Interview

Thomas Lojek

Interview mit Jack Carr

Spezialeinheiten, globale Bedrohungen und überraschende Trends im Thriller-Genre

Ein Interview mit dem ehemaligen Navy Seal und Bestseller-Autor Jack Carr über Trends im Thriller-Genre, Spezialeinheiten und die neuen Bedrohungen in unserer Welt.

Thomas Lojek

Thomas Lojek ist Thriller-Autor und publiziert zusätzlich regeläßig zum Thema Spezialeinheiten und Geopolitik.

Sein neuer Roman “Liebe und Tod in Blau” erschien Ende 2021 im Emons Verlag und behandelt Korruption und organisiertes Verbrechen an der Mittelmeerküste.

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Jack Carr

Jack Carr ist ein ehemaliger US Navy SEAL und erfolgreicher Thriller-Autor, inklusive vier New York Times Beststeller: The Terminal List, True Believer, Savage Son und The Devil’s Hand.

Seine Romane wurden für Film adaptiert und werden ab Mitte 2022 auf Amazon Prime zu sehen sein – mit Chris Patt (Guardians of the Galaxy) in der Hauptrolle.

Sein neuer Roman erscheint Mitte Mai:

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Jack Carr in deutscher Sprache:

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Neue Trends und deutliche Veränderungen im Thriller-Genre

Das Interview

In diesem Interview spreche ich mit Jack Carr über neue Trends im Thriller-Genre und auf welche Bedrohungsszenarien wir uns alle durch eine zunehmend instable Weltordnung einstellen müssen.

Thomas Lojek: Jack, im Thriller-Genre scheint es seit einigen Jahren eine deutliche Verschiebung zu geben – weg von Bedrohungen, die ihren Ursprung außerhalb der westlichen und demokratischen Hemisphäre haben und hin zu innenpolitischen Bedrohungen, die von Innen heraus unsere Lebensweise angreifen.

Vorher war im Genre eigentlich immer alles ganz einfach, denn in den 70er und 80er Jahren gab es eine ganz klare Regel: Die Russen sind die Bösen.

Dann, nach dem Ende des Kalten Krieges und den Anschlägen vom 11. September, übernahm die dschihadistische Bedrohung die Rolle des globalen Feindes.

Jetzt sind die Russen zurück in der Rolle der globalen Bedrohung, unterstützt von China und Iran.

Und in diesem Spannungsfeld scheint die Welt noch unruhiger zu werden – kann man sich als Autor überhaupt noch an klassische Genre-Regeln halten und sich sicher sein, wer die “Guten” und die “Bösen” in unseren Roman sein sollten?

Jack Carr: Natürlich, das Thriller-Genre entwickelt sich ständig weiter.

Und auch mein Ziel war es durch meine Romane das Genre nach vorne zu bringen.

Ich selbst bin ein “Schüler” des Genres, seit ich denken kann.

Meine Mutter ist Bibliothekarin und darüber bin mit der Liebe zu Büchern aufgewachsen.

Und ja, ich denke, du hast Recht.

Es gib diese verschiedenen Perioden und Phasen, in der man neue Trends und deutliche Veränderungen im Thriller-Genre identifizieren kann.

Wir sind gerade mitten in einer dieser Phasen, weil sich auch die Machtverhältnisse der Welt deutlich verändern.

Für meine Romane finde ich es wichtig, diese Trends zu erkennen und in meine Erzählungen einzubauen, um Lesern Berührungspunkte zur Wirklichkeit zu geben.

Durch einen Roman zu beobachten, wie eine Verschwörung korrumpiert

Thomas Lojek: In meinem Roman “Liebe und Tod” in Blau, stelle ich innerhalb der Handlung einige universelle moralische Fragen: Kann es Liebe und Zusammenhalt in Familien geben, vor allem in einer Welt, die ihren moralischen Kompass zunehmend verliert und von Korruption und Verbrechen beherrscht wird?

Für deine eigenen Romane – was sind Motive, die dich als Autor besonders beschäftigen?

Jack Carr: Ich studiere gerne die Gemeinsamkeiten im Thriller-Genre.

Unabhängig vom Zeitrahmen oder Hintergrund.

Was ist universell im Genre?

Zum Beispiel: Ein beständiges Element ist ganz sicher zu allen Zeiten “die Verschwörung”.

Es spielt faktisch keine Rolle, ob der Feind in einem Thriller aus den Geheimdiensten der damaligen Sowjetunion kommt, oder er ein Drogenkartell leitet oder ein Dschihadist ist – dahinter steht immer das Element der Verschwörung.

Und ich glaube, dass das ein Element ist, das Lesern gut gefällt.

Sie können durch einen Roman zu beobachten, wie eine Verschwörung korrumpiert, welchen Schaden sie anrichtet und wie sie dann durch den Romanhelden entdeckt und bekämpft wird.

Ein weiteres wichtiges Leitmotiv des Generes ist, dass Politiker oft Bösewichte sind.

Und tatsächlich, Politiker geben uns Thriller-Autoren auch im wirklichen Leben eine Menge Material, mit dem wir arbeiten können.

Politik in eine Verschwörung einzubinden und sie dadurch korrupt werden zu lassen, ist ein starkes Leitmotiv in allen Thrillern.

Als Erzähler und Autoren wieder zurück auf vertraues Gebiet: Kalter Krieg

Thomas Lojek: Wohin gehen tendenziell deiner Meiung nach die Leitmotiven und die ideologische Ausrichtung im Thriller-Genre?

Jack Carr: Es ist gerade sehr interessant zu sehen, wie sich das Genre nun vom Dschihad-Terrorismus der letzten zwei Jahrzehnte wieder zurück nach Russland verschiebt.

Vor allem nach dem Angriff der Russen auf die Ukraine wird das jetzt ein großes Leitmotiv im Thriller-Genre der nächsten Jahre sein.

Ich hatte allerdings schon lange zuvor Russland als Faktor in meinen Romanen.

Die russische Mafia übernahm sowohl in meinen zweiten als auch in meinen dritten Roman eine Rolle.

Es ist für mich faszinierened, dass sich jetzt der erzählerische Kreis im Genre schließt – von den Romanen und Filmen der 70er und 80er Jahre kommen wir als Erzähler und Autoren wieder zurück auf vertraues Gebiet – Kalter Krieg und Russland gegen den Westen!

Aber wir müssen nun zusätzliche Bedrohungen einbeziehen, die es in den 70er und 80er Jahren so noch nicht gab.

Natürlich können wir heute nicht sowjetische Bedrohung vom Typ Kalter Krieg wie in James Bond der 70er oder wie von Tom Clancy der 80er schreiben.

Es wird auch nicht die Art der Spionage sein wie in den 60er und 70er Jahren.

Aber wir werden viele neue Romane und Filme sehen, in denen Russen wieder in gefährliche Komplotte gegen den Westen verwickelt sind.

Allerdings ist es jetzt alles viel komplexer, weil die Welt komplexer geworden ist.

Wir haben Oligarchen.

Wir haben einflussreiche russische Regierungsbeamte.

Cyberwarfare. Wir haben internationale Korruption.

Wir haben die russische Mafia – und zwar international, überall auf der ganzen Welt.

Es wird wirklich interessant weiter als Thriller-Autor zu erkunden, wie wir uns als Welt und als Genre in diese neue Richtung bewegen werden.

Einen Gegner schreiben, der wie eine echte Person wirkt, nicht nur wie ein typischer Bösewicht

Thomas Lojek: Für mich als Autor ist die grösste Herausforderung in einem Roman immer der Antagonist, sprich: der Täter, der Böse, der Mörder etc.

Ich schreibe meine Antagonisten mit Motiven, die jeder Leser zumindest grundlegend nachvollziehen kann.

Das bedeutet nicht, dass der Leser die Motive seiner Handlungen gut heißen wird, aber zumindest wird er sie verstehen.

Ich will ambivalente Antagonisten in meinen Romen, von denen Leser nie so genau wissen werden, ob sie den Bösewicht heimlich bewundern oder einfach nur aufrichtig hassen sollen.

Nur so – finde ich – wird ein Roman und der Weg des Protagonisten in der Handlung wirklich interessant. Wie gehst du das Erschaffen interessanter Antagonisten an?

Jack Carr: Zuerst muss ich einen sympathischen Protagonisten schreiben.

Das ist mir sehr wichtig.

Mir war es wichtig, mit James Reece einen sympathischen Protagonisten zu schaffen, weil er in meinen Büchern Dinge tun muss, die ihm die Leser verzeihen müssen.

Und dann will ich den Leser dazu bringen, den Bösewicht zu verachten und später den Guten immer weiter an den Punkt bringen, an dem er etwas sehr Schreckliches tun wird, um seinen Feind zu besiegen.

Dazu braucht es einen Gegener, der wie eine echte Person wirkt, nicht nur wie ein typischer Bösewicht aus einem James-Bond-Film.

Ich möchte meine Antagonisten im Roman immer als eine Person schreiben, die möglicherweise existieren könnte.

Ich denke, es ist vor allem wichtig, charakterorientierte Bücher zu haben, unabhängig vom Genre

Thomas Lojek: In meinem Thriller “Liebe und Tod in Blau” gibt es einige Motive, die in Südeuropa als Verbrechen tatsächlich so passiert sind – oder die allgegenwärtig sind: Korruption, häusliche Gewalt, der soziale Schaden innerhalb einer Gesellschaft, die durch ständige Wirtschaftkrisen nicht vorwärts kommt.

Wenn du sagst, dass deine “Bösewichte” möglicherweise existieren könnten – wie sehr orientierst du dich an der Wirklichkeit in deinen Romanen?

Jack Carr: Heute bekommen wir Thriller-Autoren tatsächlich sehr viel Material für Ideen von Machthabern in der wirklichen Welt.

Was haben wir in den letzten Jahres alles gesehen, was noch vor zehn Jahren unmöglich erschienen wäre?

Als Autor kann man damit arbeiten.

Ich finde es faszinierend.

Es macht Spaß, diese Charaktere zu entwickeln, besonders die Bösewichte.

Ich denke, es ist vor allem wichtig, charakterorientierte Bücher zu haben, unabhängig vom Genre.

Bücher sollten voller Charaktere sein, mit denen sich die Leser identifizieren können.

Meine Herangehensweise an einem Roman hat viel mit den Büchern zu tun, die ich gelesen habe, als ich aufwuchs.

Ich las damals ständig Tom Clancy, Nelson DeMille, David Morrell, J.C. Pollock, A.J. Quinnell, Marc Olden – und sie alle hatten Protagonisten mit Hintergründen, die ich selbst eines Tages im wirklichen Leben haben wollte.

Ich erinnere mich bis heute an die Charaktere in diesen Romanen.

Natürlich erinnere ich mich auch an die Handlungen, aber ich erinnere mich vor allem daran, dass ich als junger Leser eine Beziehung zu den Charakteren aufgebaut hatte, wie man es mit einem Freund tun würde.

Das ist meine Herangehensweise an das Schreiben meiner Romane, einschließlich der Bösewichte – das Erschaffen einprägsamer Charaktere, die echte Menschen sein könnten.

Zum Glück habe ich durch meine Lebenserfahrung und den Jahren als Navy Seal viele Erfahrungen und Eindrücke rund um die Welt gesammelt.

Ein tolles Setting ist natürlich auch wichtig für einen Roman.

Es ist hilfreich die Handlung in einer Region der Welt zu platzieren, mit dem Menschen etwas Besonderes verbinden oder ich kann mit einem Thema arbeiten, das bereits eine breite Aufmerksamkeit genießt.

Wir Schriftsteller können durch die Erzählung unsere Leser zu diesen Orten transportieren oder uns mit wichtigen Aspekten der Zeit beschäftigen.

Um deine Frage zu beantworten: Ich arbeite für die Ideen in meine Romanen mit dem, was mich interessiert.

Worüber werden wir in Zukunft schreiben, wenn sich die Realität bedrohlicher anfühlt als jeder Roman?

Thomas Lojek: Im Laufe der letzten Jahre habe ich mich im Angesicht der Ereignisse in der Welt und manchmal gefragt: “Wenn die Wirklichkeit im Moment wie die Summe aller Tom Clancy Thriller verläuft…

Worüber können wir Thriller-Autoren denn jetzt eigentlich noch schreiben?

Killer-Viren, Kriege mitten in Europa, Angriffe auf Regierungseinrichtungen, Aufstände in westlichen Metropolen, die Taliban zurück an der Macht…

All das, was man im Moment jeden Tag vor Augen hat – da braucht es eigentlich fast keine Thriller-Romane oder Actionfilme mehr – es reicht ja schon nur die Nachrichten einzuschalten.”

Was meinst du: Worüber werden wir in Zukunft schreiben, wenn sich die Realität bedrohlicher anfühlt als jeder Roman?

Jack Carr: Ich habe von einigen Autoren gehört, dass sie jetzt vermehrt “Eskapismus” schreiben wollen, um den Lesern etwas Abwechslung von den Geschehnissen in der Welt zu ermöglichen.

Ich verstehe das, aber das wird nicht mein Weg sein. COVID, die Unruhen in den Vereinigten Staaten, der Krieg in der Uklraine – wie könnte ich diese Ereignisse nicht in meine zukünftigen Romane aufnehmen?

Die Menschen sind damit verbunden und es hat ihr Leben auf drastische Weise beeinflusst und den Lauf der Geschichte verändert.

Ich werde immer über Ereignisse schreiben, die aktuell sind oder die passieren könnten.

Ich kann nicht ignorieren, was in den Vereinigten Staaten in den letzten Jahren passiert ist, noch die Ereignisse in der ganzen Welt.

Für Thriller-Autoren ist das eigentlich ein Geschenk.

Wir müssen nur genau hinschauen, die richtigen Lehren aus diesen Zeiten ziehen und all das auf zukünftige Szenarien umschreiben.

Aber du hast ganz sicher haben recht – die vergangenen Jahre waren eine ziemlich interessante Episode und wir alle werden mehr darüber nachdenken müssen, was einen Thriller jetzt noch glaubwürdig und spannend macht.

Wir sollten uns darüber klar werden, dass unsere Gesellschaft zerbrechlich ist

Thomas Lojek: Was sind für dich wichtige Lektionen, die wir alle nach den vergangenen Jahren besser berücksichtigen sollten?

Jack Carr: Wir sollten uns darüber klar werden, dass unsere Gesellschaft zerbrechlich ist.

Wahrscheinlich viel zerbrechlicher als bisher angenommen.

Das sollte eine der wesentlichen Lektionen nach den Jahren 2020 bis 2022 sein.

Wir haben uns in unserer bisherigen Lebensweise zu sehr an die Annahme gewöhnt, dass es immer Lebensmittel in den Supermärkten gibt.

Dass immer jemand am anderen Ende der Leitung antwortet, wenn wir den Notruf wählen.

Und dass es immer jemanden gibt, der einen Stromausfall repariert, wenn mal die Lichter inn einer Stadt ausgehen.

Doch all das sind in der Geschichte der Menschheit eigentlich einzigartige Formen von Luxus und Annehmlichkeiten, die im Grunde eine Anomalie darstellen.

Das Leben war nicht immer so und es gibt keine Garantie, dass es immer weiter so sein wird.

Die letzten Jahre haben uns ein paar wichtige Lektionen über persönliche Verantwortlichkeit vor Aufen geführt.

Dass wir alle in der Verantwortung leben – für uns selbst, unseren Lieben und unsere Gemeinschaft – besser auf Extreme und Ausfälle von Versorgung vorbereitet sein zu müssen.

Das bedeutet nicht, in ständiger Paranoia zu leben.

Vielmehr bedeutet es, dass jeder Mensch einige grundlegende Fähigkeiten beherrschen, ein paar Werkzeuge kennen und etwas mehr Voraussicht plus gesunden Menschenverstand mit sich bringen sollte, um mit effektiv mit Widrigkeiten umzugehen, wenn die Dinge mal nicht so laufen, wie bisher gewohnt.

Ist jeder von uns ausreichend auf die Frage vorbereitet: In wessen Verantwortung liegt es, wenn es darum geht meine Familie zu schützen und versorgen?

Wenn sich jemand nach den Jahren 2020 bis 2022 darauf schlecht vorbereitet fühlt, dann ist es für denjenigen vielleicht an der Zeit, ein paar Perspektiven zu Verändern, neue Dinge zu lernen und praktische Maßnahmen zu ergreifen, die diese Frage für jede einzelne Familie beantworten können.

Wenn alles schief läuft, und sei es nur für einige Zeit – gibt es in jeden Haus zumindest einfaches, haltbares Essen, ausreichend Wasser, ein Wasserfilter, Feuerlöscher, Möglichkeiten Feuer zu machen, ein Trauma-Kit (und eine gute Schulung, wie man es benutzt), eine Kombination von Schusswaffen – mit denen vorher trainiert werden und deren Wartung und Handhabung verstanden sein sollte?

Vielleicht ein Generator, alternative Energieversorgung im Haus und einige Monate an finanziellen Mitteln und alternative Zahlungsmittel.

Alles, was in einer echten existenziellen Krise ermöglicht sich auf das jeweilige dringliche Problem in dieser Lage zu konzentrieren, anstatt dann nur mit Panik und erheblichen Anstregungen bestäftigt zu sein, um das eigene grundlegende Überleben sichern zu können.

Das Ziel muss sein, nicht nur panisch um das eigene Überleben kämpfen zu müssen, sondern solche Herausforderungen flexibler und souveräner meistern zu können.

Darüber sollten sich alle in einer Gesellschaft mehr Gedanken machen.

Unkonventionelle Kriegsführung, Spezialaufklärung, direkte punktuelle Missionen und verdeckte Operationen

Thomas Lojek: Der Protagonist in meinem Roman “Liebe und Tod in Blau” war Mitglied in einer Spezialeinheit für verdeckte Operationen gegen Terrororganisationen wie die ETA in den Grenzgebieten zwischen Spanien und Frankreich.

Zum Zeitpunkt der Handlung meines Romans liegt das für ihn bereits Jahre zurück.

Die Welt hat sich verändert, was auch mein Protagonist Manuel zu spüren bekommt…

Und ich frage dich jetzt mal ganz provokativ als ehemaliges Mitglied der Navy Seals: Heute, in einer Welt, in der Cyberkriegsführung, Biowaffen, Informationskriege immer bedeutsamer werden – welche Rolle werden Spezialeinheiten in dieser Welt spielen?

Wird es immer noch gerechtfertigt sein, Millionen von Dollar oder Euros auszugeben, um hochspezialisierte Soldaten zu trainieren, wenn zur gleichen Zeit Trollfarmen im Internet, Social Media Kampagnen, Apps, und Hacker ganze Städte mit ein paar Kilobyte falscher Informationen buchstäblich niederbrennen können und Dronen immer größere Bedeutung zukommt?

Dein Protagonist ist ein ehemaliger Navy SEAL.

Du selbst bist ein ehemaliger Navy SEAL.

Gib uns mal eine persönliche Prognose: Für was brauchen wir Special Operations Einheiten in der Zukunft?

Jack Carr: Wir müssen die Lehren aus der Vergangenheit ziehen und sie für die Zukunft anwenden.

Das ist etwas, was uns im Westen oft fehlt, da unser politisches System dazu neigt, in vierjährigen Wahlzyklen zu denken.

Wir müssen sicherlich erhebliche Anstrengungen und Energien darauf verwenden, eine Truppe aufzubauen, die sich auf Cyberkrieg und die damit verbundenen neuen Bedrohungen in diesem Bereich konzentriert.

Aber ich denke, wir werde auch immer militärische Spezialeinheiten brauchen, die bereit sind, mit hochtrainierten Soldaten an der Waffe in den Kampf zu ziehen.

Besonders nachdem, was wir in den letzten Monaten gesehen haben.

Unkonventionelle Kriegsführung, Spezialaufklärung, direkte punktuelle Missionen gegen Terrorzellen und verdeckte Operationen in Krisengebieten werden weiter wichtig bleiben.

Die Außenverteidigung, Terrorismusbekämpfung, Bekämpfung der Verbreitung von Massenvernichtungswaffen, Geiselbefreiung – diese Missionen werden immer die Spezialisten brauchen.

Das braucht Männer, die ständig den Ernstfall trainieren, ständig an der Spitze der Einsätze arbeiten oder verdeckt im Hintergrund.

Das wird immer bleiben.

Kriege und Krisen werden nicht verschwinden und wir brauchen hoch ausgebildete Männer in Einheiten, die diese Extreme im Notfall handhaben können und Lösungen liefern, die generelle Militär-Strukturen oder eine Polizei einfach nicht leisten können.

Thomas Lojek

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