LESPEPROBE…

EINEN MANN ABWERBEN

AUS KAPITEL II

LESPEPROBE…

EINEN MANN ABWERBEN

AUS KAPITEL II

Dein Feind: Loyalität und Faulheit des Mannes

Ein weiterer Feind von dir ist die Loyalität des Mannes gegenüber seiner Frau. Natürlich sind Männer loyal gegenüber der Frau, die ihr Leben mit ihnen teilt.

Das bedeutet nicht, dass sie diese nicht sexuell betrügen können oder wollen, ohne dass sie darin eine Beeinträchtigung ihrer Loyalität sehen würden.

Sex ist für einen Mann nicht unbedingt gleichgesetzt mit Liebe und Gefühlen. Deswegen kann ein Mann seine Frau auch ohne Probleme betrügen, ohne den Eindruck zu haben, er wäre ihr wirklich untreu oder ihr gegenüber nicht loyal.

Solange das gemeinsame Leben intakt ist, die gemeinsamen Bahnen nach außen hin den Eindruck von Stabilität und Zuverlässigkeit haben, solange empfindet ein Mann auch ausreichend Loyalität gegenüber der Frau.

Die Frage nach der Loyalität gegenüber der Frau bezieht sich viel mehr auf gemeinsame soziale Fragen und materielle Aspekte wie Versorgung, Schutz und gemeinsame Familie, als auf Fragen von Sexualität.

Diese Loyalität ist oft auch nichts anderes als eine gewisse soziale und persönliche Dickfälligkeit.

Und nicht selten auch schlicht und ergreifend Faulheit.

Wenn etwas zwischenmenschlich für einen Mann einigermaßen funktioniert und ihn nicht zu sehr stresst, dann bedeutet das für ihn schon ein hohes Maß an zwischenmenschlichem Komfort.

Es stresst ihn nicht, ist vielleicht ganz angenehm und praktisch, okay, es ist nicht die ganz große Liebe, wie man sie aus Film und Fernsehen kennt, aber es ist zumindest ausreichend komfortabel und nicht zu anstrengend.

Das kann einem Mann schon ausreichen. Manchmal sogar, um ihn ein ganzes Leben an eine Frau zu binden.

Unterschätze also die pragmatische Loyalität eines Mannes gegenüber der Frau nicht, mit der er zusammen ist. Für ihn muss es nicht die ganz große Liebe, das ganz große Glück sein.

Wenn es einigermaßen läuft und ihm Vorteile und Bequemlichkeiten bringt, dann ist das für einen Mann durchaus schon eine legitime Beziehung.

Die emotionalen Standards der Männer sind anders gestrickt als die der Frauen.

Bekomme also kein falsches Bild vom tatsächlichen emotionalen Bindungsgrad des Mannes an diese Frau, nur weil dir ihre Beziehung langweilig, öde und nichtsagend vorkommt.

Für viele Männer ist das genau das, was sie wollen: Ein Hort stabiler Zuverlässigkeit.

Den emotionalen oder sexuellen Kick holen sie sich dann woanders, ohne dass ihnen das falsch oder widersprüchlich vorkommen muss.

Dein Feind: Männer wollen offene Konflikte vermeiden – emotional und sozial

Viele Männer sind emotionale und soziale Feiglinge.

Sie scheuen offene und soziale Konflikte unter allen Umständen.

Es kann also durchaus sein, dass ein Mann nicht zu dir wechseln möchte, nur weil ihm die Vorstellung der anstehenden emotionalen und sozialen Auseinandersetzungen Angst macht.

Darum ist es wichtig, dass du den Status Quo auch nie direkt angreifst, kritisierst oder antastest.

Blende ihn einfach aus, er ist nicht wichtig für dich, er interessiert dich nicht. Bearbeite die Leidenschaft des Mannes und halte die offenen emotionalen und sozialen Konflikte weg von dir und von dem, was zwischen euch läuft.

Der offene emotionale und soziale Konflikt sollte für dich immer nur das letzte Mittel sein, um den Mann wirklich unter Druck zu setzen, wenn er so gar nicht zu einer Entscheidung tendieren will.

Die Wahrscheinlichkeit, dass er sich sonst von dir zurückzieht, ist zu groß, weil Männer erstmal nicht den offenen Konflikt mit dem Status Quo haben möchten, bis sie sich nicht ganz sicher sind oder in ihrem Inneren eine emotionale Grenze überschritten wurde, die dich wichtiger und aufregender für ihn macht als der Status Quo.

Also pushe ihn lieber unsichtbar immer weiter über diese Schwelle, über Gefühle von Spannung und Leidenschaft, als zu versuchen, offen gegen das anzugehen, was er als offizielles Leben rund um seine Beziehung hat.

Dein Feind: Zu viel Verständnis

Ein Fehler, den Frauen immer wieder machen, wenn es darum geht, einen Mann aus einer anderen Beziehung für sich zu gewinnen: Sie bringen zu viel Verständnis auf.

Zu viel Verständnis für die Wankelmütigkeit des Mannes, zu viel Verständnis für die schwierige Situation des Mannes, zu viel Verständnis für die Konkurrentin, zu viel Verständnis für die Gefühle aller Beteiligten. Natürlich ist das eine schwierige Situation.

Und vieles davon braucht Verständnis und ein gewisses Maß an Geduld – aber: Eben ein gewisses Maß und nicht ein unendliches Maß.
Zu viel Verständnis für alle Beteiligten und ihre Gefühle werden dich in genau die Situation bringen, in die du nicht willst: Entweder endest du als ewig verständnisvolle Zweitfrau oder du bringst so viel Verständnis auf, dass nicht genug Spannungen entstehen, die eine Bindung auflösen könnten.

Was du vorhast, ist eine Bindung aufzulösen und zu zerstören, das muss man ganz klar so sehen.

Das zu versuchen ist dein gutes Recht, denn es gibt keinen Patentanspruch auf eine Verbindung zwischen zwei Menschen – jeder kann sich daran versuchen. Aber du musst definitiv etwas dabei zerstören, und zerstören kann man nicht mit Geduld.

Das braucht Spannungen und auch ein gewisses Maß an Unerbittlichkeit und Härte.

Alle Frauen, die erfolgreiche einen Mann aus einer andern Beziehung gelöst und für sich gewonnen haben, bringen an bestimmten Punkten eine unerbittliche Härte auf.

Sie sind bereit, den vollen Einsatz zu spielen: „Entweder sie oder ich!“ – dazwischen gibt es nichts. Die Frauen dazwischen sind die Geliebten oder unerfüllten Zweitfrauen.

Wenn du mit zu viel weiblichem Verständnis an die Situation gehst, dann ändert sich nichts am Status Quo.

Du führst den Mann nicht in deine Richtung, sondern belässt alles in einer Art Schwebezustand.

Männer empfinden über Gebiete und Grenzen – auch emotional. Sie verstehen konkrete Vorgaben und Richtungen – alles, was nicht vollkommen klar definiert ist, nehmen sie entweder nicht wahr oder blenden es aus, weil es ihnen nicht wichtig genug vorkommt.

Wenn du also nicht klar genug Position beziehst und deine Absichten und Vorstellungen gegenüber diesem Mann nicht konkret und deutlich formulierst und einforderst, dann blendet er deine Stellung und deine Bedürfnisse in dieser Situation einfach aus.

Männer funktionieren so – sie sind mit einem Tunnelblick ausgestattet, sie machen sich viel weniger Gedanken um die Bedürfnisse und Gefühle anderer Menschen.

Wenn du davon ausgehst, dass er „spüren“ wird, was dir wichtig ist und wo du deine Beziehung mit ihm hinführen möchtest – wenn du davon ausgehst, dass seine Gefühle ihm den Weg zu dir und einer Beziehung zu dir leiten werden – dann bist du auf dem besten Weg auf dem Abstellgleis zu landen.

Das ist nicht die Art und Weise, wie Männer funktionieren.

Klare Regeln, klare Grenzen, klare Ansagen und Vorgaben – das versteht ein Mann. Alles andere kann nicht wichtig sein.

Darum schadet dir in deiner Situation ein Übermaß an Geduld mit einem Mann. Du als Frau denkst dann vielleicht, dass du alles richtig machst und ihm genau das Verständnis und die Geduld entgegenbringst, die er braucht und merkst gar nicht, wie die männliche Psychologie dann an dir vorbei arbeitet – und zwar zu deinem Nachteil.

Deswegen ist zu viel Verständnis nicht gut für deine Situation. Du musst handeln. Du musst Entscheidungen einfordern.

Du musst konkret sein.

Nur so definierst du dich und nur so kannst du gegenüber dem Mann eine spannende Attraktivität aufbauen.

Denn Männer tendieren dazu solche Frauen als Herausforderung anzusehen. Und genau das will ein Mann, wenn er sich in seiner offiziellen Hauptbeziehung langweilt.

Er will spüren, dass ihn etwas erwartet, das Kraft und Energie hat.

Das sich viel stärker definiert und abgrenzt als diese lähmende Watte der Langeweile, die er in seiner anderen Beziehung empfindet.

Wichtig:

Zu viel Geduld schadet dir.

Du solltest ein ausgeprägtes Bewusstsein dafür entwickeln, wann Geduld angebracht ist und wann du beißen und fordern musst.

Verliere dich nicht in einer psychologischen Beißhemmung, die du dir mit „Geduld ist richtig!“ schön redest.

(…)

Deine Vorteile

Kommen wir zu deinen Vorteilen.

Denn es gibt einige psychologische Dynamiken und Zusammenhänge, die deine Position verbessern und deine Absicht verstärken und unterstützen können.

Du bist spannend

Wenn er sich für dich interessiert, er deutlich mit dir flirtet und um deine Gunst bemüht ist, dann kannst du davon ausgehen:

Du bist auf jeden Fall spannend!

Und zwar viel spannender als die Frau, die er zuhause hat.

Es ist dieser besondere Punkt an Männern, dass sie immer das spannender und begehrenswerter finden, was sie nicht haben als das, was sie haben.

Der Vorgang der Eroberung ist für einen Mann ein viel vitaleres und emotional bedeutsameres Erlebnis als die spätere Beziehung.

Das ist ein wesentlicher Unterschied in der Empfindungswelt zwischen Mann und Frau: Frauen finden die Zeit, in der sich eine feste Partnerschaft entwickelt und verfestigt, viel spannender und herausfordernder als Männer, die sich emotional wesentlich lebendiger und vitaler fühlen in der Zeit, in der sie um die Frau werben.

Männer sind Spannungswesen und Wesen, die vor Herausforderungen und Aufgaben stehen müssen, um sich emotional angesprochen zu fühlen. Darum ist die Zeit des Flirt und der Verführung für den Mann viel ansprechender und emotionaler als die Zeit danach.

Diese Zeit formt das emotionale Abbild von dir im Mann.

Sie stellt die Weichen für alles, was emotional danach kommt: Seine Bereitschaft dich zu lieben, dich dauerhaft zu begehren, dich zu respektieren und zu achten.

Du als Frau siehst das vielleicht etwas anders, weil du davon ausgehst, dass all das mit der Beziehung kommt und wächst.

Das stimmt nur zum Teil, weil das eben die rein weibliche Perspektive und Erfahrung der Liebe ist.

Natürlich verfestigt eine Beziehung viel und gibt einem Miteinander die konkreten Formen.

Aber die Zeit davor stellt die Weichen, die Grundlagen – sie ist das Fundament, auf dem das Haus später stehen muss.

Deswegen ist es so wichtig, dass du in dieser Zeit emotional so klug wie möglich vorgehst, und nicht eine sexuelle Beziehung anfängst, ohne das Fundament vorher wirklich stabil und ausreichend aufgebaut zu haben.

Alles, was du in dieser Zeit versäumst oder an emotionalen Spielregeln nicht definieren und vorgeben kannst, das lässt sich nachträglich nur sehr schwer korrigieren.

Das ist dein Vorteil: Du bist mit dem Mann eben in dieser Phase und seine Frau ist schon lange raus aus dieser Phase.

Ein Mann liebt aber diese Phase und fühlt sich in ihr wohl und lebendig.

Also verbindet er diese Gefühle mit dir, während er mit seiner Beziehung eher Gewohnheit, Alltag, vielleicht sogar Langeweile verbindet.

Das ist ein gigantischer emotionaler Vorteil, den du maximal ausspielen musst.

Denn die Spannung und die Vitalität, die er durch dich in dieser Zeit empfinden kann, ist die Kraft, die die andere Bindung auflöst.

Das muss dein Ziel sein. Wie du maximale Spannung während dieser Zeit erzeugen kannst, lernst du in den Methoden.

Diese Methoden sind wichtig, denn die spielen deinen Vorteil aus: Du bist die spannende Frau. Die Frau zuhause ist die gewohnte Frau.

Und Gewohnheit kann für einen Mann ganz schnell in Langeweile umschlagen.

Darin liegt dein Vorteil.

Du bist nicht betriebsblind für seine Bedürfnisse

Du bist in einer viel neutraleren Situation, was die unerfüllten Bedürfnisse des Mannes angeht, der dich interessiert.

In einer langjährigen Beziehung und einem gemeinsamen Alltag neigt man dazu „betriebsblind“ zu werden, was emotionale Bedürfnisse des Anderen angeht.

Natürlich teilt man sein Leben, aber wenn die emotionale Spannung, das Spielerische und der Flirt dem Alltag weichen, dann geht vieles davon verloren, was man vorher dieser Liebe zugeordnet hat.

Frauen erkennen selten, wenn Männer sich in Beziehungen langweilen. Genauso wenig erkennen Männer, wenn Frauen anfangen sich ungeliebt und als selbstverständlich zu fühlen.

Da du nicht in dieser Situation bist, kannst du wesentlich klarer erkennen, was diesem Mann fehlt, was die Bedürfnisse sind, die er nicht mehr erfüllt bekommt und die dazu führen können, dass er sich dir zuwendet.

Allerdings ist hier eine wesentliche Unterscheidung sehr wichtig: Nur weil du bestimmte emotionale Bedürfnisse an einem Mann erkennst, bedeutet das nicht, dass er sie für sich auch so bedeutsam und wichtig empfindet, dass er deswegen sein ganzes Leben umkrempelt und seine gewohnte Beziehung aufgibt.

Du solltest aufpassen, dass du hier nicht in eine Art persönliche emotionale Unschärfewahrnehmung gerätst, die dir vorgaukelt, dass der Mann sein Leben unbedingt ändern will, nur weil du an ihm bestimmte emotionale Defizite und Bedürfnisse erkennst.

Das ist Projektion. Selbst wenn er diese Defizite und Bedürfnisse tatsächlich hat – der Status Quo kann diese immer noch aufwiegen und ihn von tatsächlichen Veränderungen abhalten.

TEIL III
DER SCHLACHTPLAN

Kommen wir jetzt zum Schlachtplan – den Methoden, die du anwenden kannst, um emotional so intensiv auf diesen Mann zu wirken, dass er bereit ist, seine bestehende Beziehung aufzugeben.

MEHR DAZU IN DER VOLLSTÄNDIGEN AUSGABE
EINEN MANN ABWERBEN by Thomas Lojek