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Value Psychologie: Das Geheimnis glücklicher Beziehungen

Value Psychologie: 

Das Geheimnis glücklicher Beziehungen

Ich veröffentliche hier einen sehr wesentlichen Ausschnitt aus meinem Buch “Value Psychologie”!

Damit möchte ich die Ideen und Grundsätze einer breiten Diskussion zur Verfügung stellen.

Wer meine Arbeit kennt: Ich beschreibe Beziehungen und soziale Dynamiken anhand von emotionalen Mustern, die jede zwischenmenschliche Interaktion widerspiegeln und formen.

Die hier folgenden Erläuterungen sind der fundamentale Hintergrund zu allen Mustern, die später in Büchern wie “Die Gefühle der Männer”, “Der Courtship Process”, “Einen Mann abwerben” und “Wahre Liebe und Geliebte” als konkrete Beziehungsmuster und Anwendungen aufgeschlüsselt werden.

Das hier ist die Grundlage, das Fundament.

Die (unbewusste) Anwendung dieser Prinzipien erleben wir Menschen als Beziehungen, Gefühle, Verbindungen und als Beziehungsmuster.

Darum möchte ich diese Prinzipien öffentlich vorstellen: Sie sind entscheidend für Verständnis von zwischenmenschlichen Beziehungen, deren Gestaltung und deren Erfolg oder Scheitern.

TEIL I

Einführung: Value Psychologie

Value Psychologie sucht nach Verhaltensmustern, die Wert zwischen Menschen erzeugen, um darüber Beziehungen von Dauer und Bedeutung herstellen zu können.

Die Bezeichnung basiert auf dem englischen Begriff Value (= Wert).

 

Das Grundprinzip der Value Psychologie

 

  1. In menschlichen Beziehungen basiert alles auf Value.

 

  1. Menschen suchen Value in Beziehungen.

 

  1. Kein Value = keine Beziehung.

 

Erweiterte Grundsätze der Value Psychologie

 

  1. Value muss geteilt und verhandelt werde(Schnittmengenpsychologie).

 

  1. Value muss in Verhalten münden.

 

Menschliche Beziehungen und Value

Was ist Value?

Value ist das, was wir Menschen über eine Beziehung „beziehen“ müssen, um ein ehrliches emotionales Interesse an dieser Beziehung entwickeln zu können.

Jeder von uns ist darauf angewiesen, über zwischenmenschliche Verbindungen Eigenschaften, Werte, Vorteile und Besonderheiten von anderen Menschen zu beziehen, um die eigenen Eigenschaften und Überlebensfähigkeiten zu ergänzen.

In der menschlichen Entwicklungsgeschichte war die Bildung von Gruppen als Schutz-Prinzip und das Etablieren von Partnerschaften und Beziehungen innerhalb dieser Gruppen zur Ergänzung der eigenen Eigenschaften über viele Generationen die primäre Überlebensstrategie der Menschen.

Entsprechend tief ist die Bedeutung von Beziehungen und sozialen Verbindungen in unseren Empfindungen verankert.

Menschen suchen Wert in Form von kooperierenden Vorteilen in Beziehungen.

Sich ergänzende Vorteile oder besondere Werte zur Bereicherung der eigenen Lebensführung sind Value. Und an diesen Formen von Value sind wir interessiert, wenn wir Beziehungen suchen, bilden oder bilden wollen.

Die Grundlage jeder Beziehung ist der Austausch von zwischenmenschlichem Wert und Werten (Value).

Was letztendlich Value und damit „wertvoll“ für die Beteiligten einer Beziehung ist, kann unterschiedlich ausfallen – weil Value neben grundlegenden Überlebenswerten an Situationen, Bedürfnisse, Lebensabschnitte, Lebensauffassungen und Milieu gebunden ist.

Beispiel: Eine 44-jährige Rechtsanwältin sucht in Männern andere Aspekte als ein 17-jähriges Gothic Girl. Beide Frauen haben vielleicht einen grundlegenden weiblichen Konsens, in dem, was sie an einem Mann attraktiv finden und von ihm erwarten – gutes Aussehen, Eloquenz, Treue etc. – trotzdem werden ihre persönlichen Präferenzen in der Einschätzung, was Value ist, durch Erfahrung, Alter, sozialen Status und Milieu voneinander abweichen.

Die Suche und was wir empfinden

Wir suchen in Value das, was uns persönlich ergänzt und unsere Lebensführung verbessert oder bereichert und übersetzen diesen Gesamtvorgang in Gefühle.

Die Suche und der Austausch von Value wird nicht rational oder voll bewusst wahrgenommen sondern über Empfindungen.

Wir empfinden Faszination für bestimmte Personen.

Wir empfinden Zuneigung für einen Partner oder einen möglichen Partner.

Wir empfinden Anziehung, Bestätigung, Sicherheit durch für uns besondere Menschen.

Was jedoch tatsächlich hinter diesem Fluss aus Empfindungen und Gefühlen stattfindet, ist ein beständiger Austausch von Wert und Werten.

Wir suchen in unseren sozialen Verbindungen besondere Vorteile.

Und Gefühle sind der Übersetzungscode für den Wert, die Werte und alle Vorteile, die wir über den sozialen Kontakt in anderen Menschen finden – oder eben nicht finden.

Das bedeutet:

Gefühle sind Wertverhandlungen!

Gefühle reflektieren emotional unsere “Verhandlungen” von Wert und Werten.

Sie übersetzen diese Erfahrung nach Innen in Form eines Gefühls.

Und diese gefühlten Wertverhandlungen begründen und formen dann unsere Beziehungen.

ÜBUNGEN

  1. Was ist für dich Value? Sammle einige erste Ideen und Vorstellungen, was für dich Value ist oder sein könnte. Und welche Formen von Value du von anderen Menschen erwartest – in Familie, Liebesbeziehungen, Freundschaften, Bekanntschaften und sozialen Kontakten. Versuche deine Vorstellungen von Value genauer kennen zu lernen.

 

  1. Kannst du innerhalb deiner Beziehungen oder anhand von vergangenen Beziehungen und deren Entwicklungen erkennen, dass Gefühle etwas verhandeln? Hast du eine Idee davon, was verhandelt wird/wurde? Versuche zu erkennen, was du in und durch Beziehungen verhandelst – und wie sich das in den so erlebten Gefühlen und Stimmungen zeigt und niederschlägt.

 

  1. Was ist für dich bedeutsam in Beziehungen, was willst du in ihnen gewahrt und behandelt sehen?

 

  1. Erstelle eine Liste mit Aspekten, Eigenschaften und Vorteilen, die du selbst in soziale Kontakte, Bekanntschaften, Freundschaften, Liebe, Beziehungen und Familie einbringst. Was macht dich aus? Was bringst du ein? Definiere deinen persönlichen Value für andere Menschen und deine Beziehungen.

 

Das Ausbleiben von Value in Beziehungen

Existiert kein Value oder wird Value nicht offeriert oder nicht wahrgenommen, dann findet keine Beziehung statt.

Sozialer Kontakt oder Verbindung durch sozialen Kontakt können zwar durchaus auch ohne echten Value stattfinden, ebenso Pseudo-Beziehungen, die geführt aber nicht wirklich gelebt werden.

Aber das sind dann maximal oberflächliche Begegnungen oder soziale Verbindungen bzw. Pseudo-Beziehungen ohne echten Wert für das gemeinsame Leben.

Echte Beziehungen setzen Value und den Austausch von Value voraus – ansonsten findet die Bildung einer tatsächlichen echten Beziehung nicht statt.

Leblose Gewohnheiten, Verbindungen ohne Richtung und tieferen Sinn in Gemeinsamkeiten, sind keine Beziehungen – es sind soziale Gebilde, aber ohne die Anwesenheit und den Austausch von Value qualifizieren sich diese Gebilde nicht als echte Beziehungen.

Du hast sicherlich selbst schon Kontakte und Bekanntschaften erlebt, die sich „leer“ oder sogar unbehaglich anfühlen, weil man nicht so recht weiß, woran man mit der anderen Person eigentlich ist.

Man kennt sich vielleicht oberflächlich, aber man hat im Grunde genommen nicht besonders viel gemeinsam oder man weiß nicht so recht, wo und wie man im Umgang mit dieser Person ansetzen soll.

In diesen Kontakten, Bekanntschaften oder Begegnungen existiert kein Value.

Es sind nur rudimentäre soziale Verbindungen, die keinen echten Value als Basis bieten.

Man kennt sich halt und das war es auch schon.

In anderen Fällen kennt man sich gut von früher, man war vielleicht sogar befreundet, aber man hat irgendwann den näheren Bezug zueinander verloren.

Alte Freunde, die zu Bekannten und irgendwann zu Gesichtern in einer Menge werden, stehen für diese Art von Veränderungen in Value-Gefügen.

Was Menschen früher verbunden hat, muss nicht zwangsläufig für immer verbinden.

Die Wahrnehmung, die Bewertung und auch der Austausch von Value verändern sich – und damit auch Beziehungen, Freundschaften und soziale Kontakte.

ÜBUNGEN

  1. Gehe einmal Bekanntschaften, Kontakte oder Erinnerungen an bestimmte soziale Situationen durch, die sich leer, unbehaglich oder fremd angefühlt haben. Kannst du ein Muster dahinter erkennen? Kannst du erkennen, dass in diesen Situationen und Bekanntschaften im Grunde nichts verhandelt oder an Value bezogen wird?

 

  1. “Stick with your winners”: Konzentriere dich auf Situationen und Personen, die Value beisteuern und die sich im Umgang wertvoll und bereichernd anfühlen.

 

  1. Gehe alte Freundschaften oder Beziehungen durch, die sich über die Zeit aufgelöst haben oder die du aus den Augen verloren hast. Kannst du in diesen Veränderungen die zugrundeliegenden Veränderungen in Value erkennen – und dass diese Veränderungen in Value dazu geführt haben, dass man sich aus den Augen verloren hat oder sich fremd geworden ist? Erkennst du, wie Veränderungen in Value auch Veränderungen in deinen Beziehungen, Freundschaften und Bekanntschaften bewirken?

 

Anmerkung: Zu erkennen, dass Value und das Verständnis oder die Bewertung von Value zu Veränderungen von Freundschaften, Bekanntschaften oder auch von Liebesbeziehungen führen, bedeutet, sich von der Vorstellung „Schuld“ frei machen zu können.

Das Prinzip Value (Wert und Werte) und die Vorstellung von Schuld schließen sich gegenseitig aus.

Menschen kommen zusammen, um Wert zu finden und um Werte zu verhandeln – liegt kein Wert in der Verbindung, dann lösen sich diese Verbindungen.

Das ist schmerzlich, aber eine natürliche und wichtige Ordnung.

Schuld hat darin nichts zu suchen.

Der menschliche Kummer um den Verlust – ja. Das Gefühl von Schuld – nein.

ÜBUNGEN:

Streiche die Vorstellung von Schuld aus den Erinnerungen an vergangene Freundschaften, Bekanntschaften und Beziehungen und ersetze sie durch die Einsicht, dass du in Beziehungen, Freundschaften und sozialen Verbindungen Wert und Werte verhandeln musst.

Und dass das Ausbleiben von Wert und Werten zur Auflösung von Beziehungen, Freundschaften und Bekanntschaften führt und nicht die Vorstellung, dass irgendjemand an irgendetwas schuld ist.

Teil II

Schnittmengen-Psychologie

Schnittmengen-Psychologie ist der nächste logische Schritt innerhalb von Value Psychologie.

Wenn Value die Basis jeder Beziehung und jeder Beziehungsbildung darstellt, bedeutet das in seiner logischen Konsequenz natürlich, dass Value in Beziehungen aktiv ausgetauscht, bezogen und verhandelt werden muss.

Beziehungen sind zwischenmenschliche Schnittmengen, in denen…

Wert und Werte verhandelt werden.

Jeder soziale oder persönliche Kontakt zwischen Menschen bildet eine Schnittmenge.

Du funktionierst als Mensch vergleichbar mit einem Kreis, der sich im Verlauf deines Lebens nach und nach mit Value und persönlichen Werten füllt.

Sobald du in Kontakt mit anderen Menschen trittst, bildest du mit deren Kreis aus Value und Werten eine Schnittmenge und verhandelst.

Diese „Verhandlungen“ laufen vornehmlich unbewusst über nonverbale Kommunikation, psychologische Muster, Körpersprache und Gefühl ab – und das geschieht ohne Unterlass, um fortlaufend Werte und Wert-Eigenschaften zwischen dir und deinen Mitmenschen zu bestimmen.

Psychologische Kreise und Schnittmengen

Als Sinnbild ist dieser Vorgang vergleichbar mit dem, was auf der Ebene des mikrobiologischen Lebens geschieht: Zellen wachsen, verbinden sich, werden assimiliert, trennen sich ab, tauschen sich aus.

Ähnlich laufen die psychologischen Prozesse zwischen uns Menschen in sozialen Situationen oder Beziehungen ab:

Es wird unbewusst über Empfindungen und unbewusste Verhaltensmuster nach Wert und Werten gesucht, die ausgetauscht, assimiliert, ergänzt und übernommen werden können – oder von denen man sich abgrenzen und gegen die man sich durchaus auch mal wehren muss.

Auf diese Weise bilden Menschen fortlaufend psychologische Kreise, Einflussbereiche, Werte-Gefüge und eben Schnittmengen, in denen all das ausgetauscht und verhandelt wird.

Dieser Austausch und die damit verbundenen Verhandlungen definieren die Art und Weise, wie du sozial wahrgenommen wirst.

Der Wert in deinen Schnittmengen und dein Verhandlungsgeschick in den Schnittmengen (Repertoire) formt sowohl dein soziales Bild (Status) als auch die emotionale Bedeutung, die andere Menschen dir aufgrund dieser Wert-Empfindung in ihrem Leben zugestehen (Beziehungen).

ÜBUNGEN

  1. Führe dir einige Tage ganz bewusst und immer wieder vor Augen, dass du in jeder sozialen Situation mit jeder Begegnung und innerhalb jeder Beziehung eine zwischenmenschliche Schnittmenge bildest.

 

  1. Was geschieht in diesen Schnittmengen? Beobachte, wie sich Schnittmengen bilden und was in ihnen geschieht. Was wird in ihnen ausgetauscht und verhandelt? Versuche den Fluss zwischenmenschlicher Interaktionen zu erkennen und sie als ständigen Austausch, Suche und Verhandlung von Value zu erleben.

 

Die Grundprinzipen

der Schnittmengen-Psychologie

 

  1. Du bildest im Leben Schnittmengen mit anderen Menschen.

 

  1. Für alle Beziehungen in deinem Leben kommt es darauf an, welchen Wert (Value) du in die Schnittmengen zwischen dir und die anderen Menschen einbringst.

 

  1. Je mehr Value du einbringst oder je einzigartiger der Value in der Schnittmenge zwischen dir und anderen Menschen ausfällt, desto bedeutsamer und wertvoller werden Beziehungen mit dir empfunden.

 

Das führt zu den Grundfragen:


Was ist dein Value?

 

Welchen Value stellst du für das Leben anderer Menschen dar?

 

Was bringst du ein in das Leben anderer Menschen?


ÜBUNG: Versuche so ehrliche und so konkrete Antworten wie möglich auf diese drei Fragen zu finden.

Erstelle Listen mit Personen oder besonderen sozialen Situationen (z.B. Beruf, neue Bekanntschaften, Kontakt-Aufnahme, Verkauf usw.) und versuche dir bewusst zu machen, was du eigentlich einbringst in diese Situationen oder zwischenmenschlichen Verbindungen.

So konkret wie möglich: Was ist dein Value? 

Der Fluch der unkonkreten Vorstellung

Wenn du dich wirklich ehrlich und aufrichtig mit diesen entscheidenden Fragen der Schnittmengen-Psychologie beschäftigst, kann das über eine erste Zeit hin durchaus ein frustrierender Prozess sein.

Denn in Wahrheit ist sich kaum jemand wirklich bewusst darüber, was er eigentlich einbringt in die Schnittmenge zwischen sich und das Leben anderer Menschen.

Die Mehrheit hat keine oder nur vage, halb gefühlte, halb gedachte Konzepte in Form von unkonkreten Allgemeinheiten wie:

„Ich bin nett. Ich bin eine gute Zuhörerin. Ich bin treu. Ich bin fleißig. Ich bin ehrlich. Ich bin ein guter Freund.“ usw.

Das sind Konzepte.

Konzepte sind kein Value.

Konzepte sind persönliche Idealisierung einer unkonkreten Vorstellung über sich selbst.

Warum Value immer in Verhalten münden muss!

Unkonkrete Vorstellung bedeutet in diesem Zusammenhang:

Du hast eine statische Vorstellung davon, wie du bist (oder sein solltest) und nicht davon, wie du dich wirklich verhältst.

Du kannst eine hohe Meinung von dir selbst haben und dich trotzdem fatal verhalten.

Du kannst dich selbst als schlechten Menschen ansehen und trotzdem in den entscheidenden Momenten das Richtige tun.

Der einzig echte Maßstab für Value ist das, was durch dich in der objektiven Realität stattfindet, sprich: Dein Verhalten.

Konkretes Verhalten.

Nur konkretes Verhalten ist Value.

 

Grundsatz: Value muss in Verhalten münden.

 

Normalerweise definieren sich Menschen über ihr Selbstbild und die Summe aller Annahmen darüber, was sie sind und wie sie sind.

Value Psychologie liefert dagegen einen anderen Ansatz: Versuche Selbstbild und Verhalten zu trennen und klar zu erkennen, was du wirklich tust.

Unabhängig von Selbstbild und Annahmen über dich selbst.

Was ist dein Value durch konkrete Verhaltensweisen für andere Menschen?

Nicht deine Vorstellung von Wert, sondern nur die konkrete Handlung, die dann auch tatsächlich ganz konkreten Wert für eine andere Person herstellt, ist entscheidend, wenn es um Value geht.

Wenn du zum Beispiel die Vorstellung hast: „Ich bin ein guter Freund.“ – dann ist an dieser Stelle die entscheidende Frage:

„Was bedeutet das eigentlich ganz konkret? In meinen Verhaltensweisen? Wie stelle ich als Freund – durch das, was ich tue, durch mein Verhalten – konkret wertvollen Value für die Menschen um mich herum her?

Wie mache ich den Umgang mit mir zu einer ansprechenden, wertvollen Erfahrung?

Welches konkrete Verhalten macht mich zu einem Freund? “

Das bedeutet, auf den Prüfstand stellen zu können: Welche konkreten Verhaltensweisen stehen hinter dem relativen Konzept: „Ich bin ein guter Freund.“?

Denn nicht das, was du von dir selbst innerhalb der Vorstellung „Freund“ annimmst, ist entscheidend, sondern das, was du konkret durch dein Verhalten dafür tust, ein Freund zu sein.

Was du tust, bringt dir Relevanz im Leben und nicht, was du über dich selbst denkst.

Konkret = Du weißt, was dich ausmacht!

Dass in diesem Kapitel so beharrlich auf dem Unterschied von Konzept und Verhalten und immer wieder auf dem Wort „konkret“ herumgeritten wird, hat einen Grund:

Viele Menschen sind zu unkonkret.

Sie haben vage Vorstellungen davon, wie das Leben sein sollte, aber kein konkretes Handlungsbewusstsein darin, wie man dieses Leben herstellt, das sie wollen.

Das produziert “Value-Unschärfe” und das produziert Probleme – weil so nie klar umrissen ist, worum es eigentlich geht: in Beziehungen und/oder im Leben.

Je konkreter du bist – vor allem in deinem Verhalten – desto klarer umrissen ist auch dein Leben: Du weißt, was du willst. Du weißt, wer du bist. Du weißt, was dich ausmacht.

Und du weißt auch, wie du Wert für das Leben anderer Menschen herstellen kannst.

All das ist die Grundlage eines erfolgreichen und ausbalancierten Lebens.

ÜBUNGEN

BASIS-REPERTOIRE

 

  1. Nimm jetzt alles, was du bisher an deinen persönlichen Einsichten, Listen, Erkenntnissen über deinen persönlichen Value gesammelt hast, und wandle es in ganz spezifische und konkrete Verhaltensweisen um. Was macht dich durch Verhalten wertvoll?

 

  1. Vermeide Allgemeinheiten wie: „Ich bin ein guter Zuhörer. Ich bin treu. Ich bin freundlich.“ usw. Verwende konkrete Verhaltensweisen, an denen du konkret erkennen kannst (durch Erfahrungen und Reaktionen anderer Menschen), dass sie wertvoll sind.

 

  1. Wenn du damit Schwierigkeiten hast, dann verwende erst die allgemeine Vorstellungen, die du von dir hast und leite dann aus diesen Schritt für Schritt konkrete Verhaltensweisen ab, von denen du weißt, dass du sie anwendest oder anwenden kannst.

 

  1. Verwende Erinnerungen oder persönlich Erfahrungen: Wann hast du besondere Reaktionen und Erfahrungen bekommen, wenn du eine deiner Eigenschaften eingesetzt hast? Identifiziere das Tun dahinter – und isoliere das Tun aus der Erfahrung, um darüber dir zugehörige wertvolle Verhaltensweisen zu erkennen.

 

  1. Unter jedem Value-Aspekt muss sich ein konkretes Verhalten befinden. Erstelle einen persönlichen Verhaltenskatalog, der deinen Value repräsentiert. Nur Verhalten zählt.

 

  1. Ordne deinen Wert durch Verhalten bestimmten Menschen zu, die dir etwas bedeuten: Durch welche konkreten Verhaltensweisen füllst du eure gemeinsame Schnittmenge mit Wert?

 

  1. Erstelle auf diese Weise nach und nach deinen persönlichen Verhaltenskatalog, der deinen Value repräsentiert. Das ist dein Basis-Repertoire – die Summe an Verhaltensweisen, die dich für deine sozialen und persönlichen Schnittmengen besonders wertvoll machen.

 

Anmerkungen: Was du hier auf diese Weise erstellst, ist dein Basis-Repertoire – deine grundlegenden Eigenschaften und Fähigkeiten, Wert für bestimmte Menschen, Beziehungen oder soziale Situationen zu erzeugen.

Diese Vorgehensweise ist mit dem verwandt, was du im Kapitel über Pattern Psychologie gelernt hast: Es geht darum, Verhaltensweisen zu identifizieren und zu isolieren und dann anwendbar zu machen – Verhaltensweisen, die in diesem Kontext einen besonderen Beitrag zu deinem sozialen Leben und für deine Beziehungen darstellen.

Auch hier gilt das Prinzip: identifizieren – isolieren – anwenden.

Wozu soll das gut sein?

Im Grunde isolierst du durch diese Vorgehensweise ganz bewusst in sinnvollen Schritten, was in deinen Beziehungen, in deinen Freundschaften, in deinen emotionalen Verbindungen und in deinem sozialen Leben ganz allgemein zuverlässig und gut funktioniert.

Ähnlich wie in den Prinzipien der Pattern Psychologie solltest du auch in Beziehungen ganz bewusst identifizieren, was zwischenmenschlich als konkrete Verhaltensweise für dich vorteilhaft und sinnvoll funktioniert und was nicht – und das dann bewusst immer wieder anwenden.

Welche Verhaltensweisen erzeugen ganz konkret Wert für dich und deine Beziehungen?

Erkenne das als Muster – und wende diese Muster durch reproduzierbares Verhalten bewusst an.

Du hast innerhalb deiner Beziehungsmuster einen ähnlichen Code, wie den innerhalb deiner Lebensführung.

Du musst nur herausfinden, was dieser zwischenmenschliche Code genau für dich ist und wie er in einer bewussten Anwendung zwischen dir und den Menschen/Partnern genau funktioniert.

Dann kannst du über diesen Code aus emotionalen und persönlichen Mustern den Wert und die Qualität deiner Beziehungen selbst aktiv herstellen und bearbeiten.

Das Ziel ist ein persönlicher Verhaltenskatalog an Möglichkeiten, mit dem du fähig bist, Beziehungen und soziale Situationen bewusst zu gestalten.

Wenn du diesen inneren sozialen und persönlichen Verhaltenskatalog hast, der deinen Wert und deine Werte repräsentiert, dann lebst du nicht nur von innen heraus, was du wirklich bist – du gestaltest auch aktiv ein Leben in Wert und Gemeinsamkeiten mit den Menschen, die dir am Herzen liegen.

ÜBUNGEN

HANDLUNGSALTERNATIVEN 

  1. Versuche neue Formen von Value und Handlungsalternativen zu entwickeln oder zu ergänzen, indem du um die Ecke denkst, bekannte Perspektiven auf den Kopf stellst und dich hinterfragst: Was kannst du in bestimmten Situationen und für bestimmte Personen anders machen? Wie verändert das dein Value in der Situation oder für die Person(en). Was fehlt in bestimmten Situationen und Beziehungen – und wie kannst du dafür sorgen, dass darin mehr Value vorkommt?

 

  1. Probiere dich aus! Lerne, riskiere etwas, bewege dich, verändere Perspektiven.

 

Wenn du dein Basis-Repertoire kennst, hast du schon mehr persönlichen Handlungsspielraum, um soziale Situationen und Beziehungen zu gestalten, als die meisten Menschen, die sich dieser Zusammenhänge nicht bewusst sind.

In der nächsten Stufe, auf dem Weg zum echten und umfassenden Repertoire, geht es dann darum, bedeutsame Prinzipien der menschlichen Psychologie in dieses Handeln zu integrieren, um soziale Handlungen emotional möglichst ansprechend und effektiv zu machen.

Wie das genau funktioniert, erläutern die folgenden Prinzipien als psychologische und emotionale Erweiterung der Value Psychologie.

Mehr zum Thema Value Psychologie

Kontakt: thomas.lojek@thomaslojek.de

Mehr zu meinen Büchern:

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Das eine Geheimnis in der Liebe der Männer

Hier ist die eine entscheidende Sache, die du wissen musst, um mit Männern wirklich dauerhaft glücklich werden zu können:

Du musst als Frau deinem Mann Feuer unterm A… machen!

Und zwar richtig.

Es gibt diesen einen, alles entscheidenden Aspekt zwischen Mann und Frau, den du in diesem Zusammenhang unbedingt begreifen solltest:

Du als Frau bist der Stresstest für deinen Mann!

Du als Frau bist der Stresstest für die männlichen Eigenschaften innerhalb deines Mannes.

Es ist von entscheidende Bedeutung, dass du das wirklich begreifst und zutiefst verinnerlichst.

Ohne Scheu und falsche Bedenken.

Liebe ist keine Komfortzone.

Du als Frau existiert nicht, um es deinem Mann so bequem und angenehm wie möglich im Leben zu machen.

Wir alle träumen davon, weil jeder von uns (und das gilt sowohl für Mann und Frau) die Bequemlichkeit liebt.

Doch die Wahrheit ist, dass Liebe erst dann wahrhaftig und bedeutsam werden kann, wenn sie die Zone aller Bequemlichkeiten verlässt und der notwendigen Feuertaufe aus Reibung und Anstrengung ausgesetzt wird.

Ja, ich weiß: Das nervt. Wir wollen alle friedlich von Glück und Erfüllung träumen, aber am Ende ist es die Fähigkeit zur Anstrengung, die dich und deinen Mann zusammenhalten und eurer Beziehung Bedeutung geben wird.

Als Frau bist du der Stresstest deines Mannes!

Darum hast du wirklich richtig gelesen: Als Frau bist du der Stresstest deines Mannes!

Du bist sein Stress – und sein Test: Du und dein Verhalten repräsentieren die innere und äußere Frage jeder Beziehung, ob er wirklich Mann genug ist eine Frau (dich) auszuhalten zu können und damit eine Frau (dich) überhaupt verdient.

Nimm diesen Zusammenhang nicht zu leicht: Als Frau bist du Glück und Anforderung zugleich für einen Mann – und dass du genau das bist, ist legitim, richtig und wichtig.

Das bedeutet aber auch eine Anforderung an euch beide: An ihn als Mann diese Aufforderung alle Konsequenzen einer Frau in seinem Leben als Mann annehmen zu können (und zu wollen) – aber auch an dich, dass du ihm diese Anforderungen nicht entziehst, aufweichst oder verweigerst.

Denn nur daran kann er wachsen und sich beweisen.

Und genau darum darfst du es ihm nicht leicht machen.

Frauen tuen niemanden einem Gefallen, wenn sie gefällig und nachgiebig, zu weich und zu verständnisvoll sind, wenn es um die Liebe und die Männer geht.

Du sollst jetzt nicht biestig, unfair und hart werden – das ist nicht damit gemeint – aber solltest aber sehr wohl wissen, was dich ausmacht, was du erwartest – und diese Erwartungen kannst du ohne Bedenken weitereichen an einen Mann.

Das muss er aushalten können.

Es soll ja eine Beziehung sein und nicht eine Einbahnstraße werden, in der dann nur seine Richtung zählt, deine allerdings nicht.

Werte und Erwartungen erschaffen besonderen Charme

Doch Frauen neigen dazu, sehr oft von diesem wichtigen Weg abzukommen.

Sie stellen ihre tatsächlichen Werte und Erwartungen zurück – bis sie dann an einem Punkt endgültig ausflippen, weil sie bis dahin viel zu lange alles in sich hineingefressen haben – oder sie werden über die Zeit so biestig und verbittert, dass dann niemand mehr etwas mit ihnen anfangen kann (inklusive ihnen selbst).

Beides ist keine Lösung.

Einen Mann ordentlich Dampf zu machen allerdings schon.

Es ist viel einfacher (und unterhaltsamer) als du vielleicht denkst.

Es geht ein gigantischer Charme und enorme Anziehung von einer Frau aus, die sich weiblich (nicht verbittert!) den Männern in den Weg stellt und ihnen klar macht: “So nicht! Hier geht’s lang!”

Diese besondere Eleganz einer Frau, die ihre Erwartungen offen vorlebt ohne verbittert zu sein, aber auch ohne den Männern zu viel Unfug durchgehen zu lassen, das ist eine Eigenschaft, die heute etwas unter die Räder gekommen ist.

Es kann/darf in deiner Liebe zu den Männern nie darum gehen: “Ich muss so und so sein, um geliebt zu werden!” oder um “Ach, wann erkennt er endlich was er an mir hat (oder haben könnte, wenn er sich für mich entscheidet)”.

Wenn du das anfängst, hast du verloren als Frau.

Du wirst zum Spielball der Männer (… empfindest dich selbst aber als Spielball deiner Gefühle… Vorsicht mit dieser sehr subtilen psychologischen Täuschung)!

Frauen sind der emotionale Kompass der Männer

Du als Frau gibst die Richtung vor, weil du der emotionale Kompass der Männer bist.

Wir Männer trotten im Leben relativ dumpf in eine Richtung und schauen dabei wenig links oder rechts: Immer in die Richtung von Fressen, Kämpfen, Gewinn, Spaß oder Genuss.

Das Leben als Mann ist relativ simpel und stumpf: Möglichst immer in die Richtung trotten, die wir gerade für richtig halten.

Wenn du als Frau das nicht korrigierst, dann trampeln die Männer einfach weiter… und meistens über dich her.

Sie meinen es dabei vielleicht nicht einmal böse: Das männliche System funktioniert expansiv und ist in sich darauf programmiert Hürden zu überwinden oder zu ignorieren.

Männer sind dazu gemacht den Weg frei zu räumen: physisch, sozial und psychologisch. Also funktionieren sie auf vielen Ebenen auch so.

Das macht Männer im Kern immer tendenziell rücksichtsloser und ignoranter als Frauen – nicht weil sie schlecht sind, sondern weil sie das Gegengewicht zu den Kompetenzen der Frauen im Leben sind.

Denn was eine Frau zu viel an Geduld und Verständnis haben kann, sollte ein Mann dann eben durch seine Eigenschaften ausgleichen – und umgekehrt.

Das bedeutet für dich als Frau aber eben auch, dass du zuerst begreifen musst, wie rücksichtlos, egozentrisch, ignorant und selbstbezogen Männer sein können – ohne dass emotional und moralisch direkt zu verurteilen.

Du solltest diese Eigenschaften der Männer viel eher als Rohstoff ansehen, der existiert, damit du als Frau ihnen Form und Bedeutung geben kannst.

Die reine Ignoranz, Härte und Rücksichtslosigkeit eines Mannes führt ihn in ein leeres und bedeutungslosen Leben, wenn diese besonderen männlichen Eigenschaften nicht ergänzend durch die Liebe einer Frau gemildert und in die richtigen Bahnen gelenkt werden.

Männer sind ein Rohstoff der Liebe

Die rohe Energie der Männer (inklusive ihrer Eigenschaften eben rücksichtlos und ignorant sein zu können) muss durch die Gegenwart einer Frau in ihrem Leben kanalisiert werden.

Und da kommst du als Frau ins Spiel. Mit deinen Fähigkeiten den Energien und Eigenschaften der Männer die richtigen Grenzen zu setzen.

Wir Menschen unterscheiden uns im Grunde gar nicht so sehr von der Tierwelt, wie wir uns selbst das ganz gerne vormachen.

Vor allem nicht in der Art und Weise, wie die Ebenen aus Mentalität, Verstand und emotionale Prägung in uns selbst funktionieren:

Männer sind entweder Wölfe, die hungrig und rastlos in eine Richtung hetzen, oder sie sind wie eine Herde aus Elefanten, die einfach stumpf weitertrottet, egal was kommt, egal was passiert.

Männer sind eine rohe, konturlose Energie, die du als Frau in feinere und geerdete Bahnen lenken muss.

Und wenn du jetzt denkst: “Ja, aber… das will ich nicht… ich will einen Mann, der das von sich aus kann und macht. Ich will keinen Mann erziehen, ich will einen fertigen, richtigen Mann als Partner an meiner Seite!!”

Tja… träum weiter, sorry. Das gibt es nicht.

Männer sind ein Rohstoff.

Liebe und Beziehungen sind Arbeit.

Beides muss zusammenkommen und zu höheren Weihen verarbeitet werden.

Glück und Liebe in einer funktionierende Partnerschaft regnen nicht einfach so vom Himmel.

Wir reden hier von viel Arbeit. Und schwerer Arbeit.

Und ist der sehr spezifische Preis der Liebe. There is no free lunch.

Die Blüte der Liebe braucht Arbeit 

Männer brauchen Arbeit, so wie jede Beziehung, jede erfolgreiche Karriere, jede Tätigkeit mit Sinn und Bedeutung von dir Aufwand, persönliche Investments und Mühen abverlangen.

Du kannst nicht erwarten, dass du mit dem Gefühl “Ich bin verliebt!” ein Ticket zu einer mühelosen Seligkeit gezogen hast.

Das Gefühl der Liebe ist nur der Zuckerguss, der dich zuerst verrückt macht, damit dir die Arbeit später nicht zu schwer fällt.

Und je eher du damit anfängst und deinem Mann aus der Komfortzone rückst und dir nicht alles von ihm bieten lässt, desto besser!

Du musst sein Stresstest sein!

An dir muss er lernen ein besserer, entschlossener, aufrichtigerer Mann zu sein.

Wenn du das willst.

Wenn dir die dramatischen A… löcher besser gefallen, weil sich dann alles intensiver und aufregender anfühlt… oder du ein Faible für Luschen hast, die nichts auf die Reihe bekommen und nie eigene beherzte Entscheidungen treffen, weil dir das das Gefühl gibt, dass du sie bekehren kannst und dir das ein Gefühl von persönlicher Wichtigkeit oder Kontrolle gibt – dann ist das okay, versuche dich ruhig daran, bis du genug davon hast.

Als beherzte Frau, die eine richtige Beziehung will (und nicht nur den Thrill aus emotionaler Psychodynamik – das wird oft verwechselt) – musst du einem Mann vorleben was du willst!

Und das bedeutet eben: Mach ihm ordentlich Feuer… und mache es ihm nicht zu leicht!

In der Liebe bekommst das, was du vorlebst!

Poche auf deine Werte, deine Stellung und deine Erwartung – so wie du es wirklich von ihm erwartest!

Keine Verrenkungen, kein Aufweichen deiner Stellung und deiner Werte.

Wenn das das nicht machst oder dich nicht traust, dann hast du als Mann an deiner Seite entweder

a) Ein geozentrisches A….loch
b) Ein weinerliches Kind
c) Ein Nichtsnutz

Und das ist die absolute Wahrheit, liebe Leserin!

Du als Frau formst die Qualität des Mannes an deiner Seite.

Du als Frau bekommst exakt die Art und die Qualität von Mann, die du ihm selbst vorlebt und (unbewusst) von ihm erwartest.

Wenn du es versäumst Regeln aufzustellen, deinen Wert unverhandelbar zu machen, dich selbst an Stelle Nummer 1 zu setzen, seine Verfehlungen zu sanktionieren und von ihm ganz bewusst zu verlangen, dass er sich dir gegenüber so verhält wie ein richtiger Mann (und zwar der Mann, den du an deiner Seite willst und erwartest) – dann reagiert ein Mann auf das Fehlen dieser emotionalen Richtlinien durch fortlaufende Übertretungen und Verfehlungen.

Einfach weil du es ihm durchgehen lässt.

Verstehe wie Männer wirklich sind

Es ist nicht so, dass Männer generell schlecht sind – aber jeder Mann braucht den Kompass den ihm nur eine Frau geben kann.

Ansonsten verwandeln sich Männer in eine wilde, raue Horde ohne echte Richtung, Sinn und Werte.

Ein Beispiel: Sperre eine Gruppe Männer einige Wochen in ein Haus ein und schaue danach, wie es ihnen ergangen ist.

Wenn sie sich nicht gegenseitig umgebracht haben, dann haben sie ihre Zeit entweder mit der Playstation, schlechten Essen und zu viel Alkohol verbummelt.

Oder sie streiten sich sinnlos und endlos darüber wer der Anführer sein soll, während um sie herum alles zerfällt und immer und schmutziger und chaotischer wird.

Ähnlich sieht geht es in Beziehungen zu, wenn die Frau nicht das emotionale und moralische Ruder übernimmt, das Männern Halt, Richtung und Sinn gibt.

Wenn du als Frau dir das selbst nicht zusprichst, weil du dich selbst ständig innerlich unsicher fühlst, ängstlich und emotional ausgehungert nach Zuwendung und Liebe bist, dann bekommst du in einer Beziehung genau das, was in diesem Haus voller Männer passieren würde: Stress, Streitigkeiten, Unachtsamkeit, Lieblosigkeit, Playstation und Alkohol.

Das “Wann kommt der Retter in strahlender Rüstung und nimmt mir all meine Ängste, Sorgen und erfüllt mein Leben mit Liebe?” wird nicht passieren.

Es ist viel mehr so: Ärmel hochkrempeln und mutig vorleben, was du selbst bist und erwartest.

Und darin keine falschen Kompromisse zu machen, nur in der Hoffnung, dass dich die Männer oder ein bestimmter Mann endlich so liebst, wie du es dir heimlich erhoffst.

Mache im Dampf. Mache ihm Feuer. Mache es ihm nicht zu leicht.

Nur dann bekommst du den Mann, den du auch wirklich aufrichtig für dein Leben willst, erwartest und der dann in seiner ganzen Liebe und euren gemeinsamen Werten zu dir passt.

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Wahre Liebe: 12 eindeutige Kennzeichen wahrer Liebe

12 eindeutige Kennzeichen wahrer Liebe

Was zeichnet wahre Liebe aus?

  • Gibt es zuverlässige Kennzeichnen und Gewissheiten, die bestätigen, dass du gerade die wahre Liebe erlebst?
  • Wie unterscheiden sich die Illusionen einer unechten Liebe von einer echten, wahren Liebe?
  • Was machen Paare in glücklichen Beziehungen anders als die Partner in unglücklichen Beziehungen?

Thomas Lojek, Autor von Die Gefühle der Männer, Das geheime Muster der Liebe, Wahre Liebe statt Geliebte sein und Einen Mann emotional dauerhaft binden, beschreibt in diesem Artikel die zwölf eindeutigen Kennzeichen wahrer Liebe.

Alle Aspekte in diesem Artikel basieren auf seinen Erfahrungen aus mehr als 10 Jahren hauptberuflicher Tätigkeit als Autor und Berater auf dem Gebiet Liebe, Beziehungen, Männer und Frauen.

Thomas Lojek lebt und arbeitet abwechselnd auf Teneriffa oder an der Costa Blanca in Spanien.

Autor Thomas Lojek und Partnerin

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Tipp: Was ist für dich drin, wenn du diesen Artikel liest?

Die Möglichkeit einmal ehrlich zu prüfen, ob deine Beziehung oder deine Beziehungen generell mit den wesentlichen emotionalen Bausteinen einer wahren Liebe übereinstimmen.

Und Antworten auf die wichtige Frage: Findest du selbst ehrliches Glück und tiefen Frieden in deinen persönlichen Liebesbeziehungen?

Wenn ja: Was sind die Stützpfeiler dieses Glücks und wie kannst du sie dauerhaft bewahren?

Wenn nein: Wie weichen deine Erfahrungen der Liebe von den hier geschilderten Aspekten ab?

Und was kannst du tun, um deine Beziehungen zu verbessern und sie gesünder und erfüllter zu machen?

Ein wichtiger Hinweis zu diesem Artikel

Nichts und niemand kann für dich definieren oder dir vorschreiben, was für dich wahre Liebe ist oder sein sollte.

Auch dieser Artikel kann und will das nicht.

Aber hier findest du einige Aspekte und Anregungen, die es wert sind, beachtet und regelmäßig im eigenen Leben überprüft zu werden.

Gönne dir ein bisschen Inspiration und Anregung.

Gönne dir ehrliche und wahre Liebe in Selbstwertschätzung und tiefen Respekt vor dem Miteinander.

Die 12 eindeutigen Kennzeichen wahrer Liebe

1. Wahre Liebe ist unaufgeregt

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Das grundlegende Kennzeichen wahrer Liebe: Wahre Liebe ist immer unaufgeregt!

Was bedeutet das?

Es bedeutet, dass eine innere Ruhe in wahrer Liebe liegt.

Sie ist eine Form innerer Gewissheit, dass uns die bestehende Partnerschaft um wichtige Aspekte ergänzt und uns darüber mehr Zuversicht, Kraft und Bedeutung für unser Leben gibt.

Diese Erfahrung ist im Kern immer unaufgeregt, weil sie unsere wahre innerste Natur als Mensch widerspiegelt und nichts zu tun hat mit den Ängsten, Täuschungen und Illusionen, die unsere Gefühle aufregen und durcheinander bringen können.

Es sind immer Ängste, Stress und Illusionen, die große und intensive Gefühle erzeugen – niemals wahre Liebe, die vielmehr eine stille Übereinkunft in der Gewissheit ist, dass die bestehende Beziehung Sinn, Bedeutung und gegenseitige Unterstützung in dein Leben bringt.

Natürlich kann (und muss) auch eine wahre Liebe Krisen, Streitigkeiten und Spannungen durchlaufen, weil sich Menschen in Beziehungen sowohl gegenseitig definieren als auch immer wieder individuell abgrenzen müssen. Anders können Beziehungen nicht funktionieren.

Aber in einer wahren Liebe kommen und gehen diese Phasen.

Nachdem sie überstanden sind, kehrt immer eine Form von innerem Frieden in die Beziehung zurück und bestätigt: „Es ist richtig und gut, dass wir zusammen sind!“

Wahre Liebe ist deswegen eher geduldige Arbeit als „das große Kino der Gefühle!“

Wahre Liebe baut sich aus dem Verlangen auf immer wieder einen gesunden Konsens und Vertrauen zwischen sich und dem Partner herstellen zu wollen.

Auch wenn die Beziehung kurzfristige Phasen aus unterschiedliche Meinungen, Spannungen und verschiedenen Ansichten überstehen muss.

Das ist menschlich.

Aber dieses besondere Gefühl trotzdem immer wieder einen gemeinsamen Konsens zu haben oder bilden zu können und dem großen Ganzen der Beziehung mehr Bedeutung zu geben als den kurzfristige Stimmungen und Unterschiedlichkeiten.

Das ist der Kern einer wahren Liebe.

Sie entsteht aus gelebten und erlebten Vertrauen.

Und Vertrauen ist niemals aufgeregt sondern ein ruhiger, beständiger Fluss.

2. In wahrer Liebe existiert Flow

In wahrer Liebe existiert immer Flow.

Was ist Flow?

Flow ist ein ruhiger und beständiger emotionaler Fluss innerhalb einer Beziehung, der den Partnern Zuversicht und Gewissheit in und für ihre Partnerschaft gibt.

Flow formt einen beständigen Strom aus innerer Zuversicht, dass es gut und richtig ist zusammen zu sein und dass die gemeinsame Beziehung einen Sinn und einen Weg ergibt, der gemeinsam geteilt wird.

Flow steht in wahrer Liebe für das Prinzip der „mühelosen Mühe“.

In dem Sinne, dass Beziehungen eben nie leicht sind oder immer nur romantisch schön ausfallen können, sondern auch Schwierigkeiten und Hürden meistern müssen.

Jedoch in einer Form, die durchaus fordernd, aber niemals aufreibend ausfällt.

Flow steht damit für den Fluss einer inneren Gewissheit in der Beziehung, dass Schwierigkeiten positiv überwunden werden können, weil sich auf diese Weise immer wieder zusammenfügt, was zusammengehört.

Die anstrengenden Dramen einer aussichtlosen oder permanent unglücklichen Beziehungen lassen dagegen die Beteiligten ausgebrannt und ohne echte Zuversicht zurück.

Flow weiß intuitiv um die Schwierigkeiten und Schwächen innerhalb aller menschlichen Beziehungen, bewegt eine wahre Liebe jedoch immer in Richtung Vergebung und Kooperation, damit sich die guten und wertvollen Aspekte der Beziehung immer wieder neu durchsetzen können.

Auch gegen kurzfristige Schwierigkeiten.

Flow kann man nicht rational erklären oder in rationale Kategorien pressen.

Flow durchdringt eine gesunde Beziehung mit einer non-verbalen Gewissheit, die gelebt und erfahren werden muss.

Menschen, die Flow in ihrer Beziehung erfahren, tragen Flow als Gewissheit in ihrem Herzen, auch wenn sie das Phänomen nicht immer rational erklären oder verbal ausdrücken können.

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3. Wahre Liebe hat Richtung, Ziele, Perspektiven

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Wahre Liebe zeichnet sich durch Richtung aus.

Richtung in Form von gemeinsamen Perspektiven, gemeinsamen Lebensplänen, geteilten Auffassungen, Werten und der Absicht Übereinkunft zu leben in einer Vorstellung, wohin ein Leben als lebenswerte Gemeinsamkeit verlaufen sollte.

Negativen oder unglücklichen Beziehungen fehlt diese Fähigkeit zur Richtung.

Unglückliche Beziehungen kreisen vornehmlich um sich selbst.

Allerdings ohne Richtung.

Sie sind eine ewige Kreisbewegung.

Um aufwallende intensive Gefühle, um Dramen, Machtkämpfe oder um eine generelle richtungslose Ratlosigkeit, die ein Paar einfach nicht voranbringt.

Weder persönlich noch emotional.

Eine Beziehung braucht Richtung, Ziele und Perspektiven.

Ohne dieses Gefühl eines inneren Lebenswegs gibt es für ein Paar nichts zu teilen.

Nur eben den ständigen Wechsel von Emotionen und Stimmungen.

Und das ist für ein erfülltes Leben von Sinn und Bedeutung zu wenig.

Wahre Liebe hat aus diesem Grund immer einen Kern aus Übereinkunft in Richtung, Lebenswegen, Lebensaufassungen und der gemeinsamen Blickrichtung, die ein Paar leben und einschlagen möchte, um durch ihre Beziehung ein gemeinsames Leben aufzubauen, das von beiden Partnern als lebenswert empfunden wird.

4. Wahre Liebe durchlebt Krisen – statt sie zu pflegen

Wahre Liebe löst Probleme und Spannungen in Beziehungen.

Sie pflegt sie nicht.

Was ist der Unterschied zwischen „Krisen durchleben“ und „Krisen pflegen“ in Beziehungen?

Dazu muss man sich die Unterschiede von funktionierenden und nicht-funktionierenden Beziehungen genauer anschauen.

Nicht-funktionierende Beziehungen folgen einem endlosen Neuaufbau von Problemen, Dramen und Stimmungen, die sich nie wirklich lösen lassen, weil es im Grunde gar nichts zu lösen gibt.

Der Kern nicht-funktionierender Beziehung ist leer.

Ohne Sinn und Richtung.

Deswegen brauchen Partner in einer unglücklichen Beziehungen das ständige Auf- und Ab von intensiven Gefühlen, um darüber der Wahrheit über ihre gegenseitige Verbindung entgehen zu können.

Die intensiven Wechsel und Emotionen unglücklicher Beziehungen sind ein Vermeidungsvorgang.

Aus diesem Grund bleibt einem Paar in einer dauerhaft unglücklichen Beziehung gar nichts anderes übrig als seine Krisen, Dramen und Probleme regelmäßig zu „pflegen“!

Sie bewegen sich in einem fortlaufenden Drang die gleichen Spannungen immer wieder neu aufgreifen zu müssen.

Vielleicht unter anderen Aspekten oder in wechselnden Situationen, aber immer mit der Intention nicht davon ablassen zu können oder zu wollen.

Im Kern bleibt die Aussage hinter den Streitigkeiten und Missverständnissen allerdings immer gleich: „Es funktioniert eigentlich nicht!“.

Es ist ein Bündnis aus Unverbundenheit, das diese Paare in einer Beziehung zusammenhält.

Aber das ist keine wahre Liebe.

Wahre Liebe beschäftigt sich immer mit Lösungen.

Mit Lösungen, die Richtung und Fortschritte produzieren.

Wahre Liebe hat kein Interesse darin Menschen in einer Dynamik festzuhalten, die anstrengend ist und Kraft kostet ohne Richtung und Sinn produzieren zu können.

Wahre Liebe gibt und produziert Sinn, in dem sie die Qualitäten des Einzelnen und ebenso die Qualitäten der Beziehung fördert.

Und dazu braucht es die Fähigkeit Konsens herzustellen, gemeinsam an Fortschritten und Lösungen zu arbeiten.

5. Wahre Liebe ist geduldig und kooperativ

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Wahre Liebe ist um die menschliche Eigenschaft gestrickt „unvollkommen“ zu sein.

Und deswegen in einem inneren Verständnis zu leben, die Hand ausstrecken zu wollen, um das Leben in einer gemeinsam sinnvollen Kooperation bewältigen zu können.

Wahre Liebe ist damit die Form einer gelebten Unterstützung auf allen Ebenen des Lebens:

körperlich, emotional, psychologisch, sozial und persönlich!

Wahre Liebe gibt auf all diesen Ebenen bedeutsame Unterstützung an einen Partner weiter, weil derjenige, der sie lebt, erkannt hat, dass er seinen Platz in dieser Welt einnimmt, um sich zu verbinden.

Und um aus dieser Verbindung heraus etwas zu erschaffen, das größer, vollständiger und besser ist als er selbst: Kooperation in Liebe und Verbundenheit.

Das Gegenteil davon ist der Konflikt um die Vorstellungen „Ich bin besser als du“ oder „Ich bin schlechter als du“, die beide Partner zu der Überzeugung führen: „Weil das so ist, müssen wir uns bekämpfen, beeinflussen, manipulieren, klein halten oder verletzen! Nur so bleibt die Welt im Gleichgewicht!“

Natürlich ist das nur ein illusionäres Gleichgewicht, denn in Wahrheit produzieren Menschen darüber fortlaufende Ungleichgewichte zwischen sich, die nicht voranbringen, sondern nur beschäftigt halten in der Illusion, dass ohne diese Kämpfe der Verlust von Umwelt, Partner, Beziehungen droht.

Es ist im Grunde ein einsamer Kampf, der dann zu zweit in einer unglücklichen Beziehung ausgetragen werden muss.

Wahre Liebe kann das nicht.

Selbst wenn wahre Liebe Phasen von Konflikten und Missverständnissen erlebt, dann geht sie durch diese Phasen hindurch, um sie zu lösen und danach Übereinkunft zu erfahren.

Wahre Liebe kooperiert zwischen den Partner sogar dann, wenn sie im Streit liegen, indem sie sich auf den Bahnen bewegt, die zu Lösungen und Übereinkünften führen. Wahre Liebe ist ein kooperatives Prinzip gelebter Übereinkünfte.

6. Wahre Liebe kann vergeben und verteidigen

Aus der Erkenntnis heraus, dass wir Menschen unvollkommen sind und deswegen kooperative Beziehungen brauchen, fällt wahre Liebe immer mit der Fähigkeit zusammen verzeihen zu können.

Wahre Liebe bewegt sich in der Einsicht voran, dass Partner Fehler machen.

Dass Partner ihre dunklen Seiten, Schwächen und Fehler haben und darüber immer ihre Nachteile ebenso wie ihre Stärken in eine Beziehung einbringen.

Wahre Liebe lebt mit der Gelassenheit, dass eine Liebe eben auch Fehler und regelmäßig menschliche Irrtümer überleben muss, um am Ende wirklich Bestand und Bedeutung haben zu können.

Wahre Liebe entspringt der Einsicht, dass sie genau dann vollkommen ist, wenn sie jede Form von Unvollkommenheit aus sich selbst heraus vergeben kann.

Allerdings vergibt wahre Liebe nicht um jeden Preis.

Wahre Liebe hat ein inneres Regelwerk.

Eine innere Struktur aus bedeutsamen Werten, die sie sowohl nach innen als auch nach außen verteidigt sehen möchte.

Die besondere Fähigkeit wahrer Liebe vergeben zu können, bedeutet nicht sich willfährig zu machen, sich bedingungslos unterzuordnen und seine eigenen Werte und Bedürfnisse zu verraten.

Wahre Liebe ist vielleicht nicht an Perfektion gebunden, aber sehr wohl an ebenso wahre wie bedeutsame Werte, die in der Beziehung und durch die Beziehung verteidigt werden sollten.

Der Drang der Liebe zu verzeihen und vergeben zu wollen, wird sehr oft als Argument verwendet, sich falschen Bedingungen und lieblosen Partnern auszuliefern.

Vor dieser Tendenz den Unterschied zwischen Vergebung und Auslieferung zu verwechseln, sollte man sich hüten.

Wahre Liebe vergibt zwar.

Aber durchaus stolz und würdevoll.

Weil sie sich aus innerer Stärke durch gemeinsam bewahrte und gelebte Werte speist.

Sie ergibt sich niemals aus einer endlosen Kette von „Verzeihen“ durch Formen von Selbstaufgabe, die nicht in Stolz und gemeinsame Werte von Bedeutung münden, sondern in Gefühlen von Kraftlosigkeit, Schuld oder falscher Unterordnung.

Wahre Liebe vergibt, aber sie verteidigt auch.

Darin liegt ihr Unterschied von echter, kraftvoller Liebe und der hilflosen Schwäche persönlicher Selbstaufgabe.

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7. Wahre Liebe ist nicht perfekt – aber auch nicht nachlässig

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Wahre Liebe ist eine ständige Balance aus Fehlern und Vergebung.

Aus Unterschiedlichkeiten und Übereinkunft.

Aus verschiedenen Ansichten und gemeinsamen Perspektiven.

Beziehungen sind lebendige Wesen.

Sie verändern sich, sie wachsen, sie durchleiden, sie haben ihre Wurzeln und ihre besonderen Blüten.

Doch nichts an Beziehungen oder in Beziehungen kann jemals perfekt sein.

Sie leben.

Aber nicht als Perfektion.

Die höchste Form der wahren Liebe ist damit die persönliche innere Vergebung, dass der Partner nicht perfekt ist, dass man selbst nicht perfekt ist und dass auch die gemeinsame Beziehung niemals perfekt sein kann.

Und dass trotzdem all das zusammen in Form einer echten Liebesbeziehung jeden Tag lebens- und erlebenswert ist.

Weil es sich lohnt zu leben und zu lieben, auch wenn nichts davon jemals vollkommen sein wird.

Es gibt allerdings in dieser Einsicht auch einen wichtigen Seitenaspekt, den man beachten sollte:

Wahre Liebe ist vielleicht nicht perfekt, aber sie ruht sich ebenso wenig darauf aus, dass es vollständige Perfektion niemals geben kann.

Sie ist sehr wohl durchdrungen von Antrieb nach Fortschritt und positiven Veränderungen und kein Argument für innere und äußere Faulheit.

Die Vorstellung: „Ich bin halt nicht perfekt!“ darf nicht dazu führen, dass man innerlich und äußerlich stehen bleibt oder irgendwann damit anfängt sich in Beziehungen gehen zu lassen.

Liebe hat durchaus das Bestreben nach Veränderung und Verbesserung.

Nicht um der Perfektion willen, sondern aus einer inneren Bewegung heraus, die dem Wachstum allen Lebens unterliegt.

Die Erkenntnis, „Ich bin nicht perfekt!“, „Mein Partner ist nicht perfekt!“, „Unsere Beziehung ist nicht perfekt“ endet nicht in einem Zustand nachlässiger oder träger Faulheit.

Die Unmöglichkeit zur Perfektion ist kein Argument gegen die Chancen zu persönlichen Fortschritten und Veränderungen oder für ein „sich gehenlassen“ in der Überzeugung: „Ich bin halt so!“.

Damit erreicht man genau den gegenteiligen Effekt und die Liebe stirbt dadurch ebenso schnell, wie in durch das Verlangen nach zu viel Perfektion.

Wahre Liebe ist auch ein ständiger Fortschritt in der Balance, dass Perfektion vielleicht nie erreichbar ist, aber dass man trotzdem unablässig an sich arbeiten kann.

8. Wahre Liebe lebt von Berührungen

Liebe ist nonverbal.

Lange vor dem ersten Wort haben Menschen Liebe durch reine Berührungen geliebt.

Jede Berührung ist die Bestätigung des Eindrucks „Ich bin da. Du bist da.“

Wahre Liebe gibt Berührungen viel Raum und Bedeutung.

Wahre Liebe ist Aufmerksamkeit und Bestätigung durch Zärtlichkeiten.

Eine verbale Bestätigung durch Worte kann nie so viel erreichen, wie eine einzelne Berührung in einem aufrichtigen Gefühl.

Das gesprochene Wort ist so lange erfüllt von Zweifel, bis eine ehrliche Berührung diese von der Seele des Menschen nimmt.

Die moderne Welt gibt zu viel auf Worte und Informationen. Diese können nie so tief greifen, wie fortlaufende Zärtlichkeit durch aufmerksame und warme Berührungen.

Paare, die sich wirklich lieben, harmonieren auf vielen nonverbalen Ebenen.

Durch Blicke, Lächeln, Signale und fortlaufenden wohlwollenden Berührungen.

Wahre Liebe „berührt“ und zwar auf allen Ebenen.

Darum ist es wichtig, sich diesen Umstand immer wieder vor Augen zu führen: Berührungen beleben und bestätigen Beziehungen.

Es ist wichtig sie zu pflegen, aufmerksam in seinen Berührungen zu bleiben und immer wieder Nähe und Bestätigung zum Partner durch einen Fluss aus Berührungen und Zärtlichkeiten herzustellen.

9. Wahre Liebe ist ein Bekenntnis zueinander

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Der Mangel an echtem Bekenntnis ist ein großes Problem in den Beziehungen unserer Zeit.

Das liegt aber nicht unbedingt an einer generellen „Beziehungsunfähigkeit“ oder daran, dass „Beziehungen einfach nicht funktionieren“, wie viele Menschen behaupten.

Die Fähigkeit zu „Commitment“, wie man es etwas moderner nennt, fehlt auch deswegen, weil die inneren Bausteine der Liebe zu oft oder zu sehr durcheinander geraten in unseren heutigen Beziehungen.

Zum Beispiel bauen sich alle in diesem Artikel genannten Aspekte der wahren Liebe über emotionale Muster auf oder sie repräsentieren ausgewählte emotionale Muster.

Einzeln sind sie vielleicht nur bestimmte Aspekte der Liebe.

Doch zusammen ergeben sie ein größeres Bild: Die Muster der Liebe.

Die Muster der Liebe sind essentiell im Verständnis von Liebe und Beziehungen. Sie formen, was wir später als Liebe empfinden.

Liebe wird von innen nach außen heraus nach und nach über diese einzelnen Bausteine der Liebe aufgebaut.

Je sinnvoller und vollständiger sich diese Muster aufbauen, desto stärker, natürlicher und gesünder fallen Liebesbeziehungen aus.

Das innerste Vertrauen, dass in einer Beziehung „alles richtig und alles in Ordnung” ist, basiert auf der Art und Weise, wie sich diese emotionalen Bausteine der Liebe ineinanderfügen und sinnvoll ergänzen.

Wenn man zum Beispiel als Paar das Phänomen Flow in seiner Beziehung erlebt, die Unaufgeregtheit einer stabilen inneren Gewissheit durch die Erfahrung wahrer Liebe, oder das Bewusstsein einer starken gemeinsamen Richtung im Leben, dann fällt es natürlich auch leichter sich gegenseitig in einem tiefen Vertrauen und in besten Absichten zu einander zu bekennen:

„Du bist meine wahre Liebe! Du bist die Liebe meines Lebens. Du bist der Mensch, mit dem ich zusammen sein will, um Leben, Alltag und Liebe zu teilen!“

Liebe braucht diese Form von Bekenntnissen zueinander.

Und wahre Liebe lebt und gibt diese Bekenntnisse.

Aus einem natürlichen Verständnis heraus. Weil dann die inneren Bausteine der Liebe zwischen dem Paar funktionieren und sie zusammenhalten.

Die Beziehung an sich wird dadurch ein gelebtes Bekenntnis, dass das Miteinander im gemeinsamen Leben einzigartig und unersetzlich wertvoll ist.

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10. Wahre Liebe ist ein Lernprozess

Wahre Liebe lebt davon, dass beide Partner an sich erkennen, dass sowohl Liebe, Leben als auch ihre Verbindung in Form der erlebten Beziehungen keine statischen Zustände sind. Und all das auch niemals echte statische Zustände erzeugen wird.

Es gibt kein „Ziel“ in der Liebe. Sie ist ein Weg.

Wahre Liebe muss gelebt werden. Sie braucht Richtung, aber sie ist niemals Ankunft.

In dem Moment, in dem du denkst: „So, endlich bin ich angekommen! Jetzt ist alles gut und alles nach meinen Vorstellungen!“ werden von irgendwoher Krisen, Veränderungen oder überraschende Entwicklungen kommen, die dich wieder aus dieser bequemen Überzeugung heraus zwingen.

Liebe ist ein Prozess aus Bewegung und Fortschritten. Sie verlangt von dir, dass du beweglich bleibst. Dass du bereit bist zu wachsen und immer wachsam zu bleiben.

Das bedeutet nichts anderes als die Einsicht zu leben, dass man in Beziehungen fortlaufend lernen muss:

„Wo stehst du? Wo stehe ich? Wie funktionieren wir zusammen? Wie funktioniert ein gemeinsames Leben? Wo sind unsere Grenzen, unsere Möglichkeiten? Wann erleben wir Krisen – und warum? Wie überwinden wir diese Krisen? Wie gehen wir mit neuen Entwicklungen um, mit Veränderungen, Überraschungen, Herausforderungen?“

Jeder Tag in einer Beziehung ist wie die neue Seite eines Buches.

Die Figuren, Orte und die Geschichte sind vielleicht vertraut, aber sie alle schreiten voran, damit das Buch einen erzählenswerten Inhalt bietet.

Und dieses Voranschreiten in wahrer Liebe ist eben das gegenseitige Lernen und das immer wieder notwendige Herantasten an Fortschritte und Veränderungen.

Wahre Liebe ist in vielen Aspekten vornehmlich Arbeit.

In Geduld, Verständnis und der Herausforderung, dass man nie alles erreichen, nie alles wissen kann.

Und man sowohl über die Beziehung als auch über den Partner immer auf dem Laufenden bleiben muss.

Ansonsten funktionieren Beziehungen nicht.

Wahre Liebe zeichnet sich dadurch aus, dass beide Partner dieses Verständnis ganz natürlich in sich tragen.

Es ist eine Form aus Neugierde und Verständnis, mit dem sich die Partner gegenseitig durch den Alltag bringen und dabei immer wieder Neues entdecken und Neues leben.

Miteinander und füreinander.

11. Wahre Liebe ist Verhalten

Wahre Liebe ist Verhalten. Liebevolles Verhalten.

Nicht mehr und nicht weniger!

Keine Worte, keine Versprechungen, keine Ausflüchte, keine Vertröstungen, keine Märchen, keine falschen oder blumigen Hoffnungen, kein Warten auf bessere Zeiten oder darauf, dass sich jemand oder eine Beziehung endlich verändert.

Liebe ist Verhalten. Im Hier und Jetzt.

Nur liebevolles Verhalten in echter Kooperation für eine Richtung und ein Leben in Gemeinsamkeit ist wahre Liebe.

Wahre Liebe muss man leben.

Und Leben ist Verhalten.

12. Wahre Liebe ist innerer Frieden

Wahre Liebe ist innerer Frieden.

Wahre Liebe ist Zuversicht. Unabhängig von allen Umständen und Situationen.

Liebe verbindet den Frieden der Gegenwart mit der Zuversicht der Zukunft.

Diese Verbindung in Vertrauen und Aufrichtigkeit ist wahre Liebe.

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