Männer verstehen: Gefühle, Liebe und Beziehungen

Wie funktionieren die Gefühle der Männer?

Wie bauen sie Liebe und Beziehungen auf?

Was bedeuten für Männer Romantik und Nähe in Beziehungen?

So bindest du einen Mann über Werte und Respekt!

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Autor Thomas Lojek mit seiner Frau Belén

In diesem Artikel wirst du alles lernen, was du brauchst, um Männer nicht nur besser zu verstehen, sondern sie auch insgesamt gelassener und humorvoller lieben zu können.

Als Frau solltest du Männer nie zu ernst nehmen.

Wirklich, das lohnt sich nicht.

Das bringt dir nur Kopfschmerzen.

Und das ist nun wirklich nicht nötig.

Mit ein bisschen Humor und einem liebevollen Blick für die kleinen Schwächen und Unzulänglichkeiten der Männer, lebt und liebt es sich besser als Frau. 

Denn eigentlich sind Männer auch nur sehr, sehr wenig perfekte Geschöpfe, die sich irgendwie so durch das Leben schlagen. 

Inhaltsangabe: 

Dieser Artikel besteht aus drei Abschnitten:

  1. Psychologische Grundlagen männlicher Liebe
  2. Gefühle und Romantik: Wie liebt ein Mann?
  3. Männer in Liebe und Beziehungen

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Männer verstehen: Wie empfindet ein Mann in Liebe, Beziehung, Partnerschaft?

Einführung

Männer sind wirklich sehr einfach.

Männer wollen eigentlich nur den Frauen gefallen und die Welt erobern.

Sie verfolgen also ein sehr simplen Plan im Leben.

Das macht sie zu sehr einfachen und sehr gradlinigen Geschöpfen.

Obwohl Frauen ständig an ihnen verzweifeln und sie nicht verstehen.

Weil Männer oft so einfach sind, dass die komplexen Überlegungen einer Frau nicht das simple Muster erkennen, dem sie folgen. 

Um es einmal milde auf dem Punkt zu bringen:

In den Pausen dieser besonderen Tragikomödie, die sich „Mann“ nennt – und die aus einer ständigen Suche nach Liebe und dem Verlangen die Welt zu erobern besteht – ist jeder einzelne von ihnen eben nur ein Mensch.

Ein Mensch, der sich nach Liebe sehnt und sich meistens recht dumm darin anstellt, sie zu finden.

Männer sind also insgesamt sehr menschlich.

Und deswegen kann es für dich hilfreich sein, sie besser zu verstehen.

Das wird dir den Umgang mit ihnen leichter machen und deine Liebe ihnen gegenüber etwas milder gestalten.

Denn am Ende hast du es mit einem Menschen zu tun, der nach Liebe sucht.

Nur eben auf seine – auf eine männliche – Weise.

Männer und Frauen: Warum wir uns brauchen!

Schauen wir uns nun mal hier in diesem Artikel die Eigenschaften und Unzulänglichkeiten der Männer innerhalb der Liebe an…

… auch um sie dir etwas schmackhafter zu machen, okay?

So schlecht ist das Modell „Mann“ nicht.

Es ist oft besser als sein Ruf.

Denn seine stillen Eigenschaften, die positive Männlichkeit in den entscheidenden Momenten so wichtig machen, bleiben von Frauen oft unerkannt.

Eben weil sie so still, einfach und wenig dramatisch sind.

Und das passt dann oft nicht in das emotional aufgeregte „Telenovela“-Muster der ganz großen Erwartungen vieler Frauen, die glauben, je dramatischer ein Gefühl ist, desto wichtiger und echter ist es dann auch insgesamt für sie und ihr Leben. 

Weit gefehlt.

Vor allem, wenn es um Männer geht.

Warum das so ist, wirst du im Laufe des Artikels begreifen.

Und am Ende ist es doch ganz einfach so:

Wir brauchen wir uns. Männer und Frauen.

Ein Leben mit etwas mehr aufrichtiger Liebe zwischen Mann und Frau, lebt sich einfach besser, unterhaltsamer und intensiver.

Und daran werden wir jetzt in und durch diesen Artikel etwas arbeiten!

Einverstanden?

Also, legen wir los!

Schnell-Check: Macht dieser Artikel für dich Sinn?

  • Blickst du häufig nicht durch, wenn es um Männer, Liebe und Beziehungen geht?
  • Sind Leben und Liebe mit Männern für dich oft verwirrend oder anstrengend?
  • Fühlen sich deine Beziehungen anders an, als eigentlich erwartet und erhofft?
  • Findest du Männer manchmal frustrierend starrköpfig und schwierig?

Machen diese Punkte Sinn für dich? Wecken sie dein Interesse?

Dann kannst du jetzt zuversichtlich weiterlesen.

Dieser Artikel ist für dich!

Du wirst hier alles erfahren, was du wissen musst, um Männer wirklich zu verstehen und dadurch gelassener, gelöster und emotional voller Selbstvertrauen lieben zu können! 

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Männer verstehen: Warum ausgerechnet diesen Artikel lesen?

Es gibt doch so viele Artikel, Autoren und Ratschläge.

Warum solltest du ausgerechnet hier deine Zeit investieren?

Kurz vorgestellt: Der Artikel ist von mir, Thomas Lojek.

Ich bin der Autor von „Die Gefühle der Männer: Männliche Muster der Liebe „, „Einen Mann emotional dauerhaft binden“, „Wahre Liebe statt Geliebte sein“, „Das geheime Muster der Liebe“ und „Einen Mann abwerben“.

Dieser Blog hat in den letzten Jahren mehr als 1 Million Leser gewonnen. 

Und ich bin seit 15 Jahren Autor und Berater zum Thema „Liebe, Beziehung, Partnerschaft!“

Soweit die Formalien.

Dem Rest solltest einfach eine Chance geben.

Jetzt einfach mal lesen und dich überraschen lassen!

Tipp: Was ist für dich drin, wenn du diesen Artikel liest?

Neue Einsichten, die dir helfen werden gelassener zu lieben.

Und Männer realistischer, aber auch gleichzeitig liebevoller, betrachten zu können. 

Du wirst lernen, die Widersprüchlichkeit in der männlichen Liebe besser zu verstehen.

Das wird dich emotional stärker und zuversichtlicher machen, wenn es um die Liebe und Beziehungen geht.

Fangen wir an… Der eigentliche Artikel beginnt… Jetzt!

Männer verstehen in Liebe und Beziehungen

Die wichtigsten Inhalte in diesem Artikel

  • Wodurch unterscheidet sich die Liebe der Männer von der Liebe der Frauen?
  • Warum gehen Männer mit ihren Gefühlen ganz anders um als Frauen?
  • Was erwarten Männer innerhalb der Liebe?
  • Was wollen Männer in der Liebe erreichen?
  • Wie empfinden Männer Nähe?
  • Was bedeutet Männern Nähe und wie gehen sie mit Nähe um?
  • Wann fühlt sich Liebe für einen Mann richtig und vollständig an?
  • Unterschiede zwischen Mann und Frau im Aufbau von Beziehungen.

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Männer verstehen: Wie funktionieren die Gefühle der Männer?


Abschnitt 1: Psychologische Grundlagen


Kapitel 1: Wie lieben Männer? Ein ehrlicher Blick in die männliche Liebe!

Wenn du als Frau Männer verstehen möchtest – vor allem innerhalb der Liebe – dann solltest du dir von Anfang an bewusst machen, dass Männer anders fühlen als du.

Die Liebe der Männer hat eine ganz andere Natur und eine ganz andere Bewegungsrichtung als die Liebe der Frauen.

Männer fühlen und lieben viel gradliniger.

Es ist grundsätzlich wichtig, genau das zu begreifen, wenn du Männer verstehen willst:

Männer lieben gradlinig.

Wichtig! Merken!

Und was bedeutet das?

Ganz einfach:

Durch die Gradlinigkeit der männlichen Liebe hat die Liebe für Männer eine gewisse Form und immer eine gewisse Logik.

Oder sie sollte zumindest für den Mann eine gewisse Logik haben. 

Hat sie es nicht, steht der Mann schnell ratlos vor dem Phänomen Liebe und kann im Grunde nicht viel damit anfangen.

Frauen können mit der Formlosigkeit der Liebe oder mit Liebe als ein „reines Gefühl“ viel besser umgehen als Männer.

Grauzonen, Unschärfen und das Ausweiten von emotionalen Grenzen sind für Frauen ganz natürliche Phänomene der Liebe.

Für Männer sind sie das nicht.

Die Grauzonen der Frauen behagen den Männern nicht.

Vor allem wenn diese Grauzonen innerhalb der eigenen Beziehung auftauchen.

Das mögen Männer so gar nicht.

Wenn du Männer verstehen und ihre Art zu lieben begreifen möchtest:

Richtung, klare Begrenzung und Ziel und Zweck – das wäre für Männer der ideale Verlauf der Liebe.

Stop! Kurze Pause für ein konkretes Beispiel!

Schauen wir uns einmal an, wie sich dieser psychologische Unterschied zwischen Mann und Frau konkret äußern kann.

1. Frauen: Worüber sprechen Frauen, wenn sie alleine sind?

Sehr oft über „schwierige“ emotionale Situationen und Beziehungen, nicht wahr?

Über widersprüchliche Charakter-Eigenschaften von Partnern, Kindern oder innerhalb einer Familie?

Ist der Austausch über die Situation und die Erfahrung dann nicht häufig viel wichtiger als eine konkrete Lösung oder Kategorisierung der Person?

Kommt dir das bekannt vor?

2. Männer: Mal ganz ehrlich… Wie oft debatieren Männer über die Gefühle, den wahren Charakter und die persönlichen und emotionalen Schwierigkeiten eines Fussballspielers?

Wie oft hast du das schon mal erlebt?

Bewerten sie nicht viel eher seine Leistung, seine Ergebnisse?

Und ordnen ihn dann als „gut“ oder „schlecht“ ein, als Könner oder Versager?

Willkommen im Widerspruch: 

Männliche Gradlinigkeit vs. weibliche Grauzonen!

Dieser besondere Widerspruch in der Welt von Mann und Frau erzeugt jeweils eine andere Form der Wahrnehmung und darüber auch einen unterschiedlichen Fluss der Gefühle innerhalb von Leben, Liebe und Beziehungen.

  • Männer mögen Kategorien, Leistungen, Ziele.
  • Männer sind tendenziell eher kategorisch und zielgerichtet.
  • Frauen sind fähig Grauzonen, Schwierigkeiten und reine Gefühle zu empfinden.
  • Frauen sind dadurch tendenziell emotionaler, weicher, geduldiger, verständnisvoller.

Dieser Widerspruch prägt insgesamt die unterschiedliche Wahrnehmung von Mann und Frau.

Der Widerspruch männlicher Gradlinigkeit in Gefühlen

Wie das beschriebene Beispiel zeigt:

Männer beurteilen generell viel stärker und suchen nach den Vor- und Nachteilen.

Oder nach den objektiven Ergebnissen und Leistungen von Personen oder Phänomenen.

Männer empfinden dadurch zielorientierter.

Und in Kategorien.

Diese Tendenz zur zielorientierten Empfindung und den deutlichen Unterscheidungen „das will ich/akzeptiere ich“ und „das will ich nicht/akzeptiere ich nicht“ ergibt sich aus der männlichen Eigenschaft des Begehrens.

Das Begehren ist der innerste Antrieb im männlichen Wesen.

Männer wollen haben oder sie wollen nicht haben.

Will ich! Will ich nicht!“ sind die zwei Linien auf denen sich breite Teile der männlichen Psychologie vornehmlich bewegen.

Selbst in einer Beziehung – wenn Männer manchmal angeblich nicht wissen, was sie wollen.

Selbst dann wissen sie dennoch immer sehr genau, dass sie wollen, dass eben diese anstrengende Grauzone aus „Ja und doch irgendwie Nein!“ möglichst schnell aufhören sollte.

Auch das ist Begehren.

Sie wollen, dass „das“ aufhört und sie wieder auf ein geradliniges Verlagen zurückkehren können, das sich für sie einfacher anfühlt:

„Ja oder Nein!“, „Liebe oder Zurückweisung“, „Nähe oder Abkehr“.

Alles, aber eben keine Grauzonen, die keinem linearen Verlangen angehören, sondern eher einer emotionalen Geduld, die eine Situation viel deutlicher durchleben als vornehmlich beherrschen und im Griff haben muss.

Männer sind in diesen Fällen viel eher bereit, der Situation den Rücken zu kehren, als sie durchzustehen.

Weil das Abwenden und Distanzieren logischer für sie ist.

Weil das seiner Natur nach linear, ausfällt im Denken und Fühlen eines Mannes.

Und das ist es, was er braucht und sucht.

Auch wenn das nicht immer zu seinem Vorteil ist.

Grauzonen und Gefühle: Unterschied Mann und Frau

Frauen können diese besonderen Formen von Grauzonen in Beziehungen oder schwierigen Situationen besser aushalten.

Es ist nicht so, dass Frauen nicht unter solchen Phasen leiden.

Aber sie haben etwas mehr innere Geduld und Verständnis für einen Zustand aus komplexen Gefühlen.

Sie geben diesem Zustand mehr Zeit, Raum und Geduld. 

Männer haben das weniger ausgeprägt.

Sie sind Wesen, die begehren (müssen).

Und ein „Ja und doch irgendwie Nein“ ist kein zielgerichtetes Begehren.

Zeiten und Erfahrungen aus komplexen und widersprüchlichen Empfindungen erfordern Geduld und ein nicht-kategorisches Verständnis.

Das fällt Männern schwer.

Männer ziehen sich dann sich dann lieber aus einer Beziehung zurück.

Sie suchen sich Zerstreuung.

Sie widmen sich ihren typischen Männer-Spielzeugen.

Sie flüchten in Arbeit.

Oder sie lassen sich sogar auf andere Frauen ein.

Und dass nur weil sie etwas gegen diese Grauzone der Gefühle tun wollen.

Tun ist für Männer besser als Geduld für Gefühle aufzubringen.

Tun ist Begehren – und das liegt ihnen einfach mehr.

Männer und die emotionale Flucht nach vorne

Natürlich ist das alles dann oft nur eine „Flucht nach vorne“.

Und sehr oft ist es ein planloses Handeln ohne die Geduld, die eine schwierige Situation innerhalb eine Liebesbeziehung eigentlich bräuchte.

In diesem Momenten machen Männer einen ihrer häufigsten Fehler:

Sie versuchen über Rückzug zu bewältigen und nicht über Geduld. 

Ausklinken ist innerhalb der männlichen Logik einfacher als ein verständnisvolles und eher mildes Durchstehen der Situation aus schwierigen Gefühlen.

Es sind die sehr einfachen Muster aus Angriff oder Flucht, die sie dann anleiten. 

Komplexe Gefühle kann ein Mann natürlich nicht angreifen.

Sie sind diffus. Nebulös.

Aber präsent und schwierig.

Also zieht er sich vor ihnen zurück.

Angriff nicht möglich. Rückzug beordert. 

Reflexhaft und einfach.

Das schont seine männliche Weltsicht und seine eigenen Gefühle. 

Kein Zweifel: Frauen geht das oft nicht unbedingt anders.

Und natürlich verrennen sich auch Frauen gerne mal in ähnliche Verhaltensweisen. 

Trotzdem: Frauen haben generell immer einen Hauch mehr Geduld und Verständnis für die Unschärfen des Lebens.

Das macht sie insgesamt etwas weicher, nachgiebiger und besser gewappnet für die unausweichlichen Grauzonen im Leben.

Wenn Gefühle wirklich schwierig werden.

Männer wollen das nicht. 

Sie wollen in ihrem simplen Muster aus Flucht oder Angriff eben alles weiter ganz einfach unterscheiden können.

Sie möchten weiterhin alles in ihren Kategorien haben, auch emotional.

Und immer einen konkreten Sinn und Zweck, in den von ihnen erlebten Situationen und Emotionen, finden.

Weil sie dadurch einem bestimmten Ziel und damit innerhalb ihrer männliche Form des Erlebens dem männlichen Begehren folgen können.

Das macht für sie die Welt einfacher und begreifbarer.

Die Welt der Männer ist auch deswegen „einfacher“, weil Begehren ein gradliniges Phänomen ist.

Es läuft immer auf ein bestimmtes Ziel zu.

Männer funktionieren über diese Eigenschaft also insgesamt emotional immer etwas „einfacher“ als eine Frau.

Diese Eigenschaft macht sie viel gradliniger und logischer.

Auch wenn sich Frauen diese Logik nicht unbedingt erschließt, weil sie das aus ihrer Perspektive heraus ganz anders betrachten – eben komplexer und umsichtiger.

Darum verzweifeln Frauen so sehr an dem Starrsinn und der Reaktion der Männer in diesen Momenten.

Sie verstehen sie einfach nicht.

Weil Frauen in diesen Momenten eher eine komplexe Gefühlswelt empfinden.

Gefühle, die man (auch gemeinsam) durchleben und bewältigen kann.

Während ein Mann dann nur distanziert wird und weg will.

Oder er eine Entscheidung forcieren möchte, die eine Frau in dem Moment so noch nicht geben kann, weil sie die Situation erst emotional bewältigen muss.

Männer und Frauen stoßen sich in diesen Augenblick erheblich vor den Kopf und viel Beziehungen scheitern daran. 

Die emotionale Struktur der Männer verstehen

Männer sind wirklich sehr simple was das angeht:

Männer wollen sehr einfach von A nach B leben und lieben!

Frauen können A – B – C – D – E – F – G zulassen und das als umsichtig und sinnvoll empfinden.

Einen Mann würde das in den Wahnsinn treiben.

Er würde versuchen etwas dagegen zu tun.

Und das ist dann eben oft Rückzug. Schweigen.

Ausweichen. Distanz. Ablenkung. Andere Frauen.

Alles einfacher als den Zustand komplexer Gefühle durchstehen zu müssen.

Immer der Logik des Begehrens „Da will ich! Das will ich nicht!“ entlang!

Kurz: Männer sind Wesen von Begehren und Kontrolle.

Sie begehren. Sie übernehmen die Kontrolle.

Oder sie verlieren sich im Rückzug.

Diese Phänomene gehen im Mann psychologisch immer in Hand.

Zusammenfassung:

Männer bewerten eher, als dass sie empfinden.

Sie suchen sich lieber etwas, das sie begehren und ins Visier nehmen können, statt die schwierigen Grauzonen des Lebens oder Beziehungen durchzustehen.

Einfach, direkt und nützlich ist „gut“ im männlichen Weltverständnis – auch wenn es um Frauen, Liebe und Beziehungen geht.

Schwierige Gefühle oder unklare emotionale Verhältnisse münden sehr oft im Rückzug – einer männlichen Form der Kontrolle.


Interessanter Artikel:

So unterschiedlich bewerten Mann und Frau ihr Geld

Artikel: ScienceMag (Englisch)


Männer von der anderen Seite des Lebens aus betrachten

Das alles muss als Eigenschaft im Mann nicht immer nur tendenziell schlecht sein.

Männer machen Fehler innerhalb dieser Eigenschaften, aber die Veranlagung dazu hat auch seine Momente, in denen diese Verhaltensweisen Sinn machen können.

Darum gibt es sie als Verhaltensmuster im Mann.

Würden sie nur Schaden anrichten, wären Männer nicht mit dieser Eigenschaft ausgestattet.

Was du immer bedenken solltest:

Männer bewegen sich mit all ihren Eigenschaften auf der anderen Seite des Lebens und stellen ein Gleichgewicht zu den Frauen her.

Zum Beispiel wenn es um den beschriebenen Zusammenhang geht, dass Männer sich distanzieren oder emotional kühl werden können, wenn es um emotionale Grauzonen in Beziehungen geht.

Dazu sollte man auch auf der anderen Seite einmal ganz ehrlich sein:

Frauen können sich ewig im Kreis drehen.

Sie finden kein Ende, wenn es um schwierige Gefühle oder dramatische Beziehungen geht.

Dann muss noch dieses und jenes gefühlt und emotional ergründet werden!

Jeder Nebensatz des Mannes muss gedeutet und in seiner emotionalen Relevanz verstanden werden!

Jedes Gefühl soll beachtet und jedem noch so kleinem Unterschied in Empfindungen muss eine wesentliche Hauptrolle eingeräumt werden. 

Sehr oft kommen Frauen darüber auch nicht weiter.

So viele Frauen stecken in falschen oder schlechten Beziehungen fest, nur weil sie keine echten Entscheidungen treffen können.

Weil alles irgendwie „emotional schwierig“ ist und der ständige Seufzer lautet: „Es ist kompliziert!“ 

Oder sie bringen in konfliktreichen Situationen auch dann immer noch viel zu viel Geduld mit schwierigen Umständen oder eigentlich unerträglichen Menschen auf, obwohl ein simples gradliniges „Basta!“ schon längst ein kleines Wunder bewirkt hätte.

Männer haben über ihre Tendenz kategorischer zu handeln und zu fühlen weniger Geduld in diesem Momenten. 

Männer handeln unter diesen Eindrücken viel eher und direkter.

Auch wenn es dann oft nur in Rückzug oder ein schroffes „Mir reicht es jetzt!“ mündet.

Doch manchmal kann das Wunder wirken.

Und manchmal ist es einfach notwendig.

Weil der weibliche Weg bestimmte Situationen anzugehen auf seine Grenzen stößt oder einfach kein Ende finden.

Wie Unterschiede einen höheren Sinn ergeben

Frauen bewerten dieses Verhalten des Mannes in der Regel jedoch dann ganz anders – vor allem in ihren Beziehungen.

Sie empfinden es als passiv, feige oder als Flucht in Aggression oder Gefühlsarmut.

Und sehr oft stimmt das auch, gar keine Frage.

Aber eben nicht immer.

Manchmal greifen die beiden unterschiedlichen Lebensauffassungen von Mann und Frau dadurch sinnvoll ineinander und ergänzen sich.

Auch wenn sie an der Oberfläche völlig unterschiedlich erscheinen. 

Wenn Männer schroff oder abweisend auf einen endlosen Kreislauf der Gefühle reagieren, dann ist die Psychologie dahinter ist eine (männliche) Form von Begehren mit Ziel und Zweck zu formulieren:

„Ich will diese (weibliche) Grauzone nicht. Schluss damit!“

Manchmal braucht eine Beziehung oder eine bestimmte Situation diese kantige Entscheidungskraft der Männer.

Wenn Frauen sich verrennen oder einfach kein Ende finden, dann kann ein männliches „Schluss jetzt!“ durchaus Sinn machen, auch wenn es unbequem wirkt.

Umgekehrt mildern Frauen über ihre Eigenschaften die oft starrsinnige Gradlinigkeit der Männer durch mehr Gefühl, Verständnis und Geduld.

Zusammen können diese Eigenschaften einen höheren Sinn für das Miteinander ergeben.

Vor allem wenn man diese Unterschiedlichkeit im Anderen akzeptiert und bereit ist sie zu leben, statt sie zu bekämpfen, ständig zu kritisieren oder unablässig im Partner verändern zu wollen.

Natürlich gibt es einen signifikanten Unterschied zwischen Gefühlskälte, Aggression oder falscher Dominanz und der Eigenschaft eines Mannes auch mal Grenzen zu setzen.

Doch diesen Unterschied wirst du fühlen.

Der Moment wird dich nicht wirklich emotional und auf Dauer verletzen, auch wenn er dir im ersten Moment unbequem erscheint oder du erst einmal wütend bist.

Schnell-Tipp: Versuche gelassener mit den Widersprüchen im Mann umgehen.

Versuche bewusster die männlichen Widersprüche durch deine eigenen weiblichen Eigenschaften abmildern, statt sie im Gegenüber zu bekämpfen.

Lebe weibliche Werte und Eigenschaften bewusst vor, statt die Männer ständig zu kritisieren und zu bekämpfen, weil sie wie Männer leben und denken und nicht wie Frauen. 

Es ist ein Weg der Mitte.

Wenn du jede Emotion im Umgang mit Männern als Kompromiss zwischen zwei Welten begreifen kannst, wird dich entspannter und generell gelassener machen.

Das bedeutet nicht, dass du deine weiblichen Eigenschaften dadurch zurückstellen oder falsche Kompromisse zulassen musst.

Eine Begegnung zwischen zwei Welten ist auch eine Verhandlungssache aus Respekt und Verständnis von beiden Seiten.

Beharre auf deine weiblichen Werte und Eigenschaften. Aber gestehe den Männern etwas Milde zu, dass sie die Welt auf ihre Weise sehen und bewältigen wollen.

Die emotionalen Erwartungen der Männer verstehen

Männer erwarten also insgesamt ein anderes Empfindungsbild in der Liebe:

Etwas gradliniger, etwas logischer und oft auch etwas zu kategorisch.

Das erfüllt sich innerhalb von Liebe und Beziehungen natürlich so nie vollständig, weil Leben, Liebe (und Frauen) ihre ganz eigenen Regeln haben und sich wenig um den Starrsinn der Männer kümmern.

Aber aus dieser generellen Wunschrichtung heraus gehen Männer zumindest ihre Beziehungen an.

Bis diese dann von der Wirklichkeit und Andersartigkeit der Frauen deutlich durchgemischt werden.

Und Frauen müssen genau das tun – die Gefühle der Männer durcheinander bringen!

Ansonsten wäre die Liebe durch die strikten Vorstellungen der Männer viel zu starr und zu leblos.

Erst durch die Andersartigkeit von Mann und Frau bekommt Liebe ihre Dynamik und Vollständigkeit.

Und das gleiche Prinzip gilt auch für dich als Frau:

Die Männer werden dich mit ihrer Andersartigkeit verwirren und sicherlich oft ratlos machen.

Du kannst allerdings nach und nach lernen, dass das genau so sein muss.

Und dass das dir genauso gut innere Stärke und Zuversicht liefern kann, wenn du verstehst, dass damit eine unsichtbare Balance aus Widersprüchen zwischen dir und den Männern gebildet wird.

Wo der Mann das Alpha ist, bist du das Omega.

Was für ihn absolut logisch ist, erzeugt in dir ganz sicher den Wunsch dir die Haare zu raufen.

Und wenn dir im Gegenzug eine Sache glasklar erscheint, kannst du davon ausgehen, dass der Mann praktisch nur Bahnhof versteht.

Aber zusammen bildet sich daraus eine unsichtbare Balance zwischen dir und der Welt der Männer.

Und man kann lernen, diese Balance für sich zu nutzen.

Denn immerhin konkretisiert die Andersartigkeit des Anderen auch das, was einen selbst ausmacht.

Die widersprüchliche Balance zwischen Mann und Frau

Diese unsichtbare – allerdings widersprüchliche – Balance zwischen Mann und Frau ist aus den genannten Gründen nie eine reine „Harmonie“ oder ein ständiges „bequemes Glück“!

Sie ist in vielen Aspekten aus gutem Grund fordernd und verwirrend.

Denn genau das drückt beide Seiten regelmäßig aus ihrer Komfortzone heraus und hinein in neue Erfahrungen und Welten zwischen Mann und Frau.

Die gegenseitige Widersprüchlichkeit zwischen Männern und Frauen mischt ständig die Karten neu.

Und zwingt uns beweglich zu bleiben, eigene Stärken zu entwickeln, Schwächen auszugleichen und vor allen nie einzuschlafen in einer falschen Vorstellung von Glück und Harmonie.

Das ist gut und gesund. Auch wenn es manchmal nervt oder immer mal wieder anstrengend und unbequem ausfällt.

Als Frau musst du über diesen Zusammenhang damit leben, dass Männer nun einmal anders lieben und empfinden – und das sehr oft gegensätzlich zu dir.

Aber zusammen ergibt das später ein übergeordnetes und vollständiges Bild.

Wenn Männer vor den Grauzonen flüchten, dann auch deswegen, weil Frauen diese auch durchaus übertreiben können.

Dafür weicht eben diese weibliche Fähigkeit der Grauzonen oft den Starrsinn oder das Schwarz/Weiß-Denken der Männer auf oder macht es ihnen unmöglich sich zu bequem darin einzurichten.

Ein guter Partner ist auch immer etwas „Pain in the Ass“ – eine nervige Erinnerung, dass wir nie so perfekt und vollständig sind, wie wir das von uns manchmal gerne annehmen würden.

Schnell-Tipp: Ein guter Partner ist auch immer ein bisschen „Pain in the Ass“ und eine gute Liebe ist niemals zu viel Komfortzone!

Was als erster Schritt entscheidend ist: Männer lieben anders.

Und wie das genau ausfällt und was das für dich als Frau bedeutet, schauen wir uns in den nächsten Abschnitten genauer an.

Checkliste Männer verstehen

  • Männer lieben gradliniger als Frauen.
  • Die männliche Liebe verlangt immer eine gewisse Logik: Richtung, Ziel, Zweck.
  • Reines Gefühl an sich ist für Männer kein echter Wert und zu unkonkret.
  • Richtung, Begrenzung, Ziel und Zweck – der ideale Verlauf der Liebe für Männer.
  • Frauen müssen die Vorstellung und Erwartungen der Männer innerhalb der Liebe durch ihre Andersartigkeit immer etwas durcheinander zu bringen – das ist ihre natürliche Aufgabe!
  • Durcheinanderbringen verhindert falsche Komfortzonen in der Liebe.
  • Ein guter Partner ist auch mal anstrengend. Sinnvoll anstrengend.

Tipp Männer verstehen: Die Liebe der Männer ist ihrem Naturell nach ganz anders als die Liebe der Frauen.

Als Frau solltest du von Männern keinen weiblichen Umgang mit Gefühlen, Liebe und Bindungen erwarten.

Es ist besser, wenn du ihre Welt durch deinen weiblichen Umgang mit der Liebe ergänzt und ruhig auch ein bisschen durcheinander bringst.

Das sorgt für dauerhafte Anziehung zwischen euch durch gelebte Unterschiedlichkeit!

Kapitel 2: Die Liebe der Männer: Vom formlosen Gefühl zur anwendbaren Form

Männer sind also immer etwas logischer in der Liebe.

Zielgerichteter.

Aber was bedeutet das eigentlich genau?

Welche Logik steckt in der männlichen Liebe?

Und warum ist sie dadurch anders als die Liebe der Frauen?

Die Logik in der Liebe der Männer hat ihrer Natur nach immer eine bestimmte Richtung.

Sie will erreichen, erobern und einnehmen.

Diese „Gradlinigkeit“ der männlichen Liebe fließt vornehmlich in die männliche Eigenschaft des Begehrens.

Begehren ist der Kern aller männlichen Eigenschaften und Begehren setzt ein Ziel, ein „Objekt des Begehrens“ voraus.

Männer lieben auch deswegen weniger (in einem weiblichen Sinne) „gefühlvoll“, weil ihre emotionale Struktur mit der Vorstellung des Objektes, der Ziele verbunden ist.

Männliche Liebe will auf etwas zufließen, statt etwas zu umgeben, einzuhüllen und zu verschmelzen, wie es eher die emotionale Tendenz in der Liebe der Frauen ist.

Männer lieben auf diese Weise anders als Frauen. Zielorientierter, durchsetzt von konkreten Absichten und im Grunde auch immer etwas egoistischer.

Willst du Männer verstehen, dann ist wichtig zu begreifen:

Die Liebe an sich und als reines Gefühl ist für Männer erst einmal kein wesentlicher Anreiz.

Das ist viel zu formlos und zu unkonkret für die männliche Welt.

Stop: Kurze Erklärung und ein Beispiel

Die großen Liebesfilme und Liebesgeschichten der Welt drehen sich vor allem darum, dass sich Paare nicht bekommen.

Dass sich große Schwierigkeiten und große Dramen zwischen eine große Liebe drängen und dass deswegen gelitten, gekämpft und gestorben wird.

Während Frauen schluchzend zum Taschentuch greifen, fragen sich Männer in der Zeit, was der ganze Unsinn eigentlich soll?

Wozu soll das gut sein, tiefgreifend für eine Liebe zu leiden, sich zu verzehren und vor allem, sich das ganze Drama auf die Schultern zu laden?

Vor allem, wenn es am Ende doch sowieso zu nichts führt?

Völlig unverständlich!

Zumindest für einen Mann.

Männer-Filme handeln davon, wie man einem Pulk von Feinden und Bösewichtern etwas auf die Glocke gibt, um sich am Ende die schöne Frau zu sichern.

Das Bekommen ist den Männern wichtiger als das Fühlen, Schmachten und Leiden in den Frauen-Geschichten.

Männer sind pragmatisch: Bösewichte erschlagen. Frau bekommen. Gut ist!

Was bedeutet das für dich? Ganz einfach:

Männer wollen bekommen.

Frauen wollen fühlen.

Natürlich wollen Frauen auch einen/ihren Mann bekommen.

Aber was sie dabei fühlen, vor allem auf dem Weg dahin, ist oft wichtiger als das tatsächliche Erreichen.

Eine unerfüllte Liebe kann eine Frau zum Beispiel emotional viel bedeutsamer und länger beschäftigen als eine funktionierende Beziehung.

Im Mann lebt die Motivation: „Ich habe alle Monster/Feinde erschlagen. Jetzt habe ich die schönste Frau der Welt. Und damit ist auch gut!“

Das ist eine zielgerichtete Form der Liebe: „Ziel gefunden, Schwierigkeiten überwunden, Ziel erreicht! Ich bin ein Held!“

Für Frauen sind die Schwierigkeiten auf dem Weg zu Liebe und das, was man auf diesem Weg fühlt dagegen oft viel wichtiger und entscheidender als das Erreichen der Liebe selbst. 

Das reine Gefühl kann eine Frau viel länger beschäftigen als den Mann.

Und darin unterscheiden sich gewisse Aspekte der Liebe in Mann und Frau:

Frauen lieben emotional.

Männer lieben eher zielbezogen und pragmatisch.

Natürlich überschneidet sich das in beiden Welten hin und wieder.

Frauen können natürlich ebenso pragamtisch in der Liebe oder Partnerwahl sein.

Aber Frauen haben (…zumindest irgendwann oder ab und zu…) einen emotionalen Überhang, der das Gefühl wichtiger macht als das Ergebnis.

Und darin sind Männer eben tendenziell anders gestrickt.

Männer verstehen: Wie lieben Männer ganz konkret

Die männliche Welt ist über diese Eigenschaft durchsetzt vom Streben nach Nutzwert.

Also sollte auch die Liebe für Männer einen gewissen „Nutzwert“ haben, damit sie sich dafür interessieren.

Für Männer muss sich Liebe vom formlosen Gefühl in eine konkrete und anwendbare Form verwandeln.

Wenn du Männer verstehen willst, dann solltest du sie immer über den genauen Weg betrachten, den ihre Liebe durchläuft:

Vom Gefühl hin zur Form hin zum Nutzen – so geht die innere emotionale Logik ihren Weg durch die männliche Art zu lieben.

Nur Gefühl ohne Form und Nutzen, ist für Männer kein erstrebenswerter Zustand.

Männer sind die Handwerker der Liebe – für sie muss die Liebe in Attribute wie nützlich, erlebenswert und handfest münden, ansonsten geht sie in ihrer Form als reines Gefühl völlig an der männlichen Natur vorbei.

Der erste Nutzwert, den man in der Schnittmenge zwischen Mann und Frau findet, ist natürlich erst einmal Sexualität.

Männer sind auch deswegen so sexuell, weil das für sie den Nutzwert herstellt, den sie in der Liebe finden müssen, damit sie sich richtig und stimmig anfühlt.

Das Ideal der reinen Liebe ohne Sexualität aber voller Gefühl erzeugt über den Köpfen der Männer nur ein riesiges Fragezeichen: „Wozu soll das gut sein?“

Checkliste Männer verstehen

  • Die Liebe der Männer will erreichen und erobern.
  • Männer verlangen in den Gefühlen der Liebe immer einen gewissen Nutzwert.
  • Der Weg der männlichen Liebe: Vom Gefühl zur Form zum Nutzen.
  • Männer sind die Handwerker der Liebe – für sie sollte Liebe praktisch und konkret sein!
  • Sexualität schafft für Männer den gefühlten Nutzwert innerhalb der Liebe.

Tipp – Männer verstehen: Je konkreter und pragmatischer eine Liebe ausfällt, desto besser kommen Männer mit ihr zurecht.

Sexualität solltest du als Frau emotional nicht überbewerten – für Männer ist sie nur eine Bestätigung, dass eine Liebe auch immer einen praktischen und konkreten Nutzen hat.

Auf diese Weise fühlt sich die Liebe richtiger und stimmiger für Männer an!

Wenn du in all das zu viel interpretierst und hineindeutest, wird dich das Leben mit Männern schnell frustrieren.

Männer sind da sehr einfach und bodenständig gestrickt und werden daher nie deinen vollständigen emotionalen Erwartungen entsprechen. Das ist ihre Art zu lieben.

Und die ist anders als deine!


Auch interessant:

Studie: Unterschiede zwischen Mann und Frau in Empathie und Vergebung.

Mann Frau Empathie Unterschiede

Studie in Englisch.


Kapitel 3: Männer und Liebe – Nähe und der Aufbau von Vertrautheit

Die Gefühlswelt der Männer bewegt sich in der Liebe also insgesamt immer viel klarer und direkter.

Die männliche Liebe will sich auf etwas zubewegen.

Das männliche Naturell verfolgt generell lieber Ziele und Absichten. In allen Bereichen.

Also auch auf der Ebene der Gefühle.

Die männliche Liebe möchte deswegen immer gewisse Ziele und die Flussrichtung auf etwas zu empfinden, statt nur ein Gefühlswert an sich zu sein.

Männer verstehen ist auf diesem Gebiet daher gar nicht so schwer: Es geht auch hier um das Erobern und Erreichen.

Was dieses „Erobern“ und „Erreichen“ primär für die männliche Liebe sein soll, ist natürlich leicht zu erraten.

In der Liebe der Männer ist das erstes Ziel natürlich immer erst einmal: Die Sexualität der Frau soll „eingenommen und erobert werden“!

Das ist er erste und der konkreteste Nutzwert der Liebe in der Welt der Männer.

Das vermittelt ihnen die emotionale Logik, dass sie dadurch in der Liebe etwas erreichen und für sich in Besitz nehmen.

Wenn das geschieht, ist für Männer schon mal ein ganz wesentlicher Teil der Liebe erfüllt.

Die Sexualität der Frau übersetzt quasi für Männer dieses Bedürfnis und stellt ihnen das Gefühl aus: „Angekommen!“

Natürlich haben Frauen in Sachen „Angekommen!“ eine ganz andere Vorstellung deswegen geht der „Spaß“ danach dann auch erst richtig los.

Im Grunde ist auf diese Weise um Sexualität ein ewiger Disput zwischen Mann und Frau gestrickt:

Der Mann empfindet dadurch einen großen Teil der Liebe als erfüllt – Frauen tendieren dagegen dazu sexuelle Intimität erst als einen Anfang von „Etwas“ zu sehen.

Dieses „Etwas“ ist eben in Mann und Frau ganz anders geformt.

Das „Etwas“ inklusive aller Gefühle und dem Drang nach Verbundenheit nach gemeinsam erlebter Sexualität ist für Männer viel schwerer zu greifen, weil sich in ihrem Weltverständnis der wichtige Teil – der pragmatische und nützliche Teil – der Liebe damit schon erfüllt hat.

Dieses ganze Sammelsurium an weiteren Aspekten der Liebe und – Gott bewahre! – all dieser weiblichen Grauzonen nach der Sexualität ist für Männer so schwierig zu fassen.

Weil das alles im Verständnis der männlichen Welt eben nie unmittelbar nützlich ausfällt.

Auch wenn es langfristig natürlich viel bedeutsamer ist, weil hier die Grundlagen echter Beziehungen gelegt werden.

Aber es ist halt nicht unmittelbar nützlich, noch direkt greifbar lustvoll oder in einem männlichen Sinne unterhaltsam.

Männer haben dadurch auf diesem Gebiet eine gewisse Kurzsichtigkeit.

Allerdings nicht unbedingt in einem negativen Sinn, denn ihre Natur betrachtet das Phänomen einfach aus einem ganz anderen Blickwinkel.

Sie sind kurzfristig pragmatischer und handfester – und nicht so orientiert an langfristigen Vorstellungen aus Romantik und Verbundenheit.

Das macht sie auch oft etwas entspannter und nicht gleich so überemotional engagiert.

In manchen Abschnitten und Phasen von Leben und Beziehungen kann das durchaus auch mal von Vorteil sein.

Während manche Frauen nach jeden Kuss gleich vom „Prinzen ihres Lebens träumen“, kann ein männliches und unaufgeregtes „Mal sehen, es läuft…“durchaus ein sinnvolles Gleichgewicht herstellen.

Das bedeutet: Auch wenn diese Kurzsichtigkeit der Männer Frauen tendenziell gegen den Strich geht – in ihr liegt durchaus ein verborgener Sinn: Sie erzeugt Unterschiedlichkeit.

Und diese Unterschiedlichkeit mischt die Karten zwischen Mann und Frau immer wieder neu und hält sie beschäftigt.

Und genau das führt sie immer wieder zusammen.

Checkliste Männer verstehen

  • Das Gefühl „Angekommen“ bauen Männer und Frauen in der Liebe aus ganz unterschiedlichen Richtungen auf.
  • Männer beziehen ihre Bestätigung innerhalb der Liebe zu einem großen Teil aus Sexualität, Frauen eher aus einem vertrauten Miteinander.
  • Verbundenheit und Nähe nach Sexualität ist für Männer schwieriger zu begreifen, weil darin kein kurzfristig fühlbarer Nutzwert liegt.
  • Dieser Unterschied erzeugt in Männern eine gewisse emotionale Kurzsichtigkeit
  • Diese Kurzfristigkeit der Männer ist nicht zwangsläufig negativ – sie fördert Unterschiedlichkeiten und Dynamiken zwischen Mann und Frau.

Tipp – Männer verstehen: Als Frau solltest du die Zeit nach Intimitäten nie überbewerten.

Männer sind etwas kurzsichtiger, weil sie auf dieses Phänomen aus einer anderen Perspektive heraus betrachten.

Als Frau solltest du nie kurzfristig überreagieren, wenn du aus deiner weiblichen Perspektive heraus den Eindruck hast, dass Männer auf diesem Gebiet generell ein emotionales Defizit haben.

Als Frau gewinnst du gegenüber Männern immer über die langfristigen Einflüsse und nie über die kurzfristigen.

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Und wie verbindet sich dieses emotionale Puzzle-Spiel im Mann zu der wundervollen Einsicht: „Ich liebe diese Frau!“ 

Schnell-Check: Lohnt es sich für dich diesen Abschnitt zu lesen?

  • Bist du dir manchmal nicht sicher, was Männer eigentlich wirklich suchen?
  • Bist du öfter unsicher darüber, was Männer in Beziehungen mit dir suchen?
  • Hast du den Eindruck, dass Männer unemotional sind? Zu verschlossen?
  • Nervt dich der Mangel an Romantik? Oder übertreiben es Männer manchmal damit?
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Überblick: Worum geht es in diesem Abschnitt?

Männer verstehen: Thomas Lojek, Autor von Gebrauchsanleitung Mann: Die Gefühle der Männer und Das geheime Muster der Liebe, schildert in diesem zweiten Abschnitt von

„Männer verstehen“

die Art und Weise, wie Männer mit Emotionen und Gefühlen innerhalb der Liebe umgehen.

  • Was macht eine Beziehung für Männer sinnvoll und erlebenswert?
  • Was bedeuten Romantik und Sehnsucht für Männer?
  • Sind Männer im Grunde emotional weich und gefühlvoll?
  • Oder doch eher verschlossen und unsensibel?

In diesem Abschnitt findest du wesentliche Einblicke in die natürlichen Verläufe der männlicher Emotionen!

Wenn dich das interessiert, dann bleib am Ball: Es lohnt sich für dich! 

Die wichtigsten Inhalte in diesem Kapitel

  • Was macht Liebe für Männer praktisch erfahrbar?
  • Wie pflegen Männer Gefühle?
  • Welchen Weg schlägt die Liebe der Männer in Beziehungen ein?
  • Begehren oder Liebe – Wie unterscheiden Männer diese Emotionen?
  • Wann ist eine Beziehung für Männer richtig und glücklich?
  • Romantik und Sehnsucht in den Gefühlen der Männer.
  • Wie Männer romantische Sehnsucht und bodenständige Liebe unterscheiden.
  • Wichtige Unterschiede in männlichen Gefühlen und weiblichen Gefühlen.

Männer verstehen Abschnitt 2: Wie liebt ein Mann?

Kapitel 1: Männer verstehen: Was suchen Männer in der Liebe?

Um Männer innerhalb von Liebe und Beziehungen wirklich verstehen zu können, ist dieser Zusammenhang sehr wichtig:

Sexualität ist für Männer nur eine Grundsatzbestätigung, dass ein genereller Nutzen in der Liebe liegt und sie nicht nur aus Idealen und Gefühlen besteht.

Moment…

„Grundsatzbestätigung“? „Genereller Nutzen“?

Was hat das denn mit Liebe zu tun?

Liebe ist doch ein Gefühl? Selbstlos und wunderschön.

Das ist zwar richtig.

Doch innerhalb dieses Gefühls gestalten sowohl Mann als auch Frau ihre jeweiligen Prioritäten und Wahrnehmungen anders.

Frauen lieben zum Beispiel viel emotionaler.

Männer dagegen wesentlich pragmatischer.

Und Sexualität macht die Liebe für einen Mann etwas mehr „pragmatisch“ und darüber für ihn erst wirklich real.

Was du dir als Frau dazu immer klar machen solltest: 

Männer sind keine reinen Gefühlswesen.

Etwas in ihnen verlangt nach etwas „Handfestem“, damit Liebe eine reale Erfahrung und damit „greifbar“ werden kann!

Und der direkteste Draht zu diesem Eindruck ist im Mann vornehmlich das Erleben von Sexualität.

Sie verwandelt für einen Mann das abstrakte Ideal „Liebe“ in eine konkrete, reale Erfahrung.

Nur ein reines Gefühl zu erleben, reicht einem Mann nicht.

Jedenfalls nicht auf Dauer.

Irgendwann muss er zugreifen.

Bestätigung darin finden, dass seine Liebe „in etwas mündet“.

Ein Mann kann sich nicht dauerhaft damit aufhalten „nur zu fühlen“.

Für ihn muss das Gefühl in ein Ergebnis münden.

Und weil das so ist, bewegen sich Mann und Frau in der Liebe von sehr unterschiedlichen Polen aus aufeinander zu: 

Männer greifen nach der Liebe. Frauen erleben und durchleben die Liebe. 

Das ist ein bedeutsamer Unterschied.

Wie Männer ihre Gefühle ausdrücken möchten

Dieser besondere Zusammenhang ist deswegen so bedeutsam, weil er erklärt, warum Männer in der praktischen Empfindung von Emotionen besser sind als in der Pflege reiner Gefühle.

Warum sie deutlich mehr Energie in das Begehren und Erobern stecken als später in die wichtige spätere Pflege von Gefühlen und der Beziehung an sich.

Um Männer wirklich verstehen zu können: Reine Gefühle pflegen Männer deutlich weniger, weil die sich außerhalb ihres pragmatisch veranlagten Radars bewegen.

Es ist nicht so, dass sie das nicht fühlen oder generell gar nichts fühlen.

Oder ihnen die Bedeutung von Gefühlen nicht klar ist.

Es kommt ihnen halt nur weniger in den Sinn.

Der interne Fokus der Männer hat die Tendenz unkonkrete oder reine Gefühle und all deren Aspekte eher auszuschalten und an den Rand zu drängen, weil es ihnen zu unkonkret und darüber weniger wichtig vorkommt.

Sie filtern es heraus, weil es weniger unmittelbar notwendig, noch direkt pragmatisch ist. 

Um praktische Emotionen kümmern Männer sich dagegen sehr gerne.

Versorgung, Macht, Karriere, Sexualität, Gebiete, Verteidigung.

Das ist alles viel mehr greifbar und in sich viel logischer für einen Mann als „gefühlte Verbindungen“ oder abstrakte dafür fühlbare Erfahrungen wie Aufmerksamkeit, Zuwendung, Stimmungen und Gefühle.

Männer sind etwas mehr die Handwerker der Liebe.

Die interne Gleichung der Männer lautet:

Vom Gefühl in eine konkrete Handlung. Und von da aus in ein konkret erfahrbares Ergebnis.

Handlungen und Ergebnisse sind für einen Mann der primäre Schwerpunkt der Liebe.

Während Frauen viel eher Wert darauf legen, was während oder durch Handlungen gefühlt wird.

Ein Prozess insgesamt und dessen begleitenden Emotionen sind für Frauen sehr oft viel wichtiger als die Ankunft, das Ergebnis oder das unmittelbar Greifbare. 

Doch das ist genau die Richtung, die Männer einschlagen wollen. Im Leben und in der Liebe.

Männer können einer Frau die Welt zu Füßen legen, materiell und persönlich.

Der Wunsch nach einem echten Gefühl kann einen Mann dagegen völlig ratlos zurücklassen. 

„Ich habe doch alles getan? Warum ist sie nie zufrieden?“

Frauen empfinden das als lieblos an Männern. Was nützt einer Frau die Welt zu ihren Füßen, wenn nichts dadurch gefühlt wird? Eine Frau wird das niemals akzeptieren. 

Doch Männer meinen es nicht einmal böse damit, noch sind sie nach ihrer Interpretation dadurch wirklich „lieblos“.

Sie drücken sich nur viel deutlicher über das aus, was ihre Hände anfassen, besitzen und erobern können. 

Und das gilt eben dann auch für die Erfahrung von Sexualität und der allgemeinen männlichen Tendenz, dass sie zwar intensiv begehren, dafür aber weniger dauerhaft „gefühlvoll“ lieben. 

Den männlichen Weg der Liebe verstehen

Es gibt diesen populären Witz über Männer: Dass Männer besser sehen als fühlen können. Weil sie Frauen lieber körperlich begehren als emotional.

Auch wenn das generell zutrifft, greift dieser Witz im Grunde nur zur Hälfe. 

Männer begehren zwar lieber und dann auch vornehmlich sexuell. Das stimmt. Aber Liebe muss nun mal für Männer einen eher bodenständigen und dadurch auch praktischen Nutzen vermitteln.

Das kann nur das Begehren, die Eroberung leisten. Zumindest für einen Mann. 

Das ist in diesem Zusammenhang weder richtig noch falsch.

Es ist erstmal nur der männliche Weg der Liebe, der später die weibliche Welt der Empfindungen auf seine Weise kreuzen und dann ergänzen und durchaus auch herausfordern muss.

Es kann (darf) nicht zu einfach sein. Für keine der beiden Seiten. Ansonsten verliert die Liebe zwischen Mann und Frau an Anziehung und Faszination. 

Als Frau wirst du also damit leben müssen: Männer lieben immer etwas konkreter und zielgerichteter. Sie lieben anders als du. 

Sexualität bestätigt entsprechend für einen Mann, dass Liebe nicht nur eine formlose Hoffnung, sondern ein ganz konkreter Moment in seinem Leben ist. 

Diese Verbindung ist tief mit dem männlichen Dasein verwurzelt.

Warum sich Männer in Beziehungen weniger verrückt machen

Wenn du als Frau Männer wirklich verstehen möchtest, dann solltest du Männern an dieser Stelle jetzt einmal ganz vorbehaltlos zugestehen, dass all diese so geschilderten Eigenschaften per se nicht unbedingt schlecht sein müssen.

Selbst wenn es deiner weiblichen Sicht der Dinge ganz erheblich zuwider läuft, dass Männer so sind und eher begehren als fühlen wollen.

Männer sind eben anders. Und ihre Form zu lieben oder Beziehungen zu gestalten, bewegt sich in einem natürlichen Widerspruch zu den weiblichen Prinzipien der Liebe. Das ist wichtig und richtig so. 

Männer sorgen zum Beispiel über ihr Begehren dafür, dass die Liebe irgendwo ankommt und nicht nur auf Luftschlösser und luftige Emotionen baut.

Frauen neigen nämlich schon mal ganz gerne dazu, sich in reine Emotionen zu verrennen, die nirgendwo hin führen.

Während Frauen noch ausgiebig leiden, zaudern, verzweifeln, fühlen und alles möglichst intensiv erfahren und durchleben wollen, kommt der Mann dann irgendwann mit seinem zielstrebigen und eher pragmatischen Begehren ins Spiel und bringt die Sache auf den Punkt.

Er verführt, gewinnt, erobert, grenzt ab.

Und sei es durch die männlich Ignoranz, dass nicht auf jedes Detail und jede einzelne Stimmung Rücksicht genommen werden muss, wenn am Ende ein sinnvoll, greifbares Ergebnis steht.

Männer sind durchaus etwas stumpfer, aber in bestimmten Situationen dann eben auch sinnvoll pragmatischer. Das ist ihr Vorteil und eben manchmal ihr Nachteil. Auch in der Liebe. 

So wie Frauen das Fühlen brauchen, brauchen Männer dann irgendwann das Ergebnis, das Ziel, ein Grenze und durchaus auch ein Nutzen und nicht nur das luftige, rein Spiel der Gefühle. 

Da kommen die Männer dann irgendwann als Pragmatiker und zugreifendes Element ins Spiel. Männer schaffen in ihrem Begehren Fakten und greifen einfach nach ihrem Glück, sprich: Sie greifen sich die Frau. 

Und darin liegt die besondere Stärke der Männer: Sagen und umsetzen zu können: „Das will ich, das gehört mir!“ und dann einfach zupacken zu wollen!

Um Männer zu verstehen, muss man von diesem Punkt aus genauer hinschauen: Das männliche Beziehungsempfinden ist aus den genannten Gründen ganz anders gestrickt und aufgebaut als das der Frau.

Männer genießen „Beziehung an sich“ nicht so sehr wie Frauen und brauchen auch nicht den reinen Fluss der Gefühle.

Die Beziehung mit einer Frau muss vor allem ganz konkrete praktische Bedürfnisse erfüllen.

Wenn sie das tut, dann passt die Beziehung auch für einen Mann.

Männer müssen nicht alles durchfühlen oder hinterfragen.

Wenn es irgendwie nützlich ist, ist es gut.

Das reicht Männern dann auch schon als Entscheidungsgrundlage, ob eine Beziehung funktioniert oder nicht.

Männer machen sich deswegen auch viel weniger verrückt, was Beziehungen angeht.

Solange sie den Eindruck eines geregelten Nutzwertes haben, können sie sich mit dem Leben und der Liebe ganz gut arrangieren.

Die luftigen und komplizierten Überlegungen und Fühlwerte, die Frauen in ihren Beziehungsmustern von oben bis unten durchfunken, brauchen Männer gar nicht.

Pragmatisch, praktisch, gut… das ist das grundlegende männliche Rezept der Liebe.

Für männliche Liebe gilt: Nutzwert geht vor Fühlwert!

Wenn du Männer verstehen möchtest, ist dieser Zusammenhang wichtig!

Männer und die reinen Gefühle der selbstlosen Liebe

Die männliche Formel der Liebe „Nutzwert geht vor Fühlwert“ mag sich für Frauen erst einmal irritierend bis verwerflich anhören.

In der emotionalen Logik der männlichen Welt macht das allerdings absolut Sinn.

Wenn es nützlich ist, ist es wert gefühlt zu werden – so funktioniert die emotionale Welt der Männer. Und nicht: Man kann es fühlen, also muss es auch etwas wert sein.

Darin liegt ein ganz wesentlicher Unterschied zwischen Mann und Frau!

Wenn du Männer verstehen willst, dann solltest du dir diese Unterschiedlichkeit in Art und Weise mit Gefühlen umzugehen, regelmäßig vor Augen führen. Für dich als Frau wird das dein Leben mit Männern um einiges leichter machen, wenn dir das bewusst ist!

Und aus der Perspektive der Männer heraus betrachtet: Völlig unsinnig erscheint Männern im Gegenzug dazu das ganze Getue der Frauen um reine Gefühle und selbstlose Liebe. Das entzieht sich ihnen.

Natürlich haben sie auch einen gewissen Zugang dazu, aber die letzten entscheidenden Ebenen bleiben ihnen in diesem Zusammenhang dann doch eher fremd und nie vollständig zugänglich.

Für Männer ist deswegen eine Überbetonung dieser Aspekte in der Liebe dann auch eine eher seltsame und weltfremde Spinnerei der Frauen. Aber man lässt sie halt machen, weil Männer sich denken; „Na ja, Frauen halt… So sind sie nun mal!“.

Männer sind deswegen in den große Idealen der Liebe etwas entspannter. Sie lassen die Frauen dann emotional in ihrer Welt etwas „spinnen“ und machen sich selbst viel weniger Gedanken dazu, weil sie wissen, dass Frauen diesen emotionalen „Spinnereien“ regelmäßig nachhängen müssen.

Männer wissen auf eine gewissen Ebene instinktiv, dass Frauen das brauchen, weil sie darüber irgendwann wieder „schwach“ und „anfällig“ für das männliche Begehren werden.

Also lässt man als Mann die Frauen in ihrer Gefühlsduselei ein bisschen „spinnen“… bis es Zeit wird, um wieder konkreter und handfester in der Liebe zu werden: Und dann ist wieder das männliche Zupacken dran!

Und so schließt sich der Kreis: Am Ende haben Männer darüber ihren Nutzwert und Frauen ihren Fühlwert in der Liebe.

So schlecht ist diese Widersprüchlichkeit also nicht. Man muss sie halt einfach zulassen und nicht zu sehr über zu viel Nachdenken und seine persönlichen Ansichten zerpflücken.

Einfach geschehen lassen und Unterschiedlichkeiten bewusst leben. Das regelt erstaunlich viel zwischen Mann und Frau.

Checkliste: Männer verstehen

  • Männer genießen und brauchen „Beziehung an sich“ nicht so sehr wie Frauen.
  • Eine Beziehung sollte im Kern für Männer einen praktischen Zweck erfüllen.
  • Selbstlose Liebe und Liebe aus reinem Gefühl ist Männer eher fremd.
  • Für Männer gilt innerhalb der Liebe: „Nutzwert geht vor Fühlwert“!
  • Der männliche Weg der Liebe: „Wenn es nützlich ist, ist es wert gefühlt zu werden!“
  • Frauen brauchen den Fluss der Gefühle, Männer die konkrete Macht des Zupackens.
  • Dieser Unterschied erzeugt einen Kreislauf zwischen Mann und Frau, der sie auf Umwegen immer wieder zusammenführt.

Männer verstehen Tipp: Mach dich als Frau nicht zu verrückt wegen den Männern.

Ihre pragmatische Art zu lieben und zu fühlen, wird dich nur ständig auf die Palme bringen, wenn du zu sehr darüber nachdenkst.

Du bist als Frau eben anders gestrickt und stehst auf einer anderen Seite des Lebens.

Gönne dir deinen Teil der Liebe und den Männern ihren Teil der Liebe! Wenn du das zulassen kannst, führt es dich immer wieder mit ihnen zusammen.

Video: Was ist eigentlich mit den Männern los?

Video-Kommentar Thomas Lojek: Über die ehrlichen Gefühle der Männer!

Kapitel 2: Männer verstehen: Männer und Romantik

Bis jetzt war nur von Nutzwerten, Gradlinigkeit und emotionaler Logik innerhalb der männlichen Liebe die Rede.

Reicht das aus, um Männer verstehen zu können?

Und bedeutet das alles, dass Männer in der Liebe gar keine oder kaum Gefühle, sondern nur Nutzwertgedanken haben?

Nein natürlich nicht.

Männer verstehen bedeutet nicht, sie eindimensional zu machen. Aber es bedeutet mit graduellen Widersprüchen arbeiten zu müssen.

Für Männer sind Gefühle natürlich auch interessant und reizvoll – aber für Männer sind Gefühle eben nicht zu 100% ein Wert an sich.

Wenn nicht irgendein Ergebnis und Auskommen daran gekoppelt ist, bleibt die Welt der Gefühle den Männern zu unkonkret.

Das männliche Wesen hat das Bedürfnis aus Gefühlen etwas Konkretes machen – wenn das geschieht, ist ein Mann in seinem Element.

Natürlich haben Männer auch romantische Anflüge und Stimmungen oder geben hin und wieder mal den großen König der Gefühle.

Doch das sind eben nur Anflüge, niemals ein konstantes und wesentliches Bedürfnis im Mann an sich.

Das sind die Wogen und Wellen der Männer – sie türmen sich auf und verlaufen sich dann irgendwann am Strand des Alltags.

Wenn du als Frau Männer verstehen willst, solltest du nicht Welle und Meer verwechseln.

Welle und Meer sind vielleicht ähnlich, beide entspringen der selben Substanz – trotzdem gibt es einen Unterschied: Wellen kommen und gehen und das Meer bleibt.

Genauso ist der Unterschied zwischen dem Mann an sich und den romantische Gefühlen eines Mannes.

Stimmungen und Anflüge von romantischen Gefühlen im Mann sind seine Wogen aber nicht das Meer. Sie kommen und gehen.

Der eher emotionslose und bodenständige Teil des Mannes bleibt dagegen immer.

Er wird nur manchmal durch das Aufwallen der Gefühle verdeckt bis sich die Wogen wieder glätten und die Wellen am Strand auslaufen.

Das Meer der männlichen Gefühle ist auf seinem Grund eher gefestigt und pragmatisch.

Und unbeweglicher.

Männer stehen auf einem anderen emotionalen Grund als Frauen.

Männer unterscheiden zwischen der Woge und ihrem persönlichen Boden.

Wogen und Wellen lässt man(n) laufen oder verliert sich ab und zu mal darin – aber am Ende muss ein Mann wieder dahin zurück, wo er seinen festen Boden unter den Füßen hat.

Die innersten Gefühle der Männer sind eher fest und unbeweglich – dafür sehr klar und stark umrissen, mit dem Nachteil dass sie dadurch auch störrisch und unflexibel ausfallen können.

Kapitel 3: Männer verstehen – Emotionaler Boden statt Wogen der Gefühle

Wenn du Männer verstehen willst, solltest du als Frau aus diesen Gründen die Stimmungen und romantischen Höhenflüge der Männer nicht zu ernst nehmen.

Oder aufgrund dieser Anwandlungen annehmen, dass Männer eben doch durch und durch emotional und eigentlich doch ganz weich sind.

Das ist zwar durchaus richtig, aber eben nur als ein Teilaspekt in der Liebe der Männer.

Romantik und romantische Gefühle sind für Männer eine Randnotiz, ein Seitenphänomen – doch nie der innerste Kern ihrer Empfindungen.

Männer verstehen bedeutet hier, sich mit dem Umstand anfreunden zu müssen, dass Männer ganz froh sind, wenn sie in der Tiefe ihre Ruhe haben und auf festem Grund stehen.

Männer wollen gar nicht die ganz großen Gefühle oder die leidenschaftliche Sehnsucht.

Das ist nicht ihr Naturell; diese Art von Stimmungen stören sie, weil sie sich insgesamt doch lieber darauf konzentrieren würden die Welt zu erobern, coole Dinge zu erleben und alles mögliche heranzuschaffen.

Für Männer ist die romantische Sehnsucht der großen Gefühle wie das Dritte im Fernsehen: Manchmal bleibt man beim Zappen dort hängen, aber selten schaltet man ganz bewusst und von sich aus dort ein.

Männer verstehen ist vor diesem Hintergrund also gar nicht so schwer: Du musst dir nur vorstellen, dass Männer Gefühle eher durchzappen, als dass sie diese dauerhaft und bewusst einschalten wollen.

Männer organisieren auf diese Weise Gefühle ganz anders als Frauen: Sie hängen sich viel weniger an Gefühle oder finden sie unbedingt notwendig oder erfüllend.

Das macht sie in der Liebe unabhängiger und insgesamt emotional bodenständiger.

Manchmal auch langweilig oder gefühlskalt.

In seinen Ausprägungen nimmt das Phänomen auf diese Weise in Männern ganz unterschiedliche Formen an.

Sehr emotionale und romantische Männer – die große Ausnahme?

Natürlich gibt es auch übermäßig emotionale Männer, die ständig irgendwelche gefühlsmäßigen Sehnsüchte und emotionale Dramen brauchen und sich in Stimmungen und Emotionen verlieren möchten.

Du wirst allerdings feststellen, dass diese Männer insgesamt und in vielen Bereichen eher feminin ausfallen oder noch sehr jung und ungeformt sind.

Erwachsene, erfahrene oder sehr maskuline Männer werden dagegen wesentlich ausgeprägter die vorher beschriebenen Eigenschaften aufweisen.

Der Charakterzug „männlich“ ist zudem ganz wesentlich geprägt von dieser besonderen Unterscheidungsfähigkeit des Mannes: „Woge der Sehnsucht oder fester emotionaler Grund unter meinen Füssen“! 

Das macht im Kern Mannsein aus.

Dem Gefühl auch mal Widerstand zu leisten oder sich von den Wogen des Lebens nicht irritieren zu lassen, sondern seinen Wegen und Überzeugungen zu folgen, auch gegen Widerstände oder innere und äußere Zweifel, wenn es sein muss. 

Dazu braucht es Bodenhaftung.

Und die Fähigkeit kurzfristige Eindrücke und Stimmungen von langfristigen Perspektiven und Überzeugungen zu unterscheiden. 

Je ausgeprägter der Wille zu dieser speziellen Unterscheidung im Mann, desto maskuliner ist er in Auftreten, Wesen und Wirkung.

Ein echter Mann wird fest sein und auch fest wirken.

Das macht ihn so anziehend und attraktiv für Frauen. Er bewegt sich damit am anderen Ende des Spektrums des Lebens. Das ist reizvoll und wichtig. Auch wenn Frauen das vor sich selbst vielleicht nicht zugeben können. 

Checkliste: Männer verstehen

  • Männer unterscheiden zwischen romantischen Wogen und ihren innersten Gefühlen.
  • Der emotionale Grund der Männer ist fester, pragmatischer und bodenständiger.
  • Männer sind sowohl weich und gefühlvoll als auch hart und gefühlskalt: Sie sind beides!
  • Die weichen und romantischen Seiten des Lebens sind für Männer eher Randaspekte.
  • Männer zappen sich durch Gefühle. Sie hängen viel weniger daran fest.
  • Männer suchen nicht unbedingt Gefühle von sich aus.
  • Männer interessieren sich mehr für die Welt und was es dort zu erreichen und zu erleben gibt als für die ganz großen inneren Gefühle der Liebe.
  • Männer sind im Grunde froh, wenn sie emotional ihre Ruhe haben.
  • Wogen der Sehnsucht von emotionalem Boden unterscheiden zu können (und zu wollen), ist eine natürliche Eigenschaft der Männer.

Männer verstehen Tipp: Nimm die romantischen Anwandlungen der Männer nie zu ernst noch solltest du sie emotional überbewerten.

Nimm sie halt, wie sie kommen und gehen.

Nimm es nicht persönlich, nur weil ein Mann mal sanft und romantisch und dann wieder kühl und distanziert ist – so funktionieren Männer nun mal.

Verwechsle den Wellengang der Männer nicht mit deren Meeresboden!

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Männer verstehen Abschnitt 3: Die wahren Gefühle eines Mannes erkennen 

Gefühle, Vertrauen und Sicherheit in der Liebe finden


Im dritten Abschnitt von „Männer verstehen“ wirst du wesentliche Unterschiede in der Art und Weise lernen, mit der Männer Gefühle innerhalb von Liebe und Beziehungen angehen.

Und warum diese Unterschiede wichtig sind, obwohl sie anders ausfallen als Frauen das von der Liebe erwarten.

Die wichtigsten Inhalte in diesem Kapitel

  • Warum Männer emotional unabhängiger sind.
  • Wie Männer Gefühle einsetzen, um zu bekommen, was sie wollen.
  • Warum Männer genau das tut – und auch tun müssen.
  • Wie findest du emotionales Vertrauen und Sicherheit in deiner Beziehung?
  • Männer lieben anders – was bedeutet das für dich?
  • Welche Rolle spielt weibliches Verlangen nach emotionaler Bestätigung in der Liebe?
  • Wie kannst du mit Männern glücklich werden – auch wenn sie anders sind?

Kapitel 1: Wie und warum Männer Gefühle ganz bewusst einsetzen

Wenn du als Frau Männer verstehen möchtest, dann solltest du dir immer klar machen, dass Männer Gefühle ganz bewusst einsetzen, um dich als Frau interessiert bis gefügig zu machen.

Ihre Fähigkeit ein Gefühl von dem beschriebenen Boden des eigenen männlichen Daseins zu unterscheiden und diese beiden Aspekte nicht zu sehr vermischen zu wollen, gibt Männern die Fähigkeit Gefühle als Instrumente anzusehen.

Und sie durchaus bewusst und geschickt einzusetzen, um gegenüber Frauen dazu zu erreichen, was sie erreichen wollen. 

Je größer und abwechslungsreicher (oder durchaus auch ambivalenter) dieses Geschick eines Mannes ist, desto größer ist seine Wirkung auf Frauen. 

Emotionen sind der Köder, den Frauen für ihre Liebe und Aufmerksamkeit verlangen. Männer wissen das. Deswegen arbeiten sie mit Gefühlen. 

Allerdings weniger für sich selbst. Sondern um die Welt der Frauen bei Laune zu halten. 

Das führt zu einem wesentlichen Zusammenhang in der Liebe zwischen Mann und Frau: Männer setzen die Wirkung von Gefühlen ein, um die Frau emotional abzulenken, zu beschäftigen oder sie zu verführen.

Für Männer ist das keine große Sache.

Sie sehen Gefühle wesentlich objektiver.

Für einen Mann ist das alles ein bisschen wie Fußball spielen – nur mit Emotionen statt mit einem Ball.

Und mit diesen Emotionen dribbelt ein Mann möglichst geschickt auf dem Feld der Liebe, um bei der Frau am Ende das Tor machen zu können.

So sehr Männer auch dazu neigen im Kopf zu leben – jeder Mann weiß, dass er eine Frau über Gefühl erreichen muss.

Durch diese besondere Fähigkeit Gefühle für Frauen herzustellen und einzusetzen, unterscheiden sich Männer und ihr persönlicher Erfolg gegenüber Frauen. 

Das mag sich für Frauen vielleicht jetzt erst einmal befremdlich bis schrecklich anhören:

Gefühle als Instrumente?

Liebe als Mittel zum Zweck?

Kann man denn einem Mann gar nichts glauben?

Na ja, so halb halb eben… Zumindest was die Liebe angeht.

In Liebe und Verführung sind für Männer immer ein bisschen Wahrheit und ein bisschen „Abwandlungen der Wirklichkeit“ gleichzeitig vorhanden.

Männer setzen die Gefühle zwischen Mann und Frau vergleichbar ein, wie ein Pfau seine Angebetete mit den Farben und Formen seiner Federn beeindrucken will.

Für einen Mann ist das belebende Schillern und sind all die abwechslungsreichen Farben der Gefühle dazu da, dass man mit ihnen beeindruckt und ein etwas anderes Bild der „Wirklichkeit“ malt. 

Das männliche Werben will beeindrucken und oft ist der Traum oder eine Vorstellung stärker als die Wirklichkeit. Männer wissen das. Und deswegen arbeiten sie damit, um Frauen zu erreichen.

Komplimente, Aufplustern, Angeben, Schmeicheln, Übertreiben, Liebesschwüre, aber auch Provokationen, Arroganz, Unnahbarkeit und das Reizen und Ärgern der Frau – all das gehört dazu.

Ein Mann kann sich alles leisten gegenüber den Frauen, nur eben nicht, dass sie gar nichts fühlen, wenn er anwesend ist.

Dann findet er nämlich nicht statt.

Ganz so als würde er nicht existieren, weil „von ihm nichts ausgeht“. Und dann hat er keinerlei Chance Frauen zu erobern oder für sich zu gewinnen.

Ein Mann, über den sich Frauen aufregen, hat mehr Chancen bei ihnen, als ein Mann, den sie gar nicht wahrnehmen, weil er keinerlei Emotion erzeugt.

Für Männer sind Gefühle deswegen in vielen Fällen vornehmlich Instrumente die Wirklichkeit der Wahrnehmung zu gestalten, zu beeinflussen oder in ihrem Sinne auszurichten. 

Innerhalb der männlichen Welt ist das keine negative Eigenschaft und hat für das männliche Selbstverständnis eine ganz natürliche Logik.

Für Männer sind Gefühle kein Selbstzweck.

Sie müssen zu etwas führen. 

Also setzen Männer sie ein, um zu bekommen, was sie wollen oder was sie von der Welt und dem Leben erwarten.

Inklusive Frauen. 

Genau aus diesem Grund können Männer vor der Verführung so hinreißend und charmant sein – und nach der Verführung eiskalt und emotionslos.

Für einen Mann ist das nicht zwangsläufig ein Widerspruch.

Wenn du Männer verstehen möchtest, dann wirst du mit diesem Widerspruch leben müssen – erst ist eng mit der Art und Weise verwoben, wie Männer sich in Gefühle hinein und genauso aus ihnen wieder hinaus bewegen.

Diese besondere männliche Trennung von Gefühl und Eigenwahrnehmung ermöglicht es Männern zudem insgesamt zielgerichteter und forscher vorzugehen – was in vielen Bereichen des Lebens wichtig ist. 

Diese innere Trennung im Mann schafft allerdings auch wesentliche Probleme in der gesamten Welt, weil Männer darüber unsensibel, rücksichtslos, berechnend und kalt werden können.

Auch das soll hier ehrlich angesprochen werden.

Wie jede Fähigkeit hat auch dieser Aspekt seine zwei Seiten.

Und eine tragische Seite dieser Besonderheit im Mann, ist der mögliche Verlust aller wahren Gefühle und deren Bedeutung für echte Verbindung von Mensch zu Mensch, wenn Männer sich zu sehr von von sich selbst wegbewegen und zu sehr auf Macht, Einfluss und auf Gefühl als reines Instrumente des Willens bauen. 

Männer verstehen bedeutet für dich als Frau mit all diesen Widersprüchen arbeiten und auch manchmal einfach leben zu müssen.

Was du als Frau wirklich begreifen solltest: Männer sind ihrer Natur nach nicht zwangsläufig „nett“.

Kein Mann an sich ist wirklich „gut“ oder in einem weiblichen Sinne „ehrlich“.

Jeder Mann ist ambivalent und trägt ebenso ambivalenten Seiten seiner männlichen Eigenschaften in sich.

Das macht Männer per se nicht „schlecht“, aber eben anders als du.

Und ihr Umgang mit Gefühlen gehört dazu. 

Was du als Frau für dich akzeptieren solltest, um nicht regelmäßig an Männern zu scheitern oder an ihren ambivalenten Eigenschaften zu verzweifeln:

Männer können Gefühle eben recht gut einsetzen oder insgesamt durchaus recht gezielt ein- und ausschalten, ohne das für sich selbst irritierend zu finden. 

Ob das immer richtig ist, ist eine andere Frage. Aber diese Eigenschaft hat jeder Mann.

Checkliste: Männer verstehen

  • Männer setzen Gefühle ein, um Frauen interessiert und gefügig zu machen.
  • Männer formen und benutzen Gefühle, um etwas zu erreichen.
  • Im Mann existiert eine tendenzielle Trennung zwischen ihm selbst und seinen Gefühlen.
  • Aus dieser Trennung heraus formt ein Mann Gefühle und setzt sie ein für seine Absichten.
  • Trennung zwischen sich selbst und seinen Gefühlen herzustellen, ist eine grundsätzliche männliche Eigenschaft.
  • Männer lieben aus dieser Eigenschaft heraus tendenziell „kontrollierter“ als Frauen.

Tipp – Männer verstehen: Männer setzen Gefühle ein, um dich als Frau interessiert oder gefügig zu machen.

Darum solltest du das emotionale Getue der Männer niemals überbewerten – sie wissen, was sie tun.

Männer gehen damit ihrem Lieblingsspiel nach: Gefühle formen und für Absichten einsetzen, um darüber etwas zu erreichen – besonders bei Frauen.

Lass dir davon schmeicheln, erwidere das Spiel, genieße es – aber verliere dich nicht darin, dem zu viel Bedeutung beizumessen.

Kapitel 2: Männer verstehen – Warum Männer beeinflussen wollen

Gefühle bewusst und getrennt von sich zu formen und ihnen eine Richtung oder einem bestimmten Nutzwert zu geben, steht durchaus für eine besondere Fähigkeit:

Sie kann beeinflussen, mitreißen, überzeugen, bewegen und in besonderen Fällen auch zutiefst inspirieren.

Männer können dadurch Emotionen mit Sinn und Absichten füllen – sie müssen einem reinen Gefühl nicht so viel Bedeutung beimessen, wenn es keine konkrete Absicht erfüllt. Das macht sie emotional etwas freier.

Als Eigenschaft erzeugt das durchaus die Vielschichtigkeit, Größe, Kreativität und Unbeirrbarkeit, zu der ein Mann fähig sein kann.

Und vor allem macht es Männer – wenn sie diese Eigenschaft gut beherrschen – zu geborenen Verführern.

Das bewusste Einsetzen von Emotionen und Gefühlen, um etwas Bestimmtes zu erreichen, ist natürlich der Kern jeder Verführung.

Wenn du Männer verstehen willst, dann ist es wichtig zu begreifen, wie bedeutsam die gesamte Idee der Verführung für Männer ist.

Und da Verführung für Männer so wichtig ist – von der sexuellen Verführung bis zur psychologischen Verführung in Form von Beeinflussung und Überzeugung – ist das Wesen der Männer so umfangreich um genau diese Eigenschaften gestrickt:

Gefühle einsetzen, um etwas zu erreichen.

Gefühle vortäuschen, um bestimmte Absichten zu verfolgen.

Gefühle mit Nutzwert verbinden, statt sich ihn ihnen zu verlieren.

Männer verstehen – Tipp: Nimm das emotionale Getue der Männer nicht zu ernst.

In den meisten Fällen wollen sie darüber lenken und beeinflussen – das Gefühl an sich hat für Männer einfach weniger Bedeutung.

Wichtig für Männer ist eher, was man damit erreichen kann.

Checkliste: Männer verstehen

  • Emotionen zu formen und mit Absichten zu füllen kann inspirieren und mitreißen – ein für Männer wichtiges Instrument des Lebens.
  • Männer benutzen Emotionen eher, als dass sie Gefühle an sich wertschätzen.
  • Männer sind durch diese Eigenschaft emotional etwas freier.
  • Die Fähigkeit Emotionen an zielgerichtete Absichten zu binden, macht Männer zu geborenen Verführern.

Kapitel 3: Emotionale Sicherheit und Vertrauen in Beziehungen 

Ein wichtiger Aspekt in der Absicht Männer zu verstehen:

Da Männer ihrer Natur nach so gestrickt sind, dass sie Gefühle lieber innerhalb von Absichten einsetzen als sie nur zu empfinden, wirst du dich als Frau immer fragen, wie echt die Gefühle eines Mannes sind.

Das wird für dich als Frau immer untrennbar mit deinem Leben mit Männern verbunden bleiben.

Das große Verlangen der Frau nach emotionaler Bestätigung und emotionaler Sicherheit steht im direkten Zusammenhang mit dem Wesen der Männer, die Emotionen eher als Mittel zum Zweck empfinden.

Weil Männer auf diese Weise funktionieren und darüber Gefühle im Leben ganz anders einsetzen, fragen sich Frauen auch sich ständig, wie „echt“ die Gefühle eines Mannes sind.

Sie sind nie „echt“ im Sinne einer Frau, die auf der Ebene der Gefühle „echt“ eher als eine Eigenschaft von „umfassend“ und „mit mir selbst verbunden“ ansehen würde.

Für Männer gestaltet sich das anders: Die Eigenschaften „echt“ und „unecht“ sind für Männer auf der Ebene der Gefühle relativ – da sie sich eher daran orientieren, welchen Nutzen eine Emotion hat.

„Echt“ ist für Männer ein Gefühl vielmehr dann, wenn es irgendwo hin führt: Ein Ergebnis bringt. Gefühle an sich als generelle Verbindung zu sich selbst sind Männern eher fremd.

Deswegen wirst du als Frau auch nie vollständig das Gefühl haben, dass Gefühle und Emotionen, die von einem Mann ausgehen, auch tatsächlich und vollständig etwas über den Mann aussagen. 

Du wirst immer mit einem Eindruck von „unvollständig“, „unzugänglich“ oder „undurchsichtig“ leben müssen.

Es wird ein Mysterium bleiben, das sich dir nie vollständig erschließen wird.

Und genau aus diesem Grund bleiben Männer auch emotional spannend für Frauen.

Wären Männer anders, würdest du dich als Frau ganz schnell mit ihnen langweilen, weil sie dann dir selbst und deiner emotionalen Struktur viel zu ähnlich wären.

Männer verstehen bedeutet nicht zwangsläufig, dass man diese Unterschiede ausblenden muss. Echte Anziehung wäre auf diese Weise unmöglich.

Die tatsächliche Faszination zwischen Mann und Frau entsteht aus Unterschiedlichkeit – auch aus der Unterschiedlichkeit heraus, wie Mann und Frau jeweils auf ihre Weise Gefühle empfinden und organisieren.

Wichtig: All das bedeutet in dem Sinne auch, dass du als Frau erst einmal Vertrauen und Sicherheit in deinen eigenen Gefühlen finden musst, um überhaupt irgendeine Form von Sicherheit und Vertrauen in einer Beziehung mit einem Mann finden zu können.

Denn ohne diese Sicherheit in deine eigenen Empfindungen, wird dich die Andersartigkeit, mit der Männer Gefühle leben, ständig irritieren und durcheinander bringen.

Das Vertrauen, das du nicht in dir selbst findest, wirst du auf diese Weise nie in deinen Liebesbeziehungen finden – dazu ist die emotionale Struktur zwischen dir und den Männern einfach zu unterschiedlich.

Männer verstehen bedeutet zu einem Gewissen grad also auch immer, sich mit dem Umstand versöhnen zu müssen, dass Männer das Gegenteil zu deinen eigenen Gefühlen und deiner persönlichen Erlebenswelt als Frau sind – zumindest in bestimmten Bereichen.

Sie stehen auf der andern Seite des Lebens: Männer sind lieber die ordnende Kraft im Leben statt die hingebungsvolle und versöhnliche.

Sie wollen begrenzen, abgrenzen, durchaus gerissen und möglichst erfolgreich sein – wenn es sein muss rücksichtslos.

Aber auf jeden Fall wollen sie mutig ihr Leben gestalten. Und dazu brauchen sie die beschriebenen Eigenschaften.

Aus diesen Gründen lieben Männer tendenziell auch immer etwas egoistischer und selbstbezogener als Frauen.

Und das ist völlig in Ordnung. Erst beide Seiten zusammen ergeben das vollständige Bild: Liebe und Anziehung durch Unterschiedlichkeit!

Checkliste: Männer verstehen

  • Du wirst als Frau nie vollkommen sicher sein, was ein Mann für dich empfindet.
  • Das Verlagen der Frau nach emotionaler Bestätigung versucht diese Lücke zu schließen.
  • Beides zusammen erzeugt Anziehung.
  • Ohne ein gesundes Vertrauen, das du nur in dir selbst findest, hast du durch diese Unterschiedlichkeit ganz schnell ein Problem in der Liebe!
  • Männer brauchen alle hier beschrieben Eigenschaften – auch wenn eine Frau diese irritierend findet.
  • Die männliche Liebe muss anders sein als die weibliche Liebe!
  • Frauen lieben hingebungsvoller, Männer eher selbstbezogener.
  • Liebe braucht diese Formen der Unterschiedlichkeit!

Männer verstehen – Tipp: Alles steht und fällt mit dem Vertrauen, das du in dich selbst hast.

Denn die emotionale Struktur zwischen Mann und Frau ist zu unterschiedlich – ohne dieses Vertrauen, wirst du schnell ein Problem haben, weil dich diese Unterschiedlichkeit dann regelmäßig belasten und durcheinander bringen wird.

Du musst mit deinem eigenen inneren Vertrauen verbunden sein, weil du dich in der Liebe auf eine generelle Andersartigkeit einlässt.

Fehlt dein eigenes inneres Vertrauen, wirst du dich der Andersartigkeit ausgeliefert fühlen – das wird die Liebe eher negativ und belastend machen als ergänzend und lebenswert!

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Update: 20. August 2019

Diese Artikel-Serie zum Thema „Männer verstehen“ feierte gerade ihren 6. Geburtstag.

Über 500.000 Leser haben die Artikel bisher gelesen und sich immer wieder damit beschäftigt.

In der Diskussion rund um diesen Artikel zum Thema „Männer verstehen“ taucht oft die Frage auf, wie man als Frau denn nun mit dem Bedürfnis nach Romantik umgehen sollte.

Frauen brauchen deutlich mehr Gefühl und Romantik.

Männer dagegen weniger, keine oder nur vereinzelt besonders intensive Abschnitte aus romantischen Gefühlen, bevor sie sich dann wieder wie gehabt in Stein verwandeln oder sich anderen Dingen zuwenden.

Ist das generell immer so?

Müssen Frauen das so hinnehmen?

Oder gibt es Auswege oder Veränderungen, die mehr Romantik und echtes Gefühl in die Bedürfnisse und Herzen der Männer bringen können?

Natürlich sind Männer durchaus romantisch oder haben romantische Gefühle.

Doch sie sind eben, wie in diesem Artikel beschrieben, anders in der Art und Weise, wie sie Romantik sehen, erleben oder weitergeben können und wollen.

Männer haben männliche Formen und Rhythmen der Romantik und natürlich reibt sich das oft und glücklicherweise (!) mit den weiblichen Formen und Rythmen der Romantik.

Auf diese Weise bleibt das Spiel in Bewegung.

Würden beide Seiten einen perfekten Sinn für die gleiche Art und das gleiche Timing von Romantik besitzen… die Welt wäre ein Albtraum aus Langweile und Humorlosigkeit. 

Männer verstehen: Gefühle zu ernst nehmen?

Ich habe an einer Stelle in diesem Artikel erwähnt, dass Frauen die romantischen Anwandlungen der Männer „nicht zu ernst“ nehmen sollten.

Einige Frauen haben mir geschrieben, dass sie dieser Abschnitt verunsichert und eine Leserin (Anja, 39 Jahre) findet sogar sehr deutliche Worte:

„Kann man dann keine Gefühle mehr von Männern erwarten?

Haben wir Frauen nicht auch ein Recht auf Gefühle, Romantik und besondere Zuwendung, ganz egal, ob das den Männern jetzt besonders entgegen kommt oder nicht?

Ich bin es leid, den Männern alles Recht machen zu müssen.

Ich bin eine Frau. Ich will Romantik.

Ich will, dass sie echt und leidenschaftlich und endlos ist.

Ich will nicht in Langeweile sterben oder mich nicht wirklich geliebt fühlen.

Eher verzichte ich auf Männer oder Beziehungen, aber lasse mich nicht immer wie eine dume Gans an- und abstellen in meinen Gefühlen!

Mir ist es egal, ob Männer Romantik wollen oder nicht.

Ich will sie.

Ich bin die Frau.

Also sollen sie sich verdammt noch mal bewegen und das für mich auf die Reihe bekommen!“

Mir persönlich gefällt diese Zuschrift meiner Leserin sehr gut.

Das ist genau das Feuer, das es braucht, um die Dinge zwischen Mann und Frau in Bewegung zu halten.

Um es einmal ganz klar zu sagen: Frauen sollen und dürfen sich im Grunde niemals wirklich damit zufrieden geben, wie Männer sind.

Das darf niemals, niemals passieren!

Weil dann der ganze evolutionäre Anspruch zwischen Mann und Frau zum Erliegen kommen würde. 

Die Fähigkeit der Frau „unzufrieden“ zu sein, ist auch immer ein wesentlicher Antrieb in jeglicher Dynamik zwischen Mann und Frau.

Deine Gefühle und die wahren Gefühle der Männer

Wenn du als Frau immer etwas unzufrieden und frustiert über die Männer bist, dann ist das okay.

Auch wenn das an dir nagt oder dieser Frust über die männlichen Eigenschaften durchaus auf Dauer emotional lästig sein kann.

Dennoch: Du bewegst dich als Frau damit auf der richtigen Seite des Lebens.

Dieser Frust ist eine Eigenschaft, die du als Frau brauchst. Sonst bewegt sich nichts.

Und vor allem nicht die Männer! 

An dem Tag, an dem du wirklich, wirklich zufrieden mit einem Mann oder den Männern an sich sein wirst, ist der Tag, an dem dein aufrichtig gefühltes Interesse an deinem Partner oder an den Männern generell aufhören wird.

Es ist wichtig, dass du genau das verstehst.

Ansonsten wirst du verbittert.

Und es gibt einen Unterschied zwischen der vitalen Aufregung über die Andersartigkeit des anderen Geschlecht und der giftigen Verbitterung darüber, dass die Welt nicht so ist, wie das eigene Ego das gerne hätte.

Deine gefühlte Unzufriedenheit, dass Männer nicht so sind, wie du sie gerne hättest, ist ein Teil der besonderen Faszination und der Liebe, die du für sie empfinden kannst. Auch wenn das manchmal weh tut.

Liebe muss auch reiben und unbequem sein. Ansonsten stirbt sie.

Eine Frau muss deswegen auf eine gewisse Weise auch immer etwas der Stachel der Unzufriedenheit im Leben der Männer sein, weil sie darüber immer wieder für Ansporn und Veränderungen im gemeinsamen Leben sorgt.

Natürlich: Eine Frau hat ganz sicher ein Recht darauf, dass sich Männer für sie bewegen und anstrengen.

Auch in Sachen Romantik.

Sie kann allerdings nicht erwarten, dass diese Anstrengungen immer so ausfallen, dass sie zu 100% mit der weiblichen Weltsicht korrespondieren.

Männer drücken sich manchmal (oder besser: sehr oft) anders in ihren Gefühlen aus als eine Frau. Oft indirekt.

Durch andere Handlungen, die eine Frau nie als besonders romantisch bewerten würde, aber für einen Mann Ausdruck echter Gefühle sind.

Beide Seiten müssen lernen und sich zu bewegen.

Männer, in ihrem weniger ausgeprägten Sinn für Romantik oder in ihrem Mangel aus Erfahrung, was Gefühle ausmachen und bedeuten, müssen defintiv viel mehr darüber lernen, worum es Frauen in ihren Bedürfnissen nach mehr Gefühl und Romantik wirklich geht.

Frauen sollten jedoch ebenso lernen, dass die weiblich Definition und Empfindung von Romantik nicht zu 100% die Erfahrung und Gefühle der Welt darstellt.

Männer haben ebenso ein Recht auf ihre Formen und Rhythmen der Romantik, wie es Frauen haben.

Im Idealfall ergänzen beide Seiten sich darüber, dass sie sich mal hingebungsvoll lieben und mal ungeschickt auf die Nerven gehen, um sich dann irgendwann später wieder in Sehnsucht gemeinsam versöhnen zu können.

Die Fähigkeit zur Versöhnung ist viel wichtiger als Detail-Fragen, wer emotionaler, wer romantischer, wer besser lieben und fühlen kann.

Es ist kein Wettkampf.

Es ist ist eine Versöhnung in Unterschiedlichkeit. 

Erst diese besondere und durchaus oft anstrengende Mischung der Widersprüche zwischen Mann und Frau machen die Dynamik der Liebe vollständig.

Männer verstehen: Was wir von einander lernen können

Es ist also durchaus verständlich, dass Frauen unzufrieden sind, über die Art und Weise, wie Männer empfinden oder Romantik erleben bzw. gestalten.

Das ist ein ganz natürlicher Prozess und Teil der gesamten Dynamik zwischen Mann und Frau.

Niemand macht auf diesem Gebiet wirklich etwas „richtig“, noch gibt es Perfektion oder die Erfüllung aller Träume.

Es muss ein Widerspruch gelebt und durchaus auch in vielen Fällen emotional „überlebt“ werden.

Von beiden Seiten aus.

Wie eine Frau zum Beispiel Männer maximal anspornen und emotional viel geschickter in aufrichtige Gefühle und ganz neue Erfahrungen und Bereitschaft von Liebe, Hingabe und Romantik lotsen kann, ist als emotional echte und anspruchsvolle Kunstform unter Frauen im Grunde auch völlig unbekannt.

Sich über Männer zu beschweren, ist oft der erste, aber nicht immer der beste Reflex.

Sie zu animieren und zu inspirieren, ist dagegen der vollständigere und emotional gesündere Weg.

Und durchaus möglich!

Viele Frauen, die zum Beispiel meine Bücher „Die Gefühle der Männer“ aus der Serie Gebrauchsanleitung Mann gelesen haben, schreiben mir:

„Thomas, ja genau. Das ist es!

Das habe ich im Grunde immer gespürt, aber ich habe mich nie getraut es so zu leben.

Oder die Gesellschaft und Erziehung hat uns dieses gefühlte Wissen, wie man Männer emotional erreicht und im Grunde damit auch in einem weiblichen Sinne „steuert“, geraubt und aberzogen!“

Männer machen nicht alles richtig. Sie sind oft blind gegen die Bedürfnisse und Empfindungen der Frauen.

Aber auf der Seite der Frauen ist es oft auch nicht besser.

Frauen formulieren und kommunizieren Bedürfnisse und Enttäuschungen nur häufiger, offener oder umfassender, während viele Männer emotional still vor sich hin leiden, weil sie Gefühle und Schwächen generell weniger kommunizieren, aber im Grunde in den Verhaltens- und Empfindungsweisen der Frauen ebenfalls nicht das finden, was sie sich nach ihrer männlichen Seele heraus für sich und die Erfahrung der Liebe wünschen.

Der Frust ist auf beiden Seiten groß.

Allerdings auf unterschiedliche Ebenen verteilt und ebenso unterschiedlich intensiv bzw. offen diskutiert. Männer außern sich weniger dazu. 

Das gibt den Männern den offiziellen Anstrich „unemotional“ oder „unzugänglich“ bishin zu „einfältig“ zu sein. Das ist nicht unbedingt immer der Fall. Männer gehen mit diesen Aspekten und ihren Gefühlen oft nur anders um.

Am Ende sind es immer der persönliche Kummer über die Grauzonen und die Unzulänglichkeiten der anderen Seite, die so dauerhaft verletzten und aufreiben zwischen Mann und Frau.

Weil sich die eigene Erwartung am Gegenüber müde reibt, statt in diesen Gefühlen der Frustration und Unzulänglichkeiten die Notwendigkeit der Kooperation der eigenen Gegensätze zwischen Mann und Frau zu erkennen.

Männer und Frauen: Wege in die wahre Liebe

Der Frust und die Aussagen einer Frau, wie sie Anja in ihrem Schreiben formuliert hat, sind durchaus verständlich.

Sie sind zutreffend und es ist auch gut sich zu ihnen zu bekennen.

Persönlicher Frust in einem „Entweder-Oder“-Schema zu pressen, wird allerdings niemanden weiter bringen.

Weder die Männer, noch eine Frau wie Anja, die lieben und sich emotional entfalten will.

Wir sollten stattdessen schauen, was wirklich zwischen Mann und Frau funktioniert.

Diese Stärken als bewusste Muster herausarbeiten, sie als Ansporn und Weg der persönlichen und gesamten Verbesserung unserer Beziehungen begreifen und vor allem lernen Widersprüchlichkeit zwischen uns zu vergeben.

Nicht alles zu ertragen oder hinzunehmen, aber in der Fähigkeit zu leben, unsere gesamte Widersprüchlichkeit als Männer und Frauen vergeben zu können.

Damit nicht nur das Bedürfnis nach mehr oder wesentlicher Romantik eine Chance hat, sondern auch die wesentliche Bestätigung, dass unser Vertrauen und jede Zuneigung zwischen Mann und Frau aus der geduldigen Liebe zu Ausgleich und Andersartigkeit wachsen kann.

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