotionale Konflikte ausgetragen.

  • Männer suchen äußerlich Leidenschaft, aber hoffen innerlich darauf Werte in den Frauen zu finden.
  • Die Liebe der Männer erscheint oberflächlich als rein sexuelles Phänomen – ist aber in ihrer Tiefe geprägt von einer lebenslangen Suche nach Wert und Werten in den Frauen.
  • Dieser Unterschied verläuft unbewusst und verborgen im Mann und täuscht ihn selbst über seine Handlungen und Empfindungen in der Liebe.
  • Männer suchen nach einer Frau, die Werte verkörpert. Sie handeln aber aus den Impulsen der Leidenschaft heraus. Das schafft eine ständige Ambivalenz im Mann.
  • Dieser Unterschied erzeugt ein fortlaufendes Missverständnis zwischen Mann und Frau.

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Wie in der Liebe gefühlte Werte zwischen Männern und Frauen verhandelt werden

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Frage: Was bedeutet dieser Zusammenhang denn konkret für die Art und Weise, wie sowohl Männer als auch Frauen über Sexualität zueinander finden?

Es steht doch immer Sexualität zwischen Mann und Frau.

Den Teil kann man mit dem Argument „Eigentlich ist es eine Suche nach Werten“ doch nicht einfach so ausblenden oder auf die Wartebank schieben, bis sich die besonderen Werte durchgesetzt oder gefunden haben.

Selbst wenn Sexualität so betrachtet erst mal nur ein Reiz ist, bildet sie doch immer die „reizvolle“ Grundlage für Mann und Frau.

Wie kann man denn mit dieser Verbindung Werte und Leidenschaft in diesem Zusammenhang sinnvoll umgehen?

Thomas Lojek: Vielleicht ist es hilfreich einfach mal eine ganz andere Perspektive zu dem Thema einzunehmen, um die Unterschiede genauer zu erkennen.

Ich versuche innerhalb meiner Arbeit immer wieder für einen besonderen Umstand zu sensibilisieren, den Menschen irgendwie aus den Augen verloren haben:

Wenn man einmal ganz genau hinschaut, ist Sexualität im Grunde eine erweiterte nonverbale Werte-Diskussion zwischen Mann und Frau.

Werte werden innerhalb von Sexualität nicht bewusst offen oder verbal intellektuell verhandelt – sondern gefühlt und dann als emotionale Muster übertragen.

Das Bewusstsein, dass in Sexualität auch gefühlte Werte verhandelt werden können, haben wir innerhalb unserer modernen Lebensweise praktisch völlig verloren. Weil die Reizkultur unsere Wahrnehmung von Sexualität übernommen hat.

Wir kämpfen in der Sexualität heute um Reize – nicht um Werte.

Mit Sexualität ist fast nichts mehr verbunden als die Suche nach Bestätigung, Kick oder der verborgene Wunsch darüber unbewusste Konflikte oder Selbstzweifel über den eigenen Wert bewältigen zu können.

Am Ende stehen Beziehungen, die genauso kurz, leer oder als Streitfläche für verborgene innere Konflikte ausfallen, wie sie durch eine auf reinen Reizen basierenden Sexualität angefangen haben.

Das ist genau das Dilemma unserer Zeit: Sie wird immer sexueller und gleichzeitig immer orientierungsloser.

Sexualität als ein Werte-System an sich anzusehen, das nicht nur Reize und sensationelle Emotionen bedient, sondern non-verbal gefühlte Werte verhandelt, ist einfach mal eine andere Perspektive, die offen für neue und innere Zusammenhänge zwischen Mann und Frau machen kann.

Woran unsere Welt leidet, ist die Eindimensionalität einer Sexualität, die sich nur über emotionale Erwartungen oder eben über Reiz definiert.

Sexualität als lebendes Werte-System an sich zu betrachten – diesen Fortschritt haben wir noch nicht, kann aber eine hilfreiche Ergänzung sein, um die Fragen und Lücken zu füllen, die Mann und Frau in der Liebe so sehr beschäftigen und oft unnötig auseinander treiben.

  • Sexualität zwischen Mann und Frau ist im Grunde ein nonverbales Wertesystem.
  • Über Sexualität können gefühlte Werte und emotionale Muster verhandelt werden.
  • Sexualität zwischen Mann und Frau als reines Reiz-System hinterlässt Leere.
  • Emotionale Hoffnungen erfüllen sich nicht über Sexualität, wenn nicht nonverbale Werte darüber verhandelt werden.

Liebe zwischen Freiheit der Gefühle und Ansprüchen der Vernunft

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Frage: Brauchen wir vielleicht einfach mehr Moral zwischen Mann und Frau?

Brauchen Beziehungen vielleicht generell einen Schutz durch begrenzende und moralische Traditionen, die wir in unserer modernen Lebensweise fast völlig aufgegeben haben haben?

Thomas Lojek: Nein, man kann Sexualität kein externes Werte-System überstülpen.

Diese Versuche hat der Mensch in der westlichen Welt hinter sich gelassen und dadurch zum Glück sehr wichtige Schritte nach vorne in seiner gesamten Entwicklung gemacht.

Die Alternative zu dem Disput aus Traditionen und Freizügigkeit ist vollkommen anders aufgebaut:

Sexualität kann von sich aus zu einem ganz natürlichen und dadurch vollständigen Werte-System heranwachsen.

Sexualität kann auf diese Weise über emotionale Muster eine einzigartige Ebene zwischen Mann und Frau formen, die Werte emotional verhandelt.

Nicht in einem traditionellen Sinne, indem Sexualität externe Werte aufgezwungen werden, sondern in einem modernen, fortschrittlichen Sinne, der eine Sexualität hervorbringt, in der Werte gespürt, erforscht, bestätigt und belohnt werden. Nonverbal, emotional, direkt.

Das ist eine Ebene, die in unserem Weltverständnis neu und relativ unbekannt ist. Aber die bedeutsam ist.

Weil sie als Bestandteil der Liebe notwendige emotionale Bausteine zusammensetzt, die später zu dem führen, was sich in der Liebe richtig und echt anfühlt.

Es ist nicht der Reiz – sondern der gefühlte Sinn dahinter.

Die Sichtweise, dass Sexualität eine nonverbal gefühlte Werte-Diskussion zwischen Mann und Frau ist, zwingt Sexualität keine Normen oder einseitige Beziehungsmodelle auf, öffnet einem gemeinsamen Miteinander durch Sexualität aber trotzdem für Sinn und Tiefe.

Denn solange Werte und das Gefühl von Wert innerhalb von Sexualität vorhanden sind, hinterlässt sie nicht diese Form von Leere und Enttäuschung, die viele Menschen in unserer Welt heute durch sie erfahren.

Das bedeutet aber noch lange nicht, dass man die Liebe deswegen in irgendwelche traditionellen Auflagen oder einseitige Muster drängen muss.

  • Man kann Sexualität und Liebe kein externes Werte-System überstülpen.
  • Die Sexualität zwischen Mann und Frau kann von sich aus ein eigenständiges nonverbales Wertesystem bilden.
  • Männer und Frauen verhandeln dann Werte über Gefühle und emotionale Muster.
  • Man kann die Liebe zwischen Mann und Frau auf diese Weise als eine fortlaufende nonverbale Wertediskussion ansehen.
  • Diese Sichtweise vermeidet die Leere vieler moderner Beziehungen, die zwar geführt, aber nicht emotional gefüllt und dadurch als vollständig  und bereichernd erlebt werden.

Wie sich Liebe mit Sinn und tiefen Gefühlen verbindet

Frage: Wie geht man denn in diese nonverbale Werte-Diskussion der Liebe?

Was bedeutet das letztendlich für die Liebe, Männer, Frauen und Beziehungen?

Thomas Lojek: Aktuell ist das Gebiet Liebe, Männer, Frauen und Beziehungen sehr oft ein Dilemma:

Folgt man immer wieder nur dem reizvollen Thrill, hat man irgendwann das Gefühl nie irgendwo in einer stabilen Verbindung anzukommen, die ein Leben mit Sinn und Bedeutung durch die beständige und bedeutsame Gegenwart eines anderen Menschen füllen kann.

Setzt man nur auf die reine Vernunft traditioneller Beziehungssysteme läuft man Gefahr in Beziehungen zu landen, die vielleicht vernünftig, aber eben nicht lebendig sind.

Bisher ist es Menschen nicht gelungen diesen Widerspruch zu bewältigen.

Die Verknüpfung von Sexualität durch Werte – was ich praktisch durchweg in meiner Arbeit rund um die Muster der Liebe beschreibe – kann helfen dieses Dilemma für Menschen zu lösen und die Gegensätze zu versöhnen, ohne diese jeweils auszuschließen und damit Einseitigkeit zu fördern.

Solange Sexualität an Werte gekoppelt ist und gefühlte Werte darüber diskutiert, versöhnt oder belohnt werden, erfüllt sich in ihr etwas, das den Menschen berührt.

Meine Bücher rund um Gebrauchsanleitung Mann sind zum Beispiel alle um dieses Motiv gestrickt:

Frauen lernen darin Werte, sexuelle Wirkung und Emotionen zu verknüpfen – und zwar auf  eine Art und Weise, die eine besonders intensive emotionale Wechselwirkung zu der Welt der Männer herstellt.

Das erschafft einen gefühlten Dialog der Liebe zwischen Mann und Frau – jeweils aus ihren jeweiligen Eigenheiten und Eigenarten heraus.

Das ist gesund, emotional äußerst reizvoll und gleichzeitig durch und durch intelligent.

Der Zusammenschluss aus den dort beschriebenen emotionalen Mustern und einer Sexualität als System, um gefühlte Werte zu verhandeln, erfordert eben keine starren traditionellen Zwänge in der Liebe – produziert aber auch nicht die Unbeständigkeit, Leere und Sinnlosigkeit unter der viele moderne Beziehungsformen leiden.

  • Folgt man nur dem Thrill in Liebe und Sexualität kommt man nie irgendwo an.
  • Folgt man nur Vernunft oder Traditionen in der Liebe, bildet man Beziehungen ohne ein Gefühl von Lebendigkeit.
  • Sexualität und Liebe als gefühlte Werteverhandlung anzusehen, schafft einen gesunden Dialog der Gefühle zwischen Mann und Frau.

Liebe, Männer, Frauen: Gefangen zwischen Erwartung und Enttäuschung?

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Frage: Welche Erwartungen kann man denn noch an die Liebe stellen?

Sollten sich Werte denn nicht einfinden und respektiert werden, eben weil man liebt?

Und sollte Sexualität nicht deswegen reizvoll und schön sein, weil man über Liebe zueinander findet?

Thomas Lojek: Es wäre schön, wenn es so wäre.

Aber der Teil funktioniert eben nur in Dichtung und Filmen aber nicht im wahren Leben.

Wenn wir ehrlich sind: Der aktuelle Disput zwischen Mann und Frau, der heute so umfassend stattfindet, wird zu einem großen Teil über Sexualität ausgetragen.

Zwar wird das selten so offen und ehrlich angesprochen, aber durchaus so empfunden: Sexualität ist in unserer modernen Lebensweise auf vielen Ebenen ein manipulatives Instrument geworden, über das sich Aggressionen, negative Erfahrungen und falsche Hoffnungen zwischen Mann und Frau abarbeiten.

Viele Frauen sind zum Beispiel nicht mehr bereit den emotionalen Preis für Sexualität hinzunehmen, weil sie den Eindruck haben, dass es am Ende doch nur in Gefühlschaos und Schmerz durch enttäuschte persönliche Erwartungen für sie endet.

Männer dagegen wollen sich gar nicht in die Erwartungsdiskussionen von Frauen einbinden lassen, die oft auf negativen Erwartungen basieren, die sie selbst nicht verursacht haben, sondern ihren Vorgängern zuzuschreiben sind.

Das produziert auf beiden Seiten ein Problem:

Die Frauen sind wütend auf die Männer, weil Sexualität von ihnen zu beliebig und ohne Werte oder einen höheren Sinn zu Verpflichtungen gehandhabt wird.

Die Männer sind wütend auf die Frauen, weil sie nicht verstehen, dass sie so ein kompliziertes Drama rund um alles machen, müssen, was mit Sexualität und Beziehungen zu tun hat.

Es fehlt an Leichtigkeit – ohne Sexualität dadurch leichtfertig werden zu lassen.

In der Summe wird es dadurch schwierig bis unmöglich die Abweichung zwischen männlichen Verlangen und weiblichen Erwartungen in der gemeinsamen Schnittmenge Sexualität unter einen Hut zu bekommen.

Und das macht es auch so schwierig die sexuelle Anziehung zwischen Mann und Frau als relevante Basis für den Aufbau und den Erhalt von Liebesbeziehungen ansehen zu können. Dafür ist zu viel Konflikt und zu viel Unbeständigkeit in ihr enthalten.

Dadurch haben wir zwischen Mann genau das Problem, auf das ich aufmerksam machen will: Eigentlich streiten sich Mann und Frau über Sexualität über ein jeweils unterschiedliches Vorstellungs- und Wertesystem, das sich aus ihrer jeweiligen Unterschiedlichkeit ergibt – kämpfen aber gleichzeitig mit der Illusion, dass eben genau diese Sexualität verbinden und sie zu einer unerschütterlichen Einheit machen soll.

Deswegen weichen gefühlte Hoffnungen und erlebte Wahrheiten um Sexualität auch so sehr von der Vorstellung der „Liebe“ ab, die man uns als „bedeutsame und harmonische Einheit“ von Mann und Frau in die Köpfe gepflanzt hat.

Solange wir diesen Unterschied nicht erkennen, bleibt die Liebe ein Kriegsschauplatz.

Weil sie um eine falsche Grundvoraussetzung gestrickt ist.

Wir Menschen kämpfen nun mal im Grunde um Werte innerhalb und über Sexualität. Und nicht um einen Platz in Frieden und Harmonie, so wie man uns das erzählt und beibringt.

Erkennt man das nicht, führen Männer und Frauen in der Liebe den falschen Kampf an den falschen Stellen.

  • Viele Frauen sind nicht mehr bereit den emotionalen Preis für Sexualität zu zahlen.
  • Viele Männer sind irritiert von den Emotionen und Forderungen von Frauen durch Sexualität.
  • Gleichzeitig arbeiten beide Seiten mit der Illusion, dass Sexualität die Voraussetzung, Grundlage und Initialzündung der Liebe sein muss.
  • Zusammen ergibt das ein zunehmendes Dilemma, das Männer und Frauen in der Liebe entfremdet.

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Die emotionalen Muster von Trennung und Konkurrenz verstehen:
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Männer und Frauen: Kannst du das wahre Glück in der Liebe finden?

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Frage: Was ist denn dann die logische Konsequenz aus diesen Zusammenhängen?

Müssen wir mehr lieben? Weniger lieben?

Auf das direkte Glück verzichten, in der Erwartung, dass irgendwelche Werte es schon richten werden?

Kann man auf diese Weise Glück in der Liebe überhaupt noch irgendwie suchen?

Thomas Lojek: Was wir Menschen erkennen sollten:

Wenn man fähig wird Sexualität zwischen Mann und Frau als eine fortlaufende Wertediskussion auf einer nonverbalen und gefühlten Ebene anzusehen, öffnet sich auch gleichzeitig die Erkenntnis, die Verbindung von Liebe und Sexualität nicht ist:

Sie ist nicht der Zugang zu Glückseligkeit und der Beständigkeit einer harmonischen Erfüllung von Dauer und Perfektion, mit der man unsere Vorstellung von Liebe allgemein verzerrt hat. Es wird nicht irgendwo auf einen Knopf gedrückt und Seligkeit stellt sich ein.

Man muss durch Sexualität hindurch, man muss sich auf diese besondere und durchaus auch fordernde gefühlten Diskussionen in ihr einlassen.

Man bekommt aber keinen Freibrief für Ankunft und Seligkeit durch die falsche Vorstellungskette: „Sexualität erzeugt Liebe erzeugt Ankunft erzeugt Frieden erzeugt Glück zwischen mir und den Männern/Frauen!“

Diese Illusion macht die Menschen völlig verrückt, oft hilflos und in auf vielen Ebenen enttäuscht und wütend aufeinander.

Wenn sich das Bewusstsein für diese Unterschiede durchsetzt, werden Beziehungen gesünder, weil die Abweichung von dem, was wir in der Liebe erwarten und dem, was wir durch sie erleben, nicht mehr so schmerzlich und irritierend auseinander klafft.

Dann fallen Wahrheit und Erleben näher zusammen und das kommt der tatsächlichen Empfindung von Einheit viel näher. Ohne sie mit falschen Vorstellungen erdrücken müssen.

  • Liebe und Sexualität sind kein Zugang zu einer harmonischen Erfüllung aus Beständigkeit, Übereinkunft und Seligkeit.
  • Liebe und Sexualität wollen Werte in Form von Emotionen verhandeln.
  • Entsprechend sind Liebe und Sexualität ein fortlaufender und durchaus fordernder Prozess – aber kein Stillstand in Gefühl und Harmonie.
  • Frieden in der Liebe findet sich nicht über maximalen Reiz oder intensive Emotionen, sondern über die Bereitschaft die emotionalen Verhandlungen zwischen Mann und Frau zu leben und zu erleben.

Wie können Frauen eine wahre aufrichtige Liebe der Männer für sich gewinnen?

Frage: Wir haben die Diskussion mit der Frage nach der besonderen Verbindung von Männern und Liebe begonnen.

Wie kann eine Frau denn nun ganz pragmatisch ihren Nutzen aus diesen Zusammenhängen ziehen?

Wie hilft einer Frau dieses Wissen, um ihr Leben mit Männern und Liebe besser zu verstehen und zu bewältigen?

Thomas Lojek: Eine sinnvolle Hilfestellung für Frauen, die sich mit der Liebe der Männer beschäftigen, lässt sich recht einfach aus den Unterschiedlichkeiten der jeweiligen Systeme Mann/Frau erschließen.

Betrachten wir Männer, Liebe und Frauen einfach mal ist einen innerer Dialog aus Unterschiedlichkeiten, der über die Empfindung Liebe gefühlte und nonverbale Werte verhandelt.

Männer sind auf ihrer Seite des Lebens generell eher die „äußeren Arbeiter“ der Liebe. Sie wollen erobern, begrenzen, überschreiten, vereinnahmen, in Besitz nehmen. Und das gilt auch für das Wertesystem der Frauen.

Alles im Mann hat mit Expansion zu tun. Die Liebe der Männer ist ein territoriales System. Auch innerhalb von Gefühlen und Werten.

Das männliche System ist durch und durch expansiv, es will sich verbreitern und in Besitz nehmen. Das ist seine Aufgabe.

Darüber ist es auch mit der Eigenschaft ausgestattet weibliche Werte und Emotionen an den Rand zu drängen.

Das tut es nicht aus einer generellen Bösartigkeit. Sondern aus einem zwischen Mann und Frau eigentlich bedeutsamen Gleichgewicht. Der

Mann verbreitert und besitzt. Die Frau mildert und vereint.

An dieser Stelle kommt dann das Wesen der Frau als natürliches Gegengewicht ins Spiel:

Die Frau muss die Expansion des Mannes durch weibliche Werte begrenzen.

Das ist ihr Teil der Aufgabe.

Dort wo der Mann expandiert oder rücksichtslos wird, muss sie begrenzen und abmildern.

Auf diese Weise verzahnen sich die Wertesystem zwischen Mann und Frau und streben einer natürlichen Vollständigkeit entgegen.

  • Mann und Frau sind eine gefühlte Werteverhandlung.
  • Männer sind eher die äußeren Arbeiter der Liebe. Frauen die inneren Richtungsgeber.
  • Das männliche System ist generell expansiv. Frauen müssen diese Expansion durch eigene Werte begrenzen.
  • Dieses Zusammenspiel formt ein Gleichgewicht
  • Dieses Gleichgewicht funktioniert nur, wenn Liebe als emotionale Verhandlung und nicht als Zustand oder Hoffnung angesehen wird.

Wie lieben Männer jenseits von Begehren und in echten Gefühlen?

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Frage: Frauen sind also das Gegengewicht zur Welt der Männer?

Der gegenteilige Aspekt in der Liebe der Männer, den sie dann auf ihrer Seite auch immer gegen deren Einfluss schützen und verteidigen müssen?

Thomas Lojek: Ja, es macht Sinn, das so zu sehen.

Eine Frau sollte das Prinzip durchschauen können, was in Wahrheit abläuft, wenn ein Mann sie begehrt und umwirbt.

Denn all die hier geschilderten Zusammenhänge fallen in der Leidenschaft und dem Verlangen der Männer ihr gegenüber zusammen.

Das brennende Verlangen der Männer – in gefühlter Form als Sexualität vorgelebt – ist eine tiefe männliche Sehnsucht nach Werten.

Dieses männliche Drängen ist das unbewusste Verlangen über das Begehren dann in der Frau auf weibliche Werte zu stoßen, die ein Mann nicht so einfach vereinnahmen kann, sondern die ihm und seinem Wesen Ergänzung durch Begrenzung geben können.

Natürlich ist das Begehren der Männer zu einem großen Teil auch immer das reine Bestreben die physischen „Werte“ einer Frau im Sinne der Fortpflanzung zu erobern und in Besitz zu nehmen.

Aber in seiner höheren Form ist auf dem Weg zu dem, was wir Liebe nennen, die „Inbesitznahme“ der Frau durch Sexualität eben auch das Bestreben der Männer sich höhere Werte durch die Gegenwart der Frau anzueignen. Sozial, emotional, persönlich.

Bleibt es bei der reinen Körperlichkeit durch eine Sexualität, die gegenseitig dem Thrill und dem Reiz verpflichtet ist, oder setzt die Frau dem Verlangen des Mannes keine gefühlte und vorgelebte Wertedebatte innerhalb ihrer eigenen Sexualität und innerhalb des Werbens des Mannes entgehen, reduziert der Mann seinen Antrieb gegenüber der Frau eben auch auf diese reine rücksichtslose Inbesitznahme physischer Merkmale ohne höhere Werte.

Sprich: Es bleibt bei reiner Sexualität ohne Liebe und Aufwertung zu einer emotionalen und sozialen Bedeutung für die Frau, mit der er schläft.

Frauen irritiert dieses Ausbleiben der männlichen Liebe nach intensiver Sexualität teilweise zutiefst und erzeugt eine breite Ratlosigkeit unter ihnen.

Weil sie denken, dass sie über Sexualität als angebliche Initialzündung für Beziehungen, Gemeinsamkeiten und „Liebe“ alles richtig machen.

Und wenn das dann aus den hier beschriebenen Zusammenhägen immer wieder ausbleibt, werden unsere Frauen zunehmend wütend auf die Männer und auf die männliche Sexualität.

Weil sich ihnen die Verbindung Sexualität und Liebe dann irgendwann immer wieder nur als die beständige Wiederholung einer Täuschung darstellt, deren höhere Verbindung in höheren Werten sich darüber nie vollständig für sie erfüllt.

Als Resultat haben wir dann genau das, was wir in unserer Welt erleben:

Wütende Männer und wütende Frauen in einem Kreislauf, den sie weder verstehen noch erkennen, von dem sie aber auch nicht ablassen können.

  • Wenn Männer begehren oder werben, ist das eine verstecke Suche nach den Werten der Frau.
  • Wenn eine Frau dem Werben zu schnell nachgibt, versandet die Suche des Mannes nach den Werten dieser Frau.
  • Dieser Zusammenhang bildet die oft trügerische Hoffnung über Sexualität gemeinsam zur Liebe zu finden.

Männer und Liebe: Den Kreislauf der Enttäuschungen abstellen!

Frage: Können Frauen denn vermeiden in diesen Kreislauf gezogen zu werden?

Und wie sollen denn Frauen dann darüber überhaupt noch zur Liebe finden?

Man muss doch irgendwo anfangen zu lieben.

Wenn man nur darauf hofft, dass immer alles richtig läuft, kann doch auch nichts geschehen in der Liebe?

Thomas Lojek: Wir sollten vielleicht einfach mal damit beginnen mit den ganzen „Nicht-Wahrheiten“ aufzuräumen, die man uns als „Wahrheiten der Liebe“ mit auf den Weg gegeben hat.

Der schmerzliche Teil zwischen Mann und Frau sind Täuschungen, die nicht haltbar sind, aber als emotional relevant und bedeutsam angesehen werden.

Einer der Grundtäuschungen in diesem System ist vor allem diese konkrete Herangehensweise an die Liebe: Frauen tauschen ihre Sexualität gegen die Hoffnung auf Liebe ein.

Das ist die etablierte Grundannahme unserer ganzen modernen Beziehungswelt: Sexualität wird gewährt, weil man sich darüber den Auftakt und den Weg in die Liebe erhofft.

Das funktioniert aus den beschriebenen Zusammenhängen heraus aber nun mal nicht.

Jedenfalls nicht in dem Rahmen aus Erwartungen und Hoffnungen, die mit der Liebe verknüpft sind.

Frauen erreichen die wahre Liebe der Männer – das innerste Geheimnis von echter aufrichtiger männlicher Liebe – nur dadurch, dass sie ihnen auch vor der Sexualität schon gezielt vorleben und vorgeben, was sie auch später von ihnen erwarten.

Dieses „Vorleben“ und „Vorgeben“ liest sich hier sehr einfach – ist aber für ganz viele Frauen eine erhebliche Schwierigkeit.

Viele Frauen trauen sich das nicht, weil sie sich selbst viel zu wenig definieren oder von sich den Eindruck haben, dass ihr Wert und ihr Wertesystem inklusive ihrer Erwartungen viel zu wenig darstellen, um beides überhaupt konkret und vielleicht auch fordernd in die Welt zwischen ihnen selbst und den Männern in ihrem Leben zu stellen.

Sie haben eher von sich selbst den Eindruck, dass sie „Liebe brauchen“ oder ihre Gefühlswelt gaukelt ihnen vor, dass sie froh sein können, wenn sie überhaupt „irgendjemand“ liebt.

Das erzeugt Frauen, die nicht wissen was sie wollen.

Abgesehen von einigen dringlich gefühlten Bedürfnissen Gefühle, Zuwendung und Aufmerksamkeit von einem Mann zu brauchen.

Das hat seine Wurzel darin, dass Frauen oft nicht selbst wissen, was ihre Werte sind oder was sie von ihrem Leben und ihrer Liebe eigentlich erwarten können.

Sie haben ein paar „gefühlte“ Grundvorstellungen. Aber so konkret, dass sie ihre innersten Werte und Vorstellung auch ganz klar und aktiv vorleben können, haben nur die wenigsten Frauen eine echte Vorstellung davon, was sie eigentlich wirklich wollen.

Das sind auch insgesamt Spätfolgen einer generellen Lebensweise, in der man uns selten oder kaum wesentliche Werte mit auf den Weg gegeben hat.

Ein Grundproblem liegt also auch darin, dass ein Mangel an „innerer Führung“ unter den Frauen herrscht, wenn es um Männer und Liebe geht.

Und es sind nicht immer nur nur die Tendenzen der Männer, die dann öffentlich als die großen Schwächen der Männer verurteilt werden, wenn es um Liebe und Beziehungen geht.

Die Verbindung Mann und Frau ist ein System aus einer vollkommenen Gegenseitigkeit.

Beide Seiten sind in gleichem Maße an dem Zustand beteiligt, den wir aktuell zwischen Mann und Frau erleben.

  • Frauen finden zur wahren Liebe der Männer, wenn sie ihnen konkret vorleben und damit ebenso konkret vorgeben, was sie von ihnen erwarten.
  • Viele Frauen können ihre Werte nicht vorleben oder trauen sich nicht, weil sie den Eindruck haben die Liebe der Männer zu „brauchen“.
  • Ebenso scheitern viele Frauen daran, dass sie ein paar gefühlte Grunderwartungen an die Liebe haben, aber keine konkret umrissenen und klar definierten Vorstellungen, wie diese Liebe durch Männer als konkretes Verhalten ihnen gegenüber erfüllt werden soll.
  • Die meisten Frauen haben zwar „gefühlte Grundvorstellung“ – aber eben keine konkreten Verhaltensparameter, die sie konkret erlebt und erfüllt sehen müssen, um Liebe zu gewähren und das als echte Beziehung definieren zu können.
  • Dieser Zustand produziert fortlaufende Spannungen zwischen Mann und Frau.
  • Die Spannungen sind keine Schuldfrage sondern ein Resultat unkonkreter Werte.

Liebe statt Frust: Was erzeugt echte Gefühle und wahre Liebe in Männern?

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Frage: Was ist denn die konkrete Schwäche in dem System, wenn Frauen sich zurückhalten und ihre Werte viel zu wenig vorleben oder in die Waagschale zwischen Mann und Frau legen? Wie äußert sich das?

Thomas Lojek: Das weibliche Grundbedürfnis der Frauen von einem Mann an die Hand genommen werden und in ein besseres Leben geführt werden – persönlich und emotional – erzeugt oft eine Tendenz zur Passivität in den weiblichen Gefühlen und Verhaltensweisen innerhalb der Liebe.

Oft auch deswegen weil die innere Erfahrung gar nicht da ist, was diese Werte denn tatsächlich sein müssen.

Und vor allem: Wie diese konkret in Verhalten vorgelebt werden müssen, um in einem Leben tatsächlich vorhanden und nicht nur angedacht zu sein.

Für die meisten Frauen kommt halt irgendwann ein reizvoller Mann über den Weg gelaufen – und Frau ist „verliebt“!

Welches konkrete Wertsystem in konkret vorgelebten Verhaltensweisen die Liebe eines Mannes sein soll, wissen die meisten Frauen jedoch nicht. Sie fühlen irgendetwas und hoffen dann, dass dieses Gefühl die Wirklichkeit zwischen ihr und den Männern herstellen wird.

Und genauso schwammig und unbeständig fällt dann eben auch die Liebe für die meisten Frauen aus.

Klappt es dann immer wieder und immer wieder nicht mit Männer, wie sich diese passive und unkonkret gefühlte weibliche Erwartungswelt das in konturlosen Farben ausgemalt hat, ist das Geschrei groß und die sind Männer sind die Schuldigen der Misere.

Aber die weibliche Abweichung von Erwarten und Vorleben, wird dabei gerne der moralischen Unschärfe der Frauen gegenüber sich selbst geopfert. Gefühlt wird viel – konkret vorgelebt wird wenig.

Da hat das System der Frau eben auch einen blinden Fleck gegenüber sich selbst.

Die Krise zwischen Mann und Frau liegt auch daran, dass Frauen sich viel zu wenig definieren, dafür umso mehr hoffen, wenn es um Liebe und Männer geht.

Wenn nun in diesem allgemeinen Zustand Sexualität dann ebenfalls noch weiter so vorgelebt wird, dass ihr Reiz das erste Ziel ist oder sie als wesentliche Eintrittskarte in ein besseres Leben oder die Liebe allgemein angesehen wird, dann beginnt sich das ganze Dilemma zu drehen: Sexualität wird zu einem Kampf um etwas, das nie erreicht wird, weil niemand vorher definiert vorgelebt hat, was dadurch eigentlich erreicht werden soll.

Und am Ende sind beide Seiten wütend – sowohl Mann als auch Frau – wenn sich dieses „bessere Leben“ durch die Liebe des Anderen nie einstellt und der erste Reiz dann auch noch in Frust und Stress kippt.

Wir bauen uns selbst ein System der Verlierer in der Liebe durch die Art und Weise, wie wir den elementaren Zugang der Liebe umdeuten und missdeuten.

Und diese Verbindung sollte sich dringend verändern, wenn wir als Männer und Frauen gesünder lieben und erfüllter zueinander finden wollen.

  • Frauen können in der Liebe zu Passivität neigen, indem sie mehr gefühlt erwarten als aktiv und verpflichtend einfordern und vorleben.
  • Das weibliche System hat einen blinden Fleck, der verschleiert, dass viele Frauen im Grunde nicht wissen, was sie wollen – aber die Erfüllung dieser unkonkreten Erwartungen dann dem Mann übertragen.
  • Zusammenhang trägt ebenfalls dazu bei, dass Liebe und Sexualität zwischen Mann und Frau Schritt für Schritt manipulativ werden, weil darüber dann zunehmend Aggressionen und enttäuschte Erwartungen ausgelebt werden müssen.

Die Gefühle der Männer

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Männliche Muster der Liebe

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Eigene Täuschungen entlarven: Liebe braucht Ehrlichkeit zu sich selbst!

Frage: Ist das alles nicht insgesamt nicht sehr vereinfacht?

Diese besondere Wechselwirkung zwischen Werten und Sexualität. Was soll denn daran so neu und besonders sein, dass man seine eigenen Werte in Liebe und Beziehungen einfließen lassen soll?

Macht das nicht jeder Mensch ganz automatisch von sich aus?

Ist das nicht der Kern jeder Beziehung?

Thomas Lojek: Es hängt davon ab, wie ehrlich man in diesem Zusammenhang zu sich selbst ist.

Jeder Mensch möchte das gerne von sich glauben. Die Verknüpfung von Wert und Werten als gefühlte Korrespondenz zu Sexualität und Beziehungen mag sich deswegen im ersten Moment tatsächlich erst einmal banal anhören.

Die meisten Menschen werden schlicht und ergreifend denken: „Ja und? Das tue ich doch?!“

Aber so ganz einfach ist das nicht.

Es ist eine feinere Nuance, die man an sich selbst nicht sofort wahrnimmt: Es gibt einen Unterschied zwischen dem angenommenen Selbstbild und dem, was wir in der Realität tatsächlich leben und vorleben.

Ich kann zum Beispiel aus meiner jahrelangen Arbeit auf diesem Gebiet sehr genau sagen, dass das Einbringen und Vorleben echter eigener innerster Werte eben nicht so leicht ist, wie die eigene Vorstellung von sich selbst uns das gerne vormacht.

Denn im Kern ist ausgerechnet dieser Punkt das heimliche Grundproblem zwischen Mann und Frau:

Beziehungsprobleme oder Störungen im eigenen Liebesverhalten sind fast durchweg eskalierte Abweichungen von eigenen gefühlten Werten – die sich dann als Emotionen wahrgenommen und später über Konflikt mit dem Gegenüber ausgelebt werden.

Hinzu kommt: In den meisten Fällen werden in Beziehungen gar keine Werte verhandelt sondern nur Stimmungen und kurzfristig enttäuschte Bedürfnisse.

Die meiste Zeit über sind Menschen eigentlich damit beschäftigt unerfüllte Erwartungen, schmerzliche Erinnerungen, Stimmungen und Launen aneinander abzuarbeiten.

Es sind viel weniger echte Werte von Dauer und Bedeutung zwischen uns im Spiel als wir das uns gerne vormachen.

In den meisten Fällen frönen wir eher Stimmungen als echten Werten.

  • Das Hauptproblem zwischen Mann und Frau: Nicht zu wissen, was man will!
  • Die meisten Menschen haben ihre Werte nie konkret definiert oder erforscht und haben deswegen nur ein Bündel aus unkonkreten gefühlten Erwartungen innerhalb von Liebe und Beziehungen. Entsprechend fallen diese Beziehungen unkonkret und emotional anfällig aus.
  • In den meisten Beziehungen oder Liebeserfahrungen werden keine Werte verhandelt sondern nur Stimmungen.

Die beständige Liebe mit den Männern und in sich selbst finden

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Frage: Was ist denn in Liebe und Beziehungen der genaue Unterschied zwischen „Über Stimmungen oder Bedürfnissen streiten“ und „Über gefühlte Werte emotional verhandeln“?

Thomas Lojek: Echte Werte sind nicht so leicht vorzuleben und zu bewahren, wie über unerfüllte Bedürfnisse zu streiten. Das ist ein bedeutsamer Unterschied, der an sich selbst nicht ganz leicht zu erkennen ist.

Der Streit mit dem Anderen und die Enttäuschung über den Anderen ist einfacher und mit unserem Selbstbild verträglicher als der Wahrheit der eigenen Werte auf den Grund zu gehen und diese vorzuleben.

Stimmungen, schmerzliche Erinnerungen und kurzfristig unerfüllte Bedürfnisse werden über dieses Ausweichverhalten oft viel wichtiger gemacht als es uns selbst und den Werten, die wir eigentlich in einem Leben finden und verkörpern wollen, gut tut.

Und genau das nimmt dann die Energie von den wirklich bedeutsamen emotionalen Verhandlungen über gefühlte Werte, die von tatsächlicher und langfristiger Bedeutung sind.

Dass diese kurzfristige emotionale Kleinlichkeit durch Stimmungen oder die nagende Lücke durch gefühlte Defizite uns immer wieder täuscht oder auf Abwege bringt, ist eine nagende Lücke im eigenen Selbstbild, die wir nur ungerne an uns selbst wahrnehmen.

Also wird generell reflexartig behauptet, dass wir sehr wohl echte Werte in unsere Beziehungen tragen und dass das ganz selbstverständlich ist. In Wahrheit arbeiten wir nur Defizite, Zweifel, Launen und emotionale Lücken darin ab.

Diesen Unterschied zu erkennen und vor sich selbst zugeben zu können, ist nicht ganz einfach für uns Menschen.

Deswegen ist das schnelle Abwinken: „Ich verteidige und lebe sehr wohl meine Werte in meinen Beziehungen. Das ändert aber auch nichts!“ selten wirklich ehrlich und oft nur Teil dieser komplexen Selbsttäuschung.

Der wirkliche Teil mit den echten Werte fehlt uns in einem großen Maße im Leben, weil man uns den Zugang dazu nie oder kaum vorgelebt oder als innere Richtungsschnur für ein Leben mitgegeben hat.

Die meisten Menschen haben Emotionen – aber das sind nicht gleich Werte.

Emotionen sind ohne Verbindung zu Werten ein launisches Auf- und Ab oder ein Chaos, das sich dreht, aber nie eine echte Richtung formt.

Die unbequeme Wahrheit hinter diesem besonderen Unterschied ist, dass zu wenig Wert und Werte verhandelt und zu viel auf Reiz und der Abarbeitung von inneren oder äußeren Hoffnungen gesetzt wird. Das macht Liebe weniger erfüllend als anstrengend und frustrierend.

  • Das menschliche Selbstbild bildet eine komplexe Selbsttäuschung: Es will vorgaukeln, dass in Leben, Liebe und Beziehungen aktiv Werte gelebt und verteidigt werden – in Wahrheit werden in den meisten Fällen nur kurzfristige Stimmungen abgearbeitet.
  • Emotionen ohne Verbindung zu echten Werten bilden nur ein unbeständiges und launisches Auf- und Ab ohne Richtung.
  • Zuviel Fokus auf Reiz oder auf die Bewältigung einer inneren Hoffnungen auf Liebe, machen die Liebe anstrengend und weniger erfüllend – die Verhandlungen von echten Werten in der Liebe und durch die Liebe, kann die Beziehungen von Mann und Frau jedoch dauerhaft zusammenhalten.

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Mann verliebt machen: Die Wahrheit über Emotionen und Verhalten!

Mann verliebt machen: Die Wahrheit über Emotionen und Verhalten!

Thomas Lojek, Autor von “Die Gefühle der Männer” und “Das geheime Muster der Liebe”, über wichtige Zusammenhänge zum Thema “Mann verliebt machen”.

Viele Anbieter und Autoren auf diesem Gebiet scheuen den ehrlichen Umgang mit der Frage, ob man einen Mann verliebt machen kann oder nicht und ersetzen die Wahrheit zu dem Thema mit kurzfristigen Taktiken und Strategien. 

Das ist nicht hilfreich. Weder für Männer noch für Frauen. 

Denn es gibt eine verborgene psychologische Dynamik in der Vorstellung und innerhalb der Absicht “Mann verliebt” machen”!

In diesem Interview spricht Thomas Lojek als bekannter Autor zu diesem Thema offen und ehrlich darüber, was es mit dieser besonderen Dynamik zwischen Mann und Frau auf sich hat.

Autor Thomas Lojek und Partnerin

Die wichtigsten Inhalte des Interviews:

  • Wie wichtig und entscheidend sind Tipps und Tricks für echte Verliebtheit?
  • Was entscheidet über die Frage: Ist es kurzfristige Anziehung oder langfristige Liebe?
  • Kann man sich “falsch” verlieben?
  • Mann verliebt machen: Gibt es wirklich Methoden? Und wozu sind sie gut?
  • Das Gefühl in der Liebe anzukommen – Wie erreiche ich das?

Video-Kommentar Thomas Lojek: Mann verliebt machen

Einen Mann verliebt machen: Verantwortung für Gefühle?

Frage: Du hast dich in einigen Interviews und Beiträgen recht kritisch zu dem Themenbereich „Mann verliebt machen“ geäußert.

Schreibst du nicht selbst Ratgeber, die Frauen erklären sollen, wie man einen Mann verliebt macht?

Thomas Lojek: Ich sammle in meinen Büchern die entscheidenden emotionalen Muster zwischen Mann und Frau.

Das Thema „Mann verliebt machen“ ist ein Teilaspekt davon, weil „verlieben“ nun mal der wichtigste Vorgang zwischen Mann und Frau ist.

Allerdings mache ich keine „Symptombehandlung“ im Sinne von „Tue dieses oder jenes und ein Mann wird sich in dich verlieben“.

Meine Bücher widmen sich den entscheidenden Grundlagen zwischen Mann und Frau.

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Es ist wichtig zu verstehen: Zwischen Mann und Frau existiert eine grundlegende emotionale Intelligenz.

Diese emotionale Intelligenz fließt in unsere Handlungen ein.

Wenn unsere Handlungen von dieser emotionalen Intelligenz erfüllt sind, dann funktioniert das Verhältnis von Mann und Frau.

Fehlt diese emotionale Intelligenz, dann driftet die natürliche Übereinkunft von Mann und Frau auseinander und erzeugt destruktive Beziehungen, frustrierende Erfahrungen und schmerzliche Empfindungen.

Was nützt es einer Frau, wenn sie einen Mann kurzfristig verliebt macht, aber die Grundlage zwischen ihnen gar nicht langfristig tragfähig ist?

Dann steht sie in drei bis sechs Monaten wieder vor dem gleichen Frust in ihrem Leben mit Männern.

Das will ich verhindern, indem ich Prinzipien vermittle, die grundlegend sind und nicht nur für einige Zeit funktionieren.

Wofür ich Frauen sensibilisieren möchte: Was dir in der Liebe und in den Erfahrungen mit Männern passiert, hat einen Grund.

Es ist wichtiger zu erkennen, warum etwas in der Liebe passiert als immer darum zu kämpfen, dass etwas in der Liebe passiert.

Darum kritisiere ich auch die Absichten der Autoren und Anbieter, die Frauen nur die kurzfristige Illusion verkaufen, dass sie mit ein paar Tipps und Tricks einen Mann verliebt machen können, ohne dabei die Verantwortung für die zugrundliegenden Prinzipien der Liebe zu vermitteln.

Tipps: Langfristige Prinzipien und die Bedeutung emotionaler Muster innerhalb der Liebe sind wichtiger als kurzfristige Tipps und Tricks, um den Reiz schneller Verliebtheit herzustellen! 

Mann verliebt machen: Der Unterschied zwischen Hollywood und Wirklichkeit  

Frage: Aber eine Frau kann doch einen Mann verliebt machen, oder?

Erübrigt sich nicht vieles, wenn der Mann erst verliebt ist und er eine Beziehung mit der Frau hat?

Thomas Lojek: Das ist die Hollywood-Vorstellung der Liebe.

Und die funktioniert nur mit Popcorn und Cola in einem Kino – nicht im wirklichen Leben.

Darum kommt im Film nach dem Happy End die Schlussblende.

Weil nach dem Happy End die Schwierigkeiten der Liebe erst anfangen.

Einen Mann verliebt machen oder ihn „bekommen“ ist nicht die Herausforderung für Frauen.

Das sind relativ simple Muster, die jede Frau lernen kann.

Was viel wichtiger ist als die Idee „Mann verliebt machen“ ist die Frage: „Warum passiert dir das? Warum bist du in diesen und jenen Mann verliebt? Was ist die Natur dieser Anziehung und arbeitet sie für dich oder gegen dich?“

Die Idee einen Mann verliebt zu machen kann auch gegen eine Frau arbeiten.

Es gibt so viele Frauen, die sich immer wieder an den falschen Männern versuchen oder viel zu lange in den falschen Beziehungen befinden.

Diesen Frauen ist mit der Idee „Mann verliebt machen“ nicht geholfen.

Diese Frauen müssen durchschauen, warum ihre Liebesbeziehungen und Erfahrungen mit Männern das sind, was sie sind.

Die Verliebtheit oder das Verlangen einen bestimmten Mann zu bekommen, sind nicht das Problem dieser Frauen.

Es sind ihre Muster, die sie immer wieder in diese oder ähnliche Situationen führen.

Durchschauen diese Frauen die Muster und wandeln sie die Vorgänge darin ab in Muster, die ihren wahren Bedürfnissen entsprechen, dann verändert sich ihr Leben mit Männern.

Dann brauchen sie nicht mehr die Idee einen Mann verliebt machen zu müssen, sondern sie leben das, was sie sind und erzeugen damit die Beziehungen, die richtig für sie sind.

Jede Frau weiß das im Grunde – tief in ihrem Herzen – aber es fehlt an Übung und Erfahrung diese Muster an sich selbst zu erkennen und ins Reine zu bringen.

Die Vorstellung, dass eine Frau nur einen Mann verliebt machen muss, damit alles gut und richtig in ihrem Leben wird, ist der falsche Weg.

Das ist eine Illusion.

Eine Frau sollte verstehen, was sie selbst ist und was ihre Muster sind.

Und diese Muster dann in Einklang mit ihrem Liebesleben bringen.

Von dem Moment an, wird die Liebe für sie funktionieren.

Die Vorstellung „Mann verliebt machen“ weicht dann zurück und wird zu „Dieser Mann liebt mich, weil ich bin, was ich bin: Eine Frau… seine Frau!“

Dieses „seine Frau“ für jemanden zu werden, basiert nicht auf Tipps und Tricks, sondern auf einer grundlegenden Haltung gegenüber sich selbst, die in wertvolle Verhaltensweisen mündet, die das eigene Leben für jemand anderen wertvoll macht.

Es ist eine Korrespondenz.

Eine Korrespondenz zwischen “Sender” und “Empfänger” – was nichts anderes bedeutet als: das was du als Verhalten und Werten selbst vorlebst, kehrt später als “deine Beziehung” wieder zu dir zurück. 

Ein Mann reflektiert deine Stärken und Schwächen – und eure Beziehung ist ein Spiegelbild deiner selbst!

Eine Beziehung ist ein unbewusstes psychologisches Gespräch, eine Korrespondenz zwischen dir und deinen Erwartungen, die dann über den Mann und in Form dieser Beziehung ausgelebt wird.

Diese innere Korrespondenz der Liebe sollten Frauen viel eher sehen und verstehen, am besten lange bevor sie sich in die ewige Vorstellung von „Einen Mann verliebt machen“ verrennen.

Tipp: Deine weiblichen emotionalen Muster müssen mit dir in Einklang stehen. Deine Haltung dir selbst gegenüber muss in wertvolle Verhaltensweisen münden. Nur daraus entsteht für Männer dir gegenüber das ehrliche Gefühl von Liebe und Faszination!

Mann verliebt machen: Muster erkennen statt sich in Bemühungen zu verrennen!

Frage: Aber ist es nicht so, dass sich viele Frauen sehr bemühen, sehr viel geben und trotzdem in der Liebe scheitern oder von Männern schlecht behandelt werden?

Wie passt das zusammen mit dem, was du sagst?

Thomas Lojek: Eben in genau diesem Unterschied liegt die Abweichung zwischen dem Verständnis, dass emotionale Muster das formen, was wir in unseren Liebesbeziehungen erleben und Vorstellungen wie: „Mann verliebt machen – ich muss dieses und jenes tun“.

Das Tun muss den eigenen Mustern folgen – und die eigenen Muster werden geformt durch Werte und das eigene Wertgefühl gegenüber sich selbst.

Du hast als Frau ganz sicher die falschen Verhaltensweisen, die dir immer wieder Kummer in deinen Liebesbeziehungen bringen, wenn du in dir selbst ein abweichendes Gefühl zu deinen innersten Werten hast.

Es ist ganz eng miteinander verbunden: Selbstwert und die Erfahrungen innerhalb deiner Beziehungen.

Vor allem das Gefühl, was du dir selbst durch das Vertrauen in deine eigenen innersten Werte selbst wert bist.

Genau das stellt die Weichen für all deine persönlichen Erfahrungen in der Liebe und innerhalb deiner Beziehung.

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Als Frau kannst dich bis zum Ende aller Tage mit der Frage beschäftigen: „Was muss ich tun, damit mich der Mann mehr liebt oder endlich liebt?“ – all das wird dich nicht weiter bringen und immer neue Kreisläufe des Kummers und der Frustration erzeugen.

Und trotzdem – und das ist das Heimtückische an dem Vorgang – kann es dir vorkommen als würdest du immer das Richtige tun.

Du tust das Falsche – doch die Abweichungen von deinen eigenen Mustern, Werten und deinem Selbstwertgefühl, nehmen dir den Sinn dafür, dass du das Falsche tust.

Das erzeugt das Gefühl in der Liebe immer das Richtige zu tun und doch das Falsche zu bekommen.

Darum ist die Frage nach der Idee „Mann verliebt machen“ auch viel komplexer und anspruchsvoller als die meisten anderen Ratgeber sie behandeln.

Es geht darum die emotionalen Methoden, die relativ leicht zu lernen sind, in Einklang mit den weiblichen Werten zu bringen, die dann am Ende die wahre langfristige Verbindung mit den männlichen Werten formen.

Und nur draus entstehen echte, glückliche Beziehungen.

Tipp: Die Absicht “Mann verliebt machen kann eine Frau täuschen! Ohne die richtigen emotionalen Muster, die mit dir und deinen Werten im Einklang stehen, kannst du in der Absicht einen Mann verliebt zu machen, methodisch zwar das Richtige tun und trotzdem das Falsche bekommen!

Mann verliebt machen: Wozu sind Methoden gut?

Frage: Du beschreibst in deinen Büchern doch selbst die Methoden und Abläufe rund um die Frage „Mann verliebt machen“ – warum tust du das, wenn am Ende Selbstwertgefühl und Werte die entscheidenden Aspekte sind? Wozu trotzdem die Methoden?

Thomas Lojek: Der Motor entscheidet, wie schnell, wie stark und wie zuverlässig ein Auto fährt. Doch die Karosserie entscheidet, wie beliebt ein Auto ist.

Es spricht nichts dagegen, die Methoden zu lernen, wie man seinen eigenen Glanz im Leben etwas aufpoliert.

Auch das ist ein Teil der eigenen Verantwortung gegenüber sich selbst und den eigenen Werten.

Darum unterscheide ich in meinen Büchern: Muster und Repertoire.

Muster sind natürlich angelegt und man formt sie oder folgt ihnen – je nachdem, was in einer Situation gerade angemessen ist. 

Repertoire übt man – das muss man sich aneignen.

Repertoire sind die Tipps, Tricks und Methoden, die sich aus emotional besonders effizienten Verhaltensweisen ableiten.

Mit Repertoire erzeugt man Glanz, Spannung, Aufregung und Emotionen zwischen Mann und Frau.

Aber am Ende muss der Motor das Paar ins Ziel bringen.

Ansonsten bleibt ihre Liebe eine flache glänzende Fläche ohne Tiefgang, Ziel und Kraft.

Man muss beides zusammenfügen: Muster, Werte und dann den Glanz durch gutes Repertoire.

Diese besondere Verbindung lässt die reine Vorstellung „Mann verliebt machen“ außen vor, weil Frauen dann denken, sie müssten nur die glatte Oberfläche polieren und den eigenen Motor außer Acht lassen. Das funktioniert nicht.

Glanz ist der Zauber. Werte und emotionale Muster sind die Kraft.

Nur beides zusammen bringt eine Menschen ins Ziel. Das gilt für Männer und Frauen.

Tipp: Es gibt Muster. Und es gibt Repertoire. Weibliches Repertoire kannst du lernen – es verleiht dir Wirkung und Glanz. Tiefgang und Dauerhaftigkeit für deine Beziehungen geben dir nur emotionalen Muster. Beides muss sinnvoll kooperieren!

Emotionale Muster für mehr Kraft und Gewissheit in der Liebe

Frage: Was würdest du denn Frauen raten, die sich mit der Absicht „Mann verliebt machen“ beschäftigen?

Thomas Lojek: Eine Prise Glanz durch gutes Repertoire. Das bringt Zuversicht, Freude und Spaß in das eigene Leben mit Männern.

Und dann wirklich ernsthaft die Zusammenhänge der eigenen emotionalen Muster und der universellen emotionalen Muster zwischen Mann und Frau lernen.

Einen Mann verliebt machen – das ist wirklich nicht die große Kunst für eine Frau!

Diesen Vorgang mit Leben, Zuversicht und Kraft zu füllen – das ist wichtig. Weil die Liebe kein einfacher Vorgang ist.

Ausreichend Mut und Kraft sich der Liebe immer wieder neu zu stellen, kann man nur aus den eigenen emotionalen Mustern schöpfen, weil die dazu gedacht sind uns Menschen voran zu bringen.

Worunter wir Menschen leiden ist Stagantion oder immer wieder das Gleiche oder Ähnliches in Liebe und Leben zu erleben mit dem Gefühl niemals wirklich irgendwo anzukommen.

Dieses Gefühl „niemals irgendwo anzukommen“ macht die Vorstellung „Mann verliebt machen“ so gefährlich für Frauen.

Weil sie denken, dass alles gut und richtig für sie wird, sobald sie diesen Mann bekommen oder sobald dieser eine „besondere“ Mann endlich erkennt, wie schön ihre Liebe eigentlich sein könnte.

Diese Vorstellung kann Frauen endlos einwickeln und ihnen schaden, wenn die Basis hinter dieser Verbindung nicht stimmt.

Deswegen gilt mein Rat immer: Erst die Muster lernen, dann mit den Mustern arbeiten und am Ende die Tipps, Tricks und Methoden einbringen, die einen Mann verliebt machen können. In dieser Reihenfolge spricht nichts dagegen.

Aber es ist keine gute Idee das Pferd von hinten aufzäumen und sich dann zu beklagen, dass nichts klappt oder keine Richtung im eigenen Leben mit den Männern existiert.

Die Muster der Männer folgen den Mustern der Frauen – dafür sind sie gemacht.

Wir Männer sind die Begleiter im Leben der Frauen.

Die Frauen streuen die Verlockung des Lebens über reizvolle Emotionen und wir folgen ihnen.

Das ist ganz natürlich in uns Männern verankert.

Aber dazu müssen die emotionalen Muster der Frauen in Ordnung sein.

Der Vorgang „Mann verliebt machen“ folgt den weiblichen Mustern der Frau – das ist viel wichtiger zu verstehen und als der Vorstellung „Mann verliebt machen – Was muss ich tun?“ hinter her zu rennen.

Tipp: Die männlichen Muster folgen den weiblichen Mustern, weil Frauen der Reiz und die Verlockung der Liebe sind. Als Frau ist es sinnvoller die eigenen Muster zu kennen und in Ordnung zu halten und sie dann mit reizvollen Repertoire zu versehen, statt der Vorstellung “Mann verliebt machen” hinter zu rennen!

Zusammenfassung und Tipps für die Praxis

1: Absicht oder Muster? Gehe in der Absicht “Mann verliebt machen” nicht so sehr dem Verlangen nach kurzfristigen Tipps und Tricks nach – beschäftige und lerne lieber die emotionalen Muster hinter deiner Situation. Das wird deine Absicht “Mann verliebt machen” von kurzfristig emotional aufgewühlt in langfristig zuversichtlich und selbstsicher verwandeln.

2: Einklang von Methode und Muster! Methoden und Repertoire sind der Glanz, den du dir als Frau verleihen kannst. Die emotionalen Muster dahinter sollten jedoch immer im Einklang mit deinen Werten stehen. Beides muss sinnvoll kooperieren!

3: Wahre Liebe hat Gründe! Die emotionalen Muster der Männer folgen den emotionalen Mustern der Frauen. Kenne die Muster, wende sie an, bringe sie in Einklang mit dem, was du bist: Dann folgt dir die Liebe!

Praxis

  • Lerne die Bedeutung und die Auswirkung emotionaler Muster in der Absicht “Mann verliebt machen!
  • Konzentriere dich auf die Anwendung der langfristig entscheidenden emotionalen Muster statt auf Tipps und Tricks für kurzfristige emotionale Effekte.
  • Lerne deine Muster. Bringe sie im Einklang mit deinen Werten und Verhaltensweisen. Die Liebe der Männer wird dir dadurch ganz natürlich folgen!
  • Erkenne den Unterschied zwischen Muster und Repertoire. Lerne Repertoire und wende es an. Halte dein Repertoire im Einklang mit dem, was du bist!
  • Halte dich fern von dem Eindruck, dass du in der Liebe auch dann das “Richtige” tust oder tun musst, selbst wenn das Ergebnis emotional nicht für dich stimmt: Du unterliegst einer Täuschung! Das hat nichts mit Liebe zu tun!
  • Deine persönlichen Muster sollten immer in wertvolle Verhaltensweisen münden – für dich und den Mann. Daraus entsteht Liebe. Musst du kontrollieren, manipulieren, überzeugen oder forcieren, stehst du auf der falschen Seite deiner Muster. Das erzeugt Unglück und Kummer.
  • Die richtigen emotionalen Muster sind die Ursache für langfristig glückliche Beziehungen und die richtige Antwort hinter der Absicht: “Mann verliebt machen!”

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Fragen und Antworten zum Thema von Thomas Lojek

Thomas Lojek, Autor von “Die Gefühle der Männer” über die wesentlichen Zusammenhänge hinter der Absicht “Mann verliebt machen”…

… und welche Bedeutung emotionale Muster in diesem Thema haben.

Die wichtigsten Inhalte dieses Interviews

  • Einen Mann verliebt machen: Welche Bedürfnisse stehen dahinter?
  • Ist es falsch mit Tipps und Tricks zu arbeiten, um einen Mann verliebt zu machen?
  • Was sind die langfristigen Perspektiven hinter dieser Absicht?
  • Kann man sich in seinen wahren Absichten täuschen?
  • Was formt echte und dauerhafte Beziehungen?
  • Welche Rolle spielt eine echte Ehrlichkeit zu sich selbst in der Liebe?

Mann verliebt machen: Zwischen Wunsch und Wirklichkeit

Frage: Mann verliebt machen: Was muss eine Frau dafür tun?

Thomas Lojek: Ich betrachte das Thema „Mann verliebt machen“ im Moment sehr kritisch.

Zumindest in der Form, wie es im wachsenden Markt der Beziehungsratgeber zunehmend angeboten wird.

Die Idee „Wie mache ich eine Mann verliebt?“ kann komplett falsch und ungesund sein, wenn sie aus der falschen Perspektive heraus betrachtet und angegangen wird.

Wenn eine Frau unglücklich verliebt ist und der tatsächliche Hintergrund dieser unglücklichen Liebe emotional relevante Gründe hat – zum Beispiel, weil Bedürfnisse, Persönlichkeiten und Perspektiven einer möglichen Beziehung gar nicht zusammen passen – dann ist es falsch mit Tricks und emotionalen Methoden an der Motivation „Mann verliebt machen“ zu arbeiten.

Das ist dann weniger „Einen Mann verliebt machen“ sondern eher „Einem Mann hinter her rennen“ nur verkleidet in psychologischen Tricks, die der Frau die Illusion verkaufen, dass sie die Lage weiter unter Kontrolle hat.

Der Wunsch einen Mann verliebt zu machen darf nicht in subtiler Kontrolle enden – damit schadet die Frau nur sich selbst.

> Tipp: Sei ehrlich zu dir! Der Wunsch „Mann verliebt machen“ sollte nicht dem Wunsch nach subtiler emotionaler Kontrolle entspringen. <<

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Mann verliebt machen und die Frage nach den zugrundeliegenden Mustern

Frage: Aber was ist denn, wenn eine Frau wirklich verliebt ist und sie will ihre Chancen oder ihre Wirkung verbessern? Ist es falsch daran zu arbeiten?

Thomas Lojek: Nein. Es ist auch hier, wie alles im Leben, eine Frage der Dosierung und der Zusammenhänge.

Nichts ist falsch daran zu lernen, wie man die eigene Wirkung verbessert, wie man emotional geschickter oder reizvoller wird.

Das ist richtig, gut und gesund. Allerdings hängt das vom Rahmen ab, in dem das geschieht.

Dieser Rahmen wird gebildet durch emotionale Muster. Und diese emotionalen Muster entscheiden über den Ausgang und die Qualität des Ergebnisses.

Eine Frau kann im Verlangen „Mann verliebt machen“ das Richtige tun und trotzdem das Falsche erreichen, wenn die zugrundeliegenden emotionalen Muster nicht stimmen.

Der Vorgang „Mann verliebt machen“ ist ein emotionales Muster an sich und damit eingebettet in wichtige Zusammenhänge wie Selbstwertgefühl, emotionale Dynamiken, persönliche Muster, soziale Spielregeln und vor allem in die Frage: „Welchen tatsächlichen Wert hat die Perspektive der möglichen Liebesbeziehungen für das eigene Leben“?

Und wir sprechen hier vom tatsächlichen Wert der gewünschten Beziehung  und nicht von einem gefühlten oder angenommenen Wert in Form von Träumen, Wünschen und Projektionen. Annahmen und Gefühle können täuschen.

>> Tipp: Konzentriere dich immer auf den tatsächlichen unmittelbaren Wert einer Verbindung und nicht nur auf gefühlte Stimmungen, intensive Gefühle oder die Annahme, was irgendwann vielleicht einmal sein könnte! <<

Muster erkennen, die Qualität in einer Beziehung formen 

Frage: Kannst du etwas genauer erklären, was damit gemeint ist: Was ist der Unterschied zwischen dem tatsächlichen Wert einer Beziehung und dem angenommenen Wert einer Beziehung?

Thomas Lojek: Dieser Unterschied spielt gerade dann eine Rolle, wenn sich eine Frau in der Position befindet, dass sie sich mit der Idee „Einen Mann verliebt machen“ beschäftigen muss, weil sie unglücklich oder unglücklich verliebt ist.

Eine unglücklich verliebte Frau kann durch und durch davon überzeugt sein, dass sie erst dann glücklich sein wird, wenn sie diesen bestimmten Mann bekommt, in den sie verliebt ist. Das muss aber nicht der Fall sein.

Die angestrebte Beziehung kann fatal sein. Oder aussichtslos, unbeständig oder aufreibend. 

Das liegt durchaus im Bereich des Möglichen – vor allem, wenn sich eine Frau sehr lange emotional um einen Mann bemüht ohne dabei wirklich vorwärts zu kommen. 

Das ist immer ein Zeichen dafür, dass dieser Verbindung emotionale Muster zugrunde liegen, die nicht kooperieren.

Und das formt anfällige und brüchige Beziehungen. Mit etwas Erfahrung kann man das bereits vor der eigentlichen Beziehung erkennen, denn die Muster zwischen Mann und Frau bauen sich von der ersten Begegnung an auf.

Es ist viel wichtiger das Zusammenspiel dieser emotionalen Muster zu erkennen, weil genau das am Ende die tatsächliche Qualität der Beziehungen formt und weniger die Träumereien aus den emotionalen Wünschen rund um die Vorstellung „Mann verliebt machen!“

Die Fähigkeiten einen Mann verliebt zu machen, kann eine Frau dann viel mehr als Sahnehäubchen auf ihr Geschick emotionale Muster zu erkennen und zu formen ansehen.

Und genau dann wird diese Fähigkeit einen Mann verliebt zu machen eben besonders unwiderstehlich und attraktiv, weil von ihr eine gesunde emotionale Kraft ausgeht.

Frauen, die im Einklang mit ihren emotionalen Mustern stehen, sind die Frauen, die einen Raum betreten und ihn allein durch ihre Anwesenheit ausfüllen, weil von ihnen eine besondere Ausstrahlung ausgeht.

>> Tipp: Emotionale Muster entscheiden über deine Ausstrahlung und deinen emotionalen Erfolg mit Männern. <<

Mann verliebt machen: kurzfristige Emotionen oder langfristige Liebe?

Frage: Aber braucht das nicht seine Zeit?

Für die meisten Frauen, die sich mit der Frage: „Mann verliebt machen… wie geht das?“ beschäftigen, existiert doch sicher ein unmittelbares Bedürfnis danach.

Und nicht selten auch ein unmittelbarer Handlungsbedarf.

Thomas Lojek: Das braucht auf jeden Fall die Bereitschaft zu Engagement sich mit der Bedeutung emotionaler Muster zu beschäftigen und deren Anwendung regelmäßig zu üben.

Menschen verlieren sich sehr oft in kurzfristigen Bedürfnissen, weil der emotionale Thrill oder die emotionalen Bedürfnisse kurzfristig viel aufregender ausfallen als langfristig bedeutsame Perspektiven.

Die meisten Frauen, die einfach nicht vorwärts kommen in einer anstrengenden Liebesbeziehung, erkennen nicht, dass ihnen dieses „Abstrampeln“ um die Liebe eines Mannes eine wertvolle Botschaft sendet:

„Hinterfrage den langfristigen Wert dieser Verbindung“  – stattdessen beschäftigt sie der kurzfristige Thrill oder das Verlangen den kurzfristige Kummer aus der Verbindung zu diesem Mann unter Kontrolle zu bekommen.

Dabei gilt: Langfristig schlägt kurzfristig. Man muss nur etwas genauer hinschauen.

Es ist also weniger die Frage, ob und wie man die Zusammenhänge und emotionalen Muster hinter dem Wunsch „Mann verliebt machen“ lernt, sondern viel mehr, wie man diese Bausteine sinnvoll in das integriert, was man selbst wirklich ist und in Liebe und Leben wirklich erreichen will.

>> Tipp: Frage dich ernsthaft, was dein tatsächlicher Wunsch hinter der Absicht “Mann verliebt machen” ist. Was willst du durch diese Liebe erreichen? Sehr ehrlich zu dir! <<

Muster formen die langfristige Qualität einer Verliebtheit! 

Frage: Kannst du erklären, was das bedeutet: Was hat der Wunsch „Mann verliebt machen“ mit dem zu tun, was man wirklich ist und im Leben erreichen will? Was bedeutet das?

Thomas Lojek: Du bekommst in der Liebe das, was du bist! Das geht zurück auf die emotionalen Muster, von denen ich gesprochen habe: Die emotionalen Muster formen deine Liebesbeziehungen und auch die Qualität deiner Liebesbeziehungen.

Darum ist es viel wichtiger die eigenen Muster, deren Verlauf und die Bedürfnisse dahinter zu erkennen und zu verstehen als sich in der Idee „Mann verliebt machen“ zu verrennen!

Denn die Muster formen am Ende das, was in den Bemühungen einen Mann verliebt zu machen herauskommt.

Deswegen kann eine Frau in ihrer Absicht einen bestimmten Mann verliebt zu machen auch alles „richtig“ machen – geschickt agieren, das beste Timing haben und sich toll inszenieren – und am Ende trotzdem unglücklich enden, weil sie das falsche Muster verfolgt.

Das passiert ihr nicht, wenn sie versteht, wie sie als Frau bestimmte Muster formt, die Männer entweder anzieht oder verscheucht – je nach dem, wie sie ihre Bedürfnisse durch weibliches Verhalten nach außen trägt.

Das weibliche Verhalten – getragen von den inneren Mustern – ist der entscheidende Faktor, denn dieses Verhalten wird vom Verhalten der Männer reflektiert.

Die Frau fühlt – und steuert darüber ihre Signale und ihr Verhalten gegenüber einem Mann und der Mann reagiert darauf wie auf einer Fährte.

Er folgt ihr, spiegelt ihr Verhalten durch sein eigenes Verhalten.

Das bedeutet: Wenn eine Frau unglücklich verliebt ist, hat das einen bestimmten Grund.

Etwas passt in diesem Gefüge nicht – ihr eigenes Selbstwertgefühl ist beschädigt, die Bedürfnisse der beiden Beteiligten passen nicht zusammen oder die Gesamtbeziehung der beiden hat weder Basis noch Perspektive.

Gesunde Muster suchen gesunde Muster, um zu kooperieren und darüber stabile und lebenswerte Beziehungen zu entwickeln – wenn diese Basis nicht stimmt oder defekt ist, dann entsteht daraus nichts Gutes, ganz egal wie sehr die Frau auch alle Tricks und Tipps rund um die weibliche Absicht „Mann verliebt machen“ beherrscht!

>> Tipp: Gesunde emotionale Muster erzeugen gesunde Gefühle und das erzeugt gesunde und stabile Beziehungen. Alles, was dir in der Liebe passiert, hat eine bestimmte Ursache.  <<

Zusammenfassung und Praxis

1. Die richtige Frage stellen: Was sind meine wahren Absichten hinter dem Wunsch “Mann verliebt machen”? Die Motivation dahinter sollte nicht einem verborgenen Verlangen nach emotionaler Kontrolle über eine Situation oder über ein bestimmtes Gefühl entspringen!

2. Echter Wert: Der unmittelbare konkrete Wert einer Verbindung ist bedeutsamer als gefühlte Annahmen und Träumereien darüber, was in einer unbestimmten Zukunft sein könnte.

3. Was entscheidet: Emotionale Muster entscheiden über deinen Erfolg in der Liebe!

4. Besonders wichtig: Langfristige Muster sind wichtiger und wirksamer als kurzfristige Verliebtheit.

Praxis

  • Achte darauf, dass der Wunsch “Mann verliebt machen” nicht in subtiler emotionaler Kontrolle endet.
  • Trainiere dich darauf einen konkreten und unmittelbaren Wert als Maßstab für eine Verbindung zu erwarten. Und nicht nur gefühlte Erwartungen und Hoffnungen auf eine unbestimmte Zukunft.
  • Beschäftige dich mit den emotionalen Mustern hinter deiner Situation.
  • Verrenne dich nicht in kurzfristige emotionale Thrills, sondern suche und verlange langfristige emotionale Perspektiven in deinen Beziehungen.

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Leseprobe: Das geheime Muster der Liebe

Leseprobe: Geheime Muster der Liebe

Warum glückliche Beziehungen kein Zufall sind

Autor Thomas Lojek und Partnerin

Hier findest du eine ausführliche Leseprobe aus meinen Buch “Das geheime Muster der Liebe – Warum glückliche Beziehungen kein Zufall sind”.

Bücher von Thomas Lojek

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Das geheime Muster der Liebe

Die Leseprobe

Vorwort

Verwendete Begriffe

Dieses Buch verwendet englischsprachige Begriffe für die einzelnen Phasen im Muster der Liebe.

Es sind aber insgesamt nur acht Begriffe, die Verwendung geschieht also in einem überschaubaren Umfang.

Der Grund, warum ich englischsprachige Begriffe wähle, liegt darin, dass die deutsche Sprache sehr technisch, sehr strikt und eindeutig ist, während englische Worte oft eine gewisse Doppeldeutigkeit haben oder mehr Raum für Assoziationen bieten.

Etwas mehr „Empfindungsfreiheit“ ist gerade bei der Beschreibung von zwischenmenschlichen Zuständen sehr hilfreich.

Auf diese Weise ist eine emotionale Situation nicht zu sehr festgelegt auf ihre gradlinige Bedeutung innerhalb der deutschen Sprache.

Außerdem lässt sich so eine Art Kontrastwirkung herstellen: Das beschriebene Muster wird nicht zu sehr mit den natürlichen muttersprachlichen Empfindungen gleichgesetzt, die ein Wort erzeugt.

Mit einem englischen Begriff kann ich dem Muster einen objektiven Namen geben, ohne der muttersprachlichen Grundempfindung entsprechen zu müssen, die ein Wort in der eigenen Sprache hervorruft.

Dann steht der Prozess oder das Muster für sich selbst und kann damit etwas objektiver innerhalb der Erläuterungen verwendet werden.

Was erwartet dich hier?

Du wirst in diesem Buch das geheime Muster der Liebe kennenlernen und Schritt für Schritt erfahren, wie dieses geheime Muster der Liebe im Hintergrund die Art und Weise lenkt, wie sich deine Liebesbeziehungen entwickeln und was du in ihnen erlebst.

Dazu brauchst du ein wenig Offenheit für neue Perspektiven und etwas Mut, dich auf die Sichtweise einzulassen, dass die Liebe keine „Himmelsmacht“ ist, sondern sich aus sinnvollen emotionalen Bausteinen und Verhaltensweisen aufbaut, die in der Summe darüber entscheiden, wie sich deine Liebesbeziehungen entwickeln.

Wenn der Aufbau und das Zusammenspiel dieser Bausteine funktioniert, macht die Liebe glücklich.

Bauen sich die Muster nur unvollständig auf oder bleiben sie lückenhaft und anfällig, dann erzeugen sie Kummer, Frust und Enttäuschung in der Liebe.

Die verborgene Absicht dahinter: Uns Menschen zu fördern und der Erfüllung unserer wahren Bedürfnisse näher zu bringen. Falsche, eingebildete oder schädliche Bedürfnisse (und davon haben wir Menschen nicht wenige) beantwortet das Muster der Liebe mit Gefühlen von Kummer, Schmerz, Frust, Ohnmacht und Wut.

Das Muster der Liebe hat die Aufgabe, uns Menschen voranzubringen – verweigern wir uns dem Muster und seinen Bahnen, dann führt es uns in Krisen, die uns über Kummer und Frust dazu zwingen, uns neu auszurichten.

Im Grunde verhandeln Menschen in Liebesbeziehungen Wert und Werte.

Diese müssen immer wieder geprüft, gefestigt und in der erlebten Gegenseitigkeit einer Beziehung fortlaufend neu ausgerichtet werden.

Aus diesem Grund gibt es das Muster der Liebe.

Es liefert einem Liebespaar eine innere Anleitung, ob die gemeinsamen Werte und Perspektiven hinter der Beziehung intakt sind und die Verbindung deswegen besonderen Wert hat.

Um diese innere Anleitung zu erreichen, sind Liebesbeziehungen auch immer zu einem gewissen Grad stressig und anstrengend.

Sie sind ein Testfall für uns Menschen.

Die Liebe testet unsere Werte und Perspektiven, um zu sehen, was wir aushalten können, wenn wir diese Werte und Perspektiven zusammen mit einem Partner verfolgen.

Aber nur das Bestehen dieser Testfälle macht eine Liebe am Ende „wertvoll“ – weil sie nur dann beweisen kann, dass sie auch in Schwierigkeiten „voller Wert und Werte“ für uns ist.

Um die Zusammenhänge und Vorteile dieses geheimen Musters hinter deinen Beziehungen zu lernen, wirst du dich für einige Zeit auf eine anspruchsvolle und teilweise analytische Sichtweise der Liebe einlassen müssen.

Du wirst ein System lernen.

Ein System zur Orientierung und Bewältigung von Entwicklungen in Beziehungen.

Das ist anspruchsvoll und in der ersten Zeit Kopfsache.

Du wirst einige Zeitlang sicherlich viel analysieren, nachdenken oder sogar überanalysieren.

Dieser Vorgang ist normal.

Er soll dir nicht die Schönheit der Liebe als etwas Gesamtes nehmen, sondern dich sensibilisieren für die Entwicklungen, die du innerhalb einer Beziehung durchläufst.

Das Überanalyisieren und das Kopflastige hören irgendwann auf.

Was bleiben wird, ist die Fähigkeit, dich in Beziehungen zurecht zu finden.

Du wirst Orientierung haben – einen inneren Kompass für die Liebe.

Nach und nach wirst du darüber einen wichtigen Zusammenhang erkennen: Es gibt eine natürliche Ordnung in der Liebe. Beherrsche und respektiere diese Ordnung und Beziehungen füllen sich mit Sinn und Richtung.

Entferne dich von der natürlichen Ordnung und Kummer, Frust und Leid werden dich einholen.

An diesem Punkt fügt sich dann die Liebe wieder als etwas Schönes, Ganzes und Einzigartiges zusammen:

Sie ergibt Sinn.

Sie gibt dir Sinn.

Dir und deinen Beziehungen im Leben.

Dann wirst du bemerken, dass vor allem der Eindruck von Schuld aus dir und deinen Beziehungen verschwindet.

Die Muster der Liebe sind sehr weise – sie fördern, selbst wenn sie uns an den Rand der Verzweiflung bringen.

Das Muster der Liebe und der Eindruck von Schuld schließen sich aus.

Du wirst dadurch lernen, dass es keine Schuld in diesen Bahnen gibt – sie verfolgen eine natürliche Ordnung, die Sinn machen, selbst wenn Liebesbeziehungen scheitern oder schwierig werden.

Innerhalb dieser natürlichen Ordnung ist kein Platz für Schuld – weder für das Gefühl, dass du schuldig und schlecht bist, noch, dass dein Partner schuldig ist, wenn eine Beziehung nicht funktioniert oder kriselt.

Mit der Erkenntnis, dass es einen Sinn dahinter gibt, verschwindet der Eindruck von Schuld in Beziehungen, weil der Sinn der Entwicklung immer eine natürliche Richtung ergibt, die notwendig ist.

Wenn du gelernt hast, diese Entwicklungen und Richtungen durch das Muster der Liebe zu erkennen und dass sie immer die Absicht haben dich zu fördern, fällt jeder Gedanke an Schuld weg, weil diese Entwicklungen Sinn machen, auch wenn sie nicht immer schön oder einfach sind.

Allein dafür lohnt es sich schon, dieses Muster und seine Gesetzmäßigkeiten sehr genau zu kennen.

Du wirst Orientierung und Sinn finden und den Eindruck von Schuld verlieren – das macht das geheime Muster der Liebe so wertvoll.

Fangen wir an…

KAPITEL 1: Einführung in das Muster der Liebe

Um den Einstieg in das Abenteuer „Muster der Liebe“ zu erleichtern, werden wir hier ein Beispielpaar einführen, das stellvertretend für typische Entwicklungsschritte steht, die ein Paar in den unterschiedlichen Phasen seiner Beziehung durchlebt.

Anhand von diesem Paar wird es einfacher den Verlauf im Muster der Liebe konkret nachvollziehen zu können.

Nennen wir unser Paar jetzt einfach mal Frank und Nina.

Die beiden haben sich auf der Party einer Freundin kennen gelernt und sich von Anfang an gemocht.

Die ersten Dates waren angenehm: nicht zu hastig, aber auch nicht langweilig, die beiden teilen viele Interessen und Wertvorstellungen.

Frank ist witzig und fordernd, Nina reizt und bremst ihn im gleichen Maße, was beiden Spaß macht und nie verkrampft oder anstrengend wird.

Nach einigen Dates kommt es zu ersten Küssen und erster Nähe.

Nina sagt ihm, dass sie nichts überstürzen will und Frank reagiert mit einem angemessenen „Okay“, ohne danach beleidigt zu sein oder distanziert zu werden.

Auf diese Weise verbringen sie noch einige Dates miteinander, bei denen sie sich immer näher kommen.

Frank versteht sich geschickt darauf, immer weiter etwas von Ninas Territorium durch Nähe und Zärtlichkeiten zu erobern, ohne sie zu bedrängen oder zu offensichtlich zu sein.

Nina lässt sich im Gegenzug im richtigen Rhythmus immer ein Stück weiter erobern ohne je zu offensichtlich harsche Grenzen zu setzen noch jemals Frank zu einfach nachzugeben.

Beide reizt das Spiel mit den Grenzen, es läuft gut zwischen ihnen.

Eines Abends geschieht es dann: Nach einem gemeinsamen Abendessen bei Nina zuhause, landen die beiden im Bett und verbringen ihre erste gemeinsame Nacht zusammen.

Von dieser Stelle aus fangen wir an, das Muster der Liebe zu beschreiben.

Das Muster der Liebe beginnt immer mit einem Moment besonderer Nähe und Intimität – hier in unserem Beispiel ist es die erste gemeinsame Liebesnacht – und von hier aus begleiten wir unser Paar jetzt durch das geheime Muster der Liebe.

1. Phase: Entry

Immer, wenn zwischen zwei Menschen ein Moment von besonderer Nähe entsteht, der ihnen klar macht, dass sie im Umgang mit dem Anderen eine direkte und ausgewählte Verbindung eingehen oder dass eine besondere Verbindung zwischen ihnen existiert, ist das der Auftakt im Muster der Liebe.

Dieses Phänomen ist der Entry – quasi der „Einstieg“ oder der „Eingang“ in eine zwischenmenschliche Verbindung.

Ein Entry kann viele Gesichter haben: Die erste Begegnung, die Frage nach der Telefonnummer, ein erstes Date, der erste Kuss, ein Moment besonderer Gemeinsamkeit oder emotionaler Nähe oder der erste Sex.

Entry vermittelt einen Moment der Besonderheit durch Nähe, an den sich beide später fortlaufend erinnern werden und der darüber den Auftakt an die Verbindung zwischen zwei Menschen darstellt.

Der erste Sex ist immer eine besondere Form des Entry.

Man kann sich sicherlich ausgiebig darüber streiten, was wichtiger ist oder was der wirkliche Startschuss einer Liebesbeziehung ist: Die erste Begegnung, das erste Date, der erste Kuss oder der erste Sex und jedes Liebespaar hat seine ganz eigene Auffassung davon.

Ganz sicher ist jedoch, dass die emotionalen und persönlichen Einsätze ab dem ersten Sex einfach höher sind als jemals zuvor.

Sex ist immer ein Wendepunkt zwischen zwei Menschen: Danach ist ihr Verhältnis zueinander nie wieder wie vorher.

An Küsse kann man sich sicherlich auch ein Leben lang erinnern, aber den ganz wesentlichen Unterschied zwischen zwei Menschen stellt vor allem Sexualität her.

Nach einer sexuellen Erfahrung unterscheidet sich das Verhältnis zwischen zwei Menschen von den anderen Freundschaften und Bekanntschaften in ihrem Leben, weil sie über Sex eine Form von körperlicher Intimität eingegangen sind, die alle anderen Formen von persönlichem und sozialem Umgang übersteigt.

Entsprechend steht hier der erste Sex für den Startschuss in eine Beziehung.

Er ist für unser Beispiel der Entry.

Beispiel: Nina und Frank verbringen die erste gemeinsame Nacht zusammen.

Sie erleben den Sex als schön, beglückend und aufregend.

Es ist intensiv und nach der reizvollen Zeit des Flirts zwischen ihnen befreiend und im gleichen Maße auch intim.

Phasen von Lust wechseln sich ab mit Momenten der Ruhe.

Sie kuscheln, schlafen, lieben sich bis zum Morgen.

Frank verlässt dann Nina gegen Vormittag und es fühlt sich für beide richtig und okay an, sowohl die Nacht miteinander verbracht als auch jetzt einige Zeit für sich zu haben.

Sie verabschieden sich mit letzten Küssen, dann fährt Frank zu sich nach Hause.


Entry ist der Beginn einer Beziehung oder der Beginn eines neuen Beziehungsabschnitts.

Entry wird durch einen Moment besonderer Nähe erlebt und hergestellt.

Vor allem der erste Kuss, der erste Sex und Momente besonders intensiver Gemeinsamkeit sind ein klassischer Entry.


2. Phase: Proof

Ein Entry kann nicht dauerhaft für sich alleine stehen. Momente menschlicher Nähe sind zu flüchtig.

Damit Nähe dauerhaften Bestand zwischen zwei Menschen haben kann, muss ausgehend vom Erlebnis der Nähe ein psychologisches Band zwischen ihnen geknüpft werden, das den Eindruck dauerhafter Verbindung als Paar fortsetzen kann.

Die erlebte Nähe muss als gewünscht und akzeptiert bestätigt werden – mit der Aussicht, dass sie fortgesetzt werden soll, weil sie gewollt ist.

Zwischen dem Paar muss der Eindruck stehen: „Das hier ist richtig. Das soll so sein. Und es soll fortgesetzt werden“.

Diese gegenseitige Bestätigung voreinander, dass die hergestellte Nähe Bedeutung hat und gewünscht wird, ist Proof.

Proof kann eine Geste sein, eine Nachricht oder eine Aufmerksamkeit, Proof kann ausgesprochen oder angedeutet werden, aber immer wird es als ein Gefühl von „richtig“ inklusive dem Wunsch nach Fortsetzung empfunden.

Irgendetwas brauchen die Partner als Anhaltspunkt, sonst fehlt ihnen die innere emotionale Orientierung, die zwischenmenschliche Nähe erzeugen kann.

Proof hat die Aufgabe, gewollte Nähe von zufälliger Nähe zu unterscheiden.


Proof bestätigt offen und/oder emotional, dass die eingegangene Nähe, Beziehung oder Beziehungsentwicklung richtig und erwünscht ist – von beiden Partnern.


Beispiel: Nach der ersten gemeinsamen Nacht sind sowohl Frank als auch Nina glücklich und aufgewühlt aber auch unsicher.

Sie wissen noch nicht so recht, wie sie mit den gemeinsam erlebten Gefühlen und sexuellen Intimitäten umgehen sollen.

Trotzdem spüren sie, dass das noch nicht alles war, dass da noch mehr zwischen ihnen geschehen sollte.

Frank ist sich nicht sicher, ob er Nina anrufen soll.

Dann schickt er ihr eine SMS und schreibt ihr, dass die vergangene Nacht sehr schön für ihn war.

Sie antwortet ihm: „Für mich auch“.

Das ist ein Moment von Proof zwischen den beiden.

Eine innere Übereinkunft zwischen den beiden: Es geht weiter!

Generell ist Proof ein anfälliges und nicht selten heikles Thema, vor allem nach dem ersten Sex.

Für Frauen ist Proof wichtiger als für Männer – auch weil sie auf diesem Gebiet ein ganz anderes Gespür haben.

Frauen strecken rund um Nähe und Liebesbeziehungen ständig ihre inneren Fühler aus, um nach Signalen und Hinweisen für Proof zu forschen.

Proof ist für Frauen vor allem deswegen wichtig, weil Proof den Unterschied ausmacht, ob es sich um zufällige Nähe/Sexualität oder um gewollte Nähe/Sexualität mit Ausblick auf Bedeutung handelt.

Zufällige sexuelle Begegnungen stellen für Frauen ein biologisches und soziales Risiko dar, das für sie nicht erstrebenswert ist.

Deswegen durchlaufen Frauen Abwehrmechanismen vor der Intimität und das Verlangen nach Proof nach der erlebten Nähe und Intimität.

Männer haben das in dieser Form nicht – für sie ist das eher eine Sache der psychologischen Bestätigung oder sie orientieren sich an den ihnen bekannten Spielregeln der Frauen – weil man das eben so macht.

Männer haben eher den Eindruck: „Es läuft halt.“, das reicht ihnen schon als Proof und viel mehr sagt dieser Moment auch nicht für sie aus.

Aus diesem Unterschied entstehen viele Reibereien und Missverständnisse zwischen Mann und Frau.

Grundsätzlich ist Proof in Form von Verhalten immer die aussagekräftigste Form: Aktives, liebevolles Verhalten ist der beste Proof, den man an dieser Stelle bekommen kann.

Worte sind relativ, leicht zu manipulieren und oft schnell gesagt – vor allem von Männern, die sich darüber erhoffen, wieder leichter und schneller Sex zu bekommen. Verhalten ist der bessere Maßstab.

3. Phase: Access

Unmittelbar an Proof schließt sich das Phänomen Access an.

Nach dem Gefühl: „Ja, da ist etwas zwischen uns, das uns zusammenhält und verbindet“, muss innerhalb einer Liebesbeziehung die Bereitschaft folgen, dieses Gefühl real zu leben und gemeinsam zu erleben.

Das geschieht durch Access.

Im Access öffnen sich die Partner, um den Anderen am eigenen Leben, Dasein, eigenen Gefühlen und Bedürfnissen teilnehmen zu lassen.

Access ist die Bereitschaft, Zugang zu den verschiedenen Schichten der eigenen Gefühle, Sexualität, Intimität, des eigenen Lebens und Alltags zu gewähren.

Access ist im Grunde das, was eine Beziehung ausmacht:

Dem Partner Zugang zu sich selbst zu gestatten und damit ein gemeinsames Leben zu formen.

Beispiel: Frank übernachtet immer häufiger bei Nina.

Sie verbringen gemeinsame Zeit miteinander, die intim und persönlich ist.

Beide erleben auf diese Weise zunehmend, wie sie in ihrem im Alltag sind.

Er erzählt ihr von seiner Arbeit, seinem Leben, seinen Hoffnungen und Träumen.

Sie erzählt ihm von ihrem Leben, ihren Erfahrungen auf der Arbeit, von den Menschen, die ihr wichtig sind und von dem, was sie sich für ihr Leben wünscht.

Die beiden haben ihre ersten gemeinsamen Unternehmungen in ihrem sozialen Umfeld, gehen zusammen aus, zeigen sich die ersten Male als Paar unter ihren Freunden.

Sie gewähren dem Anderen Einlass in die unterschiedlichen Schichten und in den Alltag ihres Lebens.


Im Access gewähren beide Partner einander Zugang zum eigenen Leben.

Access ermöglicht damit ein gemeinsam erlebtes Leben.


4. Phase: MM – Match Making I

Die wesentliche Aufgabe von Liebesbeziehungen ist im Grunde, aus zwei einzelnen Leben ein gemeinsames Leben zu machen.

Aber was genau ist ein gemeinsames Leben?

Gemeinsame Gewohnheiten, gemeinsame Sexualität oder gemeinsam verbrachte Zeit?

Wenn man ganz genau hinschaut, geht das, was Liebesbeziehungen herstellen, darüber hinaus.

Paare stellen durch Liebesbeziehungen eine gemeinsame Realität her.

Oder besser gesagt: Eine Liebesbeziehung bewegt Mann und Frau dazu, sich auf eine gemeinsame Realität zu einigen, die sie dann gemeinsam erleben und bewältigen können.

Dass Liebe eine gemeinsame Realität herstellt, ist von entscheidender Bedeutung.

Erst wenn das eintritt, verlässt die Liebe das unkonkrete Reich aus Gefühlen, Wunschdenken und Träumen und wird als reale Gemeinsamkeit (er-)lebensfähig.

Liebe wird zu Wirklichkeit.

Nur wenn ein Paar sich über seine Beziehung auf eine gemeinsame Realität einigen kann, formt es auch eine echte Beziehung.

Und zwar nur dann.

Weil gemeinsame Realität erlebt werden kann.

Alles Andere kann nur gedacht und gefühlt werden.

Dieser Unterschied ist von elementarer Bedeutung.

In nicht funktionierenden Beziehungen verharren die Partner abgeschottet vom Anderen in ihren eigenen Realitäten.

Sie leben aneinander vorbei – jeder mit seinen eigenen Wünschen, Bedürfnissen und Träumen beschäftigt, ohne diese zusammen mit dem Partner in die Schnittmenge einer gemeinsamen Realität einbringen zu können.

Entweder leben diese Menschen isoliert innerhalb ihrer Beziehung auf diese Weise einsam, verschlossen und am Partner desinteressiert vorbei.

Oder die beiden Einzel-Realitäten kollidieren ständig in ihren Wünschen, Träumen und Bedürfnissen und sorgen damit unablässig für Stress, Streit und Drama.

Sie können keine gemeinsame Realität herstellen – darum scheitern sie in ihren Beziehungen und enden isoliert und unglücklich trotz Partner.


Der entscheidende Maßstab für Liebe und Beziehungen ist die Fähigkeit der Partner, eine gemeinsame Realität herzustellen.

Je mehr gemeinsame Realität, desto besser funktioniert die Beziehung und entfaltet Wert und Bedeutung für die Partner.

Je weniger gemeinsame Realität, desto weniger funktioniert die Beziehung und erzeugt Lieblosigkeit, Desinteresse oder Drama, Frust und Konflikte.


Das Herstellen einer gemeinsamen Realität und die Erkenntnis, dass der Partner diese teilt, ist immer das abschließende Ziel im Muster der Liebe.

Das ganze Verlagen und die ganze Absicht im Muster der Liebe lautet: Menschen in eine gemeinsame Realität zu führen, damit diese von ihnen gemeinsam erlebt und bewältigt werden kann.

Darum schließt das Muster der Liebe jede Entwicklung in einer Liebesbeziehung immer mit der Erkenntnis ab, dass eine gemeinsame Realität existiert.

Diese Erkenntnis ist Match Making.

Liebe entsteht, wenn zwei Menschen eine gemeinsame Realität haben.


Im Match Making realisiert ein Liebespaar, dass es eine gemeinsame Realität hat.

Match Making in Form einer gemeinsamen Realität ist Ziel jeder Entwicklung in Liebesbeziehungen.

Liebespaare stellen eine gemeinsame Realität her, um das Leben gemeinsam erleben und bewältigen zu können.


Dieses Verständnis widerspricht der allgemeinen Auffassung der Liebe:

Dass Liebe wie ein schöner Traum sein sollte, dass Liebe von Gefühlen beherrscht wird, dass Liebe emotional, romantisch, aufregend voller Abwechslung und eine rauschhafte und zärtliche Abwechslung zum sonstigen Leben sein sollte.

Das ist Disneyland. Aber nicht Liebe.

Die Menschen missbrauchen mit diesen Vorstellungen die Liebe als Vorwand ihrer eigenen Realität entgehen zu wollen.

Das Bedürfnis nach Liebe als romantischem Traum aus Gefühlen und aufregender Abwechslung ist ein Symptom der allgemeinen Unreife der Menschen in der Unfähigkeit die Realität zu ertragen.

Beziehungen haben einen sehr einfachen Sinn: Das Leben gemeinsam zu bewältigen.

Das ist ebenso einfach wie nobel und bedeutsam.

Das Leben ist schwer.

Wir brauchen den Anderen.

Um im Leben bestehen zu können.

Und um uns unterschiedliche Aspekte des Lebens zu erschließen.

Nicht umsonst wird Liebe aus dem Unterschied Mann und Frau heraus gebildet.

Aber um die Mission „Leben bewältigen“ erfüllen zu können, müssen Mann und Frau dazu fähig sein, sich auch entgegen ihrer Unterschiedlichkeit auf eine gemeinsame Realität einigen zu können.

Ansonsten erreichen sie das Gegenteil: Sie machen sich das Leben noch schwerer.

Und das ist genau das, was im Moment noch in den meisten Beziehungen geschieht.

Aus diesem Grund ist die naive Romantisierung der Liebe nicht der richtige Weg.

Die Realisierung der Liebe ist der richtige Weg.

Nicht in dem Sinne, dass man sie rational oder ein Kopfmodell aus ihr macht, sondern indem man sie durch eine gemeinsame Realität real werden lässt.

Erst durch die Wirklichkeit, eine gemeinsam erkannte und bewältigte Wirklichkeit, wird Liebe echt.

Es liegt in der Natur der Sache, dass die erlebte Realität von zwei Menschen – insbesondere durch die Unterschiedlichkeit zwischen Mann und Frau – Abweichungen und unterschiedliche Interpretationen produziert.

Aber Unterschiedlichkeiten aus einem anderen Blickwinkel heraus schließen nicht aus, dass man dennoch das Gleiche sehen und erleben kann.

In diesen Zustand will die Liebe uns bringen – damit das Miteinander wertvoll wird, indem man das Leben gemeinsam bestreitet und durchlebt.

Der Mut und die Fähigkeit, sich mit einem Menschen immer wieder auf eine gemeinsame Realität zu einigen, wird deswegen von der Liebe belohnt – mit umfassenden Momenten aus Glück, Ankunft und Sinn.

In diesen Momenten liegt das vollständige Glück der Liebe – umfassender und verbindender als Gefühle und Sexualität es je herstellen könnten, weil beides nur wechselhafte und flüchtige Phänomene sind.

Die gemeinsame Realität ist dagegen der konstante Maßstab, der unablässig immer vorhanden ist – und an dem ein Liebespaar dauerhaft die tatsächliche Qualität und Bedeutung seiner Verbindung messen kann und auch messen muss.


Liebe ist eine gemeinsame Realität.

Die Fähigkeit, beständig eine gemeinsame Realität herzustellen, entscheidet über das dauerhafte Glück einer Beziehung.


Männer und Frauen müssen in Beziehungen ihre gemeinsame Realität immer wieder neu finden und neu aushandeln.

Darum sind Beziehungen nie einfach – sie sind ein ständiges Ringen darum, sich trotz aller Unterschiedlichkeiten und abweichender Bedürfnisse immer wieder neu auf eine gemeinsame Realität zu einigen.

Realitäten kollidieren oder müssen immer neu verhandelt werden – das macht die Liebe so kompliziert.

Je weiter das Paar von einer gemeinsamen Realität entfernt ist, desto schwieriger bis unmöglich wird seine Beziehung.

Beziehungen ohne gemeinsame Realität können zerstörerisch, anstrengend oder sogar gefährlich sein.

Gemeinsame Realität ist der Maßstab, wie echt und gesund die Verbindung zwischen zwei Menschen ist.

Die klassische Drama-Beziehung zum Beispiel ist unfähig eine gemeinsame Realität herzustellen.

Immer wieder verhandelt ein solches Paar über Streit, Stress und Frust die unablässigen Versuche aus eine gemeinsame Realität und damit Frieden zu finden.

Es ist aber unfähig, diese Realität herzustellen, weil es sie im Grunde gar nicht gibt. Drama-Beziehungen verhandeln über eine Illusion.

Sie enden, wenn die Beteiligten genug davon haben und in ihre jeweils eigene Realität zurückkehren, indem sie erkennen: „Ich will das nicht mehr. Es bringt mir nichts. Es führt mich nirgendwohin.“

Bis es zu diesem Punkt kommt, ziehen die Beteiligen ihren persönlichen Rausch aus dem Stress und aus der emotionalen Stimulation durch die Aufs- und Abs vor.

Sie erschaffen eine eigene aufregende Schein-Realität, die sie vom Erkennen der tatsächlichen Realität abhält.

Deswegen kann man Drama-Paaren auch nicht helfen.

Sie sind immun gegen gesunde Ratschläge, etwas zu verändern oder sich zu trennen, weil sie sich innerhalb ihrer eigenen Realität bewegen.

Sie müssen sich erst müde gekämpft haben, bis einer oder beide in ihre eigene Realität zurückkehren.

Vorher sind sie unempfindlich für Ratschläge oder echte Veränderungen, weil das Drama sie von der tatsächlichen Realität isoliert und als Ersatz dafür mit aufregenden Gefühlen und Eindrucken füttert, von denen sie nicht ablassen wollen.

Im Gegensatz zum schillernden und immer aufregenden Rausch der Drama-Beziehungen ist ein echtes Match Making innerhalb von gesunden und funktionierenden Beziehungen relativ unspektakulär.

Es ist ein Realisieren. Das Wort „realisieren“ drückt dabei perfekt die Qualität dieses Vorgangs aus: Man realisiert etwas – etwas wird echt und real; und zwar dadurch, dass man bemerkt, dass zwei Realitäten im Einklang stehen.

Das ist ein stiller Eindruck von: „Das passt. Das ist richtig. Wir schauen in die gleiche Richtung.“

Es ist eine stille Bestätigung, dass die wichtigen Dinge, Erfahrungen und Werte in der gemeinsamen Schnittmenge zwischen sich selbst und dem Menschen, mit dem man eine Verbindung eingegangen ist, gleich auf liegen.

Beispiel: Frank und Nina verbringen immer mehr Zeit miteinander.

Sie haben Sex, sie gehen aus, essen abends gemeinsam, sie unternehmen gemeinsam etwas, das ihnen beiden Spaß macht, gehen einkaufen oder besuchen gemeinsam ihre Freunde.

Dabei bemerken sie immer wieder, dass sie die Art und Weise wie sich ihre Beziehung entwickelt gleichsam schätzen.

Nina erkennt Eigenschaften an Frank, die ihr gefallen: Er ist beständig, versucht keine Tricks und Manipulationen, ist bodenständig, aber nicht langweilig.

Er hat seinen eigenen Kopf, muss ihr nicht nach dem Mund reden und er weiß, was er will.

Er hat berufliche und persönliche Perspektiven und handhabt sein Leben verantwortungsvoll und mit einer Richtung, ohne dabei spießig oder einseitig zu sein.

Das imponiert ihr.

Im Gegenzug bemerkt Frank, dass Nina eine Frau ist, die auf dieser Ebene mitzieht.

Sie ist eigenständig, hat ihre eigenen Interessen, sie hat ihren eigenen Kopf, ohne dass er den Eindruck haben muss, dass sie aufsässig und provozierend ist, sie spielt keine Machtspielchen oder braucht ständig Aufmerksamkeit – alles Eigenschaften, die ihm entgegen kommen und die er in anderen Beziehungen vermisst hat.

Entsprechend zufrieden ist er in seiner verbrachten Zeit mit ihr und ist gerne mit ihr zusammen.

Sie beide genießen die gemeinsam verbrachte Zeit und den Eindruck, dass sie diese gemeinsame Zeit bereichert und ergänzt.

Nichts davon ist spektakulär oder emotional aufwühlend.

Es sind einfach zwei Menschen, die im Alltag bemerken, dass ihre Wahrnehmung gleich auf liegt.

Sie erkennen durch das Miteinander Eigenschaften und Werte im Anderen, die jeder von ihnen auf seine Weise in sich trägt.

Die gemeinsam erlebte Realität deckt sich mit der persönlich empfundenen Realität davon, was wichtig ist im Leben oder was man von jemand Anderem erwarten kann.

Sie erleben eine Art Deckungsgleichheit in Leben und Alltag.

Und diese Deckungsgleichheit schenkt ihnen ein tiefes Gefühl von besonderer Vertrautheit und innerer Bestätigung.

Das ist Match Making.

5. Phase: Drift

Bis hierhin hat uns das Muster der Liebe vor allem die schönen und anregenden Seiten der Liebe gezeigt.

Es wäre schön, wenn es dabei bleiben würde.

Aber das wird es nicht.

Denn die wahre Aufgabe der Liebe liegt nicht darin, dem Wunsch des Menschen nach einem dauerhaften friedlichen Glück durch Zweisamkeit nachzukommen, sondern ihre Aufgabe ist es, alle Qualitäten eines Menschen und seiner Verbindungen auf den Prüfstand zu stellen.

Die Liebe ist in erster Linie ein Testfall.

Ein Testfall für menschliche Werte und Qualitäten und für die Art und Weise wie diese in zwischenmenschliche Beziehungen eingebracht und gelebt werden.

Deswegen kann sich Liebe niemals auf dem Eindruck von Glück ausruhen.

Sie muss vielmehr Menschen aus dem Eindruck von Glück herausmanövrieren und in Situationen zwingen, die die Werte hinter diesem Glück prüfen und bestätigen können.

Aus diesem Grund hat sich die Liebe diesen besonderen Trick ausgedacht:

Sie füttert die Liebenden mit dem Eindruck von Glück und Freude durch zwischenmenschliche Verbindung zuerst ein bisschen an und schiebt dann einen plötzlichen Wandel zu Unglück und Frust hinterher.

Die Absicht dahinter: Menschen in eine Vollständigkeit zu zwingen, die für die Gesamtheit des Lebens notwendig ist.

Es gibt kein Glück in der Liebe ohne Kummer und Frust als Gegengewicht.

Liebe ist deswegen immer etwas unfair.

Unmittelbar nach dem Moment, in dem man sich sicher, angekommen und glücklich in einer Liebesbeziehung fühlt, kommt der Punkt, an dem dieser Eindruck kippt und sich in sein Gegenteil verkehrt.

Das Glück der Liebe verschwindet ungreifbar und obwohl man sich gerade noch so erfüllt und sicher gefühlt hat, übernehmen Frust, Reibereien und Irritationen die Beziehung.

Das muss so sein – anders kann Liebe nicht prüfen, wie belastbar und echt das Band zwischen den Liebenden ist.

– Leseprobe Ende –

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